Karate Shotokan Kata Reihenfolge

Kata ist neben Kihon und Kumite eine der drei Säulen des Karate und bedeutet soviel wie Form, Modell, Standard. Dies ist rein äußerlich gesehen eine festgelegte Abfolge von Techniken. Bei Kata handelt es sich um überlieferte Übungsformen, in denen ein Kämpfer einer fest vorgegebenen Abfolge von Techniken und Schritten folgt und damit einen "imaginären" Kampf gegen einen oder mehrere Gegner führt.

Kampfkunst wurde immer mündlich und durch praktische Anleitung weitergegeben; oftmals im Geheimen. Daher fertigte man keinerlei schriftliche Aufzeichnungen an. Stattdessen entwickelte jeder Meister seine persönliche Kata, die die Essenz seiner Lehre darstellt und komprimierte. enthält die Erfahrungen der alten Meister unserer Kampfkunst.

Die Anzahl der Shotokan-Kata wird unterschiedlich benannt. Die Namen der Kata wurden von G. Funakoshi vom Okinawa-Dialekt in die japanische Aussprache übersetzt. sondern es werden weiterhin die chinesischen Namen verwendet. bekannt zu machen.

Zum Verständnis der Abläufe aller Shotokan-Katas einschließlich Erklärungen empfehlen wir die Illustrationen von Alfred Heubeck.

In einer Kata werden Einzeltechniken nach einem definierten Ablauf ausgeführt. Die Kata ist ein Kampf gegen imaginäre Gegner*innen und als solche mehr als die Summe ihrer Techniken. Durch das Üben werden Bewegungsmuster eingeprägt, z.B. Die Bedeutung der Elemente ist mangels Aufzeichnungen zum Teil verloren, daher ist die Auflösung oft Auslegungssache und führt zu unterschiedlichen Erklärungen. Versteckte, bekannte Elemente werden den Schüler*innen für gewöhnlich ab einer bestimmten Stufe von der Meister*in erklärt. Das führt zuweilen auch zu einer gewissen Mystifizierung. Andere, nicht dokumentierte Elemente lassen sich auch durch die Betrachtung verwandter Kampfkünste isolieren und erklären, z.B.

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Man kann Kata „abspulen“, man lernt Bewegung und Rhythmus auswendig und führt die Abfolge der Bewegungen dann auf. Aber um eine Kata zu verstehen, braucht es mehr und langjährige Analysen und Versuche. Am Besten wählst Du Deine Lieblingskata aus, die Du dann 12 Monate lang unter neuen Bedingungen lernst. Als Arbeitsgrundlage solltest Du über ein Katabuch verfügen, denn es wird so Einiges geben, was Du recherchieren willst.

Zu den einzelnen Kata ist jeweils (mit Ausnahme der Taikyoku Kata) ein kleines mpeg Video vorhanden. Zu jeder Form gibt es ein Bild mit Ablauf und Embusen. Bilder mit freundlicher Genehmigung von Fiore Tartaglia Verlag Spectra. Jede Kata trägt einen eigenen Namen. Zuweilen lässt sich von diesem Namen die Art der Ausführung ableiten (dai = groß, sho = klein), oder man erhält einen Hinweis auf eine besonders hervorgehobene Technik. Den Namen, seine Bedeutung, die verwendeten Schriftzeichen und deren Übersetzung sollte man sich einprägen um ein besseres Verständnis für die Kata zu erreichen.

Die Techniken und deren Reihenfolge sind festgelegt, das gilt auch für die Blickwendung. Zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort, mit der richtigen Technik, hierbei spielt der Blick eine große Rolle. Nur das, was wir gut sehen und erkennen können wir auch gezielt treffen. Das bedeutet, den Blick auch auf die nicht sichtbare Gegner*in zu richten und diese gezielt zu treffen.

Wie im Karate üblich wird vor und nach Ausführung der Kata an- bzw. abgegrüßt. Die auszuführende Kata wird zuvor mindestens vom Karateka selber angesagt. Im Shotokan wird in der Grundstellung Shizentai begonnen. Der Zeitpunkt zur Ansage kann variieren (z. B. Tekki …, Bassai …: es wird erst eine andere Stellung eingenommen). Die Kata endet an der Stelle wo sie begonnen wurde, zumindest sollte man versuchen, den Ausgangspunkt nach Ausführung aller Techniken wieder zu erreichen.

