Kampfsport für ältere Männer geeignet

Es gibt eine breite Auswahl an Kampfsportarten, zu den bekanntesten zählen Karate, Judo, Kickboxen, Boxen, MMA oder Krav Maga. Aber es gibt weitaus mehr Kampfsportarten, nicht nur aus dem asiatischen Raum.

Im Prinzip kann jede/r jeden Kampfsport ausüben, egal welches Alter oder körperlichen Voraussetzungen ihr habt. Euer Wille ist entscheidend. Allerdings sind manche Kampfsportarten härter als andere, erfordern mehr Beweglichkeiten etc. Daher eignen sich manche Kampfsportarten besser für Senioren, die zumeist in ihrer Beweglichkeit, Kraft und Schnelligkeit eingeschränkt sind. Fokussiert auf Selbstverteidigung ist Krav Maga oder ein Selbstverteidigungskurs.

Die Antwort ist ja, absolut. Allerdings kommt es natürlich auf die Situation an. Gegen einen Bären oder einen Angreifer mit Schusswaffen gibt es selbstverständlich Grenzen. Jedoch hat man durch die Kenntnis von Kampfsporttechniken und Vitalpunkten sowie Fitness einen erheblichen Vorteil in einer Notsituation, egal welcher Art.

Welcher Kampfsport ist geeignet?

Ihr wisst noch nicht genau welcher Kampfsport für Euch geeignet sein könnte? Hier sind einige Überlegungen:

  1. Zunächst einmal müsst ihr wissen, dass Kampfsportarten teilweise andere Zielstellung haben: Verteidigung (für das Militär oder Bevölkerung), sportliche Ertüchtigung oder Training des Geistes/ Konzentration.
  2. Manche Kampfsportarten sind härter als andere: Kickboxen und MMA sind sehr hart, Tai Chi hingegen ist auf sanfte Abläufe ausgelegt. Und habt keine Sorge, bei einer Anfängergruppe im Kickboxen schlägt man sich nicht sofort die Zähne ein.
  3. Probieren geht über studieren - nehmt an einem Probetraining teil: Es ist sehr empfehlenswert ein paar Schnupperkurse zu besuchen und sich einen Einblick zu verschaffen. Denn das Umfeld, eure Trainingspartner und der Trainer machen sehr viel aus. Sie entscheiden maßgeblich über den Erfolg.
➡️ Überlegt euch auch zunächst was euer Ziel ist.

Wie schwer ist welche Kampfsportart?

Wie komplex ist die jeweilige Kampfsportart zu erlernen, weichen die Bewegungsabläufe stark vom Alltag ab? - Grundsätzlich werden bei allen Kampfsportarten intuitive Bewegungsabläufe gelehrt und gesucht. Hervorzuheben sind hierbei ggf. Krav Maga, Sambo und ggf. Kickboxen. Denn diese Kampfsportarten wurden teilweise vom Militär entwickelt, mit dem Ziel, dass die Techniken schnell zu vermitteln und zu erlernen sind. Es gibt auch Kampfstile, die Jahrelange Übung erfordern.

Lesen Sie auch: Bad Soden: Kampf und Schach

Wie lange muss man Kampfsport üben bis man ihn beherrscht?

In welcher Zeit lassen sich Grundtechniken erlernen und wie lange dauert es bis man die Sportart „beherrscht“? Die Grundbewegungen, -schläge, -tritte, -würfe und Hebel lassen sich bei allen Sportarten innerhalb von 12 Monaten erlernen. Vorausgesetzt, das Training wird zweimal die Woche besucht. Bis ihr allerdings schwierige Kicks gut beherrscht, vergehen Jahre.

Wie effektiv sind die einzelnen Kampfsportarten?

Kann die Kampfsportart im Ernstfall helfen sich gegen einen oder mehrere Gegner zur Wehr zu setzen? Hier schneiden letztendlich alle Kampfsportarten gut ab. Denn ihr Hintergrund ist die Verteidigung. Davon ausgenommen sind nur sehr wenige, wo es eher um Fitness und Beweglichkeit geht.

Wie viel Kondition braucht man für Kampfsport?

Wie viel Fitness ist notwendig, um die Kampfsportart auszuüben und wie wirkt sich das Training auf das Fitnesslevel aus? Wer schon einmal einen Trainingskampf hatte, weiß wie anstrengend das ist. Daher ist der Konditionspunkt ein wichtiger Faktor. Auch zur Selbstverteidigung ist es sehr sinnvoll eine gewisse Fitness mitzubringen. Das Gute an allen klassischen Kampfsportarten ist die Erhöhung der Fitness.

Wie hoch ist der Kraftbedarf bei Kampfsportarten?

