Kickboxtraining steigert Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Viele berühmte Vorbilder oder erfahrene Trainer können dir den Weg nur zeigen, es liegt am Ende aber ganz bei dir, diesen Weg auch zu gehen. Es ist nämlich nie einfach über seinen Schatten zu springen, den eigenen Schweinehund zu überwinden und sich für das Training zu motivieren. Jedoch zahlt sich die Mühe am Ende aus, denn man wird sehr schnell merken, wie man mit den richtigen Übungen und ein wenig Disziplin, riesige Fortschritte erzielen kann!
Kickboxen lernen: Online-Training als Alternative
Lerne Kickboxen jetzt im Online Training. Wir zeigen dir die Grundlagen des Kickboxens, von der Grundstellung bis hin zum Tornado Kick. Das Strikefit Kickboxtraining ist für jeden geeignet, der korrekte Schlag- und Trittkombinationen lernen möchte. Trainiere wann und wo du möchtest. Die Videos stehen dir 24/7 zur Verfügung. Im Kickboxen Online Kurs erlernst du Tritt und Schlagtechniken, lernst wie du dich richtig aufwärmst und durch gezielte Dehnübungen deine Beweglichkeit für Tritte steigern kannst. Von einfachen Schlagkombinationen bis zu komplexen Tritttechniken erhält du wertvolle Trainingstipps für dein Kickboxtraining. Die Inhalte der STRIKEFIT® Academy werden regelmäßig erweitert! Dein monatlicher Mitgliedsbeitrag bleibt dabei gleich. Außer dem Krav Maga Programm findest du aktuell weitere Lektionen mit Fitness-Übungen, Kampfsportspezifische Aufwärmübungen, Übungen für mehr Beweglichkeit, Kettlebelltraining für Kampfsportler und Online Fitnessboxen.
Kann man Kickboxen alleine zu Hause üben?
Ja du kannst das Training alleine zu Hause durchführen, in jeder Lektion geben wir dir Tipps für dein Home-Training. Natürlich ist das Training in einem Verein oder mit einem Partner oft aufregender, allerdings können motivierte Sportler auch zu Hause große Fortschritte machen. Du wirst überrascht sein, wie viel Variationen die verschiedensten Methoden und Hilfsmittel bieten. Selbst alleine werden dich die intensiven Workouts bis an deine Grenzen bringen.
Beim Kickboxen ist es wie bei jedem Sport: Ohne Fleiß keinen Preis. Auf Youtube gibt es eine Reihe von hilfreichen Videos, die Einblick und praktische Übungen für zuhause bieten. Anfangs solltet Ihr auf jeden Fall durch verschiedene Konditionsübungen Euer Leistungsniveau an das der Gruppe anpassen. Seid in jedem Fall vorsichtig mit dem alleinigen Lernen aus verschiedenen Kickboxen Tutorial, wie sie im Internet kursieren.
Die richtige Ausrüstung für das Training zu Hause
Wenn kein Trainingspartner verfügbar ist, habt Ihr vielleicht die Möglichkeit, in Eurem Keller einen Sandsack oder Dummy unterzubringen. Als Dummy könnten Euch auch andere Sachen dienen, die etwa die Größe eines Menschen haben und Erschütterungen verkraften. Ist auch kein Platz für einen Dummy, bleibt noch Schattenkickboxen vor einem Spiegel. Wer bereit ist, etwas Geld zu investieren, sollte sich unbedingt einen Boxsack für das Heimtraining zulegen.
Lesen Sie auch: Dein Kickbox-Workout für Zuhause
Grundlagen des Kickboxens
Wie der Name schon verrät, dreht sich hier alles ums Kicken und Boxen, Würfe und Hebel dagegen sind untersagt. LinksauslageDie häufigste Kampfstellung ist bekannt aus dem Boxen, wobei ein Fuß vorn steht. Man spricht von einer Linksauslage, wenn es sich um den linken Fuß handelt, was bei Rechtshändern der Fall ist. In der Kampfstellung ist die Deckung wichtig. Das bedeutet, dass die Schultern hochgezogen sind und die Hände schützend vor dem Oberkörper oder Gesicht gehalten werden.
Schlagtechniken
Schlagtechniken mit den FäustenIhr könnt die Schläge grob in Geraden und Haken unterscheiden. Trefferflächen sind die Front des Boxhandschuhs oder die Rückhand. Für eine erfolgreiche Schlagtechnik ist die Beinarbeit nicht unwichtig. Der Großteil der Kraft eines guten Schlages kommt aus der Hüfte, nicht aus der Schulter.
