Der Judo Club Folsterhöhe Alt-Saarbrücken 1999 e.V. setzt sich seit seiner Gründung im Jahr 1999 in einem außerordentlichen Maße für die Integration von sozial Benachteiligten und Menschen mit Migrationshintergrund ein.
Die Folsterhöhe ist ein Stadtteil Saarbrückens, welcher als sozialer Brennpunkt gilt. 30% der dort lebenden Menschen sind auf soziale, sowie finanzielle Unterstützung angewiesen und 40% der Bewohner weisen einen Migrationshintergrund auf.
Der Judo Club Folsterhöhe engagiert sich an der Sicherstellung von flächendeckenden bedarfs- sowie stadtteilorientierten und lebensbegleitenden Sport-, Bildungs- und Freizeitangeboten. Er stellt Angebote sicher, die einen sozial gerechten Zugang im Sinne der Chancengleichheit gewährleisten und gesellschaftlich ausgleichend wirken. Somit ist es nicht verwunderlich, dass der Verein dieses Jahr mit dem Hermann-Neuberger-Preis für Integration ausgezeichnet wurde.
Ein Ankerpunkt im Quartier
Richtig durchstarten konnten die Ehrenamtler aber erst im Jahr 2009, nach der Übernahme und dem Umbau eines ehemaligen Edeka-Zentrums. Ganz nach dem Motto „Treffpunkt statt Brennpunkt“ etablierte sich der Judo Club seither als Ankerpunkt und soziale Anlaufstation auf der Folsterhöhe. Durch sein intensives Engagement trieb er die Entwicklung des Quartiers stetig voran.
An jenen Orten, an denen die sozialen Ungleichheiten am größten sind, gestaltet sich sogar hauptamtliche getragene Stadtentwicklung trotz hoher Investitionen oft schwer und führt doch nicht immer zu den gewünschten Resultaten. Der Judo Club Folsterhöhe hat es aber geschafft, rein durch ehrenamtliches Engagement, eine gesellschaftliche Entwicklung in einem gesamten Einzugsgebiet anzustoßen und sein Quartier dadurch aktiv mitzugestalten.
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Förderung von Kindern und Jugendlichen
Einen besonderen Stellenwert legen die ehrenamtlichen Helfer auf die Förderung der Integration, Entwicklung und Chancengleichheit von Kindern. Gerade für Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien oder Familien mit Migrationshintergrund ist es heutzutage enorm wichtig, Angebote zu schaffen die unterstützen und von jedem genutzt werden können.
Neben der Wertevermittlung im Sport organisiert der Judo Club Folsterhöhe beispielsweise regelmäßige Kinder-Olympiaden, Sternengucker-Abende und Lernausflüge, an denen alle Kinder aus der Nachbarschaft kostenfrei teilnehmen können.
„Das ist ja nicht nur, dass wir den Kindern ein Freizeitangebot anbieten. Die Angebote sollen die Kinder auch dazu bringen, zu begreifen, dass es nicht nur einen Friseur und einen Fleischverkäufer gibt, sondern dass es in der heutigen Zeit ganz neue Berufe gibt, die sich mit Naturwissenschaften befassen. Erneuerbare Energien, Umweltschutz, Naturschutz, Klima und so weiter. Das wollen wir hier schon - Also wir sind keine Professoren oder Lehrer - aber wir haben die Möglichkeit bei den Kindern schonmal das Interesse für diese Themengebiete zu wecken.“
So möchte der Verein in naher Zukunft auch eine Gärtnergruppe mit dem Namen „Die Gartenzwerge“ ins Leben rufen. Dort werden Ehrenamtler, gemeinsam mit interessierten Kindern aus der Nachbarschaft, ein Gemüsebeet anlegen, um schon den Kleinsten zu vermitteln, wo unsere Nahrung eigentlich herkommt.
Die vielfältige Kompetenzvermittlung des Vereins trägt nicht nur zur Chancengleichheit der Kinder, sondern auch zur Integration jener Kinder bei, welche nicht an den Sportangeboten des Vereins teilnehmen können bzw. einige trauen sich nicht, weil sie sich im Vergleich zu Gleichaltrigen für unsportlich halten.
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Auszeichnungen und Anerkennung
Dank seines außergewöhnlichen Engagements wurde der Judo Club schon in der Vergangenheit etliche Male ausgezeichnet. Beispielsweise gewann der Verein 2011 einen goldenen Stern des Sports, wurde 2013 mit dem saarländischen Willkommenspreis ausgezeichnet und war 2014 Gewinner der Initiative „Saarland zum Selbermachen“.
Judo als mehr als nur Sport
Inzwischen hat sich JUDO vor allem auch zu einem Wettkampfsport entwickelt, der sich wachsender Beliebtheit erfreut. Im Dôjô gibt es keine Gegensätze von Geschlecht und Rasse, von groß und klein, von intelligent und dumm. Das wesentliche ist die Za-sen Haltung und die gemeinsame Übung. Man ist allein und doch mit den anderen zusammen. In jeder Haltung findet unser Gehirn sein tiefes, ursprüngliches Gleichgewicht wieder, das Bewusstsein wird ruhig, tief und umfassend.
Wer möchte, kann natürlich unter Aufsicht auch an den vielfältigen Sportgeräten des Judoclubs tätig sein, an der Bewegung, Altersgruppe, unabhängig ihrer körperlichen oder geistigen Verfassung, Zugang zu angemessener sportlicher Betätigung und kulturellen bzw. schaffen, innerhalb dessen sie an sinnvollen Freizeitangeboten teilhaben können und Beratung erhalten.
Wir freuen uns über jede Spende zugunsten unserer laufenden oder zukünftigen Projekte.
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