"WWE 2K25" spielt sich für Serienkenner zunächst vertraut, besitzt aber dennoch einige Twists, die es abheben. Diese Verbesserung geht einher mit vielen Gameplay-Anpassungen.
Gameplay-Anpassungen in "WWE 2K25"
Beispielsweise gibt es neben Minigames für Aufgabegriffe und Schlagwechsel nun auch die Rückkehr des "Ketten-Wrestlings". In diesem Reaktionstest könnt ihr etwa entscheiden, ob ihr attackiert oder den Griff wechselt. Kein Gamechanger, aber eine nette Ergänzung.
Auch die Barrikaden ausserhalb des Rings sind nun interaktiv, sodass ihr von dort Aktionen zeigen könnt. Das Resultat sind immer wieder spannende wie dramatische Matches, in denen nicht selten die Paybacks eine entscheidende Rolle spielen. "WWE 2K25" gibt einem genügend Werkzeuge an die Hand, um packende Kickouts und knallharte Finishing-Sequenzen zu kreieren.
Das bedeutet allerdings nicht, dass es fehlerfrei ist: Der Umgang mit Gegenständen erweist sich mitunter noch immer als fummelig. Gelegentliche Fehler und Unsauberkeiten stören ebenso den Match-Fluss wie etwa die immer wieder überforderte KI. Hier müssen 2K und Visual Concepts in den kommenden Monaten nachbessern.
Neue Match-Arten
Einige neue Match-Arten gibt es auch diesmal: Erstmals seit gefühlten Ewigkeiten treten Männer und Frauen wieder gegeneinander an. Leider wurde das Gameplay nicht an die Unterschiede von Men's und Women's Wrestling angepasst. Insofern spielt sich die grosse Revolution hier in erster Linie im Kopf ab.
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Tiefgreifender sind da schon NXT Underground und Bloodline Rules. Beides sind Stipulationen der jüngeren Vergangenheit und erweitern den Fundus stimmig. Doch auch hier geht mehr: Wir hätten uns gewünscht, dass die NPCs im NXT Underground interaktiv sind.
The Island: Ein Freizeitpark mit Mikrotransaktionen
Als grosse neue Spielart präsentiert "WWE 2K25" The Island. Dabei handelt es sich - ähnlich wie bei der Stadt in "NBA 2K" - um ein frei begehbares Eiland, das an eine Art Freizeitpark für WWE-Fans erinnert. Eure Aufgabe besteht hier auf der einen Seite darin, dem "Tribal-Chief" Roman Reigns die Ehre zu erweisen.
Leider ist The Island weder technisch noch spielerisch etwas Besonderes. Von den hässlichen NPCs bis zu den doofen Dialogen mitsamt noch hässlicheren Standbildern: Atmosphäre will höchstens bei den gelegentlichen Einspielern von Reigns und Heyman aufkommen.
Denn The Island strotz vor Mikrotransaktionen. Für Kleidungsstücke und Attributspunkte möchte "WWE 2K25" nämlich die Premiumwährung VC - und die gibt es im Spiel nur in geringen Dosen. Natürlich sollt ihr hier noch mal zur Kreditkarte greifen, um etwa für ein Nike-Shirt zu bezahlen. Einen wirklich spielerischen Mehrwert bietet The Island nicht, und wer keinen Bock auf stumpfen Grind mit Pay-to-win-Charakter hat, sollte es einfach links liegen lassen.
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