Kampfsport ist bei vielen Sportlern sehr beliebt. Es gibt unterschiedliche Disziplinen mit jeweils ganz eigenen Regeln. Dieser Ratgeber beschäftigt sich mit Boxen und Mixed Martial Arts (MMA) und erläutert, wie sich diese beiden Sportarten unterscheiden. Denn neben einigen Gemeinsamkeiten gibt es auch viele Unterschiede.
Was bedeutet MMA - Mixed Martial Arts?
Übersetzt bedeutet MMA - Mixed Martial Arts ganz einfach gemischte Kampfkünste. Zunächst einmal sei gesagt, dass MMA viele unterschiedliche Kampfsportarten miteinander kombiniert. Daher finden sich auch Elemente aus dem Boxsport wieder. Dennoch unterscheiden sich die beiden Sportarten in vielen Punkten.
Regeln und Techniken
Ein weiterer großer Unterschied zwischen dem Boxsport und MMA sind die Regeln. In Letzterem sind deutlich mehr Dinge erlaubt. So sind zum Beispiel Angriffe auf den Genitalbereich oder das Beißen des Gegners verboten. Im Boxsport gibt es dagegen deutlich mehr Regeln. Zum Beispiel darf nicht getreten werden und Takedows werden unterbrochen. Beides kann sogar einen Punktabzug zur Folge haben.
Wesentlicher Unterschied: MMA meistens im Octagon, Boxen immer im Boxring.
Im Boxsport gehen die Angriffe immer nur von den Händen aus. Beim MMA können dagegen auch die Beine für den Angriff genutzt werden. Zudem sind auch Takedowns erlaubt. All das müssen die Kämpfer beachten und sich so aufstellen, dass sie dem Gegner eine möglichst geringe Angriffsfläche bieten. Aus diesem Grund sieht man auch nur sehr selten einen MMA-Kämpfer, der seine Deckung durchgehend oben hat. Darüber hinaus stehen die Beine auch anders bei Boxern. Aufgrund der Takedowns und der Kicks können MMA-Kämpfer gar nicht so leichtfüßig arbeiten. Dennoch haben diese einen Vorteil, wenn sie möglichst gute Boxfähigkeiten haben, auch wenn sie eigentlich eher aus anderen Sportarten stammen. Im Mixed Martial Arts sind zumeist diejenigen erfolgreich, die sehr vielseitig ausgebildet sind.
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Wie bereits erwähnt, vereint MMA mehrere Sportarten. Dadurch kommen auch viele unterschiedliche Schläge und Tritte zum Einsatz. Viele Sportler stammen ursprünglich aus dem Taekwondo, Jiu-Jitsu, Kickboxen oder auch aus dem Muay Thai.
Clinchen
Viele Boxer clinchen, wenn sie nicht mehr weiter wissen. Ein sehr gutes Beispiel dafür sind die Klitschko-Brüder. Aufgrund ihrer hohen Reichweite hielten sie sich immer wieder an ihren Gegnern fest, wenn der ihnen zu nah kam. Was nicht besonders fair war, wurde zumindest meistens von den Ringrichtern erlaubt. Im MMA ist das ganz anders. Denn dort unterbricht der Referee eine solche Situation nicht. So sind in einer Situation auch Schläge und Tritte erlaubt. Das Clinchen ist daher im MMA kein Vorteil.
Die Sportarten im Detail
Der Boxsport ist bereits sehr alt und wurde zum ersten Mal im 17. Jahrhundert in England durchgeführt. Allerdings trugen die Sportler damals noch keine Handschuhe und auch keine Bandagen. Stattdessen lagen die Fingerknöchel frei. Das wäre heute so nicht mehr denkbar.
