Fightclub Leverkusen: Kampfsportabteilung des TuS Rheindorf

Der Fightclub Leverkusen ist die Kampfsportabteilung des TuS Rheindorf 1892 e.V. Unter diesem Dach vereint finden Sie verschiedene Angebote aus dem Kampfsportbereich, wie z.B. Taekwondo, Boxen oder Kickboxen für Damen, Herren und Kinder.

Ein breites Bündnis aus SPD, CDU, Grünen, FDP und Bürgerliste fordert die Stadtverwaltung auf, der Kampfsportabteilung des TuS Rheindorf ein Grundstück für einen Sporthallenbau zur Verfügung zu stellen.

Die Geschichte des Fightclub Leverkusen

Als Baki Hoxhaj im Jahr 1995 beim TuS Rheindorf vorstellig wurde, waren die Vereinsverantwortlichen erst nicht so angetan von der Idee, eine Kampfsportabteilung zu gründen. Das sollte sich als ein Glücksgriff erweisen, denn in diesem Jahr feiert der Fightclub Leverkusen sein 25-jähriges Bestehen - und ist die mitgliederstärkste Abteilung des ganzen Vereins.

Vor fast drei Jahrzehnten umfasste sie nur die Sportart Taekwondo und lediglich zehn Mitglieder. Seit 2008 werden auch Kickboxen und Boxen unterrichtet. Heute umfasst die Abteilung 600 Sportler im Alter zwischen vier und 63 Jahren.

Angebote und Schwerpunkte

Der Fightclub Leverkusen ist eine über 600 Mitglieder starke Abteilung des TuS Rheindorf 1892 e. V., die sich auf Taekwondo, Kickboxen und Boxen konzentriert.

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Wir legen viel Wert auf die Arbeit im Kinder- und Jugendbreitensport. Es ist unser Ziel Disziplin und Zusammenhalt zu vermitteln, aber vor allem auch die Freude am Sport in der Gemeinschaft.

Die Sportler des Fightclub verstehen sich nicht als “Einzelkämpfer”, sondern als Teil einer großen Gemeinschaft, was sich auch in unserem Motto “Gemeinsam sind wir stark” widerspiegelt.

Eine zentrale Rolle im Verein spielt die Jugendförderung. Ziel sei es, den Kindern und Jugendlichen Disziplin, Respekt, Fairness und Zusammenhalt zu vermitteln. Am Wichtigsten sei aber die Freude am Sport in der Gemeinschaft. Hoxhaj überschlägt, dass rund 70 Prozent der Mitglieder Kinder und Jugendliche sind. Auch mit Leverkusener Schulen kooperiert der Fightclub.

„Besonderen Wert legt sie auf die Förderung des Kinder- und Jugendbreitensports sowie auf die Vermittlung von Werten wie Disziplin, Respekt und Fairness“, verdeutlichen die Antragssteller den Wert des Vereins.

Der TuS Rheindorf setzt sich seit Jahrzehnten für Integration und gegen Rassismus ein. Viele unserer Sportlerinnen und Sportler haben eine internationale Familiengeschichte. Hier im Verein ziehen sie an einem Strang, helfen sich gegenseitig und werden nicht selten Freunde fürs Leben. Gegenseitige Ausgrenzung ist ihnen fremd. Als Verein leben wir das Miteinander in der Gesellschaft unabhängig der Herkunft, der Religion und des Geschlechts vor.

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Es ist unser Ziel Disziplin und Zusammenhalt zu vermitteln, aber vor allem auch die Freude am Sport in der Gemeinschaft.

Trainingsangebote

  • Kickboxen
    • Anfänger
    • Fortgeschritten
    • Kinder und Jugend
  • Taekwondo
    • Anfänger
    • Fortgeschritten
  • Boxen
    • Anfänger
    • Fortgeschritten
    • Kinder und Jugend
  • NEU: Team- oder Kleingruppen-Workout

Platzmangel und politische Unterstützung

Leverkusen-Rheindorf · Der Kampfsportabteilung des TuS Rheindorf mangelt es nicht an Zuspruch, aber seit Längerem an Platz fürs Training. Abteilungsleiter Baki Hoxhaj schöpft in Sachen mehr Platz Hoffnung ob des politischen Antrags.

Schon eine gefühlte Ewigkeit ist die Kampfsportabteilung des Abteilungsleiters beim TuS Rheindorf ein so beliebter Anlaufpunkt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus dem Stadtteil und über ihn hinaus, dass Hoxhaj und seine Trainer die begeisterten Sportler räumlich nicht unterbringen können.

Ein Bündnis aus SPD, CDU, FDP, Bürgerliste und Grüne brachte eine entsprechende Vorlage nun in den Bauausschuss ein. Das Anliegen ist einfach und kompliziert zugleich: Die Verwaltung solle ein Grundstück für die Kampfsportabteilung des TuS zur Verfügung stellen.

Zwei Flächen haben sich die Parteien dabei bereits ausgeguckt. Das erste Grundstück liegt neben dem Ascheplatz Deichtorstraße. Die zweite Fläche befindet sich hinter der neuen Sporthalle der Gesamtschule, unterhalb des Ascheplatzes und links neben dem Stadion Deichtorstraße.

