Kickboxen ist eine faszinierende Kampfsportart, die für Fitness und Effektivität bekannt ist. Sie erfordert jedoch eine starke Disziplin und eine gute Ausdauer, um sie zu erlernen. Die meisten Sportvereine oder Sportschulen setzen ein Mindestalter von zwölf Jahren für ihre Kickbox-Kurse voraus.
Im Vergleich zu Karate oder Taekwondo punktet das Kickboxen mit seiner geringeren Anzahl an Techniken. Allerdings weist es auch Verbindungen zu den genannten Kampfkünsten auf, denn Kickboxer nutzen sowohl ihre Hände als auch ihre Beine zum Ausführen von Arm- und Fußtechniken. Auf den ersten Blick erscheint Kickboxen als eine leicht erlernbare Kampfsportart, die nur wenige Techniken beinhaltet.
Allerdings sollten diejenigen, die diesen Sport erlernen möchten, den Weg in eine Kampfsportschule machen. Es ist zwar nicht unmöglich, diesen Sport zu Hause zu lernen, dennoch kann ein erfahrener Kickbox-Trainer hilfreiche Ratschläge geben. Außerdem ist er ein guter Motivator, wenn die eigene Disziplin nachlässt und der Kickboxer das Gefühl hat, nicht mehr weitermachen zu können.
Kickboxen zeichnet sich nicht nur durch das schnelle Ausführen von Fuß- und Armtechniken, sondern auch durch eine gute Kondition und Dehnung aus. Kickboxer müssen nicht nur in einer guten körperlichen Verfassung, sondern auch gut gedehnt sein. Darüber hinaus sind regelmäßige Trainingsstunden erforderlich.
Kickboxer sollten mindestens zwei Mal pro Woche für je 90 Minuten ein Training besuchen. Erfahrene Trainer führen ein gut strukturiertes Training durch. Dementsprechend beginnen die Übungen mit einer lockeren Aufwärmgymnastik. Anschließend folgen Dehnübungen. Da im Kickboxen die Beintechniken eine große Rolle spielen, ist das Dehnen der Ober-, Innen- sowie Unterschenkel unerlässlich. Anfänger neigen dazu, diese kleine Tatsache zu vernachlässigen. Das kann jedoch ernsthafte Folgen haben.
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Nach der Dehnung folgen Kraftübungen, welche beim Aufbau einer starken Muskulatur helfen sollen. Dazu gehören nicht nur Kniebeugen oder Bauchaufzüge, sondern auch Liegestützen. Zuletzt folgen Kämpfe, bei welchen die Trainierenden jedoch Rücksicht auf ihre Sportkameraden nehmen.
Sowohl Anfänger als auch diejenigen, die kein Interesse am Kickboxen haben, vertreten die Auffassung, diesen Sport zuhause erlernen zu können. Zum einen dominiert in der Regel zuhause der Platzmangel, zum anderen fehlen Trainingspartner und die Anleitungen eines fachkundigen Lehrers. Zahlreiche Übungen basieren auch auf der Anwesenheit eines Partners.
Kickboxer können in ihren eigenen vier Wänden die Dehnübungen wiederholen. Eine regelmäßige Dehnung sorgt für eine besser gedehnte Muskulatur innerhalb eines kurzen Zeitraumes. Darüber hinaus können Trainierende zuhause Liegestützen, Sit-Ups und Kniebeugen trainieren. Sie bauen auf diese Weise eine starke Muskulatur auf, die sie während des Trainings benötigen.
Diejenigen, die Kickboxen als Selbstverteidigung und als Sportprogramm betrachten, sollten wissen, dass hierfür keine Altersgrenze existiert. Individuen sind auch für diesen abwechslungsreichen Sport weder zu jung noch zu alt. Allerdings sollten interessierte Personen in einer guten körperlichen Verfassung sein, da der Sport eine hohe Kondition erfordert. Die weiteren Übungen lassen sich mittels Disziplin erlernen.
