Islam Dulatovs beeindruckendes UFC-Debüt mit K.o.-Sieg

Der Düsseldorfer MMA-Kämpfer Islam Dulatov hat sein Debüt in der Ultimate Championship mit Bravour gemeistert.

Islam Dulatov, 26 Jahre alt, steht zum ersten Mal im Oktagon der UFC, der Champions League des MMA. Der 26-Jährige besiegte den US-Amerikaner Adam Fugitt bei der Großveranstaltung UFC 318 in New Orleans in der ersten Runde durch technischen Knockout.

Besser hätte sein Premieren-Auftritt in der MMA-Champions-League nicht laufen können! Islam Dulatov hat in der Nacht auf Sonntag seinen allerersten Kampf in der UFC gewonnen. Der Düsseldorfer schlägt Adam Fugitt bei „UFC 318“ in New Orleans (USA) schon in der ersten Runde knallhart k.o. Nach 4:06 Minuten ist bereits Schluss.

Viele Neulinge brauchen mehrere Runden, um in dieser Liga anzukommen. Bei „UFC 318“ trifft er auf den erfahrenen Amerikaner Adam Fugitt und liefert eine Performance, die man sich kaum eindrucksvoller hätte ausmalen können.

Kaum hat der Ringrichter das Duell freigegeben, geht Islam Dulatov auch schon in die Offensive. Es dauert keine halbe Minute, da sitzt der erste Volltreffer. Ein rechter Schwinger trifft Adam Fugitt am Kopf - der Amerikaner taumelt, versucht, sich zu sortieren. Doch Dulatov bleibt konsequent, dominiert mit Präzision und Kraft.

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Es ist eine blitzschnelle Linke, mit der Dulatov seinen Gegner erwischt. Fugitt geht schwer getroffen zu Boden, Dulatov setzt sofort nach und landet zwei weitere Schläge. Dann greift der Ringrichter ein - der Kampf ist beendet. Nach exakt 4 Minuten und 6 Sekunden steht fest: Der Düsseldorfer hat sein UFC-Debüt mit einem krachenden Knockout gewonnen.

Knapp 90 Sekunden vor dem Ende der ersten Runde erwischte Dulatov seinen Gegner mit einem linken Haken. Fugitt ging zu Boden, nach zwei weiteren Treffern durch den UFC-Debütanten schritt der Ringrichter ein, Dulatov war der Sieger.

Dulatov erwischt seinen Gegner mit einer harten Linken. Fugitt geht zu Boden und kassiert dort noch zwei weitere harte Treffer. Dem Ringrichter reicht es. Er beendet den Kampf.

Der 26-Jährige aus Düsseldorf bleibt seiner Linie treu. Schon im Vorfeld hatte er angekündigt, auch in der größten MMA-Organisation der Welt auf ein vorzeitiges Ende zu setzen. Sein Kampfrekord ist eindeutig. Zwölf Kämpfe, zwölf Siege - alle durch K.o. oder Aufgabe.

"Ich habe vorher gesagt, dass ich auch mit Köpfchen kämpfen kann. Aber ich werde immer auf den Knockout gehen. 12 Kämpfe, 12 Finishes. Hier sind wir!", sagte der Düsseldorfer.

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Dulatov im Sieger-Interview: „Ich habe es euch schon vor zwei Tagen gesagt. Ich gehe immer auf den Knockout. 12 Kämpfe, 12 Finishes. Let's go.“

Dulatovs Weg in die UFC

Sein Durchbruch begann im Oktober 2024, als er sich in der renommierten „Dana White’s Contender Series“ mit einem spektakulären K.o.-Sieg einen Vertrag bei der UFC sicherte. Bereits im Oktober 2024 hatte er sich bei „Dana White‘s Contender Series“ mit einem spektakulären Finish seinen Vertrag für die UFC gesichert.

Was diesen Aufstieg so bemerkenswert macht: Erst fünf Jahre ist es her, dass Dulatov sein professionelles MMA-Debüt gab. Ein vergleichsweise kurzer Zeitraum in einem Sport, der absolute Hingabe und jahrelange Erfahrung verlangt.

Vor seinem großen UFC-Durchbruch kämpfte der Weltergewichtler bei „OKTAGON MMA“ und in kleineren regionalen Organisationen. Seine ersten Schritte im MMA machte Dulatov noch bei kleineren regionalen Veranstaltungen. Später kämpfte er bei Europas erfolgreichster Organisation OKTAGON MMA, wo er sich mit konstant starken Leistungen einen Namen machte.

Dulatov als Marke

Doch Dulatov ist nicht nur ein Athlet, er ist längst auch eine Marke. In den sozialen Medien folgen ihm fast eine halbe Million Menschen. Die YouTube-Videos von ihm und seinen drei Brüdern erreichen Millionen.

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Gemeinsam mit seinen drei Brüdern produziert er regelmäßig Inhalte auf YouTube - einige seiner Videos erzielen Millionenaufrufe. Auf Instagram folgen ihm knapp 450.000 Menschen.

