Georges St-Pierre: Eine beeindruckende UFC-Karriere

Georges St-Pierre, auch bekannt als GSP, ist einer der größten Stars in der Geschichte der UFC. Seine Karriere ist geprägt von Dominanz, Comebacks und dem Respekt, den er sich sowohl im als auch außerhalb des Octagons erworben hat.

Frühe Karriere und Aufstieg zum Champion

Im Alter von 7 Jahren begann der junge Georges St-Pierre bereits mit dem Kampfsport.

Nachdem er in der Schule häufig verprügelt und beklaut wurde, fing sein Vater an, ihn im Kyokushin Karate zu trainieren.

Später lernte er von einem Großmeister im Karate, nachdem es immer wieder zu Attacken gegen ihn kam.

Aufgrund des Interesses am Kampfsport stieg St-Pierre ins Ringen, Brazilian Jiu-Jitsu und nach dem Tod seines Karate-Trainers schließlich ins Boxen ein.

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Nach seinem Schulabschluß fing der Kanadier als Türsteher in einem Club in Montreal an, bis er schließlich seine Mixed Martial Arts Karriere begann.

Sein Debüt gab St-Pierre im Alter von 20 Jahren, sofort besiegte er Ivan Menjivar durch Schläge aus der Top Control.

Nach zwei erfolgreichen Verteidigungen und einem Sieg bei TKO 14 wurde bereits die UFC auf den jungen Kanadier aufmerksam und nahm ihn unter Vertraf.

Bei UFC 46 war es dann endlich so weit: St-Pierre gab sein Debut bei der UFC!

Der Kanadier bezwang Karo Parisyan nach 3 Runden durch Unanimous Decision.

Erst 2 Evetns später, bei UFC 48, konnte er einen TKO Sieg nach nur 102 Sekunden über Jay Hieron erzielen.

Nach seinem zweiten Sieg in der UFC lauerte bereits ein ganz großer Gegner auf St-Pierre: Er sollte auf Matt Hughes treffen - und zwar um die UFC Welterweight Championship.

Zwar hielt sich St-Pierre gut, musste sich jedoch noch in der ersten Runde in einem Armhebel geschlagen geben.

Hughes wirkte skill-technisch ausgereifter und sicherer, Georges sollte jedoch noch eine große Karriere vor sich haben.

St-Pierre verließ die UFC und gewann bei TKO 19 mit einer Kimura gegen Dave Strasser und sicherte sich bei der Liga nicht nur den Titel, sondern auch die Chance, erneut für die UFC zu kämpfen.

Bei UFC 52 traf er auf den späteren Medienstar Jason Miller, den er durch Decision nach einer blutigen Schlacht schlagen konnte.

Auch die folgende Kämpfe liefen erfolgreich: Den Veteranen Frank Trigg besiegte er in der ersten Runde und auch gegen den zukünftigen Lightweight Champion Sean Sherk dominierte er bis er ihn schließlich als erster Fighter vorzeitig bezwingen konnte.

Bei UFC 58 kam es schließlich zu einem langersehnten Kampf.

„Rush“ stand dem ehemaligen UFC Welterweight Champion B.J. Penn gegenüber.

Der Sieger des Kampfes sollte Matt Hughes bei UFC 63 herausfordern dürfen - und so kam es auch.

St-Pierre besiegte Penn via Split Decision.

Wegen einer Verletzung konnte er jedoch nicht antreten und wurde von B.J. Penn ersetzt.

Dieser verlor den Kampf allerdings gegen Hughes und St-Pierre sollte schließlich die Chance erhalten, gegen den Champion anzutreten.

Nach dem Kampf bei UFC 63 betrat der Kanadier das Octagon und sagte Hughes, er sei nicht sinderlich beeindruckt von dessen Performance.

Hughes zufolge sollen beide nach dem Event jedoch nochmal gesprochen haben, woraufhin sich GSP bei ihm entsculdigt habe und gab an, eine Aussage Hughes falsch verstanden zu haben und deshalb wütend auf diesen gewesen zu sein.

