Teil der Ausrüstung für einen professionellen Kampf im Judosport ist der Judoanzug oder auch Kampfanzug, der den Namen Judogi trägt. Seit vielen hundert Jahren ist er im Einsatz und hat sich dabei kaum verändert. Er steht für das Ursprüngliche in diesem Sport, und ist dabei doch so praktisch. Mit seinen optimal geschnittenen Hosen und Jacken, der akkuraten Verarbeitung und den robusten Stoffen sorgt er dafür, dass der Judoka sowohl im Training als auch beim Kampf stets optimal gekleidet ist.
Bestandteile und Eigenschaften des Judoanzugs
Ein Judoanzug besteht aus einer weiten, meist weißen Baumwollhose (Zubon) und darüber eine weite, halblange, ebenfalls meist weiße Jacke (Uwagi) aus Baumwolle die durch einen farbigen Gürtel (Obi) zusammen gehalten wird.
Als Judogi bezeichnet man den gesamten Judo-Anzug, dieser sollte gut passen, also nicht zu groß aber auch nicht zu klein und außerdem sauber sein. An der Gürtelfarbe kann man den Ausbildungsstand des Judoka erkennen. Nach entsprechender Trainingszeit kann er eine Prüfung vor einer Prüfungskommision ablegen.
Es gibt tatsächlich Vorschriften, wie ein Judoanzug beschaffen sein muss. Wer mit kurzen Ärmeln kämpfen möchte, wird beim Judo nicht glücklich werden. In den Regeln ist klar definiert, dass bei ausgestrecktem Arm der Ärmel den gesamten Arm inklusive des Handgelenks bedecken muss. Eine weitere Vorgabe ist die Jacke selbst, bei der es eine horizontale Überschneidung der beiden Jackenteile geben muss und diese muss mindestens 20 Zentimeter betragen.
Material und Komfort
Der Judoanzug erfüllt in dieser Kampfsportart gleich mehrere Aufgaben. Zum einen steht er für eine jahrhundertealte Tradition - und Traditionen spielen in allen fernöstlichen Kampfsportarten eine große Rolle. Andererseits erfüllt der Judoanzug auch rein praktische Funktionen. Eine solche Funktion ist z. B. die maximale Bewegungsfreiheit, welche durch den speziellen Schnitt von Hose und Jacke ermöglicht wird.
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Des Weiteren erfüllt auch das Material einen praktischen Zweck - die (meist recht dicke) Baumwolle schützt den Körper vor Verletzungen und saugt den während des Trainings bzw. Kampfes entstehenden Schweiß auf. Allerdings gibt es mittlerweile auch Judoanzüge aus einem Mischgewebe, bestehend aus Baumwolle und einem gewissen Anteil aus Elasthan. Diese sind insbesondere für Anfänger sehr gut geeignet, da sich der Kämpfer bzw. sein Gegner hier auch einmal Fehlgriffe erlauben kann, ohne dass dies gleich schwerwiegende Folgen hat.
Hosenbund
Die Hose des Judoanzugs muss viel aushalten. Trotzdem soll der Kämpfer genügend Bewegungsfreiheit und einen bequemen Sitz haben. Dies lässt sich nur realisieren, wenn die Hose mit einem durchdachten Bund versehen ist. Bei den meisten Judoanzügen ist dieser Bund entweder in Form einer Schnürung ausgeführt (ein Tunnelzug ist in die Hose eingearbeitet und kann vorne gebunden werden), oder die Hose verfügt über einen einfachen Dehn- bzw. Judohosen mit Dehn- bzw. Elastikbund eignen sich grundsätzlich besser für das Training, während Schnürbundhosen für den harten Wettkampf besser geeignet sind.
Farben und ihre Bedeutung
Laien fällt sofort auf, dass ein Teilnehmer weiß und der andere blau gekleidet ist und zwar bei jedem Kampf. Das ist auch in den Regeln so vorgeschrieben, damit man bei der Beobachtung der Kämpfe leichter verfolgen kann, wer welche Aktion durchführt. Wären beide Judokas mit der gleichen Farbe ausgestattet, wäre die Verfolgung der Aktionen weit schwieriger.
