Wir, die Niedersächsische Taekwondo Union e.V. (NTU e.V.) sind einziger in Niedersachsen anerkannter Fachverband für Taekwondo beim Landessport Niedersachsen e.V. Alle Sportvereine oder Abteilungen innerhalb von Mehrspartenvereinen gehören einem Fachverband an. Für den Taekwondo Sport ist das die NTU e.V. Wir nehmen alle fachlichen, auf Taekwondo bezogenen Aufgaben wahr. Unsere zentrale Rolle ist es, den Sportbetrieb bis auf die Ebene der Abteilungen der Sportvereine zu organisieren und die Qualität des Übungsbetriebes zu sichern.
Aufgaben der NTU e.V.
Im Einzelnen gehört es zu unseren Aufgaben:
- Organisieren des Wettkampfbetriebes
- Talentsuche und Talentförderung
- Aus- und Fortbildung für Wettkämpfer/innen und Trainer/innen
- Kaderbetreuung
- Intensivierung der Breitensportprogramme in den Sportvereinen
- Öffentlichkeitsarbeit
- Partner in verschiedenen Projekten des Landessportbundes Niedersachsen
Wir verwalten zurzeit 65 Vereine mit ca. 3760 Sportlern.
Stiftung der NTU e.V.
Des weiteren wurde eine Stiftung ins Leben gerufen.
Stiftungszweck: Zweck der Stiftung ist die Förderung des Sportverkehrs der NTU auf dem Gebiete des Breiten- und Wettkampfsportes.
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Gespendet werden kann auf das angegebene Konto der NTU e.V.
Geschichte und Mitgliedschaften
Die Niedersächsische Taekwondo Union e.V. wurde am 13.06.1981 auf der Gründungsversammlung in Hameln gegründet. Der Verein ist Mitglied im LSB Niedersachsen und in der Deutschen Taekwondo Union e.V. Damit vertritt die NTU e.V. als einziger Landesfachverband den olympischen Zweikampf im Taekwondo innerhalb Niedersachsens.
In der Satzung heißt es unter Punkt 1.2. Zweck und Gemeinnützigkeit: Zweck des Verbandes ist, alle Taekwondo betreibenden Vereine und Gemeinschaften innerhalb des Landes Niedersachsen zusammenzufassen, um Taekwondo als Körper- und Geisteskultur zu pflegen und zu fördern.
Zum heutigen Zeitpunkt gehören der NTU über 63 Vereine mit ca.
Bitte beachten: In der NTU e.V. ist es Pflicht, vom 1. Kup bis hoch zum 9. DAN am DAN-Vorbereitungslehrgang teilzunehmen. Im Idealfall ein Leben lang.
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Erfolge und Veranstaltungen
Liebe Taekwondo-Freunde, mit 34 Athletinnen und Athleten reist die Deutsche Taekwondo Union zur Technik-EM nach Tallinn und stellt damit erneut ein starkes Team auf internationalem Parkett. Mit einer Gold-, zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen krönte sich die deutsche Nationalmannschaft bei der vergangenen WM zum besten europäischen Team. Weitere Medaillen und Erfolge sollen nun in Tallinn am 16. und 17.
Am 28. und 29. Juni 2025 war unser Hamburger Landeskader Technik bei den Austrian Open in Wien am Start und konnte sich auf internationalem Niveau eindrucksvoll behaupten. Ein großes Dankeschön an das gesamte Team für die starke Präsenz in Wien.
Die Sportschule Tangun hat bei den Austrian Open am 14. und 15. Juni 2025 in Innsbruck einen großartigen Erfolg erzielt. Ein beeindruckender Medaillenspiegel und starke Leistungen auf einem Weltranglistenturnier.
Die Taekwondo Union Hamburg (TUH) gratuliert herzlich ihrem langjährigen Athleten Nader Jahangard zu einem großartigen Erfolg: Bei den World Master Games 2025 in Taipeh, Taiwan, sicherte sich der erfahrene Kämpfer am 29. In einem international stark besetzten Teilnehmerfeld überzeugte Nader mit beeindruckender Technik, taktischem Feingefühl und großem Kampfgeist.
