Die Ultimate Fighting Championship (UFC) erfreut sich auch in Deutschland sehr großer Beliebtheit und ist die Königsklasse im Mixed Martial Arts.
UFC in Deutschland
Die UFC hat hierzulande seit jeher einen schweren Stand. Ein strenger Jugendschutz sowie heftige Kritik an den sogenannten "Mixed Martial Arts" - von Politikern, Medien und manchen Teilen der Bevölkerung - erschwerten den amerikanischen Kampfsport-Veranstaltern den Zugang zum deutschen Markt.
Der Mixed-Martial-Arts-Sport wird jedoch von Jahr zu Jahr beliebter und mit ihm auch die UFC. Der Mainstream befindet sich in Reichweite, denn heutzutage berichten immer mehr Sport- und Online-Medien über den Marktführer in Sachen MMA.
Die Anfänge der UFC im deutschen TV
In den ersten elf Jahren nach der Gründung der UFC kamen deutsche Kampfsport-Fans nur über VHS-Kassetten aus dem Ausland in den Genuss hochklassiger MMA-Kämpfe. Am 31. Januar 2004 übertrug der Bezahlsender Premiere erstmals ein UFC-Event live: UFC 46 mit dem WM-Kampf der lebenden Legenden Randy Couture und Vitor Belfort.
Nur zwei Jahre später nahm Premiere die UFC-Events nach fehlgeschlagenen Verhandlungen mit der UFC aus dem Programm. UFC 57 war am 4.
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Der erste deutsche UFC-Fighter
Während die hiesigen UFC-Fans in die Röhre guckten, kämpfte Dennis Siver, ein Landesmeister im Kickboxen, als erster Deutscher in der UFC. Am 21. April 2007 feierte der Mannheimer bei UFC 70 sein Octagon-Debüt. Neun Jahre später ist er immer noch ein Teil der UFC: 20 Kämpfe hat er bislang für die Organisation bestritten.
Erst letztes Jahr hatte Siver die bedeutende Chance, gegen den Superstar Conor McGregor anzutreten - im Hauptkampf der UFC Fight Night in Boston. Siver verlor die Begegnung vorzeitig, doch mit seinem professionellen Auftreten gegenüber dem provokanten Iren verdiente er sich den Respekt der Fans.
UFC debütiert in Deutschland
2009 sollte das Jahr werden, in dem der UFC in Deutschland der Durchbruch gelingt. Im März begann das DSF, drei UFC-Formate auszustrahlen: die Reality-Show "The Ultimate Fighter", die Highlight-Sendung "UFC Unleashed" sowie unter dem Namen "UFC Fight Night" die eigentlichen Events - jeden Samstag ab 23 Uhr.
Der TV-Vertrag war die Basis für das Live-Debüt. Trotz heftigen Gegenwinds von Politik und Medien organisierte die UFC am 13. Juni 2009 ihre erste Veranstaltung auf deutschem Boden: UFC 99 in Köln. Fast 13.000 Zuschauer jubelten den MMA-Legenden Rich Franklin und Wanderlei Silva zu, die den Hauptkampf bestritten.
BLM verbietet UFC-Formate
Die Freude über UFC-Sendungen im deutschen TV währte nicht lange. Die für das DSF zuständigen Medienwächter der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) verboten im März 2010 nach erneuter Prüfung genau die UFC-Formate, gegen die sie ein Jahr zuvor nichts einzuwenden hatten. Auf das TV-Verbot reagierte die UFC mit einer "Jetzt erst recht"-Einstellung. Bereits am 13. November 2010, nur wenige Monate nach dem TV-Verbot, kehrte die UFC mit einem Live-Event zurück: UFC 122 in Oberhausen. Trotz minimaler Werbung fanden über 8.000 Zuschauer den Weg in die Halle. Dennis Siver erzielte im Co-Hauptkampf gegen den Engländer Andre Winner einen der größten Siege seiner Laufbahn.
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Die UFC Fight Nights in Berlin
Nach UFC 122 konzentrierte sich die UFC zunächst auf leichter zugängliche Märkte, während sie versuchte, Klarheit vor Gericht zu schaffen. Fast vier Jahre dauerte es bis zu ihrem Comeback in Deutschland. Am 31. Mai 2014 fand in Berlin eine UFC Fight Night statt, bei der die deutschen Starter Nick Hein und Peter Sobotta mit Punktsiegen überzeugten.