Weiß und blau sind die Pflichtfarben beim Judoanzug, um die Unterscheidung in der Beobachtung zu ermöglichen. Diese Farben haben Tradition und werden durch den Weltverband und die nationalen Verbände auch vor dem Kampf überprüft. Diese Farben finden sich auch auf der Wettkampffläche durch die Markierungen wieder, sodass der blaue Kämpfer die blaue Markierung als Startpunkt wählt, der weiße Kämpfer die weiße Markierung.
Speziell für Wettkämpfe gibt es zusätzlich blaue Judo-Anzüge, damit die Kontrahenten im Kampf besser voneinander unterschieden werden können. Allerdings ist dies keine Pflicht und kommt somit nicht in jedem Kampf zur Anwendung.
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Unterschiede zum Karateanzug
Judoanzüge sind in der Regel etwas schmäler geschnitten als Karateanzüge. Ein Karateanzug besteht in der Regel aus einer weissen Hose und einer weissen Jacke. Ein Judoanzug besteht auch aus einer weissen Hose und einer weissen Jacke.
Beim Judoanzug ist die Hose ähnlich wie eine Karateanzughose. Die Hosen von Judoanzügen haben aber meistens eine zusätzliche Versträrkung im Kniebereich. Die Judoanzug Jacke muß stabiler sein, als eine Karateanzug Jacke. Deshalb besteht Judoanzug Jacke in der Regel aus einer speziellen Webung, die mach Reiskornwebung nennt.
Der Judoanzug für Kinder
Du möchtest Deinem Kind den bestmöglichen Einstieg in die Welt des Judo ermöglichen? Dann ist ein hochwertiger Judoanzug für Kinder in Kombination mit dem passenden Zubehör genau das Richtige. Ein Kinder-Judogi sollte nicht nur gut sitzen, sondern auch einiges aushalten.
Ein Judogi allein reicht nicht - mit dem passenden Zubehör wird das Training erst richtig komplett. Ob beim ersten Training oder auf dem Weg zum nächsten Gürtel - mit dem passenden Judoanzug und dem richtigen Zubehör fühlt sich Dein Kind sicher, motiviert und bestens vorbereitet.
Wo man Judoanzüge kaufen kann
Im Onlineshop von kwon.de finden Sie eine große Auswahl von Judoanzügen in unterschiedlichen Größen, Farben und Stoffausführungen.
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Der Einsteiger Judoanzug von KWON. Aus leichtem, aber zugleich robustem Baumwollstoff hergestellt, eignet sich der Judoanzug perfekt für Einsteiger und alle, die Judo nur ab und an als Ausgleichssport bzw.
Den klassischen Judoanzug aus mittelschwerer Baumwolle gibt es bei KWON in zahlreichen verschiedenen Größen, Ausführungen und Farben. Er eignet sich auch für ambitionierte Jodukas, die ihrem Equipment sehr viel abverlangen.
Speziell für Kinder gibt es bei KWON Judoanzüge in den passenden Größen.
Im Onlineshop von kwon.com finden Judo-Begeisterte eine große Auswahl hochwertiger Judoanzüge in unterschiedlichen Größen und Farben, für Anfänger und Profis.
Zusätzliche Informationen
Bei Wettkämpfen auf europäischer bzw. weltweiter Ebene gibt das jeweilige Regelwerk des Europäischen Verbandes (EJU) bzw. Zudem gibt es für die in den Kämpfen zwingend vorgeschriebenen Rückennummern ebensolche Vorgaben. Sie müssen in einem einheitlichen Design gestaltet sein.
Daher hat sich innerhalb der letzten Jahre ein Lieferant für diese Rückennummern quasi als Standard durchgesetzt. Es handelt sich hierbei um das Unternehmen Mybacknumber, zu finden unter der Webadresse mybacknumber.com. Hier können die entsprechenden Rückennummern bestellt werden, dabei gibt es die Möglichkeit, auch Sponsoren mit aufdrucken zu lassen, was zu Preisreduzierungen führen kann. Allerdings gibt es auch für diese Werbeaufdrucke entsprechende Vorschriften und Richtlinien.
