Masatoshi Nakayama, geboren am 13. April 1913 und verstorben am 15. April 1987, war ein japanischer Karatemeister, der für seinen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung und weltweiten Verbreitung des Shotokan-Karate anerkannt ist.
Als Chefinstrukteur der Japan Karate Association (JKA) für nahezu 40 Jahre spielte er eine Schlüsselrolle in der Entwicklung des modernen Karate. Sein Beitrag zur Entwicklung des Shotokan-Karate und dessen weltweiter Verbreitung ist von unschätzbarem Wert. Sein Vermächtnis beeinflusst und inspiriert weiterhin Karatepraktizierende auf der ganzen Welt.
Frühe Jahre und Ausbildung
Nakayama wurde in Yamaguchi, Japan, geboren. Er trat 1932 in die Takushoku-Universität ein, wo er begann, Karate unter Gichin Funakoshi, dem Begründer des Shotokan-Stils, und dessen Sohn, Gigo Funakoshi, zu studieren. Nach seinem Abschluss setzte Nakayama das Karate-Training und -Lehren fort, während er eine Karriere im internationalen Handel verfolgte.
Während des Zweiten Weltkriegs war Nakayama gezwungen, Japan zu verlassen und sich in Mandschukuo, einer von Japan besetzten Region Chinas, niederzulassen. Dort setzte er das Karate-Training fort, während er für die Regierung arbeitete. Nach dem Krieg kehrte er nach Japan zurück, wo er sein Karate-Training mit erneuerter Entschlossenheit wieder aufnahm.
Die Japan Karate Association (JKA)
Im Jahre 1948 gründete Nakayama gemeinsam mit Gichin Funakoshi und anderen Funakoshi-Schülern die Japan Karate Association. Als Chefinstrukteur der JKA implementierte Nakayama ein rigoroses, systematisches Trainingsprogramm basierend auf Funakoshis Curriculum.
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Sein Ansatz zeichnete sich durch Aufmerksamkeit für technische Details, intensives körperliches Training und strikte Disziplin aus. Nakayama spielte auch eine entscheidende Rolle bei der Organisation der ersten gesamtjapanischen Karatemeisterschaft im Jahr 1957. Dieses Ereignis trug nicht nur dazu bei, Karate in Japan zu popularisieren, sondern half auch, die JKA als führende Karateorganisation auf internationaler Ebene zu etablieren.
Nakayama wird auch zugeschrieben, einer der Ersten gewesen zu sein, der das Konzept des Kumite (freier Kampf) in das Shotokan-Karate einführte. Obwohl es zu seiner Zeit umstritten war, ist der Kumite-Wettkampf heute ein Standardbestandteil der meisten Karatestile.
Beitrag zur Verbreitung des Shotokan-Karate
Zusätzlich zu seiner Arbeit mit der JKA hat Nakayama zahlreiche Bücher über Karate verfasst, darunter die äußerst einflussreiche Serie „Best Karate“. Diese Bücher trugen dazu bei, Shotokan-Karate weltweit zu verbreiten und bleiben bis heute eine wichtige Referenz für viele Karatepraktizierende.
Vermächtnis
Nakayama verstarb 1987, aber sein Vermächtnis lebt weiter. Seine Hingabe zum Lehren, seine Aufmerksamkeit für technische Details und seine Vision von Karate als Mittel zur persönlichen Entwicklung und Disziplin machen ihn zu einer emblematischen Figur im Karate.
SKAI-Switzerland steht für (Shotokan Karate Alliance International) und ist ein Karateverband in der Schweiz mit dem Chiefinstruktor, Rolf Oppenberg, 6. Dan.
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SKAI-Switzerland ist Mitglied im Dachverband SKAI-International (Shotokan Karate Alliance International) mit dessen Chefinstruktor Akita Sensei, 6. Dan. Jedermann/Frau kann Mitglied werden, ob als ganzes Dojo oder als einzelner Karateka. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist, keine Karatepolitik zu betreiben.
Wir wollen den Weg des Karate-Do leben, trainieren und dabei auch Spass haben. SKAI-Switzerland, mit dem Hombu Dõjõ (Hauptdõjõ Kusuikan) in Arbon an der Friedenstrasse 7, trainiert das traditionelle Shotokan Karate.
Kusuikan Dojo und Rolf Oppenberg
Die Seele von SKAI-Switzerland sind Rolf und Tanya Oppenberg. Rolf leitet den täglichen Trainingsbetrieb. Ob Privatstunden, Gruppentrainings, eigene Seminare oder Instruktorentrainings. Jedes Training unterrichtet er persönlich. Rolf Oppenberg, 6. Dan, trainiert seit 50 Jahren täglich mehrere Stunden und unterrichtet im Kusuikan Dojo.
Wenn man das Dojo betritt, sieht in die freudvollen Augen von Rolf, dann weiss man, dass der Alltag im Umkleideraum geblieben ist. Durch seine hohe Kompetenz, seine zugewandte und stets zugeneigte Art, verströmt Rolf eine Aura, die man nicht anders als vorbildlich betiteln kann.
Shotokan Stilarten
Als Begründer gilt unser bereits bekannter Funakoshi, der den Shotokan Stiel ins Leben rief. Die Grundtechniken des sind geprägt durch Schlag-, Stoss- und Tritt-Techniken. Weiter übt man sich in Fussfege-Techniken und speziellen Blocktechniken.
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Shotokan ist die weltweit meistverbreitete Stilart. Grundsätze des Shotokan ist die Schulung des eigenen Geistes, des Charakters und der inneren Einstellung.
Sensei Funakoshis Sohn, Yoshitaka Giko, bildete ab 1943 das Gohon-Kumite, Sanbon-Kumite und das Ippon-Kumite. Ein Schüler Funakoshis, namens Nakayama Masatoshi, studierte die chinesischen Kampfkünste und gründete mit Nishiyama die JKA, welche später das Jiyu-Kumite entwickelte.
Karate Do
Aus den Büchern von Gichin Funakoshi ist erwiesen, dass in der langen Zeit der Besatzung von Okinawa nicht nur das Tragen von Waffen, sondern auch das Ausüben von Kampfkünsten verboten war. Gegen Anfang dieses Jahrhunderts, als die alten Kampfkünste in Japan eine Renaissance erlebten und zum nationalen Kulturgut und Erbe erhoben wurden, erwachte nach einem Besuch des japanischen Thronfolgers Hirohito im Jahr 1921 auf Okinawa, das Interesse am „exotischen“.
1922 reiste Gichin Funakoshi nach Japan, um in Tokio Karate vorzustellen. Anlass war eine Vorführung der alten japanischen Kampfkünste, zu der auch die Präfektur Okinawa eingeladen war. Karate fand nun erstmals vor einem breiteren Publikum Beachtung.