Nur 13 Monate später, am 20. Juni 2015, richtete die UFC bei der zweiten UFC Fight Night in Berlin ihren ersten WM-Kampf in Kontinentaleuropa aus. Joanna Jedrzejczyk, die polnische Weltmeisterin im Strohgewicht, verteidigte ihren Titel im Hauptkampf des Events gegen Jessica Penne - und die Lokalmatadore Hein und Sobotta fuhren erneut Siege ein. Bei der UFC Fight Night in Hamburg wollen die beiden Deutschen die Zuschauer wieder von den Sitzen reißen.
UFC auf ran FIGHTING
Seit Dezember 2015 ist die UFC auf ran FIGHTING zu sehen, einem Web-TV-Angebot von ProSiebenSat.1. ranFIGHTING.de überträgt die Hauptprogramme aller PPV-Veranstaltungen sowie ausgewählter UFC Fight Nights aus Europa und den USA.
Ihre nächste Veranstaltung auf deutschem Boden, die am 3. September in Hamburg stattfindet, ist seit Wochen ausverkauft. Die UFC Fight Night in Hamburg ist seit Wochen ausverkauft - ein Beweis für den wachsenden Erfolg des Kampfsport-Giganten aus Las Vegas. Am Kampfabend werden mehr als 10.000 Zuschauer in der Hansestadt erwartet.
Der TV-Sender ProSieben MAXX strahlt die Highlights in der Nacht zum 4. September ab 1:00 Uhr aus. Somit ist die UFC erstmals seit fünf Jahren wieder im deutschen Free TV zu sehen.
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Im Hauptkampf von UFC Hamburg treffen die ehemaligen Schwergewichts-Champions Andrei Arlovski und Josh Barnett aufeinander. Zuvor steigen die schwedischen Stars Alexander Gustafsson und Ilir Latifi ins Octagon. Für Deutschland treten die Veteranen Nick Hein und Peter Sobotta sowie die Neulinge Jarjis Danho und Jessin Ayari an.
Kommende UFC-Termine 2025
Der nächste UFC Kampf 2025 findet am Samstag, den 27. statt.
Am 28. September steigt die UFC Fight Night 260 mit dem Headliner Carlos Ulberg vs.
Beginn ist in der Nacht auf Sonntag (28.9.) um 4:00 Uhr deutscher Zeit.
Die beiden Protagonisten sind im Halbschwergewicht beheimatet.
Carlos Sao Murry Ulberg, 35-jähriger Neuseeländer, hat seinen letzten acht UFC-Fights allesamt gewonnen. Zuletzt gewann Ulberg im März dieses Jahres gegen Ex-Champion Jan Błachowicz nach Punkten.
Der nächste der UFC Termine 2025 ist der 4. Oktober.
Bei UFC 320 am 4. Oktober in Las Vegas (USA) steigt das Duell zwischen Magomed Ankalaev und Alex Pereira um die Krone im Halbschwergewicht.
Ankalaev vs. Pereira ist direkt der Rückkampf von ihrem ersten Aufeinandertreffen im März dieses Jahres.
Ankalaev ist seit 2018 in 14 Kämpfen unbesiegt und ist in Sportwetten Apps auch der große Favorit. In dieser Zeit holte er zwölf Siege bei einem Unentschieden und einer „No Contest“-Wertung.
Pereira hatte vor seiner Niederlage eine Serie von fünf Siegen hintereinander.
Am 11. Oktober findet in Rio de Janeiro die UFC Fight Night 261 statt.
Der Headliner kommt aus dem Leichtgewicht und lautet Charles Oliveira vs.
Charles Oliveira ist ein hoch dekorierter UFC-Veteran, der 2021 der Champion im Leichtgewicht war. Seit der Niederlage gegen Islam Makhachev im Oktober 2022 gab es für den 35-jährigen Brasilianer jedoch abwechselnd Höhen und Tiefen.
Rafael Fiziev hat nach drei Niederlagen in Folge zuletzt wieder in die Erfolgsspur gefunden.