Im Januar 2007 bei UFC 65 traten die beiden Kontrahenten endlich an.

Gegen Ende der ersten Runde traf St-Pierre einige Schläge und einen Tritt an den Kopf, mit dem er Hughes zu Boden brachte und schließlich durch Punches ausknockte.

Als neuer Champion unterschrieb er für weitere sechs Kämpfe bei der Promotion.

Verluste und Comebacks

Die Freude hielt jedoch nicht lange an: Als haushoher Favorit (11-1) ging er gegen Matt Serra ins Rennen, welcher die vierte Staffel „The Ultimate Fighter“ gewann.

Währned des Kampfes verlor er den Fokus und wurde schließlich ausgeknockt, ein Skandal für die Fans.

Im Nachhinen sagte GSP, er habe aufgrund des Tods seines Cousins und der schweren Erkrankung seines Vaters kaum Konzentration beim Training gehabt, später zog er die Erklärung jedoch zurück uns sagte, dass das ganze sich allein aufgrund der Überlegenheit Serras so ergeben habe.

Am 25. August 2007 gewann St-Pierre eine Punkteentscheidung gegen Josh Koscheck.

Er zeigte große Überlegenheit im Ringen, welches er in den letzten Monaten stark verbessert haben wollte.

Vor dem Kampf hielten viele Koscheck für den besseren Ringer und vermutete daher, dass dieser siegen würde.

Nach dem Kampf äußerte er ganz klar, dass er seinen Titel zurück wolle.

Der frische Champion Serra war jedoch am Rücken verletzt, weshalb man einen Kampf um die Interim Welterweight Championship zwischen GSP und Matt Hughes an.

Bei diesem Duell ließ St-Pierre es gar nicht erst dazu kommen, dass Hughes es in eine gute Position schafft und gewann auch gegen diesen durch sein starkes Ringen.

Ende der zweiten Runde setzte St-Pierre einen Armhebel an und sicherte sich den langersehnten Rückkampf.

Im April 2008 fand das erste Kanada-Event der UFC statt.

An der Spitze der Card stand Georges St-Pierre welcher seinen Titel gegen Matt Serra zurückerobern wollte.

Bereits am Anfang des Kampfes brachte „Rush“den Amerikaner immer wieder zu Boden und bearbeitete ihn mit Schlägen.

Als er in der zweiten Runde schließlich Serra in der Schildkröten-Position hatte und ihm immer wieder Kniestöße an den Körper rammte, brach der Ringrichter Yves Lavigne das Duell ab.

Dominanz im Weltergewicht

Bei UFC 87 sollte GSP den zurückerungenennen Gürtel das erste mal verteidigen - sein Gegner war Jon Fitch, welcher 16 Siegen in Folge feiern konnte.

Beim Kampf blockte St-Pierre nahezu jeden Takedown und machte das seinem ähnlich starke Ringen des Athleten nichtig, um ihn schließlich über fünf Runden im Schlag zu dominieren und einen Bruch an der Augenhöhle hinzuzufügen.

Der Kampf wurde 50-43, 50-43, 50-43 für den Kanadier gewertet und häufig als bester Kampf des Jahres ausgezeichnet.

Nach dem Duell gegen Fitch betrat der amtierende Lightweight Champion B.J. Penn das Octagon und forderte St-Pierre zu einem Rückkampf heraus.

Dieser stimmte zu und so kam es schließlich am 31. Januar 2009 zu einem der größten Rückkämpfe der Geschichte.

Penn wurde in den ersten beiden Runden mit starken Treffern im Stand zugesetzt, konnte jedoch alle defensiven Bodenpositionen abwehren.

Ab der dritten Runde hatte Penn allerdings Probleme und wurde vom Welterweight Champion auf der Rückenlage bearbeitet.

Nachdem dieser in der vierten Runde schließlich volle Kontrolle hatte, verlor Penn für kurz beim Kampf das Bewusstsein, das Duell wurde jedoch noch nicht abgebrochen.

Erst als sein Team vor der fünften Runde das Hantuch schmieß, erklärte man St-Pierre zum Sieger des Kampfes.