So bezeichnet man die Gesamtheit „der imaginären Linien“ auf denen man sich im Zuge der Ausführung bewegt. Man spricht auch vom Schrittdiagramm. Als zentrales Element des Karate, hat die Atmung überragende Bedeutung. Ihr Einsatz bestimmt maßgeblich, ob die Ausführung ihrer Bestimmung nahe kommt. Die Verbindung von Atmung und Technik und ihre Ausprägung sind in der Kata formalisiert und beeinflussen direkt die Technik. Besondere Stellen werden durch einen Kiai hervorgehoben. Technik und Atmung werden hier zu intensiver Kraftentfaltung bei maximaler Konzentration verbunden.

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Spannung - Entspannung, nutzten Karateka ihr Kime, spannt er zum Zeitpunkt der auftreffenden Technik die gesamte Muskulatur extrem an um sie sogleich wieder zu lösen. Kime hängt maßgeblich von der richtigen Atmung ab. Die einzelnen Techniken im Ablauf werden nicht nahtlos aneinandergereiht. Vielmehr sind sie im richtigen zeitlichen Zusammenhang auszuführen, dieser Zusammenhang wird besonders bei Betrachtung der praktischen Anwendung deutlich. So müssen z. B. Technik, Fähigkeiten im Kampf und unbewusste Reaktion auf Angriffe bedürfen ständiger Wiederholung einer Kata. Ein*e Karateka muss bereit sein für den Kampf, das muss auch in der Kata sichtbar werden. In den letzten Jahren werden bei dem Versuch, das Karate zu vermarkten, Karateka in artistischen Aufführungen schaustellerisch durch die Luft katapultiert.

Kata Reihenfolge

Die Kata sind in Gruppen unterteilt, die dem Fortschritt des Schülers entsprechen:

  1. 1. Gruppe: bis 1. Dan
    • Taikyoku Shodan
    • Heian Shodan (Nr. 1)
    • Heian Nidan (Nr. 2)
    • Heian Sandan (Nr. 3)
    • Heian Yondan (Nr. 4)
    • Heian Godan (Nr. 5)
    • Tekki Shodan (Nr. 1)
    • Bassai-Dai
    • Jion
    • Empi
    • Kanku-Dai
    • Hangetsu
  2. 2. Gruppe: Schwarzgurte
    • Tekki Nidan (Nr. 2)
    • Jitte
    • Gangaku
    • Sochin
    • Nijushiho
    • Chinte
  3. 3. Gruppe: zusätzliche Kata für Schwarzgurte
    • Tekki Sandan (Nr. 3)
    • Bassai Sho
    • Kanku-Sho
    • Ji’in
    • Meikyo
    • Wankan
    • Unsu
    • Gojushio-Sho
    • Gojushio-Dai

Beschreibung einiger Kata

Heian Kata

Die Heian-Kata’s sind eine Gruppe von fünf Kata’s, die die wichtigsten Bewegungsprinzipien und Grundtechniken des Shotokan-Karate enthalten. Diese Kata ist keine eigentliche Heian Kata. Sie wurde als Vereinfachung aus der Kata Heian Shodan entwickelt und wird als erste Kata vermittelt. Sie dient dazu die Schüler in das Wesen einer Kata einzuführen. Die erste Heian Kata. Sie enthält die zwei Grundstellungen Zenkutsu-Dachi und Kokutsu-Dachi. Sie schult hauptsächlich die Abwehrtechniken (Uke) Gedan-Barai, Age-Uke und Shuto-Uke und beginnt mit Zenkutsu-Dachi. Die Schrittfolgen der Kata ähnelt der Heian-Shodan. Das wichtigste Merkmal der Heian-Nidan sind die Gyaku-Techniken. Auch kommen hier erstmals Fußtechniken wie Yoko-geri-keage und Mae-geri zum Einsatz. In dieser Kata wird die Grundstellung Kiba-dachi erstmalig gezeigt und eine erste doppelte Abwehrtechnik. Hier werden auch die ersten Fußabwehrtechniken demonstriert, einmal den Hiza Geri oder den Mikazuki Geri uke. Sie dient auch als Basis für die späteren Tekki-Kata’s.

