Viele Menschen interessieren sich für Kampfsport, entweder zur Selbstverteidigung, zur Verbesserung der Fitness oder aus philosophischem Interesse. Doch nicht immer ist es möglich, eine traditionelle Kampfsportschule zu besuchen. Glücklicherweise gibt es Alternativen, um Kampfsport selbstständig zu erlernen.
Ist Selbstverteidigung zu Hause Lernen überhaupt möglich?
Selbstverständlich ist es besser, wenn man kompetente Lehrer hat, welche dich in Puncto Selbstverteidigung unterrichten. Das steht natürlich außer Frage. Denn ein Lehrer zeigt dir mit einem logischen Unterrichtskonzept, wie du Schritt für Schritt dich verbesserst. Dabei geht er/sie individuell auf dich ein. In einer Kampfsportschule trainierst du zusätzlich mit Trainingspartnern und kannst dein gelerntes Wissen üben und ausprobieren. Willst du richtig Selbstverteidigung lernen, dann bevorzuge diese Variante. Manchmal geht es aber nicht. Deswegen ist Selbstverteidigung zu Hause lernen dennoch möglich und auch sinnvoll. Manchmal hat man keine Kampfkunstschule in der Nähe oder aufgrund der Arbeitszeit ist es nicht möglich, am Unterricht teilzunehmen.
Allerdings erfordert es sehr viel Selbstdisziplin, wenn man seine Fähigkeiten regelmäßig trainieren möchte. Ideal ist es auch hier, einen Trainingspartner / Familienmitglied zu haben, mit dem man gemeinsam trainieren und sich gegenseitig motivieren kann. In einer Kampfsportschule ist dies inbegriffen.
Wenn man sich aber erste Grundkenntnisse aneignen möchte, kann man dies ohne Probleme zu Hause tun. Zunächst theoretisch, mit Hilfe von Selbstverteidigungsbücher oder Lehrvideos. Und später auch mit praktischen Einzelübungen und entsprechenden Wiederholungen.
Warum sollte ich Selbstverteidigung zu Hause lernen?
Es gibt viele Gründe, Selbstverteidigung zu lernen. Du lernst, dein Selbstvertrauen zu stärken. Wer weiß, dass er sich im Notfall verteidigen kann, strahlt diese Sicherheit schon im Vorfeld aus. Du kannst auch in anderen Lebenssituationen auf dich selbst vertrauen. So kommst du auch aus der typischen Opferrolle heraus. Täter suchen sich potenzielle Opfer, um ihre Erfolgschancen zu erhöhen.
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Des Weiteren strahlst du automatisch mehr Lebensfreude aus. Denn wer selbstbewusst ist, der traut sich auch mehr zu. Sorgen und Ängste hemmen viele Menschen davor, ihre Ziele zu verwirklichen. Diese Sorgen schwinden, weil man sich mehr zutraut.
Auch wenn man sich überschätzt oder Fehler macht, dann hat man mit einem gesunden Selbstbewusstsein die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen. Denn niemand ist perfekt. Dennoch kann man an sich selbst arbeiten und sein Leben verbessern.
Jeder kann Selbstverteidigung zu Hause lernen. Unabhängig von Trainingszeiten oder Schulen, welche weiter weg sind. Anhand von Videos bekommst du klare Anleitungen zur Handhabung eines Selbstverteidigungsschirmes oder waffenlose Techniken, die für Jedermann/frau geeignet sind. Du kannst direkt loslegen und deine Motivation nutzen. Sprich du musst dich nicht auf Wartelisten eintragen lassen oder auf den Start von Anfängerkurse warten. Selbstverständlich bekommst du keine persönlichen Korrekturen.
Aber wenn du mit einem Familienmitglied Selbstverteidigung zu Hause lernst, dann kannst du die Selbstverteidigungstechniken gemeinsam erarbeiten. Auch monatliche Vereinsgebühren entfallen.
