Wer aus einem Sportverein austreten möchte, muss die Mitgliedschaft per Kündigung beenden. Dabei ist es wichtig, dass alle relevanten Informationen enthalten sind und die vorgegebenen Fristen eingehalten werden. Sonst kann es passieren, dass die Mitgliedsbeiträge länger als gewünscht gezahlt werden müssen oder es Probleme beim Wechsel zu einem neuen Verein gibt.
Grundlagen der Kündigung im Sportverein
Unter welchen Bedingungen Mitglieder eines Sportvereins kündigen können, muss in der Satzung des Vereins geregelt sein. Das legt § 58 BGB fest. Bei der Ausgestaltung der Kündigungsregeln und -fristen haben die Vereine viel Spielraum. Durch den Gesetzgeber ist lediglich vorgeschrieben, dass die Kündigungsmodalitäten festgelegt werden müssen - und dass alle Mitglieder eines Vereins die Möglichkeit haben, ihre Mitgliedschaft zu kündigen. Es gibt keine Zwangsmitgliedschaft und damit keine Option für einen Sportverein, den Mitgliedern den Austritt zu verbieten.
Es ist für Sportvereine empfehlenswert, in der Satzung festzulegen, dass die Kündigung der Vereinsmitgliedschaft schriftlich erfolgen muss. Ist auch eine mündliche Kündigung möglich, kann es später Differenzen darüber geben, wann in einer Streitsituation tatsächlich eine Kündigung ausgesprochen wurde und ob bzw. Wer eine Kündigung im Sportverein einreichen will, sollte das also schriftlich tun.
Kündigungsfristen und -bedingungen
Wie bereits erwähnt, sollte die Kündigungsfrist in der Satzung des Sportvereins enthalten sein. Hierbei gilt die gesetzliche Vorgabe, dass die Kündigungsfrist maximal zwei Jahre betragen darf - das regelt § 39 BGB. Ist in der Satzung eine längere Kündigungsfrist vorgegeben, ist das also unzulässig. Zu welchem Datum die Kündigung möglich ist, kann der Sportverein jedoch individuell entscheiden. Häufig ist der 31. Dezember und damit das Jahresende als mögliches Kündigungsdatum angegeben, es können aber auch weitere Stichtage genannt werden.
Zusätzlich zur fristgemäßen und ordentlichen Kündigung haben Mitglieder die Möglichkeit, außerordentlich zu kündigen - wenn es Gründe gibt, die das Fortbestehen der Mitgliedschaft für sie unzumutbar machen. Beispiele dafür sind der Umzug des Mitglieds, eine langfristige Erkrankung oder eine deutliche Erhöhung der Mitgliedsbeiträge.
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Was tun bei Unklarheiten?
Sie haben Fragen zu Ihrer Sportverein Kündigung? Kontaktieren Sie die Mitgliederverwaltung oder den Vorstand direkt. Oft können sich so offene Fragen schnell erledigen und Ungewissheiten werden beseitigt.
Das Kündigungsschreiben: Inhalt und Form
Die Kündigung im Sportverein sollte neben Angaben zum Mitglied (Name, Adresse, Mitgliedsnummer) und zum Verein (offizieller Name, Adresse) die Information enthalten, dass die Mitgliedschaft beendet werden soll - inklusive Angabe des Zeitpunktes. Auch die Einzugsermächtigung für die Zahlung der Beiträge sollte gestoppt werden. Es ist ratsam, um eine schriftliche Bestätigung der Kündigung zu bitten.
Vor der Formulierung hilft ein Blick in die Satzung, um sicherzugehen, dass alle erforderlichen Angaben enthalten sind. Falls der Sportverein die Mitgliedsbeiträge per Lastschriftmandat einzieht, ist es ratsam, im Kündigungsschreiben direkt die Einzugsermächtigung zu stoppen.
Vorlage für ein Kündigungsschreiben
Passen Sie lediglich die Angaben in eckigen Klammern [ ] an, um das Kündigungsschreiben für den Karateverein auszufüllen und Ihren Bedürfnissen anzupassen.
- Absenderinformationen
- Empfängerinformationen
- Betreffzeile
- Einleitung
- Mitgliedsnummer und Eintrittsdatum
- Kündigungsgrund (optional)
- Bitte um Bestätigung
- Hinweis zu Mitgliedsbeiträgen und Rückgabe
- Abschließende Erklärung
Ein Beispiel für eine Formulierung könnte sein:
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hiermit möchte ich meine Mitgliedschaft im {Clubname einsetzen} fristgemäß zum nächstmöglichen Termin kündigen. Bitte senden Sie mir eine Bestätigung meiner Kündigung innerhalb von 14 Tagen nach erhalt zu . leider kann ich nicht mehr karate gehen, da es mir mit der schule zu viel wird.
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Es ist keine Anmeldung notwendig.
Besonderheiten bei der Kündigung
Nicht nur das Mitglied kann die Mitgliedschaft im Sportverein kündigen, auch der Verein selbst kann einzelne Mitglieder aus dem Verein ausschließen. Hierzu gibt es keine gesetzliche Regelung, allerdings kann jeder Verein in seiner Satzung Voraussetzungen für einen Vereinsausschluss festlegen. Hier sollten mögliche Gründe für einen Ausschluss klar geregelt sein, um Streitigkeiten vorzubeugen und im Ernstfall Klarheit zu schaffen.
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Solange eine Person Mitglied in einem Sportverein ist, kann sie die Angebote des Vereins vollständig nutzen. Das schließt auch die Teilnahme an Trainings, Wettkämpfen oder Mitgliederversammlungen ein.
Die Kündigung eines Sportvereins läuft nicht immer reibungslos ab - vor allem, wenn sie außerordentlich ausgesprochen wird oder wenn der Verein großes Interesse daran hat, das Vereinsmitglied zu halten und weiter von dessen Leistungen bei Wettkämpfen oder Spielen zu profitieren und versucht, die Kündigung abzuwenden.