Das Comeback von Conor McGregor sollte bei UFC 303 in Las Vegas (USA) am 29. Juni 2024 gegen Michael Chandler stattfinden. Aufgrund einer Verletzung konnte der Ire aber nicht antreten.
Nun wird sich das McGregor Comeback aber auf unbestimmte Zeit verzögern. Wann der Comeback-Kampf von McGregor vs. Chandler stattfindet, wurde noch nicht bekannt gegeben.
Übersicht der kommenden UFC-Kämpfe
| Duell | Gewichtsklasse |
|---|---|
| Magomed Ankalaev (c) vs. Alex Pereira | Halbschwergewicht |
| Merab Dvalishvili (c) vs. Cory Sandhagen | Bantamgewicht |
| Jiří Procházka vs. Khalil Rountree Jr. | Halbgewicht |
| Josh Emmett vs. Youssef Zalal | Federgewicht |
| Abusupiyan Magomedov vs. |
Mixed Martial Arts (MMA) hat sich in den vergangenen Jahren von einer Nischensportart zu einem weltweiten Spektakel entwickelt. Die Ultimate Fighting Championship (UFC) gilt dabei als führende Organisation und sorgt regelmäßig für ausverkaufte Arenen, Millionenpublikum und intensive Diskussionen in den sozialen Medien.
Gegründet in den 1990er-Jahren in den USA, ist die UFC längst ein globales Phänomen. Die Mischung aus Boxen, Ringen, Brazilian Jiu-Jitsu, Kickboxen und anderen Kampfkünsten macht MMA so abwechslungsreich und unvorhersehbar.
Offiziell wird die Fight Card traditionell erst wenige Wochen vor dem Event final veröffentlicht. Schon jetzt ist aber klar, dass mehrere Athleten mit internationalem Ruf im Oktagon stehen werden.
Im Fokus stehen dabei vor allem zwei Hauptkämpfe, die als „Main Events“ angekündigt wurden. Hier geht es nicht nur um sportliche Ehre, sondern häufig auch um Titelchancen oder die Platzierung in den Rankings.
Für die Athleten ist ein Auftritt bei UFC319 weit mehr als ein weiterer Kampf. Es geht um Karriereschübe, neue Sponsorenverträge und die Chance, sich auf internationaler Bühne zu beweisen. Viele Fighter bereiten sich monatelang auf einen solchen Abend vor. Training Camps, Sparringspartner und strenge Diäten gehören zum Alltag.
MMA lebt von seinen Fans. Schon Wochen vor UFC319 sind die sozialen Netzwerke voller Diskussionen über mögliche Matchups, Favoriten und Strategien. Für alle, die nicht vor Ort sein können, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das Event zu verfolgen - von klassischen TV-Übertragungen bis hin zu Livestreams.
UFC-Events sind längst auch ein Wirtschaftsfaktor. Austragungsorte profitieren von ausgebuchten Hotels, vollen Restaurants und internationaler Aufmerksamkeit. Auch für die Stadt, in der UFC319 stattfinden wird, bedeutet das Event eine enorme Reichweite.
Wie jeder große Sportverband bleibt auch die UFC nicht ohne Kritik. Immer wieder stehen Fragen zur Sicherheit der Kämpfer, zu Kampfentscheidungen oder zu Vertragsbedingungen im Raum. Dennoch zeigen die kontinuierlich steigenden Zuschauerzahlen, dass das Interesse an MMA ungebrochen ist.
Mit UFC319 erwartet Fans und Sportinteressierte ein weiteres Highlight im globalen Sportkalender. Das Event verspricht spannende Kämpfe, emotionale Momente und ein Spektakel, das weit über das Oktagon hinaus wirkt.
Wer die UFC seit Jahren begleitet, weiß: Jedes Event schreibt seine eigenen Geschichten - von überraschenden Knockouts über dramatische Wendungen bis hin zu epischen Comebacks. UFC319 wird hier keine Ausnahme sein.
Für die Kämpfer ist es eine Bühne, um sich sportlich und menschlich zu beweisen, für die Fans ein unvergessliches Erlebnis, und für die gesamte Organisation eine weitere Gelegenheit, den Stellenwert von MMA als ernstzunehmende Sportart weltweit zu festigen.