Boxen ist eine Disziplin, bei der sich zwei Wettkämpfer in einem Ring gegenüberstehen und nur mit ihren Fäusten kämpfen. Das Duell wird nach strengen Regeln in Runden (von 3 bis 12 Runden) für ein Zeitlimit (z.B. 3 Minuten) mit kurzen Pausen zwischen den Runden ausgetragen. Erlaubt sind nur Schläge auf den Körper und den Kopf des Gegners. Angriffe unterhalb der Taille, Ellbogen- oder Kopfschläge sind verboten. Die Wettkämpfer werden in Gewichtsklassen eingeteilt, so dass Wettkämpfe zwischen Personen mit ähnlichem Gewicht möglich sind. Beispiele für Gewichtsklassen im Boxen sind: Leichtgewicht, Mittelgewicht, Weltergewicht und Schwergewicht. Das Boxen basiert auf verschiedenen Schlagtechniken wie dem geraden Schlag, dem Sichelschlag, dem Kreuzschlag usw. Die Kämpfer arbeiten mit Präzision, Schnelligkeit und Kraft, um ihren Gegner genau zu treffen und gleichzeitig seinen Schlägen auszuweichen. Der Gewinner ist der Boxer, der seinen Gegner k.o.
MMA (Gemischte Kampfsportarten) ist eine Kampfsportart, bei der die Kämpfer eine Vielzahl von Techniken und Elementen aus anderen Kampfkünsten und -sportarten (Boxen, Muay Thai, Ringen, brasilianisches Jiu-Jitsu, Judo usw.) verwenden, was ihnen die Möglichkeit gibt, einen umfassenderen und umfassenderen Wettkampf zu bestreiten. MMA-Kämpfe werden in Runden (die Anzahl hängt von der jeweiligen Organisation ab) in einem sechseckigen Ring, dem so genannten „Achteck“, oder üblicherweise einem Käfig ausgetragen. Die Kämpfer können sowohl im Stand kämpfen, wo sie Faustschläge, Tritte und Knie einsetzen, als auch am Boden, wo sie Würge- und Niederschlagstechniken anwenden können. Das Ziel ist einfach - den Gegner zu besiegen oder durch Punkte oder K.o. zu gewinnen.
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MMA Kids und MMA Sport
Im MMA KIDS Training liegt der Fokus im sportlichen Aspekt, kombiniert mit dem Selbstverteidigungsbaustein von Wing Tsun - Kung Fu. Hier wird die körperliche Fitness, das sportliche Wettkampftraining, die Disziplin und Ausdauer vertieft und gestärkt. Die Distanzen Stand-, Antiboden- und Bodenkampf sind hier ein Bestandteil im Training. Das Kindertraining beinhaltet 20% Gewaltprävention, 40% Wing Tsun - Kung Fu und 40% MMAsport.
Beim Kampfsport verteidigt man sich gegen jegliche Arten von Griffen, Hebeln und Würfen. Dabei wird versucht, den Gegner schnell bewegungsunfähig zu machen und den Kampf innerhalb eines einzigen Angriffs zu beenden.
Es gibt mehrere Kampfdistanzen. Einige davon finden im Stand statt. Diese sind Kick-, Faust-, Knie- und Ellenbogen und die Körperkontakt Distanz (Grappling), in der wir weiter unter (Antibodenkampf) detaillierter darauf eingehen werden. Du wirst lernen, in jeder Distanz deine Fähigkeiten zu steigern und jede Eigenschaft in den Distanzen sowie deren Schwächen und Stärken kennen lernen. Um so mehr Distanzen Du beherrschst, desto unwahrscheinlicher wirst Du in einer brenzliche Notlage geraten.
Das Antibodenkampf Training startet im Stand. Es ist Zwischenlevel von Stand zu Boden und möchte insgesamt den Bodenkampf vermeiden und eher den Gegner zu Boden werfen. Bei einer Selbstverteidigung im Straßenkampf kann ein Wurf zu Boden mit schlimmen Verletzungen enden. Durch dieses Nahdistanz-Training, lernst Du reflexartig und blitzschnell die richtigen Entscheidungen zu treffen und Dein Können richtig einzusetzen.
