Die Besetzung von Karate Kid: Eine Übersicht

Das „Karate Kid“-Universum ist seit den 80ern stetig gewachsen. Mit „Karate Kid“ erschien 1984 ein Film, der nicht nur zahlreiche Fortsetzungen nach sich zog, sondern selbst zu einem absoluten Klassiker wurde und einen kleinen Karate-Boom auslöste.

Die Geschichte um Daniel LaRusso und Mr. Miyagi machte die Darsteller Ralph Macchio und Pat Morita zu Weltstars. Neben den Filmen wird die Geschichte auch in Form einer Serie fortgesetzt. Bei den vielen Filmen und Serien blickt ihr nicht mehr richtig durch? Kein Problem, dann seid ihr hier genau richtig.

Die Reihenfolge nach Erscheinungsdatum

Nachfolgend haben wir euch die Reihenfolge nach Erscheinungsdatum aufgelistet:

  • „Karate Kid“ (1984)
  • „Karate Kid II: Entscheidung in Okinawa“ (1986)
  • „Karate Kid III: Die letzte Entscheidung“ (1989)
  • „Karate Kid“-Zeichentrickserie (1989)
  • „Karate Kid IV: Die nächste Generation“ (1994)
  • „Karate Kid“ (2010)
  • „Cobra Kai“ (2018-2025)
  • „Karate Kid: Legends“ (2025)

„Karate Kid“ (1984)

Der erste Teil sorgte 1984 für großes Aufsehen. Der junge Daniel (Ralph Macchio) hat Schwierigkeiten, sich nach dem Umzug von New Jersey nach Los Angeles einzugewöhnen. Als er sich in die hübsche Ali (Elisabeth Sue) verguckt, wird ihr Ex-Freund Johnny (William Zabka) eifersüchtig und beginnt, Daniel zu schikanieren.

Zur Rettung kommt der alternde Hausmeister Mr. Miyagi, der Daniel in Karate unterweist.

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„Karate Kid II: Entscheidung in Okinawa“ (1986)

Auch im zweiten Teil sind Ralph Macchio und Pat Morita zu sehen. Mr. Miyagi erhält die Nachricht, dass sein Vater im Sterben liegt und reist nach über 40 Jahren das erste Mal wieder nach Japan. Daniel entscheidet sich dazu, ihn zu begleiten.

In Okinawa begegnen sie Miyagis ehemals bestem Freund Sato (Danny Kamekona), der nach 45 Jahren noch immer Hass auf Miyagi verspürt. Deshalb fordert er Miyagi zum Kampf auf Leben und Tod, während sein Neffe Chozen (Yuji Okumoto) es auf Daniel abgesehen hat.

„Karate Kid III: Die letzte Entscheidung“ (1989)

Nach dem dritten Teil verabschiedete sich Ralph Macchio und machte Platz für Nachfolgerin Hilary Swank, bevor der erste Teil 2010 ein Remake mit Jackie Chan als der Kung Fu-Lehrer Mr. Han erhielt. Der Inhaber des Cobra Kai Dojos Kreese (Martin Kove) will sich nach der Niederlage beim Hauptkampf der Meisterschaftsveranstaltung an Miyagi und Daniel rächen, weshalb dieser Teil an der Handlung des ersten Teils ansetzt.

Kreese holt sich Hilfe bei seinem alten Freund Terry Silver (Thomas Ian Griffith), der einen Keil zwischen Miyagi und Daniel treiben soll. Dieser engagiert Mike Barnes (Sean Kanan), den Bad Boy des Karate, um Daniel dazu zu zwingen, erneut am All Valley Turnier teilzunehmen.

„Karate Kid“-Zeichentrickserie (1989)

Die Zeichentrickserie erschien im selben Jahr wie der dritte Teil und stellt auch Mr. Miyagi und Daniel in den Mittelpunkt. Hinzukommt die Figur Taki Tamurai. Doch die Serie hat nicht viel mit den Filmen zu tun, denn hier sind Mr. Miyagi und Daniel auf der Suche nach dem heiligen Schrein. Daher gehört die Serie auch nicht zum Kanon des Franchises.

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„Karate Kid IV: Die nächste Generation“ (1994)

Julie Pierce (Hilary Swank) leidet unter dem Tod ihrer Eltern und lebt bei ihrer Großmutter. Da diese mit ihrer rebellischen Enkelin nicht auskommt, bittet sie einen ehemaligen Kriegskameraden ihres Mannes um Hilfe. Bei diesem handelt es sich um Mr. Miyagi, der sie unter seine Fittiche nimmt.

