Judo Olympia Tokio Ergebnisse

Bei den Olympischen Spielen in Tokio hat das Mixed-Team dem Deutschen Judo-Bund (DJB) die dritte Medaille beschert. Im ersten Mannschaftswettkampf der Olympia-Geschichte erkämpfte die Auswahl um Bronzemedaillengewinnerin Anna-Maria Wagner (Ravensburg) mit einem 4:2 gegen die Niederlande erneut Bronze. Im Viertelfinale hatte das deutsche Team gegen Weltmeister und Topfavorit Japan eine Überraschung verpasst und nach einer 2:0-Führung noch 2:4 verloren.

Im Nippon Budokan holten Dominic Ressel, Wagner, Theresa Stoll und Sebastian Seidl die nötigen Punkte zum Sieg.

Ressel zeigte sich euphorisch: "Es fühlt sich unfassbar geil an. Nicht nur wir sechs haben die Medaille geholt, sondern das ganze Team. Es ist ein Teamerfolg und den feiern wir auch." In der Hoffnungsrunde folgte ein 4:2 gegen die Mongolei.

Die deutschen Judoka haben im ersten Teamwettkampf der Olympia-Geschichte eine große Überraschung verpasst. Im Judo-Tempel Nippon Budokan verlor die Mixed-Mannschaft um Silbermedaillengewinner Eduard Trippel das Viertelfinale gegen Weltmeister und Topfavorit Japan nach einer 2:0-Führung noch 2:4. In der Hoffnungsrunde besteht nun noch die Chance auf Bronze.

Theresa Stoll gewann zunächst gegen die allerdings deutlich leichtere Uta Abe, auch Igor Wandtke bezwang in Shohei Ono einen Tokio-Olympiasieger. Giovanna Scoccimarro, der im Achtelfinale gegen das Flüchtlingsteam (4:0) noch geschonte Trippel, Jasmin Grabowski und Johannes Frey verloren aber anschließend ihre Kämpfe.

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Das Mixed-Team ist die letzte Judo-Entscheidung in Tokio.

Weltmeisterin Anna-Maria Wagner hat bei den Olympischen Spielen in Tokio die zweite Medaille für die deutschen Judoka gewonnen. Die 25-Jährige aus Ravensburg setzte sich im "kleinen Finale" der Klasse bis 78 kg gegen die Kubanerin Kaliema Antomarchi durch und sicherte sich damit Bronze.

Bereits am Mittwoch hatte Eduard Trippel in der Klasse bis 90 kg Silber geholt.

Anna-Maria Wagner schrie ihre ganze Freude heraus und jubelte ihrem Erfolgstrainer Claudiu Pusa zu. 48 Tage nach ihrem WM-Triumph von Budapest hat Deutschlands beste Judoka bei den Olympischen Spielen von Tokio Bronze geholt und damit ihren sagenhaften Höhenflug fortgesetzt. Dass es nicht ganz zum ganz großen Gold-Coup reichte, konnte die 25-Jährige locker verkraften.

"Ich bin super glücklich. Natürlich ist man hergekommen, um Gold zu holen. Aber den letzten Kampf zu gewinnen und die Medaille mit nach Hause zu nehmen, macht mich einfach super froh", sagte Wagner bei Eurosport.

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Der Traum von Gold war im Halbfinale geplatzt, als sie gegen das nur 1,67 m große und damit 15 Zentimeter kleinere Kraftpaket Shori Hamada keinen Zugriff bekam und nach nur 1:23 Minuten vorzeitig verlor.

Mit Wagners anschließendem erfolgreich Griff nach Bronze setzte in der Klasse bis 78 kg sich eine kleine deutsche Serie der deutschen Frauen fort: Nach 2012 (Kerstin Thiele) und 2016 (Laura Vargas Koch) gab es zum dritten Mal in Folge eine Medaille bei Sommerspielen. Am Mittwoch hatte Eduard Trippel (90 kg) bereits Silber gewonnen.

Wagner setzt kleine deutsche Serie fort:

Und anders als ihre Nationalmannschafts-Kollegin Martyna Trajdos muss Pusa seine Musterschülerin nicht einmal vor dem Kampf als Aufwärmprogramm einvernehmlich ohrfeigen, damit Wagner auf der Matte durchstartet.

Für Wagner fand damit ein traumhaftes Jahr 2021 einen weiteren Höhepunkt, in dem sie den Durchbruch in die absolute Weltklasse schaffte. Die Grand Slams in Tel Aviv und Kasan gewann Wagner, ehe sie Mitte Juni in Budapest mit dem ersten WM-Gold für eine deutsche Judoka seit 28 Jahren ihr Meisterstück ablieferte.

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Bislang gab es nur eine deutsche Olympiasiegerin im Judo. 2004 in Athen gewann Yvonne Bönisch, die als Österreichs Nationaltrainerin am Mittwoch Michaela Polleres zu Silber geführt hatte. Sowohl Olympiasieg (1996) als auch WM-Gold (1991 und 1995) hat als einziger deutscher Judoka der Leipziger Udo Quellmalz vorzuweisen.

Für Karl-Richard Frey erfüllte sich der Traum von einer Olympia-Medaille dagegen erneut nicht. Der Vizeweltmeister von 2015 unterlag in der Hoffnungsrunde der Klasse bis 100 kg dem früheren WM-Zweiten Nijas Iljassow aus Russland, verpasste das kleine Finale und wurde Siebter. Vor fünf Jahren hatte Frey, dessen Bruder Johannes am Freitag im Schwergewicht antritt, in Rio den Kampf um Platz drei verloren.

Ergebnisse der 2. Runde (Judobis 81 kg Männer)

Hier sind die Ergebnisse der 2. Runde der Judo-Wettkämpfe in der Klasse bis 81 kg der Männer:

  • Matthias Casse besiegte Adrian Gandia
  • Alain Aprahamian besiegte Robin Pacek
  • Alan Khubetsov besiegte Vladimir Zoloev
  • Antoine Valois-Fortier besiegte Alexios Ntanatsidis
  • Takanori Nagase besiegte Vedat Albayrak
  • Mohamed Abdelaal besiegte Christian Parlati
  • Frank de Wit besiegte Peniamina Percival
  • Dominic Ressel besiegte Wesam Abu Rmilah
  • Sagi Muki besiegte Eduardo Santos
  • Shamil Borchashvili besiegte Anri Egutidze
  • Sharofiddin Boltaboev besiegte Hugo Cumbo
  • Ivaylo Ivanov besiegte Emmanuel Lucenti
  • Sungho Lee besiegte Nacif Elias
  • Saeid Mollaei besiegte Didar Khamza

Ergebnisse der 1. Runde (Judobis 78 kg Frauen)

Hier sind einige Ergebnisse der 1. Runde der Judo-Wettkämpfe in der Klasse bis 78 kg der Frauen:

  • Zhenzhao Ma gegen Bernadette Graf
  • Karla Prodan gegen Jovana Pekovic
  • Anastasiya Turchyn gegen Vanessa Chala
  • Nefeli Papadakis gegen Hyun-ji Yoon
  • Beata Pacut gegen Sarah Myriam Mazouz
  • Marie Branser gegen Aleksandra Babintseva
  • Karen Leon gegen Patricia Sampaio