Die Welt des Mixed Martial Arts (MMA) fasziniert immer mehr Menschen, und auch in Deutschland erfreut sich dieser Kampfsport wachsender Beliebtheit. Immer mehr Menschen steigen in den achteckigen Ring, den Octagon.
Raphael Vogt: Ein Leben zwischen Schauspielerei und Kampfsport
Ein Beispiel dafür ist der Schauspieler Raphael Vogt, der neun Jahre bei der RTL-Seifenoper „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ eine Hauptrolle spielte. Vogt begann als Kind mit Judo, kam übers Taek-Won-Do zum Kick- und Thaiboxen und dann schlussendlich zum MMA. Vogt zu BILD: „Ich trainiere sechs Mal die Woche. Das ist wie eine Sucht. Ich kann mir ein Leben ohne MMA nicht mehr vorstellen. Das Gym ist mein zweites Wohnzimmer.“
Der Schauspieler kämpft für seine Sportart, arbeitet mit guten Leuten daran, sie auch als Veranstalter einer eigenen MMA Veranstaltungsreihe (Roundhouse) aus der Schmuddel-Ecke zu holen und sagt: „MMA ruft auf der ganzen Welt Faszination aus - Deutschland wird folgen, da bin ich mir sicher. Es ist ein fairer Wettkampf - Mann gegen Mann.“
Auch Vogt scheute das direkte Duell nicht. Geht das als Schauspieler? Vogt: „Natürlich ist es schwierig, wenn ich mit einem blauen Auge zum Casting komme. Aber bisher gab es da keine grossartigen Probleme.“
Seine schlimmsten Verletzungen: eine Schultereckgelenks-Sprengung, Muskelanrisse. Für den Schauspieler kein Problem: „Das gehört dazu. Ich habe keine Angst vor Verletzungen.
Ist die härteste Kampfsportart der Welt zu riskant für einen Vater und Schauspieler? Nicht unbedingt für den Ex-GZSZ-Star Raphael Vogt (43)! Der ist ein bekennender Kampfsport-Fan und hat die sogenannten Mixed Martial Arts jahrelang intensiv betrieben.
Durch seine Vaterrolle scheinen sich die Prioritäten in seinem Leben nun aber doch ein wenig verändert zu haben. Gegenüber Promiflash erklärte der Berliner, dass ihm Familienalltag wichtiger sei als tägliches Kampftraining.
Bei der Eröffnung des Christmas Garden in Berlin hat Raphael Promiflash verraten, dass er lange Zeit fast wie ein Profisportler trainierte: "Ich habe über zehn Jahre wirklich jeden Abend trainiert - aber das schaffe ich jetzt einfach nicht mehr." Der Grund sind seine Freundin Kati Bork, das elf Monate alte Töchterchen Océane Amelie und Dreharbeiten.
"Also wenn ich jetzt jeden Abend weg wäre, würde ich, glaube ich, schon Ärger mit der Familie kriegen - zumal ich ja auch oft arbeitstechnisch unterwegs bin", gesteht der Berliner. Heutzutage gehe er nur noch zwei- bis dreimal pro Woche ins Gym.
Dabei achte der Deutsch-Franzose darauf, sich nicht zu verletzen - zumal auch nur leichte, sichtbare Verletzungen bereits ein Problem für Dreharbeiten darstellen. "Die Knochen brechen schneller, die Bänder reißen schneller. Das sind einfach die klassischen Verletzungen, die man kriegt." Daher würde Raphael heute vorsichtiger austeilen als früher.
Konditionell müsse er als 43-Jähriger aber doppelt so hart arbeiten, um mithalten zu können, gestand der Oktagon-Fighter.
Raphael Vogt (38) hat eine neue Leidenschaft gefunden und wer hätte das gedacht: Der Schauspieler, der unter anderem fast neun Jahre als Nico Weimershaus bei Guten Zeiten, schlechte Zeiten dabei war, ist ganz nebenbei ein richtig tougher Fighter.
Raphael hat schon in jungen Jahren verschiedene Kampfsportarten betrieben, darunter Boxen, Thai- und Kickboxen, bis er dann schließlich beim MMA (Mixed Martial Arts, also "gemischte Kampfkünste") gelandet ist: "Die MMA Kurse sind eine Mischung aller Disziplinen", erzählte er im Promiflash-Interview. "In meinen Augen ist MMA die Königs-Mischdisziplin im Kampfsport." Manchmal bedaure er, nicht schon früher beim MMA gelandet zu sein.
Und wer nun meint, dass diese Sportart etwas für stumpfsinnige Schläger sei, der liegt völlig falsch, denn man muss smart sein, um in dieser Vollkontakt-Variante klarzukommen: "Wir stellen beim MMA gerne den Vergleich mit Schach an. Man denkt manchmal mehrere Züge voraus, muss aber damit rechnen, dass der Gegner das auch tut. Man muss sehr schnell denken, oder vielmehr reagieren ohne nachzudenken. Das ist kein Sport für Idioten!"