Heian Shodan oder auch Pinan Nidan (bestehend aus den Wortteilen Friede und anfängliche Stufe, bzw. zweite Stufe ist der Name einer Kata (eines stilisierten Kampfes gegen imaginäre Gegner) der japanischen Kampfkunst Karate, die die erste, bzw. Heian Nidan (Friede, zweite Stufe) ist eine Kata in der japanischen bzw. okinawanischen Kampfkunst Karate. Sie ist die zweite der Heian-Katas bzw. unter ihrem älteren Namen Pinan Shodan (anfängliche Stufe) die erste der Pinan-Reihe. Der Karateka erlernt sie direkt nach Heian Shodan (Pinan Nidan). Ursprünglich war diese Kata die erste der Reihe, Funakoshi Gichin änderte jedoch die Reihenfolge, weil sie im Vergleich zur Heian Shodan schwieriger zu erlernen ist.

Heian Sandan ist eine Kata im Shōtōkan (Karate), die von den Karateka direkt nach Heian Nidan gelernt wird. Ihr älterer Name, unter dem sie auch noch in einigen anderen Stilrichtungen geführt wird, ist Pinan Sandan. Heian Yondan ist die Vierte der Heian-Kata’s. Ihre Eröffnung ähnelt der Heian Nidan. Sie wird durch verschiedene doppelte Abwehrformen gekennzeichnet. Die Kata ist Bestandteil der Prüfung zum 5.Kyu (1.

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Heian Yondan ist die vierte Kata der Heian-Gruppe im Shotokan-Karate. Der Karateka führt sie bei der Prüfung zum 5. Kyu (1. Violettgurt bzw. Blaugurt) vor. Ihr Ablauf ist durch eine große Dynamik gekennzeichnet, durch das Studium der doppelten Abwehrformen und den Gebrauch von Fußtechniken. Wahrscheinlich wurde sie aus der Kankû entwickelt.

Heian Godan ist die fünfte und letzte Kata der Heian-Gruppe. Der Karateka führt sie bei der Prüfung zum 4. Kyu (2. Violettgurt bzw. Blaugurt) vor.In ihr vereinigen sich mehrere Grundprinzipien des Karate: Mizu nagare-gamae stellt ein bedeutendes Prinzip der Abwehrtechniken dar, wechselnde Abwehrformen zwischen Gedan, Jodan und Chudan, Ergreifen des gegnerischen Arms und Kontern, Kontertechnik mit Blickwechsel, Vermeiden eines Angriffs durch einen Sprung, Abwehren und Kontern (Tai-sabaki) mit Nagashi-Techniken, die klassische Kamaekata Manji-gamae und so weiter. Durch die Vielfalt der Techniken lehrt diese Kata bereits einen umfangreichen Kampfstil. Gleichzeitig stellt ihre Ausführung jedoch hohe Ansprüche an Rhythmus und Timing. Die Kata kombiniert abwechselnd schnell aufeinander folgende Bewegungen mit schnell ausgeführten Techniken. Sie ist die letzte und umfangreichste der Heian-Kata’s und enthält eine Vielzahl der erlernten Grundtechniken. Als außergewöhnliches Element enthält Sie eine Sprungtechnik. Die Kata ist Bestandteil der Prüfung zum 4.Kyu (2.

Tekki Kata

Die Tekki-Kata’s sind eine Gruppe von drei Kata’s - Tekki-Shodan, Tekki-Nidan und Tekki-Sandan. Ihr wichtigstes Merkmal ist die Stellung Kiba-dachi. Die Schrittreinfolgen der drei Kata’s verläuft seitwärts. Die Kata’s wurden von Itosu Anko aus der Naihanchi Kata entwickelt und in 3 Teile zerlegt um diese leichter zu vermitteln. Funakoshi hat den Namen der Katas später von Naihanchi in Tekki geändert.

Tekki bedeutet "Seitwärtskämpfen", "Eisenreiter" oder "Eisenpferd" und ist dem Shorei zuzuordnen. Der Schöpfer von Tekki Shodan war Meister Matsumura. Der Schöpfer von Tekki Nidan war Meister ltosu. Der Schöpfer von Tekki Sandan war Meister ltosu.

Bassai Dai

Bassai Dai (Passai, Patsai) ist der Name einer Karate-Kata. Sie gilt im Karate als eine der ältesten Kata. Bassai heißt übersetzt "die Mauer zerstören" oder "Erstürme die Festung". Dementsprechend kraftvoll soll auch die Kata vorgeführt werden. Sie lässt sich auf die okinawanischen Tōde-Katas zurückführen. Man geht davon aus, dass sie in ihrer Urform bereits im späten 13. Jahrhundert durch chinesische Meister gelehrt wurde und in Folge der Handelsbeziehungen nach Okinawa kam. Heute ist nicht mehr feststellbar, wie weit die heutige Bassai Dai noch ihrem alten Ursprung entspricht.