Ist die Kampfsportart auch ohne hohen Kraftbedarf zu erlernen bzw. auszuüben - bzw. wie wirkt sich das Training auf das Training der Muskelkraft aus? Kampfkünste die explizit die Kraft des Gegners nutzen, um sie gegen diesen einsetzen sind für körperlich schwache Menschen gut geeignet. Das ist beispielsweise Judo sowie Jiu Jitsu. Aber auch sehr effektive Kampfsportarten gleichen diesen Faktor aus, so ist auch Krav Maga oder Sambo eine gute Wahl. Beim Training werdet ihr natürlich an Fitness zulegen. Allerdings werdet ihr dadurch nicht unbedingt Muskelpakete. Daher könnt ihr euer Kampfsport-Training noch um ein Muskeltraining ergänzen. Es ist jedoch selten entscheidend, wie viel Kraft ihr habt.

Wie beweglich sollte man für Kampfsport sein?

Die Anforderungen an die Beweglichkeit variieren innerhalb der Kampfsportarten mitunter erheblich. Das betrifft in erster Linie die Beweglichkeit für Würfe oder auch Fußtritte. In jeder Kampfsportart existieren beim Training für Fortgeschrittene Tritttechniken, die ein hohes Maß an Beweglichkeit erfordern. Jedoch kann das Anfängertraining auch mit geringer Beweglichkeit absolviert werden.

Lesen Sie auch: Alleine Kampfsport lernen – So geht's!

Empfehlungen für ältere Männer

Als effektivste Kampfsportart zur Selbstverteidigung können wir Euch guten Gewissens das Krav Maga empfehlen. Der Begründer legte großen Wert darauf, dass es effektiv ist, schnell erlernt werden kann und dabei keine allzu hohen körperlichen Anforderungen benötigt. Ihr erlernt hier gezielt jene Techniken, die Euch im Notfall helfen können.

Keine Berührungsängste: Als Anfänger startet man nicht mit Wettkampfsport und auch nicht im Vollkontakt. Daher müsst ihr keine Sorgen oder Ängste haben. Gute Schulen: Kampfsportvereine gibt es auch in eurer Stadt.

Weitere Überlegungen

Hier findet ihr Antworten auf häufige Fragen rund um das Thema Kampfsport.

Kann man einen Kampfsport zuhause erlernen?

Nein, eher nicht. Sicherlich könnt ihr eure Fitness verbessern und Grundtechniken zur Abwehr und zum Angriff üben. Fehler in der Stellung und Lücken in der Abwehr werdet ihr allerdings nicht bemerken. Zudem fehlt euch ein ganz wichtiger Baustein: Die Partnerübungen und Übungskämpfe. Im Verein oder mit erfahrenen Übungspartner lernt ihr die richtigen Grundlagen, macht schneller Fortschritte und schärft euer Auge für Bewegungen. Kurzum, zu Beginn solltet ihr auf alle Fälle in einen Verein gehen, Bewegungsabläufe können und sollten aber zuhause vertieft werden.

Wann ist man bereit für einen Wettkampf?

Es dauert mindestens Jahre bis man im Vollkontakt kämpfen kann, und nicht völlig untergeht. Je nach Kampfstil müssen Kampftechniken, Hebel, Faustkampf, Fußtechniken, Bodenkampf oder der Kampf mit Waffen lange geübt und perfekt beherrscht werden, bevor man für einen Wettkampf bereit ist. Man muss zwar keinen schwarzen Gürtel haben, bis man an einem Wettkampf teilnehmen kann, allerdings sollte man schon fortgeschrittener sein.

Lesen Sie auch: Liste der Kampfspiele für PC

Wie oft sollte man Kampfsport trainieren?

Das ist ganz von eurem Ziel abhängig: Wenn ihr an einem Wettkampf teilnehmen und euch mit den besten messen wollt, dann solltet ihr täglich trainieren oder mindestens 5-mal die Woche. Und das über mehrere Jahre. Wenn ihr euch fit halten und im Ernstfall verteidigen möchtet, dann ist es ausreichend, wenn ihr zweimal die Woche trainiert. Und noch einen weiteren Sport (Joggen, Schwimmen, Fitnessstudio…) ausübt. Wenn euer Ziel ist, besser auf einen Ernstfall vorbereitet zu sein, dann solltet ihr ein paar Intensivkurse besuchen.

Was kostet eine Mitgliedschaft in einem Kampfsport-Verein?

Die Mitgliedschaft im Verein für Kampfkunst variiert sehr nach Region und beläuft sich auf 30€ bis 100€ im Monat. Das hängt ganz davon ab, wie viele Mitglieder es gibt, wie teuer die Miete ist, welche Ausrüstung vorhanden ist. Ein reiner Selbstverteidigungskurs, der einen Nachmittag lang geht, kostet meist um die 100€.