Conor McGregor, einer der bekanntesten Persönlichkeiten im Profikampfsport, spaltet die Gemüter. Unter seinem Kampfnamen The Notorious ("Der Berüchtigte") ist er das Aushängeschild des UFC (Ultimate Fighting Championship), er polarisiert, beherrscht die ganz grosse Show.
Karrierebeginn und Aufstieg
McGregor, Ex-UFC Lightweight Champion und UFC Featherweight Champion, Ex-Cage Warriors Featherweight und Lightweight Champion, wuchs im Dubliner Stadtteil Crumlin auf. Seine sportliche Laufbahn startete er mit Fussballspielen. Mit 12 begann er das Boxtraining, widmete sich dann dem Kickboxen und Jiu Jitsu. Nach seinem Schulabschluss arbeitete er als Klempner.
2006 lernte er den UFC-Kämpfer Tom Egan kennen und trainierte mit ihm MMA. Seinen ersten Amateurkampf gegen Kieran Campbell 2007 gewann er mit 18 durch technisches K.O. Dieser Sieg brachte ihm ein Vertragsangebot der irischen MMA-Organisation Irish Cage of Truth Promotion ein. 2008 begann Conor McGregor, unter John Kavanagh zu trainieren - mit einem grossen Ziel: Bis zu seinem 25. Geburtstag wollte er Millionär werden.
Erfolge bei UFC
Durch seine Erfolge bei Cage Warriors wurde die US-amerikanische Organisation UFC auf McGregor aufmerksam.
- Im Februar 2013 unterschrieb er einen Vertrag mit ihr.
- Am 6. April 2013 besiegte McGregor Marcus Brimage im K.O., am 17. August Max Holloway, anschliessend musste er nach einem Kreuzbandriss jedoch einige Monate pausieren.
- Am 19. Juli 2014 feierte der MMA-Kämpfer ein Comeback per TKO (Technisches Knock-Out) gegen Diego Brandao.
Es folgten etliche Siege und immer wieder Schlagzeilen: Skandale um Kneipenschlägereien, Gerichtsverhandlungen und Missbrauchsvorwürfe pflastern seinen Weg.
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Kampf gegen Floyd Mayweather
Am 26. August 2017 fand in der T-Mobile Arena in Las Vegas ein Boxkampf gegen Floyd Mayweather statt. Conor McGregor unterlag, kassierte aber 75 Millionen Dollar, fünfmal so viel wie bei seinem bestbezahlten UFC-Kampf.
Niederlage gegen Khabib Nurmagomedov
Im Oktober 2018 verlor er krachend gegen Chabib Nurmagomedow, den UFC-Weltmeister im Leichtgewicht, und kämpfte fortan nicht mehr.
Comeback 2020
Nach 15 Monaten ohne Fight meldete sich Conor McGregor am 18. Januar 2020 zurück. Für den Sieg gegen Donald Cerrone benötigte der Superstar unter den Käfigkämpfern nur 40 Sekunden und kassierte etwa 80 Millionen US-Dollar.
Charakter und Kontroversen
Der Federgewichts-Champion ist auch für sein loses Mundwerk bekannt, die Fans lieben oder hassen ihn. Eine Kostprobe: "Jesus und ich kommen klar. Ich komme mit allen Göttern klar. Götter erkennen andere Götter an", prahlte McGregor im Januar 2016 vor seinem geplanten Kampf gegen Rafael dos Anjos.
Zivilprozess wegen Vergewaltigung
Ein irisches Gericht hat die zivilrechtliche Klage einer 35-jährigen Frau für gültig erklärt. Der Ire muss ihr nun 206'000 Pfund (rund 230'000 Franken) Schadensersatz bezahlen.
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Demnach soll der MMA-Kämpfer die Coiffeuse im Dezember 2018 in einem Dubliner Hotel vergewaltigt haben. McGregor stritt den Vorwurf stets mit der Begründung ab, der Geschlechtsverkehr habe einvernehmlich stattgefunden.
Trainingsmethoden von Conor McGregor
Conor deckt eine breite Palette von Bereichen in seinem Training, die auf seine Kampfstile abgestimmt sind. Es ist bekannt, dass er gerne seine Grenzen testet, ohne dabei jedoch zu übertreiben. Durch die Komplexität von Mixed Martial Arts kombiniert McGregor verschiedene Sportarten wie Boxen, Jiu-Jitsu, Wrestling, Karate und Taekwondo. Das Training umfasst Ausdauerübungen als auch solche, die auf den Muskelaufbau abzielen.
Trainingsplan
- Er trainiert regelmässig 5 bis 6-mal in der Woche.
- Das Wochenende nutzt er als Ruhetage, um seinem Körper die nötige Erholung zu ermöglichen.
- Um die Leistung zu steigern und Verletzungen vorzubeugen, absolviert Conor jeden Tag ein Flexibilitätstraining, das dynamische Dehnübungen umfasst.
Fighter Anaerobic System of Training (F.A.S.T)
Im weiteren Training liegt der Fokus auf verschiedenen Kampfsportstilen, wobei das Fighter Anaerobic System of Training (F.A.S.T) eingesetzt wird. Dieses System erfordert hochintensives aerobes Training und eine verbesserte Ausdauer. Bei seinem Training bevorzugt Conor Übungen mit eigenem Körpergewicht, statt schweren Gewichten.
Übungen
Das Training von McGregor beginnt mit einer Aufwärmphase, die Flexibilitäts- und Dehnübungen beinhaltet.
