Wolfgang-Welz-Turnier in Mannheim: Judo-Nachwuchs im Fokus

Unser Verein lädt zum alljährlichen Wolfgang-Welz-Turnier ein.

Das Wolfgang-Welz-Gedächtnis-Turnier

Am Samstag trafen sich die besten Judokas der U20 zum 47. Wolfgang-Welz-Gedächtnis-Turnier in Mannheim. Unter den Augen der beiden Bundestrainer Melek Melke und Lorenz Trautmann konnten sich die Sportler für internationale Einsätze empfehlen. Das nationale Teilnehmerfeld wurde durch kleine aber feine Kontingente aus Frankreich, der Niederlande sowie Belgien ergänzt.

Teilnehmer und Erfolge

Für Thüringen gingen sieben Jungs und zwei Mädchen an den Start. Die beste Platzierung für Thüringen erreichte Lotta Zeier vom SV Neustadt mit dem 2. Platz.

Die zweite und somit letzte Medaille für den Thüringer Judoverband holte Henry Röder. In seiner neuen Gewichtsklasse bis 81 kg musste er dafür ein Mammutprogramm absolvieren. Im ersten Kampf traf er auf den unangenehmen links Kämpfer Martini aus Berlin. Diesen bezwang er mittels Festhalte. Im Folgekampf traf er auf seinen Dauerrivalen Laleike, welchen er mit einer Fußtechnik besiegte. Im Anschluss endete Henrys Weg in der Hauptrunde, da er nach einer Unachtsamkeit gegen Mandel einen Waza Ari abgab. In der Hoffnungsrunde traf er erneut auf seinen ersten Gegner vom heutigen Tag, Martini den er erneut jetzt mit zwei sehenswerten Fußtechniken bezwingen konnte. Fortfolgend bezwang er Keding vom TSV Hertha Walheim mittels Hebel. Im Kleinen Finale traf er dann auf den Berliner Top-Judoka Elija Märkt. Das harte Gefecht konnte Henry mit einer willensstarken und taktisch guten Leistung für sich entscheiden.

Neben Henry kämpften mit Merlin Voigt (Erfurter JC) und Max Flachowsky vom JC Jena zwei weitere Thüringer Athleten in der Gewichtsklasse bis 81 kg. Max hatte in seinem Auftaktgefecht Pech, da einer seiner Handbewegungen als Abklopfen gewertet wurde. Maxi ließ sich nicht runterziehen. In seinen zwei Folgekämpfe gegen Schnackenberg und Yosul zeigte Max schönes Judo und bezwang seine Gegner.

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Moritz Lönne eröffnet den Wettkampf gegen den Hessen Schreder mit einem Sieg. Auch in seinem zweiten Kampf gegen Tskhadadze aus Frankreich begann er mit einer schönen Seoi Nage und konnte einen Waza Ari erzielen. Anschließend wurde er zweimal gekontert und zog in die Hoffnungsrunde ein. Im dritten Kampf konnte er mit seiner Seoi Nage erneut Punkten. Den Einzug in das Kleine Finale verlor er dann gegen Ngoumou aus Berlin.

Auch Quentin Kucharczyk bezwang in seinem ersten Kampf einen Hessen. Der spätere Turniersieger Libuda schickte unseren Sportler dann mittels Uchi Mata in Hoffnungsrunde.

Der bis 60 kg startende Carl Then begann sein Turnier gegen Tsintsaev. Der sich auf das Kontern spezialisierte Franzose übernahm Carls Wurfansätze mit einer Schleudertechnik nach hinten, welche nicht zu verteidigen war. Somit musste Carl direkt in die Hoffnungsrunde. Hier traf er als erstes auf den Berliner Reimann, welchen er mittels Abtaucher bezwang. Im Folgegefecht konnte er den Schweriner Dümpelfeld mit Festhalte besiegen. Im nächsten überaus hart geführten Gefecht konnte er den Belgier Peters abhebeln. Beim Einzug in Kleine Finale stand Carl erneut dem Franzosen Tsintsaev gegenüber.

Organisation und Helfer

Auch bei der Ausgabe unseres beliebten U20 Judo-Bundessichtungsturniers war wieder allerhand los, vor und hinter den Kulissen! Nachdem die Lilli-Gräber-Halle in Friedrichsfeld, seit einiger Zeit unser Stammplatz für dieses Turnier, erst kurz vor dem Turnier von der Stadt Mannheim freigegeben wurde, war das WWT das erste Großereignis in der Halle. Zuvor wurde die Halle für Flüchtlinge und Migranten vorgehalten, um ggf. Für das Organisationsteam ging es bereits eine lange Zeit vorher los, für die restlichen Helfer am frühen Freitagabend. Da mussten die Matten von Schwetzingen zur Halle transportiert und dann aufgebaut werden. Da waren schon viele Mitglieder dabei und halfen, den Grundstein, bzw. die Grundmatte des Turniers zu legen.

Am Samstag waren ab morgens viele Helfer da für die Besetzung der Mattentische, des Essen- und Kuchenverkaufs, der Küche und des Regieraums. Im Laufe des Tages hatten alle Spaß, die vor Ort waren, waren aber auch ausgelastet. Die anwesenden Kampfrichter waren begeistert und fühlten sich einmal mehr sehr wohl. Bei den Kämpfen gab es einige überragende und sehr viele gute Kämpfe, von denen nicht wenige relativ zügig am Boden weitergeführt wurden.

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Am Nachmittag und zum Abend hin wurde die Helferdecke dünn, leider auch wegen krankheitsbedingter Ausfälle. Dies hat jedoch keine Probleme generiert, sondern wurde gut abgefangen, vor allem beim Mattenabbau durch einige Nicht-Mitglieder des 1. Besonders wurde es nochmal am Sonntag, als ab 7 Uhr - morgens natürlich - die Matten nach Schwetzingen zurückgefahren wurden. Auch hier fanden sich einige Mitglieder ein, um den Verein zu dieser frühen Zeit zu unterstützen.

Zusammengefasst war das diesjährige WWT wieder ein voller Erfolg, der nur mit dem großen Engagement vieler Vereinsmitglieder so möglich war.

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