Mit "Karate Kid - Legends" wird die Kultfilmreihe um die beliebte Kampfsportart und deren Sportler fortgeführt. Ab dem 29. Mai 2025 könnt ihr hierzulande die Kinos stürmen, um Jackie Chan abermals als Mr. Han zu sehen. So ist der neue Film eine direkte Fortsetzung der Filme sowie der Netflix-Serie "Cobra Kai".
Für alle, die "Karate Kid - Legends" lieber streamen möchten, stellt sich die Frage nach einem Heimkinorelease des Films. "Karate Kid" erschien erstmals 1984 in den Kinos und hat sich innerhalb der nächsten Jahrzehnte zu einem echten Klassiker etabliert. Dieser ikonischen Filmreihe wurden daher bis jetzt schon fünf Filme gewidmet. Mit "Karate Kid - Legends" soll ein sechster Film nun Jackie Chan und Ralph Macchio, dem allerersten Karate Kid, vereinen.
Kinostart und Streaming-Verfügbarkeit
Während der neue Film im Mai dieses Jahres in den Kinos anläuft, bleibt ein Release in der Streaminglandschaft vorerst noch aus. Das soll aber nicht heißen, dass es der Film nie zu den gängigen Streamern schafft. Dort läuft auch "Cobra Kai", die Serie zu den Filmen. Alternativ könnt ihr die Filmreihe auch bei Amazon Prime Video und Co. käuflich erwerben.
Es ist wahrscheinlich, dass "Karate Kid - Legends" einige Zeit nach dem Kinorelease auch den Sprung zum Stream als Kauf- oder Leihtitel schafft. Aber vorerst ist Geduld angesagt. Frühestens im Juli ist mit einer Verfügbarkeit bei Prime Video, iTunes und Co. zu rechnen.
Handlung und Hintergründe
Mit "Karate Kid - Legends" werden die verschiedenen Handlungen des Franchises vereint. So gilt der Film offiziell als Fortsetzung von "Cobra Kai". Außerdem tritt auch Ralph Macchio als Daniel LaRusso zum ersten Mal seit 1989 in einem Film der Reihe auf. Auch das Remake des Originals, welches Jackie Chan als Mr. Han und somit eine neue Version des legendären Karatemeisters Mr. Miyagi (Pat Morita) vorstellte, wird für den neuen Film relevant. Schließlich ist Chan im neuen Film abermals als Mr. Als verehrter Shifu wird er gemeinsam mit LaRusso den jungen Li Fong (Ben Wang) trainieren, damit dieser seinen Freunden helfen und ein Turnier gewinnen kann.
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"Karate Kid - Legends" ist eine Produktion von Columbia Pictures und Sony Pictures Releasing. Jonathan Entwistle fungierte als der Regisseur des Films, während das Drehbuch von Rob Lieber verfasst wurde.
Neben den "Karate Kid"-Filmen findet ihr im Programm von Netflix auch weitere Film- und Serienhighlights. Der Streamer arbeitet aktuell an einer neuen Serienadaption von den "The Da Vinci Code"-Büchern.
Die Zeichentrickserie "Karate Kid"
Die 13-teilige Zeichentrickserie basiert auf dem gleichnamigen, Oscar-nominierten Kinohit mit Ralph Macchio und Pat Morita in der Hauptrolle. Die sensibel gezeichneten Charaktere sind eng ihren Realfilmvorbildern nachempfunden.
Regisseur Larry Houston arbeitete an Film- und Fernsehproduktionen verschiedener Genres mit. So sammelte er bei der Zeichentrickserie "Mr. T" als Story Director, bei Fernsehproduktionen wie "Exosquad" als Zeichner und beim Horrorstreifen "Jacob's Ladder - In der Gewalt des Jenseits" als Kamera-Assistent Erfahrung. Für die Grammy-nominierte Musikdokumentation "U2 - Rattle and Hum" bediente Houston die Steadycam. Als Regisseur und Produzent machte der Amerikaner durch zahlreiche "X-Men"-Abenteuer auf sich aufmerksam.
Komponist Haim Saban schrieb den Soundtrack zu zahlreichen Produktionen, darunter verschiedene "He-Man" und "She-Ra"-Abenteuer sowie "The Real Ghostbusters". Als Produzent machte sich der 1944 in Alexandria geborene Ägypter durch Film- und Fernsehlegenden wie "Alf - Erinnerungen an Melmac", "Power Rangers" oder "Casper - Wie alles begann" einen Namen. In der deutschen Presse war Saban in den vergangenen Jahren durch seinen Einstieg beim Fernsehsender Pro7 sehr präsent.