- Schattenboxen: Diese Übungstechnik kommt aus der Kampfsportart Boxen, man führt diese allein durch. Es dient zur Verbesserung der Schlagtechniken, Fussarbeit und Beweglichkeit.
- Sparring: Diese Übungsmethode wird eingesetzt bei 2 oder mehreren Kämpfern. Es wird ein Kampf simuliert, der kontrolliert ausgeführt wird. Es ist dafür geeignet, eine realistische Vorbereitung zu schaffen und seine Kampftechniken anzuwenden.
- Pad Work: Bei dieser Übung trägt ein Trainer spezielle Schlagpolster an den Händen, um den Athleten die Möglichkeit zu geben, verschiedene Schlag- und Trittkombinationen anzuwenden. Dieses Training hilft Technik, Präzision und Geschwindigkeit zu verbessern.
Rivalitäten und Kämpfe
Einige von Conor McGregors bemerkenswertesten Kämpfen und Rivalitäten umfassen:
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Conor McGregor vs. Floyd Mayweather
Der Kampf zwischen Conor McGregor und Floyd Mayweather fand im Jahr 2017 statt. Es war ein lange erwartetes und spektakuläres Ereignis, denn es handelte sich um einen Boxkampf. Floyd Mayweather ist als Box-Superstar bekannt, McGregor als erfolgreicher MMA-Kämpfer, jedoch ohne professionelle Boxerfahrung. Aufgrund dieser Umstände dominierte den Grossteil des Kampfes Maywether und gewann letztendlich durch einen technischen Knockout (TKO). Obwohl Conor den Kampf verloren hat, konnte er davon profitieren.
Conor McGregor vs. Khabib Nurmagomedov
Der Mixed Martial Arts Kampf zwischen Conor McGregor und Khabib Nurmagomedov fand im Jahr 2018 bei UFC 229 statt. Es war einer der grössten Kämpfe in der Geschichte des MMA, denn beide Kämpfer waren zu dem Zeitpunkt ungeschlagen und starke Rivalen. In der 1. Runde hatte McGregor die Oberhand, während Khabib durchgehend versuchte, ihn zu Boden zu bringen. Anschliessend gelang es Khabib ihn zu Boden zu bringen, wo sich der Kampf weiter abspielte. In der 4. Runde wendete Khabib eine Würgetechnik an, die sogenannte „Rear Naked Choke“ und brachte Conor an seine Grenzen, so dass er aufgeben musste.
Nach dem offiziellen Kampf griff Khabib das Team von McGregor an, was zu einer Massenschlägerei eskalierte. Die Auswirkungen auf McGregor waren vielfältig, denn die Rivalität zwischen den Kämpfern begann noch lange vor dem Kampf. Durch den Vorfall bei dem Conor und sein Team einen Bus attackierten, in dem sich Khabib befand, erlitt er nicht nur eine Niederlage, sondern wurde auch von der UFC kritisiert.
Unternehmerische Tätigkeiten
Conor McGregor hat mehrere Unternehmen gegründet, die heute in einem Gesamtwert von über 100 Millionen US-Dollar liegen. Er ist einer der bestbezahlten Sportler weltweit. Dank seiner Persönlichkeit und dem Erfolg im MMA konnte Conor eine riesige Fangemeinde aufbauen. Allein auf seinem Instagram Account hat er 46,6 Millionen Follower.
Eigene Unternehmen
- Proper No. 12 Irish Whiskey
- McGregor FAST-Trainingsprogramm
- August McGregor Bekleidungsunternehmen
- The Black Forge Inn (Bar in Dublin)
Comeback-News von 2023
UFC-Chef Dana White überraschte die Fans mit der Mitteilung, Conor McGregor gebe noch dieses Jahr sein Comeback im Ring. Daneben wird das irische Enfant terrible auch in der Sendung «The Ultimate Fighter» auftreten. Hier suchen berühmte MMA-Kämpfer den nächsten Star und verraten ihnen Tipps und Tricks.
Gegner in seinem 29. Kampf wird der US-Amerikaner Michael Chandler. Dieser hat seine letzten 12 Kämpfe allesamt gewonnen. McGregor hingegen konnte in seinen letzten vier Kämpfen nur einmal gewinnen und wird versuchen wollen, mit diesem Fight seine ins Stocken geratene Karriere wieder zu lancieren. Beide Kämpfer gelten als All-In-Fighter, die im Ring vor allem mit Schlägen und Kicks zu begeistern wissen.
Empfang im Weissen Haus
US-Präsident Donald Trump empfing den irischen Kampfsportler Conor McGregor im Weissen Haus. Der Besuch fand anlässlich des St. Patrick’s Day statt, einem wichtigen irischen Feiertag. Mit seinem Gast am St. Patrick’s Day setzte der Kampfsport-Fan Trump nun einen umstrittenen Akzent - die irische Regierung distanzierte sich von McGregor.
Bei seinem Besuch in Washington kritisierte McGregor die irische Regierung für deren Migrationspolitik. Irland stehe an der Schwelle, womöglich «sein Irischsein» zu verlieren, sagte er.
Weitere Schlagzeilen
- Zwangsferien nach Mega-Fight: Conor McGregor werden nach dem Mega-Fight gegen Floyd Mayweather Zwangsferien verordnet.
- Mike Tyson schwärmt: Tyson schwärmt nach Mega-Fight von McGregor«Note 6! Er war grossartig!»
- Sperre nach Mayweather-Klatsche: Conor McGregor darf die nächsten Wochen nicht kämpfen. Der UFC-Superstar wird wegen seiner Niederlage im Mega-Fight vorsorglich gesperrt.