Allgemeines zur Selbstverteidigung
Wer sich mit dem Thema Selbstverteidigung beschäftigt, dem stellen sich zu Beginn immer die gleichen Fragen. Zunächst bringt man Selbstverteidigung mit Kampfsportarten oder Kampfkünsten in Verbindung. Denn dort lernt man das Kämpfen, so wie es von vielen Generationen vor einem bereits praktiziert wurde.
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Was ist die beste, gefährlichste oder stärkste Kampfsportart?
Diese Frage stellt man sich oft als Erstes. Schließlich will man das Beste haben, wenn man sein Leib und Leben beschützen will. Falls der Fall eintritt, dann erhält man oft keine zweite Chance, Die Selbstverteidigung muss funktionieren. Also was ist die beste Kampfsportart für Selbstverteidigung? Leider lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten, jede Kampfsportart hat seine Vor- & Nachteile. Ebenfalls ist es auch abhängig von den individuellen körperlichen und geistigen Voraussetzungen.
Im Kombipaket, werden die einfachsten und effektivsten Selbstverteidigungstechniken gezeigt. Unabhängig von den verschiedenen Kampfsportarten. Des Weiteren beschränkt sich die Auswahl nur auf die reine Selbstverteidigung. Philosophien oder traditionelle Konzepte werden außen vor gelassen. Die Selbstverteidigungstechniken sind explizit auf den Sicherheitsschirm angepasst. Doch was machst man, wenn man keinen Schirm dabei hat? Hierfür gibt es eine extra DVD, welche auf die waffenlose Verteidigung ausgelegt ist.
Wie kann man zu Hause kämpfen lernen?
Oft möchte man schnell lernen, wie man kämpfen, bzw. sich verteidigen kann. Bei einer Kampfsportschule lernt man meist über einen längeren und regelmäßigen Zeitraum. Demnach ist dies mit entsprechendem Zeitaufwand verbunden. Wer Selbstverteidigung zu Hause lernen möchte, kann beispielsweise auf verschiedene Online-Kurse für Selbstverteidigung zurückgreifen. Oder man nutzt das Sicherheitspaket. Dieses beinhaltet zwei Lehr-DVD’s, mit denen man Selbstverteidigung zu Hause lernen kann.
Man lernt in einem vertrauten Umfeld und in der eigenen Geschwindigkeit. Man kann sich auf das konzentrieren, was einem selbst wichtig erscheint und was zur eigenen Person am Besten passt. Das Kombipaket beinhaltet das Wissen und das Werkzeug wie man effektive Selbstverteidigung zu Hause lernen kann.
Welche Selbstverteidigungswaffen sind erlaubt?
Es ist naheliegend, dass Hilfsmittel zur Selbstverteidigung den eigenen Selbstschutz erleichtern. Hier stellt man sich die Frage welche Selbstverteidigungswaffen sind erlaubt? Das nicht jeder mit einer Schusswaffe sich im öffentlichen Raum bewegen darf, ist selbstverständlich und auch gut so. Je nach Gesetzeslage gibt es Selbstschutzwaffen, welche nur von der Polizei oder ähnlichen Sicherheitskräften eingesetzt werden dürfen. Für Normalbürger gibt es aber auch Verteidigungswaffen, welche zur Notwehr eingesetzt werden können. Das Sicherheispaket beinhaltet den Selbstverteidigungsschirm, welcher überall hin legal mitgeführt werden kann. Im Notfall trägt man somit eine legale Selbstverteidigungswaffe bei sich.
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Wie lernt man, richtig zu kämpfen?
Der Umgang mit dem Schirm bedarf an einigen Erklärungen. Deswegen gibt es die DVD, bei der die Nutzung des Sicherheitsschirmes ausführlich erklärt wird. Auf jeden Fall empfehlenswert, wenn man nicht nie mit Schlag- oder Stichwaffen geübt hat.