Die letzte Distanz mit der größten Herausforderung ist am Boden. Dort ist es sehr wichtig und entscheidend, in eine strategisch ideale Bodenlage zu geraten oder diese zu erlangen. Im sportlichen Training gelangt man öfter zum Bodenkampf, oder man sucht gegebenenfalls auch gezielter den Bodenkampf, was aber in der Selbstverteidigung auf der Straße eher kontraproduktiv ist.
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Boxen vs MMA: Ein detaillierterer Blick
Mixed Martial Arts hat sich in den Vereinigten Staaten als Rivale des Boxens zum unangefochtenen König der Kampfsportarten entwickelt und zieht das Interesse der Kampffans auf sich. Zweifellos sind Boxen und Mixed Martial Arts die beiden beliebtesten Kampfsportarten der Welt, doch es wird immer wieder darüber diskutiert, welche Disziplin besser und effektiver ist. MMA und Boxen sind fantastische Kampfsportarten, je nach deinen Zielen. Obwohl es Vor- und Nachteile hat, beides zu trainieren, führt das MMA-Training oft zu einem vielseitigeren Kämpfer, weil es sowohl Stand-up als auch Bodentraining beinhaltet. MMA hat einige der besten Kämpfer der Welt hervorgebracht, so wie das Boxen den besten Boxern den Weg geebnet hat.
Vorteile des Boxens
- Bessere Verteidigung
- Bessere Handgeschwindigkeit
- Bessere Beinarbeit
- Besserer Jab
Nachteile des Boxens im MMA Kontext
- Leg Kicks
- Takedowns und Submissions
Die Rolle des Cutman
In der Welt der Kampfsportarten hat jede Funktion ihre spezifische und grundlegende Bedeutung. Unter diesen nimmt der Cutman eine einzigartige Stellung ein, die entscheidend dafür ist, die Sicherheit der Kämpfer zu wahren und den Verlauf des Kampfes zu gewährleisten. Der Cutman spielt eine essenzielle Rolle in Kampfsportarten wie MMA und Boxen. Seine Aufgabe besteht darin, sicherzustellen, dass der Athlet weiterkämpfen kann, indem er schnell Verletzungen, Schwellungen und andere Blessuren behandelt, die während des Kampfes auftreten.
Um Cutman zu werden, benötigt man eine Kombination aus technischen Fähigkeiten und Ruhe in Stresssituationen. Innerhalb weniger Sekunden müssen sie Schnittwunden, Schwellungen und Blutungen behandeln und dabei präzise Techniken anwenden. Viele Cutmen besuchen spezielle Aus- und Fortbildungskurse oder lernen im direkten Erfahrungsaustausch mit Kampfteams.
Die Beziehung zwischen Cutman und Athlet ist durch Vertrauen geprägt. In den kritischsten Momenten muss der Cutman Ruhe bewahren und Sicherheit vermitteln. Die Arbeit des Cutman kann sich zwischen MMA und Boxen unterscheiden. In ersterem Fall ist der Kämpfer unterschiedlichen Schlägen wie Ellbogenstößen und Tritten ausgesetzt, die oft tiefere Platzwunden verursachen. Außerdem sind in den MMA die Runden kürzer, was weniger Zeit für Eingriffe lässt.
Ein wirksamer Einsatz des Cutman kann den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen. Das Stoppen einer Blutung oder das Lindern einer Schwellung kann einem Athleten das Weitermachen erlauben und somit den Kampfverlauf beeinflussen.
Fazit
Beide Sportarten sind auf ihre ganz eigene Weise spannende. Dennoch ist MMA immer sehr intensiv, während im Boxsport häufig auch taktisch agiert wird. Wenn einer der Kämpfer immer wieder den Schlägen oder Tritten des Gegners ausweicht, kann dieser zum Beispiel versuchen, ihn auf den Boden zu befördern und einen Haltegriff anzusetzen.
Boxen und Mixed Martial Arts (MMA) sind zwei sehr beliebte Kampfsportarten, die sich in einigen Punkten ähneln und in anderen auch sehr stark unterscheiden. Beide Sportarten sind sehr effektiv für den Körper und den Geist.
