Kampfsport und Branntwein: Auswirkungen auf Gesundheit und Gesellschaft

Kampfsportarten erfreuen sich großer Beliebtheit, bergen jedoch auch Risiken. Gleichzeitig stellt Alkoholmissbrauch ein gesellschaftliches Problem dar. Dieser Artikel beleuchtet die Zusammenhänge und Auswirkungen beider Phänomene.

Schulterprellung: Eine typische Sportverletzung

Die Schulterprellung ist eine Quetschung der Weichteile wie Muskeln und Sehnen im Bereich der Schulter. Sie kann durch einen Sturz oder Aufprall entstehen, beispielsweise bei einem Schlag durch den Gegner beim Sport. Eine Schulterprellung, die auch als Kontusion bezeichnet wird, ist eine kleine, geschlossene Verletzung der Schulter.

Ursachen und Symptome

Schulterprellungen entstehen oft durch Stöße, Schläge, Stürze oder Zusammenstöße infolge eines stumpfen Traumas. Des Öfteren können Schulterprellungen beim Sport passieren. Charakteristisch sind Kampfsport- oder Kontaktsportarten wie Judo, Karate, Fußball, Rugby oder Hockey. Eine Kontusion der Schulter kann ebenfalls durch Stürze im Wintersport oder beim Klettern verursacht werden. Allerdings können auch Unfälle mit dem Fahrrad oder Auto zu einer Schulterkontusion führen.

Bei einer Schulterprellung sind Schmerzen an der von dem stumpfen Trauma betroffenen Stelle sowie Druckschmerz charakteristisch. Von außen ist möglicherweise eine Blauverfärbung, verbunden mit einem Bluterguss, erkennbar. Darüber hinaus kann der Aufprall oder Schlag Schürfwunden oder eine Prellmarke verursachen. Weder das Hämatom noch Schürfungen sind jedoch eine zwingende Voraussetzung.

Diagnose und Behandlung

Eine Schulterprellung können Ärzte und Ärztinnen bereits bei der Schilderung des Unfallherganges diagnostizieren. Daraufhin tastet der Arzt oder die Ärztin die verletzte Schulter ab und überprüft die Beweglichkeit des Schultergelenks. Neben der klinischen Untersuchung lässt der oder die Medizinerin des Weiteren eine Ultraschalluntersuchung sowie eine Röntgenaufnahme anfertigen.

Lesen Sie auch: Bad Soden: Kampf und Schach

Da Schulterprellungen in der Regel nichtoperativ behandelt werden, folgt die Therapie grundsätzlich nach dem in der Sportmedizin gebräuchlichen “PECH”-Schema:

  • P wie Pause - Die betroffene Schulter direkt schonen.
  • E wie Eis - Durch Kühlung mithilfe von Eisbeuteln, Cool-Packs oder Eis-Sprays ziehen sich die Gefäße zusammen.
  • C wie Compression - Anlegen eines Kompressionsverbandes.
  • H wie Hochlagern - Die betroffene Schulter hochlagern, um die Durchblutung zu verringern.

Es existiert eine Vielzahl an Hausmitteln, die eine Prellung lindern können. Salben mit einem kühlenden Effekt können für Abhilfe sorgen, zum Beispiel das Franzbranntwein Gel Menthol. Retterspitz wirkt wegen seiner pflanzlichen Bestandteile entzündungshemmend und schmerzlindernd. Auch klassische Quarkwickel schaffen Abhilfe.

Heilungsverlauf

Abhängig von der Stärke der stumpfen Gewalteinwirkung und der darauffolgenden Behandlung, beläuft sich die Dauer einer Schulterkontusion in günstigen Fällen auf einige Tage, schlimmstenfalls auf ein paar Wochen. Wie gut die Schulterprellung verläuft, ist mitunter von den direkt getroffenen Maßnahmen und Hausmitteln abhängig. Ansonsten gilt: In dem Maße, wie Schmerz und Schwellung abklingen, kann man die Gelenke und Muskeln wieder beanspruchen.

Fußprellung: Häufige Verletzung im Ballsport

Die Fußprellung ist die häufigste Verletzung beim Ballsport, vor allem beim Fußball. Sportler im Kontaktsport oder im Mannschaftssport ziehen sich häufig eine Fußprellung zu, aber auch im Alltag kann man sich diese Art der Prellung (Kontusion) durch einen Unfall zuziehen.

Ursachen und Symptome

Mögliche Ursachen bei einer Prellung am Fuß sind typischerweise Sportverletzungen. Typischerweise tritt eine Fußprellung bei Sportarten wie Fußball auf. Aber auch im Alltag kann es passieren, dass ein schwerer Gegenstand auf den Fuß fällt und eine Prellung verursacht, auch ein Stoß gegen ein Möbelstück ist nicht auszuschließen.

Lesen Sie auch: Alleine Kampfsport lernen – So geht's!

Bei einer Fußprellung ist direkt nach dem Vorfall erstmal keine Verletzung von außen zu sehen. Hier wird lediglich ein starker Schmerz und ein Druckgefühl empfunden. In der Folge entsteht eine Schwellung und evtl. auch ein Hämatom. Durch das Druckgefühl im Fuß und auch durch die Schmerzen kann das Gehen und Auftreten schmerzhaft und auch nicht mehr möglich sein.

