In einer feierlichen Zeremonie versammelten sich die insgesamt 97 Absolventen der Berufsfachschule und Fachhochschule Wedel, um den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung und ihres Studiums zu feiern. Die Veranstaltung wurde im Audimax der Fachhochschule Wedel eröffnet. In seiner Begrüßungsrede würdigte Prof. Eike Harms die harte Arbeit und das Engagement der Absolventen.
„Sie alle haben eine anspruchsvolle Ausbildung durchlaufen und damit die Grundlage für eine erfolgreiche berufliche Zukunft geschaffen. Insgesamt erhielten an diesem Tag drei Absolventen der Berufsfachschule ihre Zeugnisse. Für viele der Absolventen war dies nicht nur der Abschluss einer intensiven Lernphase, sondern auch der Beginn eines neuen Kapitels. Einige starten direkt in ihre berufliche Laufbahn, während andere ein weiterführendes Studium oder Spezialisierungen planen.
„Die Kompetenzen, die Sie hier erworben haben, sind auf dem Arbeitsmarkt hoch gefragt“, betonte Harms in seiner Ansprache. Besondere Auszeichnungen wurden an Studierende mit herausragenden Leistungen vergeben. Darunter befanden sich Preisträger für außergewöhnliche Abschlussarbeiten. Diese Ehrungen sind Ausdruck der hohen Qualitätsstandards, die sowohl an der Berufsfachschule als auch an der Fachhochschule Wedel gelten.
Paul Köhn, Absolvent der BFS Wedel im Bereich Medieninformatik, für die Neuimplementierung und Modernisierung einer bereits existierenden, dynamisch erzeugten Webseite als Stundenplan. Eira Hammerich, Masterabsolventin im Studiengang Data Science and Artificial Intelligence, in der Kategorie Informatik für ihre Abschlussarbeit „Analyse von Einflüssen auf das Bremsgeräusch durch Einsatz von Machine Learning“ Luca Radeck, Bachelorabsolvent im Studiengang Technische Informatik, in der Kategorie Technik für seine Abschlussarbeit „Entwicklung und Programmierung einer Prüfplatine für die automatisierte Prüfung von Ein- und Ausgängen an NOCE Geräten“ Linus Reuter, Bachelorabsolvent im Studiengang Betriebswirtschaftslehre, in der Kategorie Wirtschaft für seine Abschlussarbeit „Eine kritische Würdigung der Wirksamkeit der Trennung von Prüfung und Beratung anhand des Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetzes und der Abschlussprüferverordnung“ Christian Weimann, Masterabsolvent im Studiengang Wirtschaftsinformatik/IT-Management, in der Kategorie Nachhaltigkeit für seine Abschlussarbeit „Entwicklung eines Green-IT-Vorgehensmodells und eines Green-IT Maßnahmenkatalogs mit anschließender Anwendung auf die Lufthansa Technik AG“ Mai Luca Thormählen, Masterabsolventin im Studiengang Sustainable and Digital Business Management, in der Kategorie Sozial/Gemeinwohl für ihre Abschlussarbeit „Nachhaltige Entwicklung.
Nach der feierlichen Verleihung lud die Fachhochschule zu einem geselligen Beisammensein ein. Bei einem festlichen Empfang bot sich die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und Netzwerke zu knüpfen.
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Die Stadt Wedel plant einen großen Schritt in Richtung Zukunft und digitale Transformation. Im Rahmen eines BWL-Projekts haben fünf Studierende der Fachhochschule Wedel eine innovative Open-Source-Datenplattform entwickelt, die das Konzept einer „Smart City“ unterstützen soll. Im Sommersemester 2024 haben die Studierenden Cara Jaspers, Julian Schmidt, Anna Stolzenburg, David Sulik und Aaron Hoynacki den Bedarf und das