Schließlich beinhaltet das Kickboxen weitaus weniger Techniken als die anderen Kampfsportarten. Es erfordert lediglich einen regelmäßigen Trainingsbesuch und den Willen stets besser zu werden. Denn motivierte Kickboxer pflichten Phillip Rosenthal bei seinem Zitat: „Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein“. Deswegen verfolgen sie das Ziel mit jedem Training besser zu werden.
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Wie lange dauert es, bis man bereit für den ersten Kampf ist?
Diejenigen, die an Wettkämpfen teilnehmen möchten, sollten jedoch mindestens zwei Jahre regelmäßig und intensiv trainieren. Blutige Anfänger würden nur enttäuscht werden. Sie würden vermutlich auch demotiviert das Training aufgeben. Ein jahrelanges Training stärkt nicht nur das Selbstbewusstsein, sondern gibt den Wettkämpfern auch ein Gefühl der Sicherheit. Schließlich steigt bei einem Wettkampf der Puls an und das Herz schlägt vor Aufregung ein wenig schneller.
Es ist wirklich wichtig, dass du von der ersten Sekunde an hart kämpfst. Kontrollierte Aggressivität ist das, was du im Wettkampf brauchst. Sei nicht unkontrolliert oder emotional, aber wenn du eine Aktion machst, machst du diese zu 100%. Das Wichtigste im Kampf ist, dass du zu keinem Zeitpunkt aufhörst zu kämpfen und dich durch nichts aus dem Konzept bringen lässt.
Aus eigener Erfahrung kann ich auch berichten, dass es einen sehr großen Einfluss hat, wie gut man einen Erstkämpfer (mental) auf das, was passieren wird, vorbereitet. Ich empfehle wirklich jedem Erstkämpfer, in seiner natürlichen Gewichtsklasse anzutreten und auf „Gewicht machen“ komplett zu verzichten. Wichtig ist, dass du dich 100% wohlfühlst und Energie für den Wettkampf hast. Bist du generell übergewichtig oder fühlst du dich in deinem Körper nicht wohl?
Als Sportler solltest du dich natürlich gesund und ausgewogen ernähren und deinen Körper in Verbindung mit deiner Ernährung kennen. Für erfahrene Sportler spielt die richtige Ernährung eine sehr entscheidende Rolle auf dem Weg zur bestmöglichen Performance.
Sei dir darüber bewusst, dass du wahrscheinlich nicht besonders viel Platz zur Verfügung haben wirst. Wichtig ist, dass du einmal ins Schwitzen geraten bist. Streiche mit deiner Hand über deine Stirn - spürst du deutlich den Schweiß auf der Haut, passt dein Warm-up. Aufregung gehört in jedem Fall dazu und sollte dir auch nie verloren gehen.
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Wenn der Moment kurz vor dem Kampf kommt und du spürst, wie das Adrenalin ausgeschüttet wird, erinnere dich daran, dass du wusstest, dass genau das passieren wird, und versuche, dich mit positiven Gedanken auf den Kampf einzustimmen. Wichtig ist, dass man nicht die Kontrolle verliert, sondern lernt, die Aufregung zu kanalisieren.
Das Coaching durch einen erfahrenen Trainer oder Wettkämpfer kann ein sehr großer Vorteil im Kampf sein. Daher solltest du natürlich versuchen, das an dich gerichtete Coaching zu hören, verstehen und umzusetzen. Solltest du akustisch oder inhaltlich nicht verstehen, was dein Trainer auf die Matte ruft, oder solltest du es im entsprechenden Moment nicht fühlen, dann gehe darüber hinweg, aber höre niemals auf zu kämpfen!
Im Idealfall hast du natürlich ein gutes Team und einen Trainer, der dich unterstützt und dir hilft, dich zu organisieren. Einen Kampf für sich zu entscheiden, ist ein großartiges Gefühl. Und genau dafür stellen wir uns der Herausforderung - keiner kommt zum Verlieren. Letztlich gilt aber, insbesondere für den ersten Wettkampf: Du stellst dich zuallererst dir selbst. Egal wie der Kampf selbst ausgeht, sei stolz auf dich und lerne aus diesem intensiven Erlebnis. Ich habe den größten Respekt vor jedem, der kämpft.
