MMA, oder Mixed Martial Arts, ist mehr als nur ein Trend in der Welt des Kampfsports. Es ist eine faszinierende Mischung aus Technik, Strategie und roher Kraft. Mixed Martial Arts (MMA) ist eine Vollkontakt-Kampfsportart, die eine breite Palette von Kampftechniken und -stilen umfasst.
Die Grundlagen von MMA
Vielseitigkeit: MMA kombiniert verschiedene Kampfstile wie Boxen, Ringen und Brazilian Jiu-Jitsu, was es zu einer der vielseitigsten Kampfsportarten macht.
Geschichte: Die moderne Form von MMA, wie wir sie heute kennen, nahm insbesondere mit der Gründung der Ultimate Fighting Championship (UFC) im Jahr 1993 Gestalt an.
Kontrovers: Aufgrund der Härte des Kampfsports gab es von 2010 bis 2014 ein Sendeverbot im deutschen Fernsehen.
Was MMA besonders macht, ist die Freiheit, die es den Kämpfern bietet. Im Gegensatz zu anderen Kampfsportarten, die sich oft auf eine bestimmte Technik oder einen Stil konzentrieren, erlaubt MMA die Kombination von Schlag- und Tritttechniken aus dem Stand mit Ring- und Bodenkampftechniken.
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Die meisten von euch kennen MMA wahrscheinlich durch die Ultimate Fighting Championship (UFC), die größte und bekannteste MMA-Organisation der Welt. Die UFC hat die Sportart populär gemacht und bietet eine Plattform für einige der besten Kämpfer der Welt.
Eine Besonderheit von MMA ist das sogenannte „Octagon„, ein achteckiger Käfig, in dem die Kämpfe stattfinden. Dies unterscheidet MMA von anderen Kampfsportarten, die oft in einem Ring oder auf einer Matte ausgetragen werden.
Bei Mixed Martial Arts handelt es sich um eine Kombination aus abwechslungsreichen und intensiven Kampfsportarten wie Thaiboxen, Judo und Kickboxen. Dementsprechend ist das Training auch körperlich und technisch recht anspruchsvoll.
Empfohlen wird diese Kampfsportart daher vor allem Menschen, die schon Erfahrung in einer oder mehreren Kampfkünsten haben. Es gibt aber auch immer wieder Neueinsteiger, die ohne jegliche Kampfsporterfahrung mit dem Training anfangen und erfolgreich sind.
Die professionellen Trainer helfen euch in diesem Fall dabei, eure Fähigkeiten in puncto Kraft, Ausdauer, Reaktion, mentale Stärke, Schnelligkeit und Beweglichkeit zu erlernen und zu verbessern.
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Bei Anfängern wird das Training zunächst so gestaltet, dass die Schüler die erforderliche Ausdauer und Körperkraft erreichen.
Kämpfer müssen mindestens 18 Jahre alt sein und eine medizinische Untersuchung bestehen. Sie müssen auch bestimmte Gesundheitsstandards erfüllen, um am Kampf teilnehmen zu dürfen.
Verbotene Aktionen im MMA
Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht - beim Mixed Martial Arts (MMA) ist nicht alles erlaubt. Die wichtigsten Regeln und Verbote im Oktagon.
In MMA sind neben den offensichtlichen Verboten wie Kopfstößen, Beißen und Tiefschlägen auch andere Handlungen untersagt.
Dazu gehören Augenstiche, Haareziehen und das Schlagen oder Greifen der Kehle. Ebenso ist es verboten, den Gegner absichtlich an den Zaun oder die Seile zu drücken oder ihn auf den Kopf fallen zu lassen.
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Handlungen, die die Atmung behindern, wie das Anwenden von Druck auf Mund oder Nase, sind ebenfalls nicht erlaubt.
Schläge gegen den Hinterkopf oder die Wirbelsäule, Fischhaken, das Greifen der Handschuhe oder Shorts des Gegners sowie „Small Joint Manipulation“, also das Verdrehen von Fingern, sind ebenfalls untersagt.
Die Unified Rules of MMA definieren weltweit die Regeln, Gewichtsklassen und verbotenen Aktionen.
Weitere wichtige Regeln in der MMA: Neben den festgelegten Siegmethoden und den Kampfbedingungen gibt es im MMA auch eine klare Liste an verbotenen Aktionen.
Insgesamt gibt es 31 verschiedene Fouls, die unerlaubte Angriffe oder unsportliches Verhalten umfassen. Diese Verstöße können mit unterschiedlichen Strafen geahndet werden - von einer einfachen Verwarnung über einen Punktabzug bis hin zur Disqualifikation des Kämpfers.
Die wichtigsten verbotenen Aktionen im Überblick:
- Beleidigungen, Spucken, Kratzen, Kneifen, das Festhalten der Hose des Gegners sowie Angriffe während Pausen oder Unterbrechungen gelten als Foul.
- Missachtung der Schiedsrichterentscheidung, Eingriffe von außen und Kampfvermeidung werden ebenfalls bestraft.
- Angriffe unter die Gürtellinie, auf die Wirbelsäule, den Hinterkopf und die Nieren sind strengstens verboten.