Nach einigen Problemen in der Schule nimmt Miyagi Julie mit zu einem Kloster, in dem er Julie die fernöstliche Lebensphilosophie und Karate näher bringt.

„Karate Kid“ (2010)

Der zwölfjährige Dre Parker (Jaden Smith) zieht mit seiner Mutter von Detroit nach China, wovon er gar nicht begeistert ist. Als er mit seiner Klassenkameradin Mei Ying (Wenwen Han) spricht, mischt sich Cheng (Zhenwei Wang) ein und verprügelt Dre.

Fortan drangsaliert er den zugezogenen Amerikaner mit seinen Freund*innen, bis dieser von Mr. Han (Jackie Chan) gerettet wird. Um bei einem Kung-Fu Turnier den Respekt von Cheng und seinen Freund*innen zu erlangen, trainiert Mr. Han ihn in der Kampfkunst. Es handelt sich um ein Reboot, das sich nicht in die Originalreihe einordnen lässt.

Dennoch liegt es chronologisch zwischen den Filmen und der ersten „Karate Kid“-Serie.

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„Cobra Kai“ (2018-2025)

2018 wurde dann die Serie „Cobra Kai“ ins Leben gerufen, die zunächst den Fokus auf Johnny Lawrence (William Zabka) setzte und die Rivalität zwischen ihm und Daniel LaRusso neu entfachte. 34 Jahre nach seiner Niederlage im All Valley Turnier gegen Daniel LaRusso ist Johny (William Zabka) noch immer am Boden. Er hat eine Scheidung hinter sich und sein einziger Sohn Robby (Tanner Buchanan) will nichts von ihm wissen.

Als er den jungen Miguel (Xolo Mariduena) aus der Nachbarschaft vor einer Gruppe Mobbern rettet, bittet dieser, ihn in Karate zu unterweisen. Nach anfänglichem Zögern gibt Johnny nach und eröffnet ein neues Cobra Kai-Dojo. Das bleibt vor Daniel nicht verborgen, der fürchtet, dass Johnny denselben Weg einschlagen wird, wie einst dessen Lehrer John Kreese. Dadurch erwacht die Rivalität der beiden von Neuem.

„Karate Kid: Legends“ (2025)

Mai 2025 ist ein neuer „Karate Kid“-Film gestartet, der an „Cobra Kai“ anschließt. Es kehren Jackie Chan als Mr. Han und auch Ralph Macchio als Daniel LaRusso zurück. Mr. Han hat den Teenager Li Fong (Ben Wang) unterrichtet und er ist ihm sehr ans Herz gewachsen.

Als Li von Peking nach New York City ziehen muss, sucht Han den Schüler seines alten Freundes Miyagi auf, der an der Westküste der USA lebt. Er bittet Daniel, sich Li anzunehmen.

Zwar soll der neue Eintrag im „Miyagiverse“ die Serienhandlung aus „Cobra Kai“ komplett ignorieren, Fans können sich aber dennoch auf ein altbekanntes Gesicht aus dem Franchise und der Serie freuen: Johnny wird bei diesem Film nämlich auch wieder mit von der Partie sein.

Schauspieler und ihre Karrieren

Ralph Macchio

Hauptdarsteller Ralph Macchio bleibt unvergessen als Daniel LaRusso, dessen Kranich-Tritt am Ende von "Karate Kid" sich tief ins Gedächtnis der Zuschauer brannte. 1986 und 1989 stand er zwei weitere Teile vor der Kamera und kehrte viele Jahre später für "Cobra Kai" erneut zur Rolle zurück, die er noch immer spielt.

Auch nach "Karate Kid" blieb Macchio gut im Geschäft, in den 80ern und 90ern drehte er zahlreiche Filme und Serien. Auch im neuen Jahrtausend muss er kleineren Pausen zum Trotz keine Langeweile beklagen, wobei er unter anderem mehrjährige Engagements bei Serien wie "The Deuce" und "Psych" an Land ziehen konnte.

Pat Morita

Pat Morita als Mr. Miyagi lieferte die moderne Blaupause eines weisen Kampfkunstmeisters aus Fernost, der lieber erst "auftragen und polieren" ließ, ehe er tödliche Techniken zeigte. Zum Zeitpunkt von "Karate Kid" war er bereits seit 20 Jahre im Filmgeschäft und auch danach ging es munter weiter.

