Auch wenn es ungewöhnlich klingt, gibt es im Fußball einige Spieler, welche bestimmte Kampfkünste beherrschen. Das ist gar nicht so verkehrt, denn viele Fähigkeiten, die im Kampfsport wichtig sind, können auf den Fußball übertragen werden. Zudem hilft Kampfsport dabei Disziplin, zu erlernen und seine Kraft richtig einzuteilen.
Blickt man in die Vergangenheit einiger Fußballstars, findet man tatsächlich die Verbindung zum Kampfsport. Einer der prominentesten Fußballer mit Kampfsporterfahrung dürfte Zlatan Ibrahimovic sein.
Ibrahimovic und Taekwon-Do
Ibrahimovic erklärte immer wieder seine Liebe zu Mixed Martial Arts (MMA) und wurde immer wieder bei diversen Veranstaltungen angetroffen. Er selbst betreibt Taekwon-Do, wo er bereits den schwarzen Gürtel absolvierte. In Interviews betont der Schwede immer wieder, dass der Kampfsport für seine Disziplin und Beweglichkeit verantwortlich ist. Bei seiner Größe konnte der 1,95 Mann zudem seine Physis verbessern.
Interessanterweise gibt es auch Anekdoten über Zlatan und andere Kampfsportarten. Der ehemalige Milan-Angreifer Robinho hat eine lustige Anekdote aus seiner Zeit bei den Rossoneri zum Besten gegeben und verraten, dass Zlatan Ibrahimovic und Raubein Gennaro Gattuso sich einst in einem Jiu-Jitsu-Kampf duellierten. "In einer Trainingseinheit forderte er Gattuso zu einem Jiu-Jitsu-Kampf heraus", erinnerte sich der Brasilianer im Gespräch mit der spanischen Sportzeitung Marca. Er führte aus: "Auf der einen Seite der knallharte Verteidiger, der Martial Arts konnte, gegen Zlatan, der den schwarzen Gürtel im Judo hat. Wer gewonnen hat? Zlatan gewinnt immer."
Andere Fußballer mit Kampfsport-Erfahrung
Neben Ibrahimovic gibt es auch andere Beispiele für Fußballer mit Kampfsport-Erfahrung:
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- Chris Smalling kennen Fußballfans vermutlich bei seiner Zeit bei Manchester United, mit denen er zwei Meistertitel gewann. Mittlerweile ist Smalling bei dem AS Rom unter Vertrag. Als Jugendlicher betrieb Smalling Judo und wurde sogar National Champion in seiner Altersklasse. Nebenbei spielte er Fußball, wo er bereits früh als junges Talent gescoutet wurde.
- Boudewijn Zenden ist ein weiteres positives Beispiel wie gut Kampfkunst und fußballerisches-Können funktioniert haben. Der Niederländer besitzt den schwarzen Gürtel im Judo und probierte während seiner Zeit beim FC Barcelona immer wieder neue Techniken bei seinen Teamkollegen aus, wie diese berichteten.
- Zuletzt dürfen wir aber nicht den Franzosen Bixente Lizarazu vergessen, welcher zwischen 1992 und 2004 für die französische Nationalmannschaft spielte. Nach seiner Fußballkarriere verfolgte er sein Hobby Jiu-Jitsu weiter und wurde 2009 sogar Europameister in der Klasse Blue Belt Senior 1.
Vorteile von Kampfsport für Fußballer
Wie die Beispiele einiger Fußballlegenden zeigen, ist es für Fußballer nicht unklug, Kampfsport in ihr Training zu integrieren. Dadurch können den Athleten einige Vorteile gegenüber ihren Gegenspielern entstehen.
Zum einen fordert Kampfsport eine hohe Disziplin und Ausdauer. Diese werden benötigen die Spieler auch auf dem Platz, um sich nicht von Rückschlägen aus dem Konzept bringen zu lassen und einen kühlen Kopf zu bewahren. Zum anderen fördern Judo, Taekwon-Do oder Jiu-Jitsu aber auch die Sportlichkeit. Durch wiederholte Abfolgen von Bewegungen verbessern die Spieler ihre Beweglichkeit und gleichzeitig ihre Stärke. Diese kann auf dem Platz entscheiden sein. Zuletzt reduziert Kampfsport aber auch das Verletzungsrisiko, da die Spieler bereits in den ersten Stunden beigebracht bekommen, wie man sich richtig abrollt und fallen lässt.
Kampfsport als Teil des Trainings?
Natürlich klingt es nun relativ einfach, dass den Fußballspielern zusätzlich neue Trainingseinheiten auferlegt werden, in denen Kampfsport geübt wird. Zusätzliche Kampfsporttrainings könnten daher zu Ermüdung der Spieler führen.
Einige prominente Beispiele zeigen, dass es vielleicht Zeit für eine Neuausrichtung des Trainings für Fußballer geben sollte. Kampfsportarten können Spielern dabei helfen, eine hohe Disziplin zu entwickeln, welche ihnen im Training und Spiel helfen kann. So sinkt das Verletzungsrisiko, was nicht nur im Sinne des Trainers, sondern auch der Spieler sein dürfte.
Zusammenfassung der Vorteile
| Vorteil | Beschreibung |
|---|---|
| Disziplin und Ausdauer | Hilft Spielern, sich von Rückschlägen nicht aus dem Konzept bringen zu lassen und einen kühlen Kopf zu bewahren. |
| Sportlichkeit | Verbessert Beweglichkeit und Stärke durch wiederholte Bewegungsabfolgen. |
| Reduziertes Verletzungsrisiko | Spieler lernen, sich richtig abzurollen und fallen zu lassen. |
Ein Hintergrund im Kampfsport kann auch für Fans von Sportwetten eine interessante Information sein. Bei einigen Wettanbietern kannst Du beispielsweise auf Zweikämpfe von Spielern tippen. Wettfans sind immer auf der Suche, nach Informationen, welche die Buchmacher nicht unbedingt einbeziehen. Wettanbieter mit deutscher Lizenz haben seltene Wettmärkte wie Zweikampfwetten zwar nicht im Programm.
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