- Kniestöße und Tritte gegen den Kopf eines am Boden liegenden Gegners sind unrechtmäßig. Ein Kämpfer gilt als „am Boden“, wenn er mit beiden Füßen, einer Hand und einem weiteren Körperteil den Boden berührt.
- Kopfstöße, Beißen, Haarziehen, Augenstechen und das Fishhooking (Greifen und Ziehen des Mundes) sind ebenfalls verboten.
- Schläge und Griffe an die Kehle sowie das Greifen des Schlüsselbeins sind unzulässig.
- Finger- und Zehenmanipulationen (z. B. Verdrehung oder Abspreizen) sind ebenfalls regelwidrig.
- Greifen des Rings oder Käfigs oder das absichtliche Werfen des Gegners außerhalb des Rings oder Käfigs stellen einen Regelverstoß dar.
- Fassen mit den Fingern in Körperöffnungen oder Wunden ist verboten.
- Kampfverhalten, das den Gegner ohne Chance auf einen Sieg blockiert oder den Kampf vermeidet, wie z. B. das ständige Verlassen des Käfigs oder das Zurückweichen ohne Interaktion.
Wenn Kämpfer gegen die Regeln verstoßen, werden sie mit Verwarnungen, Punktabzügen oder Disqualifikationen bestraft, um Fairness und Sicherheit im Kampf zu gewährleisten.
Weitere wichtige Regeln
- Keine Angriffe auf die Leistengegend
- Keine Kniestöße zum Kopf bei einem am Boden liegenden Gegner
- Keine Schläge auf den Hinterkopf oder die Wirbelsäule
- Keine Kopfstöße
Kampfrichter und Bewertung
Das Kampfgericht setzt sich aus verschiedenen Rollen zusammen, darunter ein Delegierter, ein Referee und ein Ringarzt.
Die Bewertung eines Kampfes kann auf verschiedene Weisen erfolgen, darunter Unentschieden, Punktsieg, technischer K.O. oder K.O.
Bei Wettkämpfen werden meistens 4 Oz. Handschuhe verwendet, zum Trainieren sollte man sich jedoch 6 oder 8 Oz. Zu lose Handschuhe sollten vermieden werden, sie könnten abrutschen, zu enge könnten jedoch offensichtlich unbequem werden.
Bedeutende MMA-Organisationen und Kämpfer
- Bellator MMA: Eine US-amerikanische Organisation, die als Hauptkonkurrent der UFC gilt.
- ONE Championship: Ein in Singapur ansässiger Verband, der sich auf den asiatischen Markt konzentriert.
- Conor McGregor: Ehemaliger UFC-Champion in zwei Gewichtsklassen, bekannt für seine Persönlichkeit und Geschäftssinn.
- Khabib Nurmagomedov: Ungeschlagener ehemaliger UFC-Leichtgewichts-Champion, bekannt für sein Ringen.
- Amanda Nunes: Aktuelle UFC-Championin in zwei Gewichtsklassen, gilt als eine der besten Kämpferinnen aller Zeiten.
- Georges St-Pierre: Ehemaliger UFC-Weltergewichts- und Mittelgewichts-Champion, einer der erfolgreichsten Kämpfer in der MMA-Geschichte.
MMA in Deutschland
MMA Wettkämpfe sind in Deutschland nicht verboten, und der Sport selbst ist es auch nicht. Vielleicht kam es wegen eines Sendeverbots aus dem Jahr 2010 zu diesem Missverständnis.
Das ist schnell erklärt: Bei Mixed Martial Arts darf auch im Bodenkampf getreten und geschlagen werden. Damit unterscheidet sich MMA ganz deutlich von anderen Vollkontaktsportarten.
Aufgrund dieser Regel(-freiheit) wurde die Übertragung von Profikämpfen im deutschen Fernsehen im Jahr 2010 verboten. Es ging nie um den Sport selbst.
Es ging auch nie um die Durchführung von Wettkämpfen. Es ging nur um die Übertragung der Profi-Wettkämpfe im Fernsehen.
Und das Verbot ist seit 2014 aufgehoben, es gibt also gar kein Verbot mehr bezüglich MMA, MMA-Wettkämpfen oder der Übertragung derselben in den Medien.
MMA Gewichtsklassen
In der MMA gibt es verschiedene Gewichtsklassen, die in den Unified Rules festgelegt sind.
| Gewichtsklasse | Gewicht (KG) |
|---|---|
| Atomweight / Atomgewicht | 47,6 |
| Strawweight / Strohgewicht | 52,2 |
| Flyweight / Fliegengewicht | 56,7 |
| Bantamweight / Bantamgewicht | 61,2 |
| Featherweight / Federgewicht | 65,8 |
| Lightweight / Leichtgewicht | 70,3 |
| Welterweight / Weltergewicht | 77,1 |
| Middleweight / Mittelgewicht | 83,9 |
| Light heavyweight / Halbschwergewicht | 93,0 |
| Heavyweight / Schwergewicht | 120,2 |
| Super Heavyweight / Super Schwergewicht | kein Limit |