Am 24. und 25. Seine Überlegenheit im Wettkampf war so eindrucksvoll, dass er bereits als der „Erling Haaland des Taekwondo“ bezeichnet wird. Auch der Bundestrainer zeigte sich beeindruckt und betonte, dass Enis über internationale Spitzenqualität verfüge.
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Am 05. April fand in Hamburg ein spannender Kampfrichterlehrgang Technik unter der Leitung von Irek Falk (Bundeskampfrichter & International Referee) statt. Nach einem fundierten Theorieteil ging es direkt in die Praxis. Dabei wurden die Teilnehmenden von den Technik-Kadersportlerinnen und -sportlern des Landeskaders Hamburg tatkräftig unterstützt.
Am 26. Januar 2025 fand ein inspirierender Lehrgang unter der Leitung von Sportpsychologe und Landestrainer Technik Steven Behn statt. Im Mittelpunkt standen praxisorientierte Techniken zur Stressbewältigung und der Umgang mit Nervosität. Besonders wertvoll waren die aktiven Beiträge der Teilnehmenden, die ihre eigenen Erfahrungen einbrachten und so für einen lebendigen Austausch sorgten.
Am vergangenen Samstag, den 18. Januar 2025, fand ein bemerkenswerter Kampfrichterlehrgang statt, der von vier Landesverbänden ausgerichtet wurde: der Taekwondo Union Hamburg e.V. (TUH), der Taekwondo Union Mecklenburg-Vorpommern e.V. (TUMV), der Niedersächsischen Taekwondo Union e.V. (NTU) und dem Taekwondo-Verband Schleswig-Holstein e.V. (TVSH).
Bereits am Vormittag wurde deutlich, wie hochwertig der Lehrgang gestaltet war. In einer Theorie- und einer Praxiseinheit vermittelten die erfahrenen Referenten Lars Nelke (TUH), Martin Gabriel (TUMV), Patrick Hering (NTU) und Paul Heinrich (TVSH) ihr umfassendes Wissen.
Die Veranstaltung hat gezeigt, wie viel Potenzial in der Zusammenarbeit der Landesverbände steckt.
Am 12. Januar 2025 hat der Vorstand der TUH die wichtigsten Themen für das neue Jahr besprochen. Auch sportlich lief es rund - mit erfolgreichen DAN-Prüfungen und starken Wettkampfergebnissen, wie die Teilnahme von Steven Behn als bester Europäer bei der Technik WM.
Kurz vor dem 3. Advent fand am 14.12.2024 die gemeinsame Landes-Dan-Prüfung der TUH und TVSH statt. Mit 38 Teilnehmern war die Anzahl der Sportler größer als erwartet und sehr kurzfristig musste auf eine geeignetere Sporthalle in Hamburg Horn ausgewichen werden.
Taekwondo: Mehr als nur ein Sport
Taekwondo ist eine über 2000 Jahre alte waffenlose Kampfkunst aus Korea, bei der Arme und Beine zur Abwehr und Angriffstechniken benutzt werden. Taekwondo ist eine koreanische Kampfkunst, die sich über viele Jahrhunderte hinweg entwickelt hat.
In Nordkorea entwickelte sich 1955 unter dem Begründer des heutigen Taekwondo General Choi Hong Hi das ITF (International Taekwondo Federation) System, in Südkorea unter Dr. Kim Un-Yong die WTF (World Taekwondo Federation), deren Mitglied auch die DTU (Deutsche Taekwondo Union - unser Fachverband) ist.
1965 fand die erste Taekwondo Demonstration koreanischer Großmeister in Deutschland statt. Seither ist diese koreanische Kampfsportart in Deutschland fest etabliert: Bereits 1968 gab es die erste deutsche Meisterschaft.
