Karate kann ein Leben lang praktiziert werden. Je nach körperlicher Verfassung und geistiger Entwicklung steht man als Karate-Ka vor anderen Herausforderungen.
Die Bedeutung von Krafttraining im Karate
In unserer bewegungsarmen und hoch technisierten Gesellschaft ist Krafttraining zu einem absoluten Muss zur Erhaltung unserer körperlichen Leistungsfähigkeit und Gesundheit avanciert.
Der wesentliche Unterschied zu anderen Sportarten ist, dass wir beim Kampfsport auch Körper sowie Geist trainieren. Damit wir die Schläge oder Würfe richtig ausführen können, ist ein enorm hohes Maß an Konzentration notwendig.
Insbesondere beim Muskelaufbau durch Kampfsport können wir also die Muskeln aufbauen, und zwar nicht nur die oberflächlichen, sondern auch die tiefliegenden Muskeln. Als netter Nebeneffekt straffen wir unseren gesamten Körper und fühlen uns nach einem Workout nicht so gestresst.
Das Training beim Kampfsport ist mit einem High Intensity Intervall Training (HIIT) vergleichbar. Dabei strengen wir uns über eine kurze Zeit bis zur Belastungsgrenze an und ruhen uns dann aus bis das nächste Intervall kommt. Gerade in dieser Trainingsmethode können wir sehr viele Kalorien verbrennen und gleichzeitig die Muskeln aufbauen.
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Krafttraining im Hung Gar Kung Fu
Seit jeher ist Krafttraining ein fester Bestandteil des täglichen Trainings von Hung Gar-Praktizierenden.
Schon sehr früh hat man in Shaolin erkannt, dass nicht nur der Geist sondern auch der Körper trainiert und mit genügend Bewegung gepflegt werden muss. Schwere Steine, in welche Griffstücke hineingemeiselt wurden, dienten als Hanteln bei den täglichen Übungen.
Entgegen dem simplen «Pumpen» der Muskeln ist bei uns, wie auch sonst bei Techniken, lebendige Kraft («San Lic») ständig erwünscht. Komplexe Kraftübungen welche möglichst den gesamten Körper einbeziehen und die Anstrengung eines Kampfes simulieren stehen bei uns im Fokus. Die Optik des Körpers profitiert von Kraftübungen, der korrekte Einsatz und das Erarbeiten von echter Kraft steht jedoch im Vordergrund.
Warum Krafttraining für Karate wichtig ist
Es gibt mehrere Gründe, warum Krafttraining für Karateka unerlässlich ist:
- Körperlicher Aufbau: Der Körper baut ab, um Energie zu sparen und unnötigen Ballast loszuwerden. Durch regelmäßiges Krafttraining können wir dem entgegenwirken und Muskelentwicklung erreichen.
- Kraft für Techniken: Jede Technik und jede Bewegung benötigt Kraft, um sie auszuführen. Auch für lebendige Kraft («San Lic») sind ein Mindestmaß an Kraft, Konzentration und trainierte Muskeln notwendig.
Trainingsmethoden und Angebote
Wir bieten dir Krafttraining an Geräten des Marktleaders Technogym an. Medizinisch fundiert. Wirke Rückenschmerzen und Gelenkproblemen entgegen. Wir stellen dir auf Wunsch einen persönlichen Trainingsplan zusammen um dich zu deinen Zielen zu führen.
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Isotonic Training
Das Training an Geräten des Marktleaders Technogym garantiert eine perfekte Biomechanik und liefert dem Muskel während der ganzen Bewegungskurve das maximale Drehmoment.
Freihanteln
Der Reiz eines Freihantel-Trainings liegt in der Mobilisierung des gesamten Körpers. Agonisten, Antagonisten und Synergisten stabilisieren den Körper und koordinieren eine komplexe Bewegung. Der Trainierende wächst über sich hinaus.
Functional Training
Functional Training ist eine alltagsrelevante und sportartübergreifende Trainingsform. Sie beinhaltet komplexe Bewegungsabläufe, die mehrere Gelenke und Muskelgruppen gleichzeitig beanspruchen.
Karate als Lebensschule
Oberstes Ziel in der Kunst des Karate ist nicht Sieg noch Niederlage - der wahre Karatekämpfer erstrebt die Vervollkommnung des Charakters." Dies ist der Leitspruch der Japan Karate Association (JKA). Er zeigt, dass Karate mehr als nur ein Sport oder das Üben von Techniken ist. Karate lässt sich als eine Lebensschule und als eine Lebenshilfe verstehen.
GOJU RYU Karate
GOJU RYU Karate, das ist die Verbindung des Harten mit dem Sanften: Harte, geradlinige Bewegungen und Techniken werden mit sanften, kreis- und bogenförmigen zu einer attraktiven Kampfesweise verschmolzen, die zudem äusserst wirkungsvoll ist. Neben den «harten» Tritt- und Schlagtechniken, werden im Gegensatz zu anderen Karate Stilen seit jeher auch vermeintlich «weiche» Techniken, wie Würfe, Würgegriffe, Arm- und Beinhebel, Haltegriffe und Bodenkampf gelehrt.
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