Bassai Dai gehört zur Gruppe der Shorin-Kata, deren Trainingszweck es ist, die Schnelligkeit des Karateka zu verbessern. Hauptmerkmal der Kata ist, dass die einzelnen Techniken sehr schnell und kraftvoll ausgeübt werden. Sie enthält viele defensive Block- und Hebeltechniken und vergleichsweise wenige Beintechniken. Mit rund 40 Einzeltechniken ist Bassai Dai eine der längeren Katas. Trotzdem ist sie eine der Katas, die sowohl im Dōjō als auch auf Wettkämpfen sehr häufig ausgeführt werden.

Im Shotokan-Stil werden zwei Varianten der Bassai geübt: die Bassai Dai und die Bassai Sho. Das Suffix "dai" bedeutet "groß", und kennzeichnet somit die große Variante der Bassai, während das Suffix "sho" "klein" bedeutet und eine kleinere Variante der Bassai bezeichnen will. Bemerkenswert zur Bassai-Sho ist eine Entwaffnungstechnik gegen einen vertikalen Stockangriff, denn Entwaffnungstechniken kommen nicht in jeder Kata vor.

Empi

Empi ist eine der wichtigsten und ältesten Shotokan Kata. Empi bedeutet Flug der Schwalbe und war eine Namensgebung von Funakoshi Sensei in den 1930er Jahren als er alle chinesischen Kanji aus politischen Gründen änderte. Der Name bezieht sich auf das Embusen (Schrittdiagramm), da hier sehr viele abrupte Richtungswechsel mit einer ständigen Hüftverlagerung gefordert sind. Artverwandt einer Schwalbe, welche die Flughöhe sowie die Richtung im Flug schlagartig und permanent ändert.

Hangetsu

Hangetsu (Halbmond) ist eine Kata (ein stilisierter Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner) im Karate der Stilrichtung Shōtōkan, die aus 41 Einzeltechniken besteht.Die Kata wurde aus dem okinawanischen Naha-Te übernommen, wo sie unter dem sino-japanischen Namen Seisan aus China stammend praktiziert wurde.Den Namen Hangetsu, also Halbmond, erhielt sie vom Stilrichtungsbegründer Funakoshi Gichin, der mit dem Namen auf die gleichnamige Stellung der Füße hinweist, der in der Kata eine zentrale Rolle zukommt. Dabei werden die Füße circa 45 Grad nach innen gedreht und die Knie bei gleichzeitiger Außenspannung der Beinmuskulatur leicht nach innen gekippt.

Jion

Jion ist der Name einer Karate-Kata und bedeutet Shaolin oder Liebe und Güte. Sie gehört durch die phonetische Silbe "Ji" zur selben Gruppe wie Jiin und Jitte.Die Kata hat ihren Ursprung aus China und wurde von der Tomari-Region auf Okinawa ausgehend verbreitet. Man verbindet sie mit den Künsten des Shaolin weil,die zweite Bereitschaftsstellung der Jion identisch mit dem Gruß der Shaolin ist. Die Bezeichnung der Jion ist gleich der Shaolin, daher vermutet man das diese Kata ihren Ursprung dort haben könnte.(Ist aber leider nicht belegbar)Diese typische Shotokan Kata hat Meister Gusukuma (Meister Azatos) als Schöpfer. Sie ist eine der höheren Grundkata von mittlerer Schwierigkeit, muss zum 1. Dan beherrscht werden und besteht aus 46 Bewegungen.

Lernziel sind ruhige Bewegungen, die in ihrer Sanftheit Buddha entsprechen, aber im Inneren voll von geistiger Energie sind sowie elegant auch in Wendung und Wechsel. Ihre übung vermittelt die vollkommene Harmonie in der Bewegung, das Gleichgewicht des Geistes und führt zu einem direkten, wirkungsvollen Kampfstil. Typisch sind Yori Ashi und Drehung (Manji uke) mit Folgeabwehr in oberer, mittlerer und unterer Stufe.

Jitte

Jitte oder auch Jutte (Zehn Hände) ist eine Kata, d.h. einen stilisierten Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner, in der japanischen Kampfkunst Karatedō. Geübt wird diese Kata in den Stilen Shōtōkan und Shōtōkai, welche beide auf Funakoshi Gichin zurückzuführen sind.Der Begriff Jitte bezeichnet außerdem eine japanische Variante des Sai, einer gabelförmigen aus China stammenden Waffe, die zum Bereich des aus Okinawa stammenden Kobudō zählt.

