Karate Gürtelprüfung Gelb Anforderungen

Beim Karatetraining tragen die Teilnehmer Gürtel in unterschiedlichen Farben. Diese geben an, welchen Ausbildungsstand der Karateka bislang erreicht hat. Es existieren 9 Schülergrade und 10 Meistergrade, welche man durch das Ablegen einer Karate Prüfung erreichen kann.

Um aufzusteigen muss eine Prüfung absolviert werden, darin werden Techniken, Trainingsabfolgen abgefragt bzw. demonstriert.

Im Wesentlichen hat der Gürtel (jap. Obi) zwei Funktionen. Der Karategürtel ist nicht nur das schließende Element des Karateanzugs, sondern signalisiert auch euren Kenntnisstand über die Kampfsportart.

Die Gürtelfarben im Karate

Es gibt die folgenden Farben, aufsteigend nach dem Grad angeordnet:

  • weiß
  • gelb
  • orange
  • grün
  • blau
  • violett (je nach Verband und Dojo werden blau und violett auch gleichwertig verwendet)
  • braun
  • schwarz
  • weiß-rot (nur 10. Dan)

Die Prüfung zum Gelbgurt (8. Kyū)

Die meisten von Euch werden mit der Prüfung zum Gelbgurt, dem 8. Kyū, beginnen. Über den gelben Gürtel heißt es in Japan “Der Schnee schmilzt, die gefrorene Erde leuchtet gelb”. Die gelbe Farbe steht für die Sonne.

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Inhalte der Prüfung

Hier erwarten Euch einige Einzeltechniken sowie eine neue Fußposition im Kihon und die Kata Heian Shodan. Das Kumite bleibt unverändert.

Im Kumite sind die kontrollierte Ausführung der Techniken und die richtige Distanz beider Partner besonders zu beachten.

Details zu den Prüfungsinhalten

Die Karate Prüfung zum Gelbgurt, dem 8. Kyū, enthält folgende Elemente:

  • Kihon: Einzeltechniken und eine neue Fußposition
  • Kata: Heian Shodan
  • Kumite: Unverändert im Vergleich zur vorherigen Prüfung

Wichtige Aspekte

Prüfer und Prüfling achten dabei auf sichere Stände, korrekte Techniken und Ausholbewegungen. Die aufrechte Haltung des Oberkörpers ist ein wichtiges Merkmal.

Weitere Informationen zum Karategürtel

Material und Haltbarkeit

In der Regel sind die Karategürtel aus reiner Baumwolle gefertigt, können in einigen Fällen allerdings auch Seide beinhalten. Für die Haltbarkeit macht das keinen Unterschied, da dem Gürtel während des Karatetrainings keine große Belastung zukommt.

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Preisunterschiede

Preislich gibt es sehr große Unterschiede, wobei die günstige Variante für den Anfänger vollends ausreicht. Oftmals kaufen sich erst Schwarzgurte einen hochwertigen Gürtel, da sie diesen in der Regel für eine sehr lange Zeit tragen.

Wettkampfvorschriften

Eine Besonderheit bildet die Teilnahme an Wettkämpfen, da der jeweilige Veranstalter hier eventuell spezielle Vorschriften hat. Für die Teilnahme an WKF Turnieren beispielsweise bieten die Shops gesonderte Karategürtel an, welche auf deren Anforderungen zugeschnitten sind.

Individualisierung

Diverse Shops bieten die Möglichkeit, natürlich gegen Aufpreis, persönliche Schriften, Zeichen oder sogar Bilder auf den Gürtel aufzusticken. Hier bestimmt in der Regel die Menge der Schrift oder die Komplexität des Bildes den Preis.

Reinigung

Euer Karategürtel ist nicht auf häufiges Waschen ausgelegt, was sich auch in den meisten Waschanleitungen widerspiegelt. Normalerweise steht hier ausschließlich die Handwäsche und selbst diese ist nur kalt zu empfehlen.

Traditionell werden Karategürtel nicht gewaschen, da der Gürtel mit dem Schüler zusammen „an Erfahrung gewinnt“.

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Gürtellänge

In erster Linie müsst Ihr Eure Gürtellänge bestimmen, was einfach über die Körpergröße geschieht. Die Hersteller halten hier Tabellen bereit.

Das Thema Gürtelprüfungen

Das Thema Gürtelprüfungen ist nicht das Wichtigste. Wer fleißig ist und regelmäßig trainiert, macht garantiert genug Prüfungen.

An Gürtelprüfungen kann man sehr schnell die Seriosität eines Budo-Vereins oder einer Kampfkunstschule erkennen. Wer z. schon nach 3 Wochen eine Prüfung macht, kann nichts gelernt haben...

Eine "geschenkte Prüfung" nimmt dem ganzen Prüfungsgeschehen die Würde. Leider werden Anfänger häufig mit solchen Scheinerfolgen geködert. Bei späteren Prüfungen sieht man dann die Defizite umso deutlicher.

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass man niemals eine Prüfung ohne Empfehlung seines Trainers machen sollte.

Die Trainer fördern und fordern ihre Schüler gewissenhaft und konsequent. Einige wenige sind so talentiert, dass sie nach kurzer Zeit alles verstehen und sofort umsetzen können. Voraussetzungen - dafür können sich die Karateschüler durch andere Möglichkeiten, wie z. B. Trainingsfleiß auszeichnen.

Es ist ein Unterschied, ob man einmal oder dreimal die Woche trainiert.

Ein guter Trainer ist auch immer gleichzeitig Coach seiner Schützlinge.

Auf der anderen Seite weiß der Prüfling: Auf dem Weg zum Erfolg gibt es keine Abkürzung!

Die Prüfungsordnung

Die Prüfungsordnung ist in vier Gruppen aufgeteilt. In jeder Gruppe werden besondere Schwerpunkte in der Ausbildung gesetzt.

Unterstufe (9. - 7. Kyu)

In der Unterstufe erlernt der Prüfling die Grundform der einzelnen Techniken. Mittelstufe vorbereiten soll.

Mittelstufe (6. - 4. Kyu)

Die Grundtechniken, die jetzt häufig in Kombinationen gezeigt werden, sollen sich von der Grundform zur Feinform entwickeln. Ausführung der Kombinationen ist wichtig, dass sich die Qualität der Einzeltechnik nicht verschlechtern darf.

Oberstufe (3. - 1. Kyu)

Die Grundschule der Oberstufe zeichnet sich durch eine Vielzahl schwieriger Kombinationen aus. Einzeltechniken, Rhythmus in den Verbindungen, Standfestigkeit und nicht zuletzt Ausdauer zu zeigen.

In Kata und im Bunkai muss der Prüfling ein fortgeschrittenes Verständnis des Zusam-menhangs von Kata und sinnvollen Anwendungen zeigen können.

Selbstverteidigung

Die Selbstverteidigung ist ein natürlicher Bestandteil des Karate. Das Erlernen der Sportart soll den Karateka zur Selbstbehauptung und zur Selbstverteidigung befähigen.