Karate Schauspieler in den USA: Eine Übersicht

Seit seinen Anfangsjahren hat der Martial-Arts-Film eine ständige Wandlung durchlaufen und so viele verschiedene Ausprägungen hervorgebracht. Neben den verschiedenen kämpferischen Stilen, haben sich auch unterschiedliche Genres gebildet, die unter anderem echte Filmstars hervorgebracht haben. Viele von ihnen werdet Ihr kennen: Die besten Karate Kämpfer aus Wettkämpfen und Filmen. Wir stellen euch erfolgreiche weibliche und männliche Karatekas vor.

Historische Figuren des Karate

Ein weiterer wichtiger Name aus der Geschichte des Karate ist Itosu Ankō (auch Itosu Yasutsune). Er war der Lehrer des heute noch berühmten Funakoshi Gichin. Seiner Arbeit ist es hauptsächlich zu verdanken, dass Karate der Masse zugänglich gemacht werden konnte. Dafür entschärfte er viele Techniken der vorhandenen Kata und überarbeitete außerdem jene, welche wir heute als die grundlegenden Heian-Kata kennen.

Die Geschichte von Matsumura Sōkon ist nicht hundertprozentig nachweisbar. Sein genaues Geburtsjahr und Sterbedatum ist unbekannt, wobei verschiedene Angaben existieren. Tatsache ist, dass er seinerzeit als einzigartiger Karateka berühmt war und außergewöhnliche körperliche Fähigkeiten besaß. Er unterrichtete viele Schüler, welche später große Taten vollbrachten.

Moderne Karateka und Trainer

Bekannte Karateka sind meist auch selbst Trainer und haben bereits einen hohen Dan erreicht. Viele davon erreichen jedoch nicht die höchste Ausbildungsstufe, den 10. Dan.

Der erste Name, der Euch als deutschen Karateka durch den Kopf schießen sollte, ist Efthimios Karamitsos. Der geborene Grieche studierte Sportwissenschaft in Frankfurt und ist seit 1992 Bundestrainer für die Disziplin Kata.

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Der ehemalige Bundestrainer und 7. Dan Toni Dietl gründete 2007 das Karate Kollegium, welches heute als Kampfkunst Kollegium bekannt ist.

Der deutsche JKA-Karate Bund wurde 1993 von Hideo Ochi gegründet, welcher sich damit von den Werten des DKV distanzierte. Er glaubte, dass eine reine Ausbildung des Karatekas für den Wettkampf den traditionellen Werten des Karate im Weg stehe.

Außerdem führte er ein Punktesystem für den Wettkampf ein, welches an die Realität angepasst wurde, indem das Sammeln von Punkten entfällt.

Einer der weltweit bekanntesten Karateka unserer Zeit heißt Hirokazu Kanazawa. Während seines Studiums ließ er sich die Gelegenheit, unter Funakoshi Gichin (dem hochangesehenen Gründer des Shotokan) zu trainieren, nicht entgehen und stieg über die Jahre zu einer angesehenen Person im Karate auf.

1977 verließ er die JKA (Japan Karate Association) und Gründete seine eigene Organisation, die S.K.I., um ein eigenes Konzept durchzusetzen. Kanazawa ist seit 2002 Träger des 10. Dan und bekam außerdem den Budo-Ehrentitel „Hanshi“ verliehen, was soviel bedeutet wie „Vorbild“.

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Erfolgreiche Karateka Frauen

Es gibt seit Jahren erfolgreiche Frauen in Kampfsportarten, sei es Judo oder Karate. Die erste Goldmedaille für die Frauen bei einer Weltmeisterschaft holte Alexandra Witteborn bei der Weltmeisterschaft 2000 in München. Sie gewann den 1. Platz im Einzel.

Als eine der einflussreichsten Frauen solltet Ihr Nadine Joachim, geboren als Nadine Ziemer, kennen. Sie holte in ihrer aktiven Zeit diverse Goldmedaillen in der Kategorie Kumite, unter anderem bei den World Games 2005 in Duisburg. Außerdem ist sie ehemalige DKV-Trainerin und entwickelt in Kooperation mit Toni Dietl ein Konzept, das die Vermittlung von Karate an Kinder unter Zuhilfenahme von Musik vorsieht.

In Wettkämpfen der Kategorie Kata hat sich Jasmin Bleul inzwischen einen Namen gemacht. Die 1993 geborene Aschaffenburgerin gewann bereits diverse Titel bei deutschen und europäischen Meisterschaften. Ihr größter Erfolg war die Zugehörigkeit zu jenem Frauenteam, welches bei der Karate Weltmeisterschaft 2014 in Bremen den 1. Platz gewann.

Karateka im Film und Fernsehen

Die meisten, die nicht aktiv Karate ausüben, kennen bekannte Karateka aus Film und Fernsehen.