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Die Geschichte von "Karate Kid"
Daniel ist gerade mit seiner Mutter von New Jersey nach Los Angeles umgezogen. Zunächst scheint sich der Teenager in der neuen Umgebung gut einzuleben, bis er sich in die hübsche Ali verliebt. Ihr Ex-Freund Johnny sieht die Verbindung zwischen den beiden überhaupt nicht gerne und verprügelt Daniel mehrmals. Dem gut trainierten Karate-Schüler hat der hilflose Junge nichts entgegenzusetzen. Unerwartet bekommt Daniel Hilfe von dem japanischen Hausmeister Mr. Miyagi, für den Karate nicht nur ein Kampfsport ist, sondern auch eine Lebenseinstellung. Er nimmt ihn in seine Obhut und trainiert ihn mit unkonventionellen Methoden für ein Turnier, bei dem Daniel gegen Johnny antreten soll. Während des Trainings entsteht zwischen dem Jungen und dem weisen Japaner eine enge Bindung. Aber reicht die kurze Übungszeit aus, um gegen den erfahrenen Karate-Kämpfer Johnny zu bestehen?
"Karate Kid" startete 1984 in den Kinos und spielte weltweit rund 90 Millionen Dollar ein. Die Regie des Kultfilms übernahm John G. Avildsen, der bereits das Boxerdrama "Rocky" zum Erfolg führte. Aufgrund des großen Zuspruchs gab es drei Fortsetzungen, wobei im vierten Teil Hilary Swank die Rolle der Schülerin übernahm. In den vorhergehenden Filmen hatte Ralph Macchio diesen Part inne und wurde mit seiner Rolle des Daniel weltbekannt. Neben "Karate Kid" war er in weiteren Filmen wie 1986 in "Crossroads" und 1992 in "Mein Vetter Winnie" zu sehen. Zuletzt hatte er 2013 einen Gastauftritt in der US-Erfolgsserie "How I Met Your Mother", wo er sich selbst spielte.
Karate-Mentor Miyagi wurde von Pat Morita dargestellt, der 2005 im Alter von 73 Jahren verstarb. Für seine Rolle in "Karate Kid" erhielt er 1985 eine Oscar-Nominierung als "Bester Nebendarsteller". Daneben spielte er in zahlreichen Filmen und Serien, z.B. als Gaststar in "Eine schrecklich nette Familie" und "Der Prinz von Bel-Air".
Im Jahr 2010 kam ein Remake von "Karate Kid" mit Jaden Smith, dem Sohn von Hollywoodstar Will Smith in der Hauptrolle, in die Kinos. Jackie Chan übernahm die Rolle des weisen Kampfsport-Lehrers. Das Remake mit einem Einspielergebnis von mehr als 300 Millionen Dollar zeigt, dass die Story auch Jahre später noch zahlreiche Zuschauer anlockt.
Die Formel des Erfolgs
Die Anstrengungen, die Franchise-Drehbuchautoren unternehmen müssen, um die Fäden aller Prequels, Sequels, Requels und Spin-offs eines Filmuniversums in der Hand zu halten, die zu verschiedenen Zeitpunkten mal für wirtschaftlich sinnvoll gehalten wurden, sind enorm und werden vermutlich zu selten gewürdigt, weil das Ergebnis dann oftmals doch mehr Spinnennetz als Spannungskurve ist. Im Fall Karate Kid gibt es aber einen Vorteil. Alle Werke besinnen sich auf die selbe Grundstruktur, um die sich das Auftreten und Grüßen bekannter Gesichter dann herumspinnt: ein Junge (und einmal Hilary Swank), meistens an einem neuen Wohnort, unsicher und brutalen Mobbingattacken ausgesetzt, tritt auf einen alten Kampfkunstmeister, der ihm beibringt, sich zu wehren.
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Auch Karate Kid: Legends, der diese Woche ins Kino kommt, soll zwar die Figuren der ursprünglichen Filmreihe, der Serie Cobra Kai und des Remakes Karate Kid von 2010 zusammenführen.
Warum die so gut funktioniert? Klar: Weil alle, die jung sind, unsicher, und womöglich auch noch Gewalt erfahren, von einem Mister Miyagi träumen. Mit Karate Kid von 1984 kopierte Regisseur John G. Avildsen auf Wunsch von Columbia Pictures ein Stück weit die Formel seines vorherigen Erfolgs Rocky. Erneut erzählt er eine Underdog-Geschichte, erneut inszeniert er das Finale mithilfe der dramatischen Mittel, die der Sport selbst mitbringt: Wir sehen die Kämpfe in voller Länge, hören Kommentatoren, Ringsprecher und die Glocke. Nur dass es nun eben ein Karateturnier statt eines Boxmatches ist.
Da die Grundstruktur „Teen trifft Meister“ immer die selbe bleibt, steht und fällt ein Karate-Kid-Film natürlich auch mit der Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellenden. Ralph Macchio, der hier den 17-jährigen Daniel La Russo spielt, und Pat Morita als Mister Miyagi werden mit ihrem warmherzigen Zusammenspiel dafür auf ewig die Messlatte sein. Macchios Figur ist inzwischen selbst zum Meister aufgestiegen, hat in Cobra Kai Jungs unter seine Fittiche genommen und wird auch im neuesten Film wieder auftreten. Pat Morita ist 2005 gestorben.
