Jason Statham und seine Kampfsportarten: Ein Einblick in die Welt des Actionstars

Jason Statham ist einer der beliebtesten und produktivsten Stars des Action-Kinos. Viele fragen sich, welche Kampfsportarten er beherrscht. Dieser Artikel wirft einen Blick auf seine Kampfsportfähigkeiten und wie diese seine Karriere beeinflusst haben.

Frühe Jahre und sportlicher Hintergrund

Der Schauspieler Jason Statham wurde am 26. Juli 1967 in Shirebrook, Derbyshire, England, geboren. Bevor er seine Schauspielkarriere startete, arbeitete Statham als Verkäufer auf dem Schwarzmarkt und als Model in der Modebranche. Mehr als 10 Jahre lang war der Brite Mitglied des Nationalkaders.

Schon als Kind beschäftigte sich Jason Statham mit Kung Fu und Karate. Im Laufe seiner Karriere gelang ihm sogar eine Top-20-Platzierung in der Weltrangliste. Auch Interesse für den Kampfsport brachte der Londoner mit.

Der Weg zum Actionstar

Durch seine Modelagentur „French Connection“ bekam er die Chance, für eine Rolle in Guy Ritchies Gangsterfilm „Lock, Stock and Two Smoking Barrels“ vorzusprechen. Erst 1999 gab er in Guy Ritchies schwarzhumorigem Gangsterfilm „Bube, Dame, König, grAS“ sein Kino-Debüt, um drei Jahre später als „The Transporter“ seinen internationalen Durchbruch zu feiern.

Als Straßenverkäufer, der „vom Laster gefallene“ Ware verkauft, sollte er Ritchie davon überzeugen, bei ihm gefälschte Armbanduhren zu kaufen. Seine körperliche Fitness und seine Affinität für Kampfsportarten wie Win Chun, Karate oder Kickboxen brachte ihm zahlreiche Hauptrollen in Actionfilmen wie ,„The Transporter“, „Crank“ oder „War“ ein.

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Einfluss von Bruce Lee

Doch wie hat Statham seine Leidenschaft für die Schauspielerei entdeckt? Dafür war vor allem Martial-Arts-Legende Bruce Lee verantwortlich, der für viele als bedeutendster Kampfkünstler des 20. Jahrhunderts gilt. Vor allem ein Kung-Fu-Klassiker aus dem Jahr 1973 war schließlich dafür verantwortlich, dass es auch Jason Statham ins Rampenlicht zog.

Jason Statham sagte gegenüber Rotten Tomatoes: „Wenn wir über die Filme sprechen wollen, die meine Arbeit im Action-Bereich beeinflusst haben, dann muss ich ,Der Mann mit der Todeskralle' nennen. Den habe ich mir unzählige Male angesehen. Das ist ein einzigartiger Pionier des Actionfilms, und ich bin mir sicher, dass jeder, der jemals einen Actionfilm gedreht hat, davon schwärmt, wie talentiert und einzigartig Bruce Lee war."

Kampfsportarten und Kampfchoreografie

Aus dem Wing Chun flossen vor allem blitzschnelle Kettenfauststöße in die Kampfchoreografie ein. Ein Martial-Art-Advisor lehrte Statham grundlegende Kenntnisse in den genannten Kampfstilen. Auch privat will der Brite den Kampfsport anschließend weiterverfolgt haben.

Dass Statham zu den wenigen Darstellern gehört, die Kampfsequenzen ästhetisch und authentisch umsetzen, liegt an seinem sportlichen Hintergrund. Seine waghalsigen Stunts für Filme wie "The One", "War" oder "Crank" erledigt der Engländer laut Fokus-Online selbst, wie es sich für einen Action-Star in grauer Vorzeit ziemte.

Jason Statham und Brazilian Jiu Jitsu

Der britische Schauspieler Jason Statham, bekannt für seine Rollen in Actionfilmen, trainiert Brazilian Jiu Jitsu.

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Warum Hollywood auf Statham setzt

Schauspieler, die Kampfsportarten beherrschen, sind für Hollywood, wie Sie sich vorstellen können, seltene Perlen, sodass Stathams Riesenerfolge in der Industrie sich selbst erklären. Bei der Besetzung eines Martial-Art-haltigen Action-Films steht Hollywood immer wieder aufs Neue vor einer schwerwiegenden Entscheidung.

Wie Rick Yune, seines Zeichens Tai-Chi-Profi und Hauptdarsteller von RZAs Martial Art Streifen "Man with the Iron Fists" es in einem Interview ausdrückt, ist ein guter Kampfsportler nicht gleich ein guter Filmkampfsportler. Laut Yune sei es nicht möglich, jene Fähigkeit zu erlernen, wohingegen das Erlernen von Kampfsportarten für einen Schauspieler durchaus im Bereich des Möglichen liege.

Dass Hollywood zu Besetzungen wie Jason Statham neigt, hat demnach jede Berechtigung. Sie können nun wahrscheinlich nachvollziehen, warum Hollywoods Besetzungsentscheidung nur in seltenen Fällen für Kampfsportprofi statt Schauspieler fällt.

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