Michael Möller ist seit über 25 Jahren in Bad Hersfeld als Kampfsport- und Kampfkunsttrainer tätig und hat sich im Laufe der Jahre ein bemerkenswertes Renommee erarbeitet. Zunächst betrieb der 44-Jährige eine Kampfsportschule.
Im Laufe der letzten Jahre hat Michael Möller ein neues Konzept entwickelt und fokussiert sich auf das Unterrichten in dem Sport- und Bewegungszentrum. Dabei stehen nicht mehr nur verschiedene Kampfsportarten im Fokus, sondern vielmehr eine Kombination aus Körper, Geist und Seele.
In seiner Karriere konnte Möller viele Titel gewinnen. Der Welt- und Europameister in verschiedenen Kampfsportarten hat diese Anpassung dabei aus guten Gründen vorgenommen. Dabei verbinden sie diverse Kampfsport- und Kampfkunstarten an.
Am Bad Hersfelder Eichhof bieten Michael Möller und Leander Hamberger im Sport- und Bewegungszentrum ein vielfältiges Angebot an.
Auszeichnungen und Ehrungen
Günter Koschig, Opferhelfer des WEISSEN RINGES in Goslar, wurde für seinen herausragenden Einsatz für Kinder und Jugendliche, Integration, Opferschutz und Zivilcourage geehrt und in die „Hall of Fame Martial Arts Europe“ aufgenommen. Bei der diesjährigen Festveranstaltung der Budo-Sportler in Rheine vom Gründer Werner Tewes, wurden Budo-Kampfsportler sowie Privatpersonen aus Deutschland und Europa, die ein außergewöhnliches soziales Engagement gezeigt haben, vorgestellt.
Lesen Sie auch: Hinter den Kulissen des Kämpfers: Michael Smoliks persönlicher Kampf
Neben den Budo-Sportlern, die sich zum Beispiel gegen Kindesmissbrauch und Krebs einsetzen, wurden auch Gewerkschaftler Martin Schilff, Buchautor Fadi Saad und Opferhelfer des WEISSEN RINGES Günter Koschig, neu in die „Hall of Fame Martial Arts Europe“ für ihren herausragenden Einsatz für Kinder und Jugendliche, Integration, Opferschutz und Zivilcourage aufgenommen. Organisator Tewes, die Festversammlung und das Kampfsport-Ass Michael Möller, waren von ihren Statements, warum sich das zuvor genannte Trio sich seit vielen Jahren für die schwächeren Mitglieder der Gesellschaft einsetzen, begeistert.
„Sie waren es, die an mich geglaubt haben“, erklärt Michael Möller, der vor wenigen Tagen als einer der jüngsten Sportler in die „Hall of Fame Martial Arts Europe“ aufgenommen wurde.
Engagement für Kinder und Jugendliche
Besonders am Herzen liegt dem leidenschaftlichen Sportler dabei eine Generation: "Gerade Kinder und Jugendliche kommen mit ihren Bedürfnissen zu kurz. Zudem müssen sie schon früh mit einem immensen Druck auskommen. Deshalb ist die Arbeit bei Heranwachsenden etwas Besonderes für mich und die Reaktionen und die Anfragen spiegeln mir das komplett zurück", führt der 44-Jährige weiter aus.
Mit seinem neuen Konzept "The Force of Elements", das er sich hat patentieren lassen, verbindet er die nützlichsten Merkmale mehrerer Kampfkunst- und sportarten und wendet sie individuell auf seine Schüler an. Das ist nicht nur für Kinder und Jugendliche sehr hilfreich, auch für erwachsene Menschen, die beruflich viel Stress haben oder Frauen, die sich selbst verteidigen wollen.
„Kinder stark machen“, unter diesem Motto konnte die Kita Rappelkiste den erfahrenen Trainer für Kampfsporttechniken Michael Möller vom MM Sport- und Bewegungszentrum gewinnen.
Lesen Sie auch: Schweizer Star kämpft in Taiwan
So besucht er Kindergärten, Schulen und soziale Einrichtungen, um den Kindern und Jugendlichen mit seinem selbstentwickelten Projekt „Ich möchte was...“ zu helfen. „Ich möchte, dass Kinder so früh wie möglich in verschiedenen Bereichen fördern und unterstützen, damit sie ihren Weg in der Gesellschaft finden.
Es wurden Höflichkeitsregeln geübt und wiederholt wie beispielsweise „danke“ und „bitte“ sagen, sich bewusst begrüßen und verabschieden. Dabei kam auch die Sprachförderung nicht zu kurz. Der Wortschatz wurde erweitert, indem die Kinder lernten in ganzen Sätzen zu sprechen. Spielerisch wurden in der abwechslungsreichen Bewegungsstunde Gleichgewichtsübungen eingebunden.
Biographie "Vom Kartonkind zum Weltmeister"
Es ist eine schockierende, traurige und aufrüttelnde Geschichte, die uns Michael Möller erzählt. Eine unfassbare, eine wahre Geschichte. Es ist seine Lebensgeschichte. In seiner Biographie „Vom Kartonkind zum Weltmeister! Wie viel kann ein Kind ertragen?“ schildert der erfolgreiche Bad Hersfelder Kampfsportler, welch unglaubliches Leid er in jungen Jahren erdulden musste und wie er dennoch seinen Weg fand.
In ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, musste Michael Möller, der heute die MM Sportschule in der Festspielstadt leitet, ein nicht enden wollendes Martyrium ertragen. Er wurde von dem sadistischen Freund seiner Mutter gequält und gepeinigt. Seine Kindheit war von häuslicher Gewalt, von sexuellem Missbrauch und von Misshandlungen geprägt. Er konnte weder lesen noch schreiben, wurde in der Bad Hersfelder Friedrich-Fröbel-Schule, einer Förderschule, unterrichtet.
Michael Möllers Biographie soll den Lesern vor Augen führen, dass man selbst auswählen kann, wie man lebt und man trotz schlechter Erfahrungen positive Alternativen aufspüren kann, wenn man sich für sich selbst und das Leben entscheidet. „Trotz häuslicher Gewalt, Missbrauch und Misshandlung habe ich mich für ein bejahendes Leben entschlossen und denen vergeben, die Negatives taten“, unterstreicht der WAKO Weltmeister von 2005 in Freestyle Kung Fu und Träger des 6. Schwarz-Gurtes im MM Freestyle Karate sowie im Kickboxen.
Lesen Sie auch: Kickbox-Legende Michael Berk
„Das, was nicht positiv ist, wird mit positiven Gedanken und positiver Arbeit für Kinder, Jugendliche und Erwachsene weggemacht.“ Weggefährten, die er in seinem Buch als „Lichtbringer“ bezeichnet, hätten ihm die Werte vermittelt, die er heute täglich anwendet.
Er selbst will - mit der Hilfe seiner geschilderten Erlebnisse - dazu ermutigen, dass jeder die Möglichkeit hat, „es zu schaffen“ beziehungsweise einen neuen, hoffnungsvollen und sinnbringenden Weg zu beschreiten. Frei nach seinem Motto: „Da geht noch was! Da geht noch Einiges!“
2015 wurde sein Roman „Vom Kartonkind zum Weltmeister: Wie viel kann ein Kind ertragen?“ veröffentlicht. Seine Schreibintention war dabei nicht die Sehnsucht nach Mitleid, sondern vielmehr der Wunsch zu zeigen, dass selbst die scheinbar auswegloseste Situation einen positiven Ausgang haben kann. Steckt man sich Ziele - gekoppelt an kleine Zwischenstopps - ist alles möglich.
