UFC-Rechte und DAZN: Eine Analyse der aktuellen Situation

Die Mixed-Martial-Arts-Fans fragten sich, wo die größte Käfigkampfserie der Welt in Deutschland zu sehen sein wird, nachdem der TV-Vertrag der Ultimate Fighting Championship (UFC) mit DAZN Ende 2024 ausgelaufen war. Jetzt herrscht Klarheit: DAZN hat sich mit der UFC auf einen neuen Drei-Jahres-Vertrag für 2025, 2026 und 2027 einigen können.

Bei der Streaming-Plattform läuft die MMA-Kampfserie bereits seit 2018. In Zukunft werden weiterhin alle „Numbered Events“ (Großkampfabende) und Fight Nights der UFC - etwa 42 Veranstaltungen pro Jahr - übertragen.

DAZN verlängert mit der UFC

MMA-Fans aufgepasst: Kämpfer der UFC (Ultimate Fighting Championship) werden auch in Zukunft bei DAZN zu sehen sein. Der laufende Vertrag wird vorzeitig verlängert und wird ab sofort bis einschließlich 2027 laufen. Der Streaming-Riese zeigt ab 2018 die beliebte Kampfsportart.

„Die UFC ist und bleibt das Maß aller Dinge im MMA, und es war uns ein großes Anliegen diese Partnerschaft um weitere drei Jahre bis 2027 zu verlängern und weiter zum Wachstum der UFC in Deutschland und Österreich beizutragen“, sagt DAZN-Programmchef Michael Bracher. „Seit 2018 bieten wir unseren Fans das Beste aus der Welt des Kampfsports - live, exklusiv und mit allem Drumherum. Mit dieser Verlängerung bekräftigen wir einmal mehr: DAZN ist die Heimat des Kampfsports, und wir werden auch in Zukunft dafür sorgen, dass unsere Zuschauer keinen Moment der spannenden Kämpfe verpassen.“

Deutsche Kämpfer im Fokus

Neben den größten Stars der Branche wie Islam Makhachev, Jon Jones, Valentina Shevchenko stehen auch zwei deutsche Kämpfer im Fokus: Abus Magomedov und Islam Dulatov. Magomedov, ein erfahrener Mittelgewichtler mit 34 Profi-Kämpfen, und der Debütant Dulatov, genannt „The Ripper“, sollen die Popularität der UFC in der DACH-Region steigern. Im Februar wird der Deutsche Islam Dulatov (26) sein Debüt bei der UFC geben.

Lesen Sie auch: Was bedeutet das WWE-Aus für DAZN-Kunden?

Er konnte im Oktober 2024 die Contender Series gewinnen. Bei der UFC Fight Night 252 trifft der Weltergewichtler am 22. Februar in Seattle auf Adam Fugitt (36). Dulatov gibt sein UFC-Debüt im Februar, direkt nach dem Boxkampf von Agit Kabayel gegen Zhilei Zhang, der ebenfalls exklusiv auf DAZN übertragen wird.

Das Super Sports Paket von DAZN

Die UFC ist bei DAZN im Super Sports-Paket, das monatlich ab 19,99 Euro kostet, enthalten. Im Super Sports Paket können alle MMA-Fans die Kämpfe ihrer Stars schon ab 19,99 Euro pro Monat verfolgen. Dazu haben Kunden weiterhin die Wahl, ob man die Veranstaltungen auf Deutsch oder mit Originalkommentar verfolgen.

Neben der UFC zeigt DAZN weiterhin Events der PFL und die größten Boxkämpfe der Welt mit Stars wie Oleksandr Usyk, Tyson Fury, Anthony Joshua oder Agit Kabayel. Wie gewohnt wird das DAZN-Team Fans mit meinungsstarker und unterhaltsamer Berichterstattung durch die Kampfabende führen.

Experten-Team von DAZN

Bei der Berichterstattung der UFC kann sich DAZN auch auf spezielle Expertise freuen. DAZN setzt neben den Kommentatoren Sebastian Hackl, Mark Bergmann, Andreas Kraniotakes und Elias Stefanescu auch auf Peter Sobotta, ehemaliger MMA-Kämpfer in der UFC, als Experten.

Neben den Veranstaltungen sind über die DAZN-App sämtliche Zusatzinhalte verfügbar, u.a. The Ultimate Fighter, sowie Previews, Reviews, Highlights, Interviews, Pressekonferenzen und Weigh-Ins.

Lesen Sie auch: Rechtsextreme Kampfsportgruppen in Deutschland

Mögliche Änderungen der Übertragungsrechte

Allerdings kann sich die ganze Situation auch schnell ändern. Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass es kein UFC mehr auf DAZN gibt. So könnte beispielsweise RTL+ ein Anbieter für zukünftige UFC Übertragungen in Deutschland sein. BILD wäre ein zweiter Anwärter, der die DAZN UFC Übertragung in Deutschland verhindern könnte.

Paramount+ sichert sich TV-Rechte in den USA

Ab 2026 zeigt der Streaming-Riese alle Events der weltweit größten MMA-Liga - exklusiv in den USA. Die Kosten für den Rechte-Knaller: insgesamt 7,7 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 6,3 Milliarden Euro) für 7 Jahre. Pro Jahr zahlt Paramount als 1,1 Milliarden US-Dollar.

Für die UFC ist der Deal ein großer Entwicklungsschritt. Bisher hatte „ESPN“ (gehört zu Disney) die Rechte auf dem US-Markte inne, zahlte 500 Millionen US-Dollar pro Jahr.

Im Paramount-Paket enthalten sind ab 2026 die 13 Haupt-Events und 30 sogenannte „Fight Nights“. Ausgewählte Highlights laufen zusätzlich im US-Free-TV auf CBS.

Ausblick auf internationale Rechte

Aber wichtig für den deutschen und europäischen Markt: Paramount hat bereits angekündigt, dass sich das Unternehmen in Zukunft auch um die internationalen Rechte bemühen wird.

Lesen Sie auch: UFC live sehen