Mittlerweile habe der Sport in seinem Leben eine riesige Position eingenommen, denn: "Mein Tag richtet sich nach meiner Trainingseinheit und nicht andersrum. Die hat seit langem Priorität, es sei denn, ich bin beruflich verhindert." Schauspieler ist er natürlich auch weiterhin und er würde liebend gerne mehr Kampfszenen für TV und Kino spielen.
Bevor ich näher auf die Kämpfe eingehe, muß ich erwähnen, mir persönlich gefallen die K 1 Kämpfe besser.
Vor allem aus „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ kennen wir den Soap-Star Raphaël Vogt, der von 1996 bis 2005 den umtriebigen Umweltaktivisten Nico Weimershaus gespielt hat. Zuletzt war der 1976 in Berlin geborene Deutsch-Franzose als Jugendliebe Tyler in der Rosamunde-Pilcher-Schmonzette „Fast noch verheiratet“ auf dem kleinen Bildschirm zu sehen.
Aber privat legt Vogt gern die ganz harten Bandagen an, worauf uns durch Zufall Susanne Binninger in ihrer MMA-Doku „Fighter“ (ab 4. Mai 2017 im Kino, hier gibt’s die Kritik) brachte, in der wir ihn zu erkennen glaubten.
Und tatsächlich: Vogt betreibt schon seit seiner Kindheit Judo, Taekwondo sowie später Thaiboxen, Kickboxen und eben Mixed Martial Arts, diese besonders harte Form des Vollkontaktsports, bei der die Kämpfer in einem achteckigen Käfig aufeinander eindreschen.
Für seine Schauspielerei hatten das knüppelharte Training und die obligatorischen Blessuren und Verletzungen noch keine Konsequenzen. „Natürlich ist es schwierig, wenn ich mit einem blauen Auge zum Casting komme. Aber bisher gab es da keine großartigen Probleme“, sagte Vogt der BILD-Zeitung.
2013 organisierte Vogt in Berlin die Roundhouse-MMA-Event-Serie und ist seit 2015 Präsident der German Mixed Martial Arts Federation.
„Seit Jahren trainiere ich fast täglich. Das Schöneberger Kampsportgym ist mein zweites Zuhause geworden. Warum? Es tut mir gut. Ich bekomme dort den Kopf frei. Ich liebe diesen Sport, der zu Unrecht immer wieder so geächtet wird“, sagt Vogt auf seiner eigenen Internetseite raphaelvogt.com.
Er sieht sich in seiner Funktion als Schnittstelle zu den Medien, um diesen Sport in Deutschland noch bekannter zu machen, während Mixed Martial Arts in den USA durch die berühmte Ultimate Fighting Championship (UFC) bereits längst eine große Nummer ist.
Seine Paraderolle mimte Vogt acht Jahre lang bei GZSZ. Als braver Nico Weimershaus, Typ „Schwiegermuttis Liebling“. Mit Kuschelmähne, sanfter Stimme und Schlafzimmerblick verfielen ihm die weiblichen Fans.
Jetzt zeigt Raphaël Vogt seine andere Seite - der gebürtige Berliner organisiert Kampfabende im härtesten Sport der Welt. Und steigt auch selbst in den Ring. Vom Soap-Softie zur Kampfmaschine.
Im Training geht Vogt bis an die Spitze seiner Leistungsfähigkeit. Hier befindet sich der 37-Jährige im Bodenkampf mit seinem Übungspartner Wolf Menniger.
Während sein Gegner den Kopf vor Faustschlägen schützt, tritt ihm der Schauspieler mit dem Schienbein gegen den Oberschenkel.
Immer wieder schlägt Raphaël Vogts krachende Rechte in die Deckung von Yui Lange. Der Schweiß tropft, ein männlich-herber Geruch liegt in der Luft. Egal. Paff, paff, ein Fußtritt wie ein Peitschenknall. Vogt ist in seinem Element. Beim Training der Kampfsportart MMA („Mixed Martial Arts“), seiner Leidenschaft.
„MMA ist kein Federball, aber nicht regellos. Ja, wir reden über Vollkontakt. Dass aber ein Kämpfer wie der Boxer Arthur Abraham mit gebrochenem Kiefer weitermachen dürfte, ist ausgeschlossen.“
Doch wie kam der gebürtige Berliner zu MMA? Schon als Jugendlicher begeisterte er sich für Karate, Taekwondo, Judo und Kickboxen. In seiner Film-Hochzeit war ihm Kampfsport jedoch vertraglich verboten.
Wie viele andere Schauspieler plagten aber auch Vogt Existenzsorgen, trotz regelmäßiger Engagements. In den vergangenen Jahren baute sich der 37-Jährige deshalb eine Programmier-Firma auf, „doch da saß ich 16 Stunden vorm Rechner. Ich brauche Ausgleich. Bei einem Dreh lernte ich einen Regisseur kennen, der mir Wolf Menninger und seine Kampfsportschule ,MMA Berlin’ empfahl.“
Menninger ist gleichzeitig Inhaber und Trainer des Schöneberger Gyms. Heute „quält“ er Vogt. Früher, so sagt Menninger, galt MMA als Sport der Hinterhöfe. „Bei mir trainieren viele Akademiker, Ärzte und Architekten. 20 Prozent sind Frauen. Wer nur Frust rauslassen will, ist falsch. Kritiker mögen den Sport als Sinnbild für Brutalität und Unmenschlichkeit sehen - doch ohne Köpfchen, Technik und Kondition gewinnt man keinen Blumentopf.“
Denn technisch ist das Niveau bei MMA hoch, findet im Stehen und Liegen im dreidimensionalen Raum statt. Anfänger haben ohne langes Training keine Chance, klopfen schon nach wenigen Sekunden ab und beenden so den Kampf. Vogt: „Die Vielfältigkeit macht die Faszination aus.“
Doch wirklich gut besetzte, für ein Massenpublikum taugliche Kampfabende gibt es in Berlin nicht. Bislang. Denn Vogt machte sein Hobby zum Beruf, gründete „Roundhouse“.
Umstritten sind solche Abende trotzdem, als „Blutsport für niedere Instinkte“ verschrien. Vogt kennt die Ressentiments. „Die Veranstalter sind an diesem Bild selbst schuld. Dunkle Plakate mit volltätowierten Typen mit Irokesen-Frisur und Kämpfe in schummrigen Lagerhallen versprühen nun einmal nicht das Flair einer Sportveranstaltung.“
Mit dem „Roundhouse“-Abend will Vogt gegen das schlechte Image ankämpfen. Auch, weil er selbst schon süchtig nach der Sportart ist, fünfmal in der Woche trainiert (Kampfgewicht 88 Kilogramm bei 1,82 Meter Größe).
„Schmerzen gehören zu MMA dazu. Besonders morgens komme ich zum Teil sehr schwer aus dem Bett. Meine Nase ist bislang heil geblieben, blaue Augen, Hämatome am Körper und Prellungen gehören aber dazu.“ Seine Familie hat Raphaël erst zur Hälfte überzeugt. Die Mutter des Deutsch-Franzosen findet MMA „spannend“, Papa Vogt fragt immer wieder: „Junge, muss das sein?“ Es muss.
Vogt und Menninger haben in der Vorbereitung alles erlebt, was MMA-Veranstaltungen in Deutschland ausmacht. Absagen zum Beispiel, auch sehr kurzfristige, gerade von deutschen Kämpfern, deren Namen fachkundiges Publikum hätten anziehen können.
Die Idee: Am Anfang stand die Frage, welche Kampfsportart obsiegen würde, wenn die Techniken aller Kampfstile erlaubt wären.
Die Kämpfer tragen kurze Hosen, Tiefschutz, Mundschutz und Handschuhe, die die Finger freilassen, damit Grifftechniken möglich sind. Die normale Kampfdauer beträgt 3 mal 5 Minuten. Ein Kampf ist vorzeitig zu Ende, wenn ein Kämpfer k. o. geht oder aufgibt, der Arzt den Kampf abbricht oder der Ringrichter den Kampf beendet.
Vogt gehört zu den besten Käfig-Kämpfern Deutschlands. Und kriegt trotzdem regelmäßig auf die Mütze.
Seine Krankenakte liest sich wie das Tagesprotokoll einer Notaufnahme: mehrere schwere Muskelanrisse. Bänderrisse an der Schulter, Schürfwunden, blaue Flecken. Und einmal hätte er sich trotz Zahnschutz fast die Zunge abgebissen.
Dennoch lässt der Schauspieler nichts auf Mixed Martial Arts (MMA) kommen.
„Es ist kein regelloser Sport“, sagt Vogt. Um dieses eigenwillige Freizeitvergnügen auch den Berlinern näherzubringen, plant er im Herbst ein großes MMA-Event in der Hauptstadt. Flachlegen mal anders. Bäm!
Die unweigerlich auftretenden Verletzungen machen Raphaël Vogt übrigens nichts aus.
Viel schlimmer: Wenn er deshalb beim Training pausieren muss. „MMA ist wie eine Sucht“, sagt der Schauspieler.
Fast wäre ihm wegen einer Verletzung mal ein TV-Engagement flöten gegangen. Aber Vogt kam wortwörtlich mit einem blauen Auge davon.