Mr. Miyagi spielte er noch drei weitere Male vor der Kamera, zudem lieh er der Figur in einer Zeichentrickserie seine Stimme. Und auch abseits der berühmten Rolle blieb Morita ungemein gefragt und produktiv. Zahlreiche Rollen in Film und Fernsehen folgten, 1998 gipfelte es dann mit sage und schreibe zehn (!) Projekten, die mit seiner Beteiligung entstanden - was er nur zwei Jahre später wiederholen sollte, wobei sich bekannte Titel wie zum Beispiel die Serie "Baywatch" befinden.

Anschließend ging es Morita sukzessive ruhiger an.

Elisabeth Shue

Elisabeth Shue spielte Daniels Freundin Ali in "Karate Kid", was damals eine ihrer frühesten Rollen überhaupt war. Danach ging es aber erst so richtig los für sie, folgten doch nur wenig später Projekte wie "Zurück in die Zukunft 2 & 3" oder "Cocktail" mit Tom Cruise.

Auch in den darauffolgenden Jahrzehnten blieb Shue gut im Geschäft und nachdem sie mehrmals im Kino zu sehen war, hat sie in den letzten Jahren besonders in punkto Serien ein sehr glückliches Händchen bewiesen: Bei "CSI: Vegas" spielte sie drei Jahre lang mit, als Madelyn Stillwell zeigte sie zudem im Amazon-Megahit "The Boys" ihr Können.

Martin Kove

Er war der finstere Meister der Cobra Kai: Martin Kove spielte mit John Kreese einen der Buhmänner in "Karate Kid" und war in der Rolle auch in zwei Fortsetzungen zu sehen. Zwischendrin durfte er bei Sylvester Stallone und "Rambo II" vorbeischauen und legte ansonsten eine bis heute anhaltende, sehr produktive Karriere nach.

Mehrere Engagements innerhalb eines Kalenderjahres sind dabei keine Seltenheit in seiner Filmographie, wenngleich der ganz große Star-Ruhm sich nie eingestellt hat - aber ein konstantes Einkommen ist auch nicht zu verachten. Überwiegend scheint er sich besonders in kleineren Produktionen eine Nische aufgebaut zu haben, nur vereinzelt wirkte er noch bei bekannteren Titeln wie "Walker, Texas Ranger" oder "Kung Fu - Im Zeichen des Drachen" mit. Aber auch er darf seit einiger Zeit dauerhaft bei der Netflix-Serie "Cobra Kai" mitmischen.

William Zabka

William Zabka spielte in "Karate Kid" Johnny und damit Daniels Endgegner beim finalen Turnier. Mit dieser Rolle gab Zabka sein Filmdebüt als Schauspieler, zuvor hatte er lediglich einen Auftritt in seiner Serie gedreht. Anschließend ging es aber auch für ihn erfolgreich weiter: In zweiten Teil war er kurz zu sehen, von 1985 bis 1989 hatte er dann eine Stammrolle in der bekannten Serie "Der Equalizer" inne.

In den Nullerjahren gab es dann einige Pausen: Zwei Jahre zwischen 2002 und 2004 stand er nicht als Schauspieler vor der Kamera, dann von 2004 bis 2007 und dann noch mal zwischen 2007 bis 2010. Auch von 2011 bis 2013 machte er sich rar und dann erneut von 2016 bis 2018 und damit bis die erste Staffel "Cobra Kai" winkte. Bei der Serie ist er dann bis heute geblieben, die er übrigens auch mitproduziert.

2003 konnte Zabka zudem als Drehbuchautor und Produzent des Kurzfilms "Most" auf sich aufmerksam machen.

„Karate Kid“ (2010) - Das Remake

„Karate Kid“ ist ein amerikanischer Martial-Arts-Film. Dazu ist er eine Neuverfilmung des „Karate Kid“ aus dem Jahre 1984. Bereits am Startwochenende spielte der Film 56 Millionen Dollar in den USA ein. Anschließend konnten rund 358 Millionen Dollar eingespielt werden, so gilt er als der erfolgreichste Film des Hauptdarstellers.

Die Handlung

Dre Parker ist sehr beliebt bei den Jungen seiner Heimatstadt Detroit. Aber seine Mutter folgt dem Ruf und führt die Familie nach China, ein neuer Job erwartet sie. Kaum landet Dre in Peking, verliebt er sich in die Klassenkameradin May Ying. Wie geht diese Verliebtheit aus?

Die Produktion

Regisseur Harald Zwart erreicht mit seiner 140-minütigen Neuverfilmung eine Altersfreigabe ab sechs Jahre. Das Drehbuch von Christopher Murphey basiert auf dem Original von dem Drehbuchautor Robert Mark Kamen. Produziert wurde „Karate Kid“ von Jerry Weintraub, Will Smith, James Lassiter, Jada Pinkett Smith und Ken Stovitz.