Für den Zweikampf ohne Waffen, gibt es die zweite DVD, auf der verschiedene Selbstverteidigungssituationen erklärt werden und wie man diese Situationen unbeschadet übersteht. Wenn man in eine Notwehrsituation gerät, dann stellt man sich auch oft die Frage, wie weit man gehen darf? Die Gesetzeslage ist hier unterschiedlich geregelt. Und es ist auch immer abhängig von der jeweiligen Situation. Wenn man um sein Leben fürchtet, dann entstehen andere Verhältnismäßigkeiten, als wenn man beispielsweise von einem Betrunkenen angepöbelt wird, welcher sich kaum auf den eigenen Beinen halten kann.
Im Sicherheitspaket wird im speziellen auch auf Überfälle eingegangen. Überfallartige Angriffe passieren in Sekundenschnelle und laufen meist sehr brutal ab. Man hat nur ein sehr geringes Zeitfenster, um wohlbehalten aus einer solchen Situation herauszukommen.
Vorteile der Online-Lehre von Kampfsport
- Flexibilität und Zugänglichkeit: Das Erlernen von Kampfsport als Online-Lehre bietet eine hohe Flexibilität in Bezug auf Ort und Zeit des Trainings.
- Vielfalt an Ressourcen: Das Internet bietet ein breites Angebot an jeglichen Ressourcen zum Thema Kampfsport.
- Individualisiertes Lernen: Die Online-Lehre ermöglicht, ein spezifisches Lerntempo zu bestimmen und sich einen eigenen Lernplan zu erstellen.
- Kostenersparnis: Online-Kampfsportkurse sind oft günstiger, da Reisekosten und teure Abonnements wegfallen.
Nachteile der Online-Lehre von Kampfsport
- Mangelnde Aufsicht und Sicherheit: Es fehlt die Aufsicht eines erfahrenen Trainers, was das Verletzungsrisiko erhöht.
- Fehlende physische Anleitung: Kampfsport erfordert eine korrekte Körperhaltung und Ausführung der Techniken, die ohne Trainer schwer zu erlernen sind.
- Begrenzte Interaktionsmöglichkeiten: Der persönliche Kontakt und Austausch mit anderen Schülern und Trainern entfällt.
- Geringe Motivation und Disziplin: Es kann schwierig sein, die Motivation und Disziplin ohne physische Anwesenheit aufrechtzuerhalten.
Kampfsportarten für das Selbststudium
Es gibt viele verschiedene Arten von Kampfsportarten, die sich für das Selbststudium eignen. Hier sind einige Beispiele:
- Karate: Eine traditionelle japanische Kampfkunst, die auf Schlag-, Tritt- und Blocktechniken basiert.
- Taekwondo: Eine koreanische Kampfkunst, die sich auf Tritttechniken konzentriert.
- Boxen: Eine Kampfsportart, bei der nur die Fäuste eingesetzt werden.
- Jiu-Jitsu: Eine brasilianische Kampfkunst, die sich auf Bodenkampf und Submissionstechniken konzentriert.
- Muay Thai: Eine thailändische Kampfkunst, die auch als "Kunst der acht Gliedmaßen" bekannt ist, da sie Schläge, Tritte, Knie- und Ellenbogentechniken einsetzt.
Notwendige Ausrüstung
Je nach gewählter Stilrichtung benötigen Sie möglicherweise bestimmte Ausrüstungsgegenstände:
- Boxhandschuhe: Zum Schutz der Hände beim Schlagen.
- Schutzbrief: Zum Schutz des Mundes und der Zähne.
- Matte: Zum Üben von Würfen und Bodenkampftechniken.
- Bandagen: Zum Stabilisieren der Handgelenke beim Boxen und Muay Thai.