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Der Verein soll das Grundstück als Erbpacht erhalten - mit der Bedingung, zeitnah eine Halle zu errichten.

Die Verantwortlichen zeigten den Jungs und Mädchen einen Weg abseits der Straße.

Es freut ihn. „Wir platzen aus allen Nähten“, sagt er über seine Abteilung. Die Sportler trainierten oft in einem winzigen Raum in der Gesamtschulhalle. Von professionellen Bedingungen könne nicht die Rede sein. Sogar ein Boxring fehlt. Es brauche 600 Quadratmeter Trainingsfläche mindestens, berichtet der Boxtrainer.

Derzeit beträgt die Warteliste für seine Abteilung gut ein Jahr.

Laut der Ausführungen ist auf der Fläche des Vorhabens die Zweckbestimmung Schule bzw. Sportplatz festgelegt. Auf dem zweiten Grundstück seien überdies erhebliche Bodenbelastungen und hoher Baumbestand verzeichnet. Immerhin: Gegen eine Erbpacht spricht laut Finanzdezernat nichts. Bei Enthaltung der Klimaliste wurde dem Antrag zugestimmt.

Die SPD-Fraktion Leverkusen setzt sich mit einem aktuellen gemeinsamen Antrag für die Bereitstellung eines Grundstücks für die Kampfsportabteilung des TuS Rheindorf ein.

Lena Pütz, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und jugendpolitische Sprecherin, hebt hervor: „Wir müssen den Jugendlichen in Leverkusen Orientierung geben. Sport hilft dabei, sich selbst zu finden und Energie positiv zu nutzen.

Im Rahmen des Antrags wird die Stadtverwaltung beauftragt, geeignete Flächen für den Bau einer neuen Sporthalle zur Verfügung zu stellen.

Heike Bunde, Bürgermeisterin und sportpolitische Sprecherin der SPD, ergänzt: „Sport ist nicht nur körperliche Betätigung, sondern auch ein starkes Mittel zur Integration und Prävention. Eine neue Halle würde nicht nur dem Verein, sondern der gesamten Stadtgesellschaft zugutekommen.

Die Bedeutung von präventiven Maßnahmen im Bereich der Jugendkriminalität wurde in der letzten Sitzung des Leverkusener Stadtrats auch vom Polizeipräsidenten Johannes Hermanns unterstrichen.

Dieser hob hervor, dass Sportvereine eine wichtige Rolle spielen, um Jugendliche frühzeitig von kriminellen Verlockungen fernzuhalten.

„Sport schult und diszipliniert, er sorgt dafür, dass Energie abgebaut wird“, so Hermanns in der Ratssitzung.

Erfolge und Persönlichkeiten

Es wimmelt in Leverkusen nur so vor weiblichen und männlichen Kampfsportlern mit internationalen Titeln. Allen voran arbeitet der Großmeister Baki Hoxhaj in der Stadt.

Er selbst trägt unzählige nationale und internationale Meistertitel und hat den Fightclub Leverkusen als Taekwondo- und Kickboxabteilung des TuS Rheindorf 1892 e.V. gegründet. Hoxhaj legt sehr viel Wert auf die Arbeit im Kinder- und Jugendbreitensport.

Was mit Taekwondo und zehn Lehrlingen begann hat sich der größten Abteilung des TuS mit mittlerweile 600 Mitgliedern entwickelt, in der auch Kickboxen und Boxen unterrichtet werden.

Europameister wurde mit Bekim Hoxhaj ein weiteres Familienmitglied der kampfsportprägenden Hoxhaj Familie. Er betreibt in Leverkusen das Studio No Limit Boxing, das sowohl Breitensportler wie auch Profis als Trainingsstätte dient.

Die Geschichte von Dilar Kisikyol hat ihre Wurzeln beim TuS Rheindorf 1892 e.V. Deswegen kehrt die Wahlhamburgerin immer wieder gerne zurück und steht hinter ihrem Verein - besonders in Zeiten, wo der Verein mit einigen Problemen zu kämpfen hat, wie der Verwirklichung eines Kunstrasenplatzes für die Fußballabteilung, das Haftmittelproblem der Handballabteilung und dem Platzmangel der Kampfsportabteilung.

Bei einem Pressetermin im April 2024 wird offen über die Probleme des Vereins und deren Lösungsansätze gesprochen - und nicht zuletzt wird Dilar von Oberbürgermeister Uwe Richrath und dem Vorstand vom TuS Rheindorf 1892 e.V. in Bakis Fightclub zu ihrer Titelverteidigung geehrt.

- Dilar Kisikyol ist seit November 2022 Weltmeisterin der Woman’s International Boxing Federation (WIBF)

Besondere Ereignisse

Eigentlich hätte es anlässlich des 25-jährigen Bestehens auch eine große Feier geben sollen. Die Corona-Pandemie machte den Sportlern allerdings einen Strich durch die Rechnung. Die Feier soll jedoch nachgeholt werden - sobald dies wieder uneingeschränkt möglich ist.

Auch Kampfsport-Events mit bis zu 2000 Besuchern hat der Verein schon ausgerichtet. Ein Turnier ist beispielsweise die Internationale Deutsche Meisterschaft der WFMC, die von den Leverkusenern seit dem Jahr 2017 ausgerichtet wird und als Qualifikationsturnier zählt.