Behandlung und Heilung

In der Regel ist eine Fußprellung eine unbedenkliche Verletzung, die von allein wieder abheilt. Hier helfen Hausmittel und Salben aus der Apotheke. Erst wenn die Schwellung noch über 8 bis 10 Tage hinaus besteht und/oder noch andere Symptome hinzukommen, sollte ein/e Arzt/ Ärztin aufgesucht werden. Sind die Schmerzen aber besonders stark, die Schwellung oder der Bluterguss besonders groß, kann auch hier schon ein Arzt aufgesucht werden, um weitere Verletzungen über eine Prellung hinaus, auszuschließen.

Ist die Diagnose einer Prellung gestellt, kann mit der klassischen Behandlungsweise fortgefahren werden. Hier empfiehlt es sich, dem Fuß viel Ruhe und Entlastung zu gönnen. Grundlegende Erste-Hilfe-Maßnahmen wie Hochlagern und Kühlen des Fußes sind angeraten. Auch ein Kompressionsverband ist hilfreich. Die Heilung einer unbedenklichen Prellung am Fuß dauert in den meisten Fällen um die 10 bis 14 Tage. Hausmittel, die bei Prellungen verwendet werden können, sind zum Beispiel Quarkwickel oder Lehmpackungen.

Dauer der Krankschreibung

Die Dauer der Krankschreibung bei einer Fußprellung hängt von der Schwere der Verletzung und den Beschwerden ab. In der Regel sollten aber 2-3 Wochen in Betracht gezogen werden.

Alkoholmissbrauch: Ein gesellschaftliches Problem

Als im 18. Jahrhundert französischer Weinbrand knapp wird, brennen die Briten selbst. Vor allem in London fließt billiger Gin Strömen - und lässt die Sitten verrohen. Vielleicht ist es die Verzweiflung, die Armut, die Judith Dufour an diesem Tag zum Alkohol treibt. Gemeinsam mit einer Bekannten fängt sie noch vor Sonnenuntergang an, sich zu betrinken.

Lesen Sie auch: Liste der Kampfspiele für PC

Rechtsextremismus und Kampfsport: Eine gefährliche Verbindung

Denn extrem rechte Hooligans haben die Welt des Kampfsportes für sich entdeckt. Dabei gestaltet sich diese für Außenstehende sehr unübersichtlich. Dies liegt zum einen daran, dass Kampfsport der Oberbegriff für eine Vielzahl an Disziplinen - vom klassischen Boxen über Karate bis hin zu Taekwondo - ist und diese sich unterschiedlich organisieren.

Jedoch sind nicht alle Kampfsportarten gleichermaßen interessant für extrem rechte Hooligans. Im Judo beispielsweise finden sie sich kaum, sondern eher in den Disziplinen, die dem Straßenkampf technisch am nähesten kommen: Mixed-Martial-Arts verbindet Stand- und Bodenkampf, verschiedene Schlag-, Tritt-, Griff- und Wurftechniken.

Dessen Chef, Sebastian Raack, ist gut in der Hooliganszene vernetzt und verdient sein Geld mit dem Vertrieb extrem rechter Musik sowie von Kampfsportkleidung. Denn gemeinsam mit einer Reihe an europaweiten, extrem rechten Marken vertreibt Greifvogel seine Ware u.a. über den Internetversand 2yt4u. Das Kürzel steht für die Lautsprache des englischen Slogans „Too White For You“ (dt. „Zu weiß für dich“).

So hat sich ein europaweites Geschäftsnetzwerk extrem rechter, professionalisierter Gewalt gebildet. Zumal die Verbindungen über den reinen Internetversand hinausgehen. Denn die Labels treten auch als Sponsoren und Veranstalter von extrem rechten Kampfsportturnieren auf. Auch auf dem deutschen Markt ist das Netzwerk aktiv und sponsert das extrem rechte Kampfsportevent „Kampf der Nibelungen“ (KdN), auf dem Kämpfe in MMA, Boxen und Kickboxen stattfinden.

Im Zentrum der Veranstaltung und seiner Kämpfer stehen derweil ein faschistisches Körperideal, Werte wie Härte und Selbstdisziplin sowie die Feindschaft zum demokratischen System.

Mit seiner Mischung aus modernen Wehrsportübungen, internationalen Netzwerken und neofaschistischer Eventkultur steht kaum jemand derart symbolisch für die Professionalisierung rechter Gewalt wie er: Nikitin ist eine zentrale Schlüsselfigur der europaweiten Netzwerke aus extrem rechten Politaktivisten und Hooligans.

Neben gewaltaffinen Spektren der Fußballfanszenen und rechter Musikkultur haben sich Teile der Kampfsportwelt zum dritten Standbein einer erlebnisorientierten Rekrutierung der extrem rechten Szene entwickelt. Dabei geht die Kommerzialisierung des Kampfsportes in der extremen Rechten Hand in Hand mit der Professionalisierung des rechten Hooliganismus.