Grappling als Ergänzung
Beim Grappling handelt es sich um eine effektive Kampfkunst, die überwiegend auf dem Boden stattfindet. Des Weiteren macht der Bodenkampf einen großen Teil von zahlreichen Kampfsportarten aus. Allerdings existiert Grappling auch als separate Kampfkunst.
Grappling trainiert die gesamte Muskulatur und verbessert die körperliche Ausdauer. Der Begriff „Grappling“ bezieht sich auf eine Reihe von Techniken, die in vielen Kampfsportarten und Kampfkünsten verwendet werden. Diese Techniken umfassen in der Regel den Clinch und den Bodenkampf. Der Begriff Grappling stammt aus dem Englischen und steht für einen speziellen Griffkampf, der sich aus unterschiedlichen Griffmethoden zusammensetzt. Grapple steht für ein gezieltes Festhalten.
Beim Grappling handelt es sich ebenso um eine effektive Zusammensetzung unterschiedlicher Kampfsportarten. Zahlreiche effektive Hebel, Würfe sowie weitere Techniken zielen darauf ab, den Gegner in eine ungünstige Lage zu bringen. Darüber hinaus besteht in einem Grappling-Kampf das Ziel, den Partner zu einer Aufgabe zu motivieren sowie ihn bewegungsunfähig zu machen. In Abhängigkeit von der jeweiligen Kampfkunst kommen ebenso Tritte und Schläge zum Einsatz. Allerdings steht die pure physische Kraft oder gar Brutalität nicht im Vordergrund.
Grappling kommt einem Vergleich mit einem Schachspiel am nächsten.
Grappling-Techniken
Grappling-Techniken sind ein grundlegender Bestandteil vieler Kampfsportarten und können in vier grundlegende Kategorien unterteilt werden: Griffe, Würfe, Haltegriffe und Positionskontrolle.
- Gi Techniken: Setzen sich aus unterschiedlichen Armhebeln und Sweeps zusammen.
- NoGi Techniken: Enthalten zahlreiche Anwendungen aus dem Brazilian Jiu-Jitsu.
Tipps für das Grappling-Training zu Hause
- Regelmäßig die Bauch- und Rückenmuskulatur trainieren
- Nackenmuskulatur nicht vernachlässigen
- Mit einem Partner üben
- Hebel-, Würge- sowie Haltegriffe auch mit einem „imaginären Partner“ durchführen
Selbstverteidigungstipps für den Ernstfall
Auch wenn eine gewaltfreie Welt wünschenswert ist, viele unter uns haben leider bereits bedrohliche Situationen erlebt oder zumindest im Lebensumfeld davon mitbekommen. Die Basics der Selbstverteidigung helfen, für den Ernstfall der Notwehr gewappnet zu sein. Und selbst wenn die erlernten Techniken nicht zum Einsatz kommen: das Selbstbewusstsein jederzeit richtig reagieren zu können und nicht in Panik zu geraten, ist bereits einiges wert.
Verhaltensweisen in Gefahrensituationen:
- Aufmerksamkeit: Beobachte deine Umgebung und gehe potentiellen Konfrontationen aus dem Weg.
- Lautstärke: Werde laut, um den Täter einzuschüchtern und auf dich aufmerksam zu machen.
- Empfindliche Stellen angreifen: Augen, Kehlkopf, Tiefschlag sind effektive Ziele.
- Schutzhaltung: Hände stets schützend vor dem Kopf halten.
- Flucht: Die Flucht ist das primäre Ziel.
Fazit
Das Selbststudium von Kampfsport ist eine praktikable Option für viele, die aus verschiedenen Gründen keine traditionelle Schule besuchen können. Es erfordert jedoch ein hohes Maß an Disziplin, Selbstmotivation und Verantwortungsbewusstsein. Mit den richtigen Ressourcen, einem strukturierten Trainingsplan und der Bereitschaft, regelmäßig zu üben, können Sie wertvolle Fähigkeiten zur Selbstverteidigung erlernen und Ihre körperliche Fitness verbessern.