Tritte & Kicks
Tritte werden mit dem Fußrücken, der Ferse, dem Ballen, der Sohle oder der Außenkante getroffen. Speziell für die Ausführung der hohen Kicks ist eine enorme Körperbeherrschung wichtig, die Euch noch viele Stunden schweißtreibender Arbeit kosten wird.
Abwehrtechniken
Eine Parade ist eine Abwehrtechnik gegen Angriffe. In der Regel werden diese Angriffe abgelenkt anstatt sie, wie im Film oft zu sehen, stumpf zu blocken. Das bedeutet, dass Ihr die Faust oder das Bein des Gegners seitlich oder nach oben am eigenen Körper vorbeileitet. Das spart erstens Eure Kraft und ermöglicht bessere Gegenangriffe, da der Gegner möglicherweise aus dem Gleichgewicht gebracht wird.
Meidbewegungen
Die Meidbewegungen dürfen nicht mit Paraden verwechselt werden. Bei einer Meidbewegung wird einem Angriff ausgewichen, indem Ihr Euren eigenen Körper bewegt. Eine Untergruppe der Meidbewegungen bildet das Abrollen.
Lesen Sie auch: Was verdient ein Kickbox-Trainer?
Effektive Übungen für das Kickboxen zu Hause
Schattenboxen
Beim Schattenboxen stellst du dich einem imaginären Gegner oder deinem eigenen Spiegelbild gegenüber. Dabei stellst du dir nun einen Timer von wenigen Minuten und versuchst in dieser Zeit so viele Techniken und Manöver auszuführen wie möglich. Dabei ist es ganz egal, ob du dir einen unterlegenen Gegner ausmalt, an dem du dich richtig auspowern kann oder aber einen sehr aggressiven, der einen selbst in die Defensive zwingt. Hauptsache ist: wenn der Timer klingelt, solltest du ordentlich ins Schwitzen geraten sein. Dieses Intervall kann man nach Belieben gestalten und zwischen verschiedenen Kampfstilen wechseln. Zumal ist das Schattenboxen auch sehr ungefährlich, denke aber bitte daran, dich vor dem Training ausgiebig zu dehnen und suche dir einen großen Raum, indem du genug Ruhe hast und ungestört trainieren kannst.
Sandsacktraining
Dabei gibt es viele Variationen eines Trainings. Zum Beispiel könntest du dich auf einzelne, schwierige Techniken wie den „Back-Kick“ fokussieren und diesen immer wieder üben, um ihn technisch zu perfektionieren. Oder aber du denkst dir verschiedene Combos (Abfolge von mehreren Schlag- oder Tritttechniken) aus, die entweder auf Schnelligkeit oderKraft ausgelegt sind. Wenn du für 30-60 Sekunden „nur“ die Geraden in einem hohen Tempo schlägst, wirst du schnell merken, dass alleine die Grundlagen enorm kräftezehrend sind. Egal wie man es angeht, das Training mit einem Sandsack ist allemal eine gute Bereicherung für das Home-Workout. Denk aber bitte, daran deine Hände mittels Bandagen und / oder Boxhandschuhen vor Verletzungen zu schützen.
Das Training am Sandsack erhöht Ausdauer und Schlagkraft, was sehr wichtig beim Kickboxen ist. Die Hände sollten vor dem Trainingsbeginn bandagiert werden, um Verletzung zu verhindern. Verwenden Sie Boxhandschuhe oder oder spezielle Sandsack-Handschuhe während des Trainings. Stellen Sie einen Uhr auf drei Minuten, der die Länge jeder Runde vorgibt. Starten Sie das Sandsack Training mit leichten Tritten und Schlägen. Stellen Sie sich vor, gegen einen echten Gegner zu kämpfen. Halten Sie Ihren Kopf gedeckt und üben weichen Sie dem pendelnden Sandsack mit Meidbewegungen aus.
Dehnübungen und Beweglichkeit
Ausgeprägte Beweglichkeit ist wahrscheinlich eine der wichtigsten Eigenschaften eines guten Kampfsportlers. Was bringen Kraft und Ausdauer, wenn man am Ende nicht den Fuß hoch genug bekommt? Beim Dehnen solltest du stets darauf achten, dies statisch zu tun. Das heißt die Endposition für mindestens 30 Sekunden zu halten und dich soweit zu dehnen, dass du auch ein Ziehen mit mittlerer Intensität spürst, um so den optimalen Trainingseffekt zu erreichen. Außerdem solltest du dich nicht auf einzelne Körperregionen beschränken, sondern am besten von Kopf bis Fuß jeden Muskel einbauen. Besonders die Mobilität in der Hüfte ist außerordentlich wichtig, um langfristig gute Leistungen zu erzielen.
