Irland hat einige bemerkenswerte MMA-Kämpfer hervorgebracht, die in der Welt des Kampfsports für Furore gesorgt haben. Vorneweg dieser nicht ganz unbekannte Conor McGregor, der ja praktischerweise auch noch für mehrere Gewichtsklassen in Frage kommt, von daher könnte Joseph Duffy als Lightweight auch reinrutschen.
Conor McGregor: Das Aushängeschild des irischen MMA
Superstar Conor McGregor spaltet die Gemüter. Unter seinem Kampfnamen The Notorious ("Der Berüchtigte") ist er das Aushängeschild des UFC (Ultimate Fighting Championship), er polarisiert, beherrscht die ganz große Show.
McGregor, Ex-UFC Lightweight Champion und UFC Featherweight Champion, Ex-Cage Warriors Featherweight und Lightweight Champion, wuchs im Dubliner Stadtteil Crumlin auf. Seine sportliche Laufbahn startete er mit Fußballspielen. Mit 12 begann er das Boxtraining, widmete sich dann dem Kickboxen und Jiu Jitsu. Nach seinem Schulabschluss arbeitete er als Klempner.
Im Jahr 2006 freundete sich der damals 18-Jährige mit dem UFC-Kämpfer Tom Egan an und begann fortan, MMA zu trainieren. Bedingt durch seine jahrelange Kampfsporterfahrung machte er schnell Fortschritte und bestritt bereits im Februar des darauffolgenden Jahres seinen ersten Amateurkampf, den er durch technischen K.o. gewann.
Durch diesen Erfolg sollte die irische MMA-Organisation "Irish Cage of Truth Promotion" auf McGregor aufmerksam werden und unterbreitete ihm daraufhin ein Vertragsangebot, welches er schließlich annahm. Angesichts des nun immer größer werdenden Trainingsaufwands musste er jedoch seine Arbeit als Klempner aufgeben und lebte in den nächsten zwei Jahren von der Sozialhilfe.
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Wenige Monate vor seinem zwanzigsten Geburtstag bestritt er schließlich seinen ersten Profikampf, den er gegen Gary Morris durch technischen K.o. gewann. Jedoch zeigte dieser Kampf bereits die noch immer bestehenden Schwächen McGregors im Bodenkampf, die er entgegen des Rats seines Trainers nicht in Angriff nehmen wollte. Erst die Niederlage in seinem dritten Profikampf gegen den Litauer Artemij Sitenikov sorgte bei ihm für ein Umdenken.
Nachdem er in den folgenden beiden Jahren fortlaufend an seiner Bodenkampftechnik gearbeitet hatte, feierte zwischen 2011 und 2012 acht Siege in Serie und krönte sich zum "Cage Warriors Featherweight Champion" und zum "Cage Warriors Lightweight Champion", woraufhin die UFC auf den aufstrebenden Iren aufmerksam wurde.
Sein Debüt in den USA gab er 2013, als er Marcus Brimage per K.o. besiegen konnte. Seine unorthodoxe Mischung aus Boxhieben und Taekwondo-Kicks trug ihn auch zum Sieg über Max Holloway - bei dem er sich aber einen Kreuzbandriss zuzog, der seine Karriere erstmal ausbremste.
Am 12. Dezember 2015 schlug in Las Vegas bei UFC 194 dann die Stunde der Wahrheit für McGregor: Er forderte Jose Aldo um den Federgewichts-Titel der UFC heraus - und machte in nur 13 Sekunden mit einem krachenden linken Haken alles klar.
Im November 2016 begab McGregor sich dann auf historische Mission: Er forderte Leichtgewichts-Champion Eddie Alvarez heraus - mit dem Ziel, erster UFC-Kämpfer zu werden, der gleichzeitig die Gürtel zweier Gewichtsklassen hält. Und tatsächlich bezwang McGregor Alvarez durch technischen K.o. in der zweiten Runde, seine Karriere bei der UFC hatte ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht.
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Im Anschluss sah er dann die Zeit gekommen für ein noch größeres Projekt - zumindest finanziell: Es kam zum Mega-Fight gegen Floyd Mayweather Jr. - im Boxring.
McGregor trat im August 2017 in einem Box-Kampf gegen Floyd Mayweather an, den er nach zehn Runden durch TKO verlor. Seitdem boxte er nicht mehr.
Conor McGregor hat in seiner Karriere 22 Profi-Kämpfe gewonnen, darunter 19 per K.o. bzw.
Conor McGregor hat in seiner Karriere sechs Profi-Kämpfe verloren, darunter zwei durch K.o. bzw.
Conor McGregor hat bislang zwei Titel in der UFC gewonnen. Den ersten, den Federgewichtstitel, sicherte er sich im Dezember 2015, als er innerhalb von 13 Sekunden José Aldo besiegte. Bereits im November 2016 schaffte McGregor dann Historisches, als er Eddie Alvarez besiegte und Leichtgewicht-Champion wurde. Er war damit der erste UFC-Kämpfer, der zwei Titel gleichzeitig hielt.
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Conor McGregor hat bislang einmal gegen Khabib Nurmagomedow gekämpft - und verloren. Der Kampf zwischen den beiden fand im Oktober 2018 statt.
Conor McGregor stieg das letzte Mal im Juli 2021 ins Octagon.
Weitere irische MMA-Kämpfer
Neben Conor McGregor gibt es weitere bemerkenswerte irische MMA-Kämpfer, die in verschiedenen Gewichtsklassen aktiv sind:
- Joseph Duffy (Leichtgewicht)
- Kiefer Crosbie (Weltergewicht)
- Karl Moore (Halbschwergewicht)
- Paul Redmond
- Will Fleury (Mittelgewicht)
Will Fleury
Der irische MMA-Kämpfer Will Fleury hat das beste Jahr seiner Karriere hinter sich: Erst siegte er per Knockout beim Rekordevent in Frankfurt vor 58.000 Zuschauern, am Ende des Jahres gewann er in einem Fünf-Runden-Spektakel den Titel im Halbschwergewicht gegen Karlos Vemola. Nun soll ein zweiter Titel her - im Schwergewicht.