Gankaku

Gankaku (Kranich auf dem Felsen) oder älter Chintō ist eine Kata, d. h. ein stilisierter Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner, in der japanischen Kampfkunst Karatedō.

Sochin

Sochin ist der Name einer Kata im Karate. Die Kata entstammt ursprünglich der Aragaki-Schule (Naha-Te), wurde jedoch im Laufe der Zeit oft geändert, so dass es heute verschiedene Versionen gibt. Der Name der Kata bedeutet "Stärke und Ruhe" oder (seltener) "Krieg und Frieden". Der Name impliziert bereits die ruhigen und kraftvoll, dynamischen Techniken.

In der Aragaki-Version der Sochin werden die Bewegungen meist aus der Stellung Sanchin-Dachi heraus ausgeführt.Die Shotokan-Version der Sochin wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts von Yoshitaka Funakoshi entwickelt und hat mit der Aragaki-Sochin nicht mehr viel gemeinsam. Der Stand ist hier meistens Sochin-Dachi (gelegentlich auch als Fudo-Dachi bezeichnet), eine Kraftstellung zwischen Zenkusu-Dachi und Kiba Dachi. Die Shotokan-Variante der Sochin ist sehr expressiv für typische Shotokan-Prinzipien.Besonders der Mittelteil der Kata (Mikazuki-Geri Jodan aus der Drehbewegung) erfordert ein sehr gutes Gleichgewichtsgefühl. Durch die allgemein sehr tiefen und kraftvollen Stellungen wirkt Sochin sehr stark und trainiert besonders die Beinmuskulatur.Der Legende nach soll die Kata Sochin auch "Die Kata des Alten Mannes" sein: Ein alter Mann lud einst Funakoshi Gichin ein, doch Meister Funakoshi war zu der Zeit beschäftigt, also schickt er seinen Sohn Gigo nach Okinawa. Der alte Mann war hocherfreut ob Gigos Besuch, verschloss Türen und Fensterläden, sodass niemand von außen in sein Haus hineinsehen konnte.

Meikyo

Meikyo (klarer Spiegel) ist eine Kata aus dem Shōtōkan-Karate.

Chinte

Chinte (Seltene Hand) ist eine Kata, d. h. ein stilisierter Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner, in der japanischen Kampfkunst Karatedō.

Nijushiho

Nijō«shiho (24 Schritte), auch Niseshi, ist eine Karate-Kata die im Shōtōkan und Shitō-Ryō« praktiziert wird. Nijō«shiho ist eine Kata der Niigaki-Schule, deren Ursprünge im chinesischen Baihequan (Weißer-Kranich-Stil) liegen. Sie wurde vom Kampfkunstmeister Aragaki Seisho, der in seiner Funktion als übersetzer für Chinesische Sprache des Ryukyu-Hofes oft nach China reiste, nach Okinawa gebracht.

Wankan

Wankan (japanisch für Königskrone) ist eine Kata - also ein stilisierter Kampf gegen imaginäre Gegner - im Karate. Sie wurde von Yoshitaka Funakoshi ins Shotokan-Karate eingeführt und ist mit 16 Bewegungen die kürzeste Kata dieser Stilrichtung.Ihr Ursprung liegt im Tomari-Te (Shō rei-Schule), einem Vorläufer des modernen Karate aus dem 19. Jahrhundert. Gichin Funakoshi nannte sie Matsukaze (æÂ¾é¢¨, "Pinienwind") sowie Hito (飛雲, "fliegende Wolke"). In dieser Kata wird nur ein Kiai gesetzt.

Unsu

Unsu (dt. Wolkenhand) ist eine Kata, d. h. ein stilisierter Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner, in der japanischen Kampfkunst Karatedō. Gelehrt wird sie sowohl in der Stilrichtung Shōtōkan, als auch im Shitō- und Shōrei-ryō«, wobei im Shitō-ryō« meist die Bezeichnung Unshu verwendet wird.In der auf Funakoshi Gichin zurückgehenden Stilrichtung Shōtōkan ist Unsu die höchstentwickelte Kata. Ihren Weg in diese Stile fand die Kata über Mabuni Kenwa, ein Freund Funakoshis, der ihn die Variante seines Shitō-ryō« lehrte. Die Kata wurde dann von Funakoshi an seinen Stil angepasst und gilt seitdem, obwohl sie mit 90 Sekunden Dauer nicht die längste Kata dieser Stile ist, als die Schwierigste.