Trainingspartner und Sparring
Training mit einem Partner
Sucht Euch einen Trainingspartner. Dieser darf auch gern aus Eurem Verein sein. Ein guter Sparringspartner ist eine große Bereicherung für den Trainingsplan. Nicht nur, dass man gemeinsam mehr Spaß hat oder sich gegenseitig motivieren kann, es werden so auch neue Übungsmethoden möglich. Ein Klassiker, den jeder Kampfsportler schon unzählige Male gemacht hat. Auch mit den kleinen Handpratzen oder den großen Trittpolstern kann man die verschiedensten Übungen machen. Das Training ähnelt dabei stark dem Training am Boxsack, allerdings hast du nun einen Partner, der die Übungen aktivbestimmt und der sich dazu noch bewegen und kontern kann, um das Training so zu intensivieren.
Lesen Sie auch: Kinder Kickbox Ausrüstung: Was ist wichtig?
Man unterscheidet dabei in drei Niveaustufen. Auf Stufe eins stehen du und dein Partner still und versuchen lediglich die Technik der einzelnen Übungen zu betrachten und zu verbessern. Auf Stufe zwei kommt Bewegung ins Spiel. Nun lauft ihr im Uhrzeigersinn, während ihr dabei vor allem versucht, die Schläge und Tritte aus der Bewegung heraus zu bringen. Stellt euch dabei vor, ihr würdet beide ein Hindernis umkreisen, ohne dabei zu großen Abstand zueinander einzunehmen. Auf Stufe drei kommen jetzt noch die Konter hinzu, was bedeutet, dass auch der Sportler mit den Pratzen agieren wird und versucht, bei dir einen Treffer zu landen.
Sparring
Die Königsdisziplin des Kampfsports. Sparring nennt man Übungskämpfe in Schutzanzüge, bei denen ein echter Kampf möglichst authentisch nachgestellt wird. Ziel ist es hierbei nicht sich selbst oder den Partner zu verletzen, sondern voneinander zu lernen, gewisse Ängste zu überwinden und sein eigenes Talent zu schulen. Besonders die Hemmung davor, Schläge einzustecken oder auch auszuteilen, ist eine Hürde, die viele Sportler zurückhält, ihr wahres Potenzial zu erreichen, weshalb man hierbei gezielt darauf hinarbeitet, den Sportlern ihrer Stärke bewusst zu machen. Es gibt keine bessere Übung, um schnellstmöglich große Fortschritte zu erzielen. Allerdings ist das Sparring auch sehr intensiv und sollte möglichst mit einem gleichstarken Partner ausgeführt werden.
Sparring ist eine der anstrengendsten Trainingsmethoden beim Kickboxen. Tragen Sie beim unbedingt einen Kopfschutz, Boxhandschuhe, Tiefschutz und einen Mundschutz. Legen Sie vorher die Rundenzeit als auch die Anzahl der Runden fest. Zwischen jeder Runde machen Sie eine Pause und trinken etwas Wasser. Wenn Sie zu müde oder verletzt sind, beenden Sie den Kampf. Kämpfen Sie mit einem besseren Kickboxer als Sie es sind und der die Ihnen Ihre Fehler zeigt.
Weitere wichtige Aspekte für das Kickboxen Training
Aufwärmen und Dehnen
Zu Beginn eines jeden Kickbox-Trainings steht eine Aufwärmphase, um das Training effektiver zu gestalten bzw. um das Verletzungsrisiko zu minimieren (Zerrungen usw.). Zum Aufwärmen bieten sich Seilspringen, Laufen und/ oder lockeres Schattenboxen an. Schattenboxen dient beim Kickboxen sowohl der Fitness als auch der Verbesserung der Schnelligkeit. Stehen Sie vor einem Spiegel während des Schattenboxens. Nach dem Aufwärmen sollten die Muskeln gedehnt werden.
Technik und Timing
Danach werden immer neue Techniken und Kombinationen trainiert. Die Techniken sollten Sie am Sandsack, beim Schattenboxen und Sparring immer wieder trainieren. Ziel ist es, die Techniken zu beherrschen, sondern auch das richtige Timing. Nur beim Sparring lernen Sie das Timing der Techniken. Der Gegner ist kein festes bzw. berechenbares Ziel. Vielmehr müssen Sie auf die Angriffe des Gegners durch Meidbewegungen und Paraden reagieren und mit Kontern eigene Angriffe einleiten.
Verletzungsprävention
Verletzungen vorzubeugen, ist eine gute Vorbereitung wichtig. Das Kickboxen Training soll durch Übungen die Kraft und die Geschwindigkeit des Kickboxers erhöhen.
