AEW Wrestling: Eine umfassende Erklärung

All Elite Wrestling (AEW) hat seit ihrer Gründung am 1. Januar 2019 die Wrestling-Welt maßgeblich verändert. Viele Fans hofften auf eine Wiederbelebung des Wrestlings und einen offenen Wettbewerb mit der WWE. Dieser Artikel bietet eine detaillierte Erklärung zu AEW, ihren Stars, Storylines und den Unterschieden zu WWE und TNA.

Grundlagen von AEW

AEW hat derzeit über 100 Wrestlerinnen und Wrestler unter Vertrag und verfügt über einen der größten Kader weltweit. Das Talent innerhalb der Liga ist enorm, mit internationalen Topstars wie Kenny Omega, Sting und Chris Jericho, die regelmäßig im Ring stehen. Die Zukunft der Promotion ruht auf den Schultern vieler junger Wrestler, die die notwendige Entwicklung erhalten. Junge Talente wie Darby Allin oder Jungle Boy sind bereits Publikumslieblinge und tragende Säulen des Produkts. Auch Altstars sind bei AEW involviert, sei es als Trainer, Manager oder noch aktiv im Ring. Große Namen wie Arn Anderson, Billy Gunn und Mark Henry können den jüngeren Wrestlern noch viel beibringen.

Kader und Gruppierungen

Trotz des scheinbar guten Kaders hat AEW Schwierigkeiten, allen genug TV-Zeit zu geben. Die Anzahl der verschiedenen Gruppierungen ist für manche Zuschauer unübersichtlich. Wirkliche Einzelkämpfer sind bei AEW schwer zu finden, da in fast jeder Fehde mindestens eine Gruppierung involviert ist.

Storytelling und Fokus

Wer auf das konsequente Erzählen von Geschichten über einen langen Zeitraum steht, für den ist All Elite Wrestling genau das Richtige. Viele Fehden werden langsam und konsequent aufgebaut, und auf kleine Details wird Wert gelegt. Insbesondere Titelkämpfe werden in den meisten Fällen sinnvoll erklärt und erhalten eine gewisse Vorlaufzeit. Die Zuschauer stehen bei AEW im Fokus. Sie werden grundsätzlich als klug und informiert angesehen und nicht für dumm verkauft. Ihre Kritik wird wahrgenommen, und Pannen oder Fehler werden erklärt, anstatt sie zu ignorieren.

Vergleich mit WWE und TNA

Unterschiede in der Präsentation

Ein wesentlicher Unterschied zwischen AEW und WWE liegt in der kreativen Freiheit der Wrestler. Bei AEW gibt es keine Schablonen. Niemand sagt dir, wie du in den Ring laufen sollst, wie du posieren musst oder was du anziehst. Alles ist sehr bodenständig und authentisch. Dies steht im Gegensatz zu den streng geführten Strukturen der WWE, wo Performer oft klaren Vorgaben folgen müssen.

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TNA im Vergleich

AEW wird oft mit TNA (Total Nonstop Action Wrestling, heute Impact Wrestling) verglichen. Einige Beobachter argumentieren, dass TNA zu ihren besten Zeiten mehr Starpower hatte als AEW heute. Andere betonen, dass AEW von Anfang an größere finanzielle Mittel und einen besseren TV-Vertrag hatte als TNA. TNA musste langsam wachsen und wurde so auch als zweitklassig wahrgenommen. AEW konnte direkt all in gehen - größere Hallen, größerer Sender.

Einige der Fehler, die TNA gemacht hat, umfassen das Holen von Hulk Hogan, der TNA zu einer WWE-Light-Version machte, und die Abschaffung des sechseckigen Rings, ein Markenzeichen von TNA. AEW sollte diese Fehler nicht wiederholen.

Finanzielle Aspekte

Ein gutbezahlter TV-Deal und das Budget von CEO Tony Khan ermöglichen eine gute Darstellung und eine größtenteils professionelle Produktion. Allerdings sind die Kommentatoren noch längst nicht so professionell, wie man es von Sprechern im nationalen Fernsehen erwarten kann.

Aktuelle Entwicklungen und Ereignisse

AEW All Out

AEW veranstaltet regelmäßig Pay-per-View-Events wie All Out. Bei All Out im September 2025 gab es mehrere bemerkenswerte Matches und Ereignisse, darunter:

  • Ein Match um die AEW World Championship mit einer Stipulation, dass Kyle Fletcher seine TNT Championship verlieren wird, sollte ein Mitglied der Don Callis Family eingreifen.
  • Ein Coffin Match zwischen Jon Moxley und Darby Allin.
  • Ein Tables ’n’ Tacks Match zwischen Mark Briscoe und MJF.
  • Ein Tag-Team-Match zwischen Adam Copeland & Christian Cage und FTR um die AEW World Tag Team Titel.

Christopher Daniels' Rücktritt

Der langjährige Wrestling-Star Christopher Daniels verkündete bei AEW Dynamite seinen Rücktritt. Er begründete seinen Schritt mit Verletzungsfolgen seines Matches gegen Hangman Page. Es gibt jedoch Restzweifel, ob Daniels trotz seines fortgeschrittenen Alters zumindest noch ein Abschiedsmatch plant.

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Paul Wight's Rolle bei AEW

Paul Wight, besser bekannt als „The Big Show“, hat seinen festen Platz bei All Elite Wrestling gefunden und macht deutlich, dass er trotz seiner längeren Abwesenheit vom Bildschirm keineswegs mit AEW abgeschlossen hat. Er übernimmt verschiedene Aufgaben hinter und vor der Kamera, darunter als Kommentator, In-Ring-Wrestler und Mentor für aufstrebende Talente.

Fazit

AEW ist der Ort für alle Fans, die sich gerne von sinnvollen und konsequenten Langzeitgeschichten begeistern lassen, die in stimmungsvollen Arenen oder vor dem Bildschirm realistischen Charakteren zujubeln oder diese ausbuhen wollen, und die sich an qualitativ hochwertigem Wrestling mit hoher Kreativität erfreuen. AEW ist definitiv nicht perfekt, es gibt viele verschiedene Kritikpunkte. All Elite Wrestling ist längst mehr als nur eine Alternative zur WWE.

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