Kickboxer - Die Abrechnung ist ein Actionfilm aus dem Jahr 2018 unter der Regie von Dimitri Logothetis. Der Film ist eine Fortsetzung von "Kickboxer: Die Vergeltung" und setzt die Geschichte von Kurt Sloane fort, gespielt von Alain Moussi.
Handlung
Eigentlich wollte der Kickboxer Kurt Sloane (Alain Moussi) nie wieder auch nur einen Fuß auf thailändischen Boden setzen. Doch die Vergangenheit holt ihn ein. Er wird gekidnappt und erwacht in einem thailändischen Knast als Mörder von Tong Po, den er im Kampf getötet hatte. Dahinter steckt Sport-Promoter Thomas Moore, der mit Tong Po sein lukrativstes Zugpferd verloren hat.
Moore macht Kurt ein Angebot: Wenn er als Entschädigung zu einem Untergrund-Kampf antritt und den neuen Champion, einen 200-Kilo-Muskelberg namens Mongkut (Hafþór Júlíus Björnsson), besiegt, bekommt er seine Freiheit und seine ebenfalls gefangene Frau Liu zurück, garniert mit einem dicken Bündel Scheine. Ansonsten kann er im Knast verfaulen.
Sloane will nicht kämpfen, doch er muss bald einsehen, dass er keine andere Wahl hat. Alain Moussi landet in Kickboxer - Die Abrechnung wieder in Thailand, um dort gegen einen neuen Gegner und um sein Leben zu kämpfen.
Besetzung
- Alain Moussi als Kurt Sloane
- Jean-Claude Van Damme als Master Durand
- Hafþór Júlíus Björnsson als Mongkut
- Christopher Lambert als Thomas Moore
- Mike Tyson als Briggs
- Sara Malakul Lane als Liu
Details zum Film
Der Film hat eine Laufzeit von 110 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben.
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Weitere Informationen
- Original Titel (O-Ton): Kickboxer: Retaliation (en)
- Im Verleih bei Ascot Filmverleih
Kritik
Die Neuauflage des unsterblichen Van-Damme-Klassikers „Kickboxer“ (der Palmenkick, die Tanznummer, Tong Po…) mit dem Titel „Kickboxer - Die Vergeltung“ wusste das Fandom nicht einhellig zu begeistern.
Während „Kickboxer - Die Vergeltung“ - von einigen absurden Trainingseinheiten abgesehen - zumindest versuchte, seine Story mit einem gewissen Ernst zu erzählen, geht das Drehbuch zu „Kickboxer - Die Abrechnung“ ganz andere Wege. Die Tango-Szenerie in dem Zug, der vor Klischees schier zu bersten drohende thailändische Knast mit Fetisch-Einschlag, ein unlängst geblendeter Master Durand, der „Daredevil“ mit seinen Fähigkeiten Konkurrenz machen könnte, ein Fußbälle auf den Helden abfeuernder Ronaldinho, genetisch optimierte Superfighter, totgeschlagene Fighter, die ins Leben zurückgeholt werden und weiterkämpfen sowie Weisheiten wie „Du musst die Bewegung der Luft spüren, bevor sie sich bewegt!“ sind schon extrem drüber.
Zumindest übernimmt Regisseur Dimitri Logothetis („Body Shot“) den Comicansatz recht konsequent ins optische Konzept seines Filmes. Mit entrückt ist auch die Story des Filmes gut umschrieben. Die geht teils schon sehr seltsame Wege. Warum etwa Master Durand geblendet wird, erschließt sich nie. Warum der Fight zwischen Mongkut und Sloane als Racheakt für den „Mord“ an Tong Po etabliert wird, bleibt ebenfalls ein großes Rätsel. Warum Kurt Sloane nach Niederschlägen Visionen von zukünftigen Events und Gegnern hat, verrät einem auch kein Schwein.
Zwar ist man als Actionfan geneigt, über derartige Problemchen hinwegzusehen, nur müsste dann der Rest der Story passen. Zudem vergisst sie vollkommen, irgendeine persönliche Beziehung zwischen Kurt Sloane und Mongkut zu etablieren. Auch weil Mongkut vom Drehbuch total vernachlässigt und überhaupt nicht als Gefahr aufgebaut wird!
