UFC-Star Conor McGregor ist eine Ikone des MMA, der den Käfig-Kampf weltweit populär gemacht hat. Doch nach seinem kometenhaften Aufstieg verlor der Ire zunehmend den Bodenkontakt und auch Erfolge wurden seltener.
An diesem Wochenende feiert er nach einjähriger Pause seine Rückkehr in sein Arbeitszimmer: den Oktagon-artigen Käfig der Ultimate Fighting Championship (UFC), dem bekanntesten Ausrichter von Mixed-Martial-Arts-Veranstaltungen. McGregor trifft dann auf Dustin Poirier im Hauptkampf von UFC 257 in der Etihad Arena auf Yas Island, Abu Dhabi. Im angesprochenen Käfig hat es McGregor im vergangenen Jahrzehnt auf vielfältige Weise zu Ruhm und Reichtum gebracht.
Jahrelang gelang es McGregor, eine riesige Anhängerschaft insbesondere aus seinem Heimatland hinter sich zu vereinen. Allerdings stieg der Erfolg McGregor offensichtlich zu Kopf. Nachdem die ersten Millionen auf dem Konto eingegangen waren, zeigte er seinen ganzen Reichtum in Form von Sportwagen sowie kostspieligen Uhren und Anzügen. Von der demütigen Arbeiterklasse Irlands entfernte er sich damit zusehends.
Auch im Käfig ließen die Leistungen immer häufiger zu wünschen übrig. Gegen den dagestanischen Weltmeister Khabib Nurmagomedov sah McGregor beispielsweise bei deren Kampf im Oktober 2018 keinen Stich. Sein Show-Boxkampf gegen Floyd Mayweather musste derweil als Beweis herhalten, dass es ihm wohl nun doch vor allem um Ruhm ging und nicht mehr um ernsthafte sportliche Leistungen.
Unschöne Episoden abseits des Käfigs
Aber in seinem Fall kamen viele unschöne Episoden abseits des Käfigs hinzu: Mal schlug er einen älteren Herren in einem Pub, mal warf er eine Sackkarre durch die Scheibe eines von anderen Athleten besetzten Busses, mal nahm er einem aufdringlichen Fan das Smartphone weg. Es wirkte so, als wäre dort, wo McGregor war, die Polizei und der Haftrichter nicht weit.
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Details zu Vergewaltigungsvorwurf werden publik
Erst in dieser Woche machten neue Berichte mit Details zu einem Vergewaltigungsvorwurf gegen McGregor die Runde. Eine Frau wirft ihm vor, er habe sie am 9. Dezember 2018 in einem Dubliner Hotel vergewaltigt. Laut "New York Times" beschreibt sie, wie er sie mit einem Würgegriff von hinten attackiert und dreimal hochgehoben haben soll. Der Griff sei dabei jenem Aufgabegriff - den Nurmagomedov nutzte, um McGregor in deren Kampf zwei Monate zuvor zur Aufgabe zu zwingen - nicht unähnlich gewesen. Die Vertreter des Stars weisen die Vorwürfe entschieden zurück und McGregor tut Selbiges mit Verweis auf die langen Ermittlungen, die zu keinem Ergebnis gekommen sein sollen.
Zumindest nach außen gereift präsentiert sich der 32-Jährige in der Öffentlichkeit mittlerweile reifer und ruhiger. Die Großmaul-Attitüde hat McGregor allerdings für den Moment zu Hause gelassen. Er weiß wohl, dass er dort, wo einst sein steiler Aufstieg begann, erst wieder für Aufsehen sorgen muss.
Verletzungen und Comeback-Versuche
Bei UFC 264 im Juli 2021 brach sich Conor McGregor im Kampf gegen Dustin Poirier kurz vor dem Ende der ersten Runde das Bein. Ein Karriereende soll diese Niederlage nicht bedeuten, so will „The Notorious“ nicht abtreten. Das Datum für das Conor McGregor Comeback hätte der 29. Juni 2024 sein sollen. Doch daraus wurde bekanntlich nichts. Conor McGregor musste aufgrund einer Verletzung absagen.
Schon zu Jahresbeginn 2022 gab es immer Spekulationen McGregor könne noch im Jahr 2022 in den Käfig zurückkehren. Doch daraus wurde nichts. Der Termin für das Comeback von Conor McGregor ist der 29. Juni 2024. Dies hatte Conor McGregor bereits am 31. Januar 2024 bekannt gegeben. Am 14. UFC 303 mit dem großen Conor McGregor Comeback war in Las Vegas, in der T-Mobile Arena, geplant.