Bei der IOC-Sitzung 1994 in Paris wurde Taekwondo zur vollwertigen olympischen Sportart erklärt und ist als solche bei der Olympiade 2000 in Sydney zur Austragung gekommen.
Disziplinen im Taekwondo
Was sind Grundtechniken (Gibon-tongschak): Es werden grundlegende Bewegungsabläufe gelernt und geübt. Spezielle Körperteile werden als Abwehr- bzw. Angriffswerkzeuge benutzt. Dieses ist die Grundlage für alle weiteren Disziplinen, hierbei wird der Körper auf alles weitere vorbereitet.
Was sind Formen (Poomse): Formen sind festgeschriebene Bewegungsabläufe bestehend aus Einzeltechniken, die zu Kombinationen zusammengefügt wurden. Diese stellen einen imaginären Kampf gegen mehrere Gegner dar. Sie dienen zur Übung und Perfektionierung der Grundtechnik. Der Sportler kann diese Formen im Gegensatz zu einem realen Kampf auch alleine üben.
Was sind Schrittkämpfe (Ilbo-Taeryon, Ibo-Taeryon, Sambo-Taeryon): Schrittkämpfe sind Partnerübungen, mit einem, zwei oder drei Schritten, nach festgelegten Regeln, in denen Grundtechniken als Vorstufe zum Wettkampf trainiert werden. Hierbei sind Körperbeherrschung, Abstandsgefühl und Präzision die entscheidenden Merkmale.
Was ist Selbstverteidigung [Hosinsul]: Waffenlose Selbstverteidigung, sowohl gegen Angriffe wie Fassen, Klammern und Würgen, als auch gegen Angriffe durch Hieb- und Stichwaffen. Hierbei gibt es die Trennung der Selbstverteidigung, die zu Demonstrationszwecken vorgestellt wird und einer praxisbezogenen Variante.
Was ist Wettkampf (Taeryon): Im Taekwondo ist der Wettkampf, auch Freikampf genannt, ein sportlicher Vergleich zwischen zwei Kämpfern. Hierbei wird Schutzkleidung getragen (Weste, Helm, Genitalschutz, Unterarm- und Schienbeinschützer), da Taekwondo ein Vollkontaktsport ist.
Ziel des Wettkampfes ist es, motorische und taktische Fähigkeiten zu entwickeln und anzuwenden, die nur innerhalb eines Wettkampfgeschehens erlernbar sind. Die Überwindung eigener Ängste, Mut und Körpererfahrung sind wesentliche Aspekte im Freikampf.
Was ist der Bruchtest (Kyok-Pa): Beim Bruchtest geht es nicht um das wahllose Zerstören von Brettern oder Steinen, sondern hier zeigt der fortgeschrittene Sportler während einer Demonstration oder einer Prüfung, dass er die angewandte Technik beherrscht und sie bis nahe an die Perfektion verinnerlicht hat.
Taekwondo: Kampf und Kunst
Taekwondo ist eine Kampfkunst. Kampf und Kunst. Bei diesem Wortspiel wird die Bedeutung des Taekwondo aufgeworfen, denn hierbei geht es nicht um einen Sport, der jemanden ausschließlich befähigt, einen anderen Menschen zu verletzen, sondern um ein ganzheitliches Prinzip, eine Lebenseinstellung - einen Weg.
Das höchste Ziel ist, den stärksten Gegner zu besiegen, - SICH SELBST !!! Denn wer nicht in der Lage ist, sich selbst zu besiegen, kann auch andere(s) nicht bezwingen. Beim Taekwondo werden Aspekte der Persönlichkeitsentfaltung gefördert und gestaltet.
Durch die Ausübung von Taekwondo wird der Körper des Trainierenden ganzheitlich beansprucht: Er wird kräftig, elastisch und stark. Neben dem körperlichen Training entwickelt sich eine geistig positive Grundhaltung.
Taekwondo kann JEDER unabhängig von seinem Lebensalter, seines Geschlechts und seiner Konstitution betreiben.