Allgemein ist die Action sehr gut über den Film verteilt worden und präsentiert vornehmlich Hauptdarsteller Alain Moussi beim Kicken. Ein frühes Highlight stellt dabei eine Plansequenz zu Beginn des Filmes dar, in der sich Moussi elegant durch die Insassen seines Knastes prügelt. Dabei fliegen vor allem die thailändischen Stuntmen mal wieder vollkommen lebensmüde durch die Gegend und kassieren sichtlich kaum abgebremste Tritte und Schläge. Davor und danach lässt es Moussi ebenfalls gekonnt scheppern.
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Toll ist, dass „Kickboxer - Die Abrechnung“ für jeden Fight ein cooles Setting findet. Ob Thai-Knast, Zug, Underground-Fighting-Arena, MMA-Ring oder gar einer der berühmten schwimmenden Märkte Thailands, der Film bietet viel fürs Auge. Interessant ist dahingehend auch ein feiner Fight Moussis gegen zwei äußerst knapp bekleidete Thai-Miezen in einem Spiegelkabinett!
Als Kracher schlechthin ist dann freilich der Showdown vorgesehen. Und prinzipiell passt hier viel. Der Schauplatz (ein thailändischer Tempel mit nett designter Arena) rockt, es wurde eine laute Crowd um die Arena platziert und der Gegner von Sloane ist halt ein riesiger Berg von einem Menschen.
Daneben ist ein gutes Stichwort. Das ist nämlich Van Dammes Darstellung eines Blinden. Jean-Claude Van Damme („Jean-Claude Van Johnson“) dürfte dank „Kickboxer - Die Abrechnung“ als der am wenigsten blinde Blinde in die Annalen der Filmgeschichte eingehen. Sein Spiel und seine Auslegung des Begriffes „blind“ sind ein Hort des unfreiwilligen Humors, was durch sein exaltiertes Spiel nur noch mehr unterstrichen wird. Damit trifft er den comichaften Grundton des Filmes perfekt und liefert eine wirklich irre, spielfreudige Show ab. Ernst nehmen kann man seine Figur so aber überhaupt nicht mehr.
Alain Moussi („Killing Soldier“) ist derweil in seiner Rolle als Kurt Sloane angekommen und macht als Held der Chose einen sympathischen Eindruck. Zumal wird er aufgrund der häufig aufbrandenden Action darstellerisch auch kaum gefordert, wodurch er kaum mehr machen muss, als auf seine physische Präsenz und sein Können zu setzen.
Als fieser Fieswicht legt Christopher Lambert („The Hunted“) einige Auftritte hin, hat sich seine Schauspieltipps aber sichtlich bei Van Damme geholt. Denn er überzieht seinen Schurken mit seinen ausladenden Gesten schon extrem. Die deutsche Synchronisation schickt ihn gleich noch deutlicher in die „Seltsamer-alter-Onkel-Ecke“.
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In Nebenrollen treten wie im Vorgänger diverse UFC- und MMA-Fighter auf. An großen Namen haben sich noch Mike Tyson („Ip Man 3“) und Ronaldinho in den Film verirrt.
In der Folge wirkt „Kickboxer - Die Abrechnung“ doch arg konstruiert und holprig in seiner Handlungsführung. Anstelle etwas Neues zu wagen, war die Lösung für die Filmemacher allem Anschein nach die Vermittlung des Gefühls, dass man sich und den Film selbst nicht so ernst nehme.
Sendezeiten
| Datum | Uhrzeit |
|---|---|
| Sa. 27.05.2023 | 02:05-03:50 |
| Fr. 26.05.2023 | 00:10-02:05 |
| Fr. 13.05.2022 | 00:15-02:05 |
| So. 30.05.2021 | 03:10-04:55 |
| Do. 27.05.2021 | 22:05-00:20 |
| So. 14.06.2020 | 01:45-03:30 |
| Do. 11.06.2020 | 22:05-00:20 |