  • Chuck Norris: Berühmt für seinen Roundhouse-Kick, lernte hauptsächlich Taekwondo und Tang-Soo-Do, war aber auch in der Welt des Karate aktiv. Geboren: 10. März 1940.
  • Steven Seagal: Lebte 15 Jahre lang in Japan und lernte in dieser Zeit unter anderem Karate. Geboren 10. April 1952.
  • Jean-Claude Van Damme: Konnte zwar auf der Leinwand länger keine großen Erfolge mehr feiern, dafür stellt er aber eine Größe im Kampfsport dar. Geboren 18. Oktober 1960.
  • Bruce Lee: Der legendäre Bruce Lee, welcher im Alter von 32 Jahren starb, wird in Filmen (Karate Tiger) oft fälschlicherweise dem Karate zugesprochen, praktiziert aber in Wahrheit einen eigenen Kampfstil, welcher sich Jeet Kune Do nennt. Geboren: 27. November 1940 (Gestorben: 20. Juli 1973).

Weitere bekannte Martial-Arts-Schauspieler

Die fünf wohl größten und berühmtesten Martial-Arts-Schauspieler wollen wir euch zusammen mit ihren Filmen etwas näher vorstellen, auch wenn die meisten eigentlich keiner Vorstellung mehr bedürfen.

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  • Donnie Yen: Ist vor allem durch seine Rolle als Ip Man, Wing Chun-Meister und Lehrer des legendären Kämpfers Bruce Lee, bekannt geworden.
  • Jet Li: Mit Filmen wie „Meister der Shaolin“ und „Once Upon a Time in China“ gelangte er zu großem Ruhm und Ansehen in ganz Asien und konnte sich bereits früh eine breite Fangemeinde und einen regelrechten Kultstatus erarbeiten.
  • Tony Jaa: Wurde von Jackie Chan und Bruce Lee, die zu den frühen Größen des Kung Fu- und Martial-Arts-Films gehören, nicht nur zum Schauspielern, sondern auch zum Kampfsport inspiriert.
  • Jackie Chan: Zeichnet sich vor allem durch seine waghalsigen und atemberaubenden Stunts aus, die ihn von der Masse abheben und ihm nach einigen Startschwierigkeiten auch in den USA Erfolg versprechen.

Filme mit Martial-Arts-Bezug

Bruce Lee brach mit seinen Filmen, die er zusammen mit Golden Harvest in Hongkong produzierte, einen Einspielrekord nach dem nächsten.

Einige seiner Top-Filme sind:

  • Enter the Dragon (1973): Es ist einer der wenigen Filme, in denen Bruce Lee eine internationale Hauptrolle hatte und das Martial-Art-Genre auch in Hollywood und in der gesamten westlichen Welt bekannt machte.
  • Fist of Fury (1972): Nicht nur die spektakulären Kampf-Choreographien zeigen sich verantwortlich für den Erfolg des Films. Auch die thematische Kombination aus Stolz, Kampfkunst und chinesischer Kultur sorgte dafür, dass der Film insbesondere auch in der chinesischen Bevölkerung gut ankam.
  • The Way of the Dragon (1972): Im Film kämpft er sich durch die Stockwerke eines Turms in welchem in jedem Stockwerk ihn ein Meister unterschiedlicher Kampfsportarten erwartet.

Allerdings sind nicht nur die Herren der Schöpfung ganz groß im Kung Fu-Business unterwegs. Anfang der 2000er begann eine neue Welle von Filmen von China aus die Filmwelt im Sturm zu erobern. Anders als in den Filmen von Bruce Lee oder Jackie Chan setzen Filme wie „Hero“, „Tiger and Dragon“ oder „House of Flying Daggers“ auf starke weibliche Hauptrollen.

  • Kill Bill: Als Black Mamba kämpft sich Uma Thurman durch ein blutiges Meer der Rache und zielt dabei auf all jene ab, die zum Attentatskommando Tödliche Viper unter der Leitung von Bill gehören und ihr Leben zerstört haben.
  • Shang-High Noon: Der Film bringt den chinesischen Superstar Jackie Chan zusammen mit dem Amerikaner Owen Wilson vor die Kamera und verbindet das Genre des Eastern mit einem klassischen Western, also dem amerikanischen Film schlechthin.
  • Rush Hour: Jackie Chan kommt darin als Detektiv nach Amerika, um eine Entführung aufzuklären.
  • Kung Fu Hustle: Der Film von und mit Stephen Chow setzt statt auf eine ausgeklügelte Handlung eher auf Slapstick, originelle Charaktere sowie unterhaltsame Kampfszenarien.
Schauspieler Bekannte Filme Kampfstil
Bruce Lee Enter the Dragon, Fist of Fury Jeet Kune Do
Jackie Chan Police Story, Shang-High Noon Kung Fu
Jet Li Hero, Kiss of the Dragon Wushu
Donnie Yen Ip Man Wing Chun
Tony Jaa Ong-Bak Muay Thai