Die Kehrseite der Medaille: Die Bedeutung von 18 Karat Gold

Gold ist mehr als nur ein Metall. Seine Entstehung begann nicht auf der Erde, sondern im Universum. Gold ist das Ergebnis gigantischer Kräfte, die nur in extremen Bedingungen des Weltalls herrschen. Seine Seltenheit und die faszinierende Entstehungsgeschichte machen Gold zu einem der wertvollsten Rohstoffe der Welt.

Der Großteil des Goldes liegt heute tief unter der Erdkruste in Regionen, die wir kaum erschließen können. Deshalb kann es auch immer wieder zu neuen Goldfunden kommen. Nachdem das Gold durch Meteoriten auf die Erde gelangt war, begannen geologische Kräfte ihre Arbeit. Diese Prozesse verteilten das Gold in der Erdkruste - oft tief verborgen oder in winzigen Mengen. Gold kommt oft in Quarzgängen oder sogenannten Goldadern vor. Gold kann auch durch metamorphe Prozesse umverteilt werden. Ergebnis: Goldadern sind die Hauptquelle für Goldminen. Goldadern an der Oberfläche sind der Witterung ausgesetzt.

Schmuckgold vs. Anlagegold

Gold ist nicht gleich Gold. Der Unterschied zwischen Schmuckgold und Anlagegold liegt nicht nur in der Form, sondern auch in der Reinheit und dem Zweck, für den es genutzt wird. Während Schmuckgold vor allem ästhetischen Wert besitzt, dient Anlagegold der Wertaufbewahrung und langfristigen Vermögenssicherung. Anlagegold hat einen klaren Zweck: Vermögen aufbauen, Ersparnisse absichern und langfristig bewahren. Hier zählt Reinheit vor Schönheit.

Schmuckgold wird in der Regel nicht in Reinform verarbeitet. Reines Gold mit 24 Karat ist extrem weich und lässt sich leicht verformen oder verkratzen. Für die Schmuckherstellung wird Gold daher mit anderen Metallen legiert, um es robuster und alltagstauglicher zu machen. Je niedriger dabei der Goldgehalt der fertigen Legierung ist, desto geringer ist der Materialwert. Anders als Anlagegold ist Goldschmuck eine Legierung aus Gold und anderen Metallen. Diese zusätzlichen Metalle sorgen für mehr Materialstabilität und beeinflussen auch die Färbung des jeweiligen Schmuckstücks. Das führt dazu, dass der Materialwert von Schmuckgold deutlich niedriger ist, als der Wert von reinem Anlagegold.

Hinzukommt, dass du beim Kauf eines Schmuckstücks auch die Arbeit des Goldschmieds, der das Schmuckstück hergestellt hat, bezahlst. Oft sind Schmuckstücke aus Gold besonders filigran gearbeitet, mit verschiedenen Verzierungen, Steinen und womöglich auch mit einer Gravur. Wenn du aber Goldschmuck verkaufen möchtest, wirst du für das Schmuckstück in der Regel nur den reinen Materialwert erhalten. Dieser liegt zumeist deutlich unter dem ursprünglichen Preis.

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Die Bedeutung von Karat

Die Karatzahl gibt den Feingoldgehalt einer Goldlegierung an. Reines Gold hat 24 Karat. Schmuckgold wird oft mit 18 Karat hergestellt, was bedeutet, dass es zu 75% aus Gold und zu 25% aus anderen Metallen besteht. Diese Legierung ist haltbarer als reines Gold und eignet sich gut für Schmuckstücke, die im Alltag getragen werden.

Die folgende Tabelle veranschaulicht den Goldgehalt verschiedener Karatzahlen:

Karat Goldgehalt (%)
24 Karat 99,9%
18 Karat 75%
14 Karat 58,3%
9 Karat 37,5%

Gold in der Geschichte

Goldverarbeitung hat eine jahrtausendelange Geschichte - von primitiven Werkzeugen der Antike bis zur modernen Präzisionstechnologie. In der Antike galt Gold als Geschenk der Götter. Sein unvergänglicher Glanz und seine Seltenheit machten es zu einem Symbol für göttliche Macht und Herrschaft. Die Römer nutzten Gold nicht nur für Schmuck, sondern auch als erste globale Währung. Goldmünzen, wie der Aureus, waren Zeichen von Wohlstand und wirtschaftlicher Stärke.

Im Mittelalter spielte Gold eine zentrale Rolle bei der Machtverteilung. Adel und Kirche kontrollierten die Goldvorräte, was ihren Einfluss und ihre Dominanz stärkte. In der Neuzeit wurde Gold zu einem Stabilisator der globalen Finanzsysteme. Es entstand der Goldstandard im 19. und 20. Jahrhundert. Länder begannen, ihre Währungen an Gold zu koppeln - das war der sogenannte Goldstandard. Eine Währung war nur so viel wert, wie Goldreserven dahinterstanden. Gold verlieh den Wirtschaften Stabilität und Vertrauen.

Heute ist keine der sogenannten Fiat-Währungen mehr von Goldreserven abgedeckt, weshalb die Zentralbanken beliebig viel Geld “drucken“ und aus dem Nichts erschaffen können. In wirtschaftlichen und politischen Krisen blieb Gold stets der sichere Hafen. Während Papiergeld an Wert verlor, behielt Gold seinen realen Wert. Auch heute ist der Einfluss von Gold ungebrochen. Gold hat eine einzigartige Eigenschaft: Es ist zeitlos.

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