Roger Pratt führt die Kamera und zeigt den Zuschauern die Hauptrollen mit Jackie Chan und Jaden Smith. Ersterer spielt Mr. Han und Letzterer seinen Schüler Dre Parker. Geschnitten wurden die Szenen von Joel Negron, mit einer musikalischen Untermalung von James Horner.

Die Rollenvergabe

  • Jaden Smith als Dre Parker
  • Jackie Chan als Mr. Han
  • Taraji P. Henson als Sherry Parker (Dres Mutter)
  • Han Wenwen als May Ying
  • Wang Zhenwei als Cheng
  • Yu Rongguang als Master Li

Die Geschichte

Dre Parker ist zwölf Jahre alt und lebt in seiner Geburtsstadt Detroit. Dort ist der Junge glücklich und unter seinen Gleichen sehr beliebt. Eines Tages macht seine Mutter einen entscheidenden Karrieresprung, denn ein Job in China wartet auf sie. In der neuen Heimat fühlt sich Dre nicht wohl. Aber es dauert nicht lange, bis er in der neuen Schule das Mädchen May Ying näher kennenlernt. Schnell verliebt er sich in sie, was auch zurückgegeben wird.

Ein jüngerer Schüler, Kung Fu, bemerkt die aufsteigenden Gefühle und schikaniert Dre. Allerdings ist dies eine Abwehrhaltung gegenüber seinen eigenen Gefühlen. In den nächsten Tagen und Wochen folgt Cheng dem Amerikaner mit seinen Freunden ständig. Alle können Kung Fu und Dre bezieht Prügel und wird zum Gespött der Schule. Bei einer Prügelei liegt Dre bereits verletzt am Boden und Cheng versucht, ihm den letzten Faustschlag zu verpassen. Dies wird von dem Hausmeister Mr. Han vereitelt. Er kommt zur gleichen Zeit aus dem Apartmentkomplex von Dre.

Zusammen tauchen die beiden in der Kampfschule von Cheng auf. Sie wollen den Zwischenfall klären, doch der Lehrer, Master Li, fordert einen Zweikampf zwischen Cheng und Dre. Daraufhin schlägt Mr. Han vor, dass Dre an dem nächsten Kung-Fu-Turnier teilnimmt und der Trainer ist einverstanden. Währenddessen lernt der junge Amerikaner bei seinem Hausmeister richtiges Kung Fu. Es wirkt, als ob Dre erst nur unsinnige Aufgaben bekommt. Doch später stellen sich diese Aufgaben als Grundtechniken von Kung Fu heraus. Beide unternehmen sogar einen Ausflug in ein Kloster in die Berge im Film „Karate Kid“.

In der Zwischenzeit nimmt May Ying an einem Geigen-Vorspiel teil. Leider kommt sie fast zu spät zu der Aufführung, alles nur wegen Dre, worauf die Eltern ein erneutes Treffen mit ihm verbieten. Die Vorbereitungen gehen dem Ende zu und Han ist über den Verlauf positiv gestimmt. Bei dem Turnier startet Dre nervös, trotzdem kommt er bis ins Halbfinale. Natürlich hat sich der Musterschüler Cheng schon fürs Finale qualifiziert. Trainer Li weist den nächsten Rivalen an, den Kampf mit Dre zu verlieren, damit er ins Halbfinale kommt. Daraufhin kämpft er mit unfairen Mitteln, wobei Dre sich schwer verletzt. Jedoch wird der Schüler dafür disqualifiziert. Nun kommt wieder Mr. Han ins Spiel, denn er schafft es, Dre für das Finale zu heilen.

Unterschiede zum Original

Die Neuverfilmung von „Karate Kid“ weist einige Unterschiede zum Original auf, denn es findet ein Kung-Fu-Kampf statt und kein Karate-Kampf. Zudem spielt die Handlung an einem anderen Ort, dabei sind die Schauspieler wesentlich jünger. Das Alter im Durchschnitt liegt in etwa bei zwölf Jahren und nicht bei etwa 16 Jahren. Mit dem großen Auftritt von Jackie Chan fängt der Film so richtig an Spaß zu machen. Zum Glück stimmt die Chemie zwischen dem Altmeister und dem jungen Smith. Die Action-Sequenzen sind ansprechend choreografiert. Der Zuschauer profitiert von den großartigen Kampfkünsten des jungen Cheng-Darstellers.

Zu dem Film aus dem Jahre 2010 hat sich „Karate Kid“ nicht viel verändert.