Neben seiner Karriere als Kämpfer ist der Düsseldorfer auch als Model international gefragt - und das nicht erst seit gestern. Kurz nach dem Kampf, wurde Islam Dulatov im Octagon nicht nur als MMA-Sieger befragt - sondern auch als Model. Lachend wandte sich der Moderator an den strahlenden Gewinner: „Du hast gesagt, dass du am Montag wieder zur Arbeit musst - zu einem Fotoshooting. Du siehst ja noch immer gut aus.

Dulatov, grinste selbstbewusst ins Publikum und reagiert charmant: „Auf jeden Fall.

Ein Kämpfer mit Charisma, Körperbeherrschung und einem klaren Stilbewusstsein - das macht ihn nicht nur im Octagon zu einer Ausnahmeerscheinung, sondern auch in der Modewelt. Während andere sich zwischen Sport oder Style entscheiden müssen, lebt Dulatov beides.

Die Bedeutung des Kampfes gegen Fugitt

Schon vor dem Kampf war Islam Dulatov bewusst, welche Bedeutung dieses Duell für seine noch junge UFC-Karriere haben könnte. Als "Prüfung" bezeichnete Dulatov seinen Gegner im Interview mit ntv.de. Der amerikanische Weltergewicht-Kämpfer war vor dem Duell bereits viermal in der UFC angetreten.

Fugitt, ein erfahrener Weltergewichtler aus den USA, hatte bereits vier UFC-Kämpfe auf dem Konto, als er in New Orleans auf Dulatov traf. Ein Aufbaugegner sieht anders aus.

„Andere bekommen viel leichtere Gegner zum Start“, sagte er offen. "Andere bekommen viel leichtere Gegner zum Start", sagte er. "Dazu stehe ich auf einer großen Fightcard. Die UFC sieht in mir großes Potenzial, sagt sich: Der Junge kann mal ein Star werden, wenn er die Prüfungen besteht. Fugitt ist so eine Prüfung. Der Kampf kann ein Türöffner für mich sein."

„Aber ich bin auf einer großen Fightcard, und die UFC sieht etwas in mir. Es macht Spaß, dich kämpfen zu sehen. Es macht echt Spaß. Dana Frederick White Jr.

Mit Adam Fugitt steht Ihnen bei UFC 318 ein Gegner gegenüber, der bereits mehrere Kämpfe in der Organisation gemacht hat. Wie schätzen Sie ihn ein?Das ist ein solider Junge. Er hat gute Gegner gekämpft, die wirklich stark sind, gegen beide hat er aber verloren. Er ist nicht der schlechteste, aber auch kein Champion. Irgendwas dazwischen.

Nun ist das ein eher untypisches Debüt in der UFC. Sie bekommen gleich einen erfahrenen Gegner und absolvieren Ihren ersten Kampf bei einem PPV-Event. Was geht Ihnen dabei durch den Kopf?Für mich ist das eine Art Wertschätzung. Andere bekommen viel leichtere Gegner zum Start. Dazu stehe ich auf einer großen Fightcard. Die UFC sieht in mir großes Potenzial sagt sich: Der Junge kann mal ein Star werden, wenn er die Prüfungen besteht. Fugitt ist so eine Prüfung. Wenn ich ihn besiege, zeigt das, dass ich auf einem hohen Level bin.

Der in Tschetschenien geborene Dulatov hatte schnell ein Gefühl für die richtige Reichweite gefunden. Immer wieder brachte er die rechte Gerade durch, wenn der etwas kleinere Fugitt nach vorne ging.Im Clinch wollte der Amerikaner seine Akzente setzen, Dulatov wusste sich aber exzellent zu verteidigen. Aus beiden Situationen löste sich der Kämpfer aus Deutschland gekonnt. Selbst nachdem er einen Tritt gegen das Bein kassiert und das Gleichgewicht kurz verloren hatte, traf er Fugitt noch im Fallen mit einer Geraden.

Dulatovs Ambitionen

Bereits vor zwei Jahren erklärte er in einem Interview mit der BILD, er wolle nicht nur in der UFC kämpfen, sondern dort Champion werden.

In Ihren letzten Kämpfen haben Sie gleich ab der ersten Runde aufs Gas gedrückt. Werden wir das wieder sehen?Ich werde bedachter in den Kampf gehen, entspannter und ruhiger sein. Aber von der Aggressivität ist das ich auf jeden Fall immer gleich. Ich gehe einfach auf ein Finish. Und wenn ich das Finish rieche, dann mache ich das Ding zu. Ich werde da nicht mit meinem Gegner drei Runden rumtänzeln und versuchen das Ding nach Punkten zu holen.

Sie haben was das angeht, bereits ein eigenes Motto geschaffen?!Ja, das stimmt. "Wir gehen nicht auf Punktesieg, sonst mache ich mich unbeliebt" lautet das.