Dieser Artikel behandelt die Ergebnisse der Judo-Meisterschaften in der DDR. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Judo in Deutschland bis 1948 offiziell verboten. In der ehemaligen DDR wurde bereits seit 1949 wieder systematische Aufbauarbeit geleistet und 1950 die ersten Meisterschaften ausgetragen.
Der Deutsche Judoverband der DDR (DJV) wurde offiziell 1958 aus der Taufe gehoben. In der ehemaligen DDR existierten die drei Leistungszentren Berlin, Frankfurt/Oder und Leipzig mit den angeschlossenen Kinder- und Jugendsportschulen (KJS).
Leistungszentren und Erfolge
In Berlin gründete sich 1963 der SC Dynamo Hoppegarten - eine Filiale des SC Dynamo Berlin - quasi als Sportclub der Polizeisportvereine u.a. für Judo. Aus seinen Reihen gingen die Europameister Karl Nitz (1963), Klaus Henning (1970), Dietmar Hötger (1972, 1973), Günther Krüger (1978) hervor.
1979 gewann mit dem heutigen Bundestrainer Detlef Ultsch ein Hoppegartener Judoka als erster Deutscher eine Goldmedaille bei einer Weltmeisterschaft. Im Jahr darauf krönte Dietmar Lorenz seine Karriere mit der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Moskau in der Offenen Klasse.
In Frankfurt/Oder entstand 1969 der ASK Vorwärts Frankfurt/Oder, in den 1973 die Judoka eingegliedert wurden. Hier wurden vornehmlich die Ausnahmeathleten der Armeesportvereinigungen der NVA konzentriert. Aus seinen Reihen ging Torsten Reißmann hervor, der zwischen 1975 und 1982 viermal Europameister war.
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Der Frankfurter Karl-Heinz Lehmann gewann 1980 bei den Olympischen Spielen in Moskau Bronze, ein Jahr später bei der EM in Debrecen Gold. Marko Spittka wurde 1990, im Jahr der Auflösung des ASK, Junioren-Welt- und Europameister. Aus seinen Reihen ging auch Martin Schmidt hervor, der 1989 Junioren-Europameister wurde und später zum SC Berlin wechselte und 1994 den Kano-Cup und ein Jahr später die Europameisterschaften gewann.
In Leipzig entstand als drittes Judo-Leistungszentrum der SC Leipzig. Aus seinen Reihen ging der Doppelweltmeister und Olympiasieger von 1996 Udo Quellmalz hervor, der später die Nationalmannschaft Großbritanniens betreute und heute die österreichische Nationalmannschaft trainiert. Daneben bestand der SC DHfK Leipzig als Sportclub der Deutschen Hochschule für Körperkultur, an der viele heute noch in Deutschland aktive Trainer im Hochleistungs- und Breitensport ihr Handwerk erlernten.
Ergebnisse und Auswertungen
Im Folgenden werden Auswertungstabellen und Ergebnisse verschiedener DDR-Meisterschaften im Judo dargestellt:
Auswertungstabellen
- Auswertungstabelle Sektionen DEM Jg.
- Auswertungstabelle Bezirke DEM Jg.
- Auswertungstabelle Bezirke + gesamt DEM Jg.
- Auswertungstabelle DEM Sektionen wbl. Jg.
- Auswertungstabelle DEM Bezirke wbl. Jg.
Beispiele für Ergebnisse
- Ergebnisse der XXXVI.
- Ergebnisse der XXXVII.
- Ergebnisse der XXXVIII.
- Ergebnisse der XII. DDR - Meisterschaft im Judo am 14.
- Ergebnisse der XIII. DDR - Meisterschaft im Judo am 26.
Die Judoka sind nach Leistungsklassen in Schüler (Kyu)- und Meister (Dan)-grade sowie in Gewichtsklassen eingeteilt. Die neue DJB-Prüfungsordnung sieht acht Kyu-Grade vor. Die Dan-Grade der Meister und Lehrer sind an dem schwarzen Gürtel erkennbar. Es gibt Prüfungen bis zum fünften Dan. In Judo gibt es derzeit 2 Träger des 8. Dan.
Es sind der Sportbuchverleger Dr. Wolfgang Weinmann Trainer Gert Schneider.Der einstige DJB-Cheftrainer Han Ho San und der langjährige Präsident des Brandenburgischen Judoverbandes und ehemalige DDR-Auswahltrainer Henry Hempel wurden anlässlich der Weltmeisterschaften 2001 in München mit dem 9. Dan geehrt, der frühere DDR-Auswahltrainer Willi Lorbeer bekam im Dezember 2009, wenige Wochen vor seinem 95. Geburtstag den 9. Dan verliehen und alle drei haben damit in Deutschland die höchste Graduierung.
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