Wenn ein Giganten-Fighter wie Conor McGregor nach zwei Jahren (verletzungs-)Pause sein Käfig-Comeback gibt, dann wird es dazu auch eine Live-Übertragung geben. Die Liste der potenziellen Comeback-Gegner für McGregor war lang und prominent besetzt. In den letzten Monaten wurden immer wieder Namen wie Nate Diaz, Michael Chandler, Dustin Poirier, Justin Gaethje und auch Islam Makhachev genannt.
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Conor McGregor hat drei seiner letzten vier UFC-Kämpfe verloren. Zuletzt musste er zwei Mal gegen Dustin Poirier das Octagon als Verlierer verlassen. Allerdings ist Michael Chandler auch kein Seriensieger - im Gegenteil. Der US-Amerikaner hat ebenfalls drei seiner letzten vier Käfig-Auftritte verloren.
Ob man ihn mag oder nicht: Conor McGregor ist eine Ikone des MMA - der mittlerweile 35-järhige Ire hat den Käfig-Kampf weltweit populär und er war einer der besten seines Fachs. Er war 2021 sogar der meistverdienende Sportler der Welt.
Für viele UFC-Experten ist die große Zeit von McGregor deshalb vorbei. Die letzten Kämpfe gegen Poirier haben gezeigt: McGregor ist verwundbar und nicht mehr so gefürchtet wie früher.
McGregor Statistik
- Geburtstag: 14. Juli 1988
- Welterweight (2016, 2020), Lightweight (2008-2012, 2016-2018, seit 2021)
- MMA-Kämpfe gesamt: 28
- MMA-Siege gesamt: 22
- UFC-Debüt: 6. April 2013
Wenn McGregor fit und selbstbewusst ist, gibt es keinen besseren Striker in dieser Leichtgewicht-Division. Im Stand hat er das außergewöhnlich gute Distanzgefühl. Die Hand-Auge-Koordination von McGregor ist einzigartig. Das zeigt auch Blick in die McGregor Statistik: Von seinen 22 Siegen holte er 19 durch Knockout - und von diesen waren es 14 in der 1. Zuletzt hat er zwar zwei Niederlagen gegen Dustin Poirier kassiert, aber er kann mit seiner noch immer vorhanden Schnelligkeit weiterhin jedem Gegner im Leichtgewicht gefährlich werden. Dazu kommt der unbändige Wille, es nochmal allen Kritikern und (Käfig-)Feinden beweisen zu wollen.
Kontroverse um USADA
Die UFC und die USADA (United States Anti-Doping Agency) beenden ihre Zusammenarbeit zu Beginn des kommenden Jahres. Eine große Rolle dabei soll Superstar Conor McGregor spielen. Die Beziehung zwischen der USADA und der UFC wurde angesichts der Äußerungen von UFC-Führungskräften und anderen, die die prinzipielle Haltung der USADA in Frage stellten, dass McGregor nicht kämpfen dürfe, ohne mindestens sechs Monate lang im Test-Pool zu sein, unhaltbar.
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Nach seiner schweren Verletzung im Juli 2021 verließ McGregor den Test-Pool der USADA, wurde also nicht mehr auf Dopingmittel getestet. Die Vermutung damals: Der Ire will bei seiner Genesung auf eigentlich verbotene Mittel zurückgreifen.
Kehren Kämpfer zurück in den Test-Pool der USADA, müssen diese mindestens sechs Monate darin verbringen und zwei Drogentests bestehen, bevor sie wieder antreten dürfen. Ausnahmen dieser Regel gibt es nur in besonderen Fällen. Die UFC sah einen solchen bei McGregor, die USADA machte mehrmals öffentlich, dass sie der Meinung sei, eine solche Ausnahme sei beim 35-Jährigen nicht anwendbar.
In der Folge äußerten sich vor allem UFC-Boss Dana White und der langjährige Kommentator und Podcaster Joe Rogan mehrmals kritisch und nahmen die Ansichten der USADA nicht ernst. Nach dem Statement der Anti-Doping-Agentur drohte die UFC mit rechtlichen Schritte gegen die USADA.
Wie es mit Conor McGregor weitergeht, bleibt indes unklar. Der ehemalige Feder- und Leichtgewichts-Champion könnte, wegen dem Ende der Zusammenarbeit zwischen UFC und USADA wohl jederzeit ins Oktagon zurückkehren. Am wahrscheinlichsten soll derzeit sein, dass "The Notorious" bei UFC 300 seine triumphale Rückkehr feiert. Ein genaues Datum der Veranstaltung steht noch nicht fest.
Mögliches Comeback im Dezember 2024?
Über zwei Jahre ist es her, dass UFC-Superstar Conor McGregor (35) das letzte Mal im Käfig stand. Seit seiner Horror-Verletzung im Juli 2019 (Wadenbeinbruch bei UFC 267) kursieren immer wieder Gerüchte über eine mögliche Rückkehr. Conor McGregor: Comeback von UFC-Star enthüllt? Am 16. Dezember 2023 soll der Fight bei UFC 296 in Las Veags stattfinden.
Das wohl größte Problem an der Rückkehr des Superstars: Nach seiner Bein-Verletzung soll McGregor zu Aufputschmittel gegriffen haben. Deswegen war er aus dem Programm der Anti-Doping-Behörde USADA ausgestiegen. Um wieder in der UFC kämpfen zu können, muss er mindestens sechs Monate lang unter der Kontrolle der Doping-Agentur sein.
Karriereende und Auschluss von UFC 200
UFC-Star Conor McGregor sorgt mit einem Tweet für unzählige Spekulationen. "Ich habe beschlossen, jung in Rente zu gehen. Danke für alles! Bis später." Sofort begannen Spekulationen, der 27-Jährige beende seine Karriere sofort oder nach dem Main Event bei UFC 200 gegen Nate Diaz.
Denn einige Stunden später erklärte die UFC, dass sie McGregor aus UFC 200 am 9. Juli zurückgezogen hat. Der Präsident Dana White erklärte im SportsCenter, dass der Entschluss getroffen wurde, weil sich McGregor dagegen entschieden hätte, für PR-Aktionen nach Las Vegas zu reisen.
Unter Umständen könnte "The Notorious" aber auch von einem Ereignis zu Beginn des Monats beeinflusst worden sein. McGregor saß unmittelbar bei einem Fight in Dublin am Käfig, als Joao Carvalho Verletzungen erlitt, an denen der Portugiese später verstarb.
Conor McGregors vielversprechende Karriere in der UFC könnte abrupt beendet sein! Die Ereignisse rund um den irischen Vollblut-Kämpfer überschlagen sich. Der Verband hat den Federgewichts-Champion aus der Fight Card für "UFC 200" gestrichen. Am 9. Juli hätte McGregor eigentlich gegen seinen jüngsten Bezwinger Nate Diaz ins Oktagon steigen sollen.
Ungewissheit über zukünftige Kämpfe
Werden wir Conor McGregor (36) jemals wieder im UFC-Käfig sehen? Diese Frage stellen sich Fans schon seit langer Zeit. Eigentlich sollte der Ire Ende Juni seine lang erwartete Rückkehr feiern. Eine Verletzung verhindert allerdings den Plan. Jetzt hat sich UFC-Boss Dana White (55) zum McGregor-Comeback geäußert - und eine baldige Rückkehr ausgeschlossen. Am Dienstag sprach der Präsident zu Reportern und verkündete: „Wir haben geredet und er will kämpfen. Wir werden es herausfinden. Nicht in diesem Jahr. Er wird dieses Jahr nicht kämpfen.“
Kurz nach der Bekanntage von White meldet sich McGregor bei X - und widersprach seinem Boss. Der ehemalige Doppel-Champ: „Ach Dana, im Dezember ist es so weit! Lass uns das Kalenderjahr mit einem großen Event beenden. Komm schon, was ist das? Ich werde mich nächsten Monat drauf vorbereiten. Dezember! Sagt Dana und der UFC, dass wir den Dezember wollen! Wir haben den Dezember verdient!“
Für den Comeback-Kampf wurde Michael Chandler (38) auserwählt. Der US-Amerikaner hat in seinen letzten vier Fights nur einen Sieg eingefahren, befindet sich zudem im gehobenen MMA-Alter. Klar ist: Seit 2016 hat der größte Star der UFC-Geschichte nur viermal gekämpft, dabei nur einmal gewonnen. Größere Schlagzeilen schrieb McGregor eher mit zahlreichen Skandalen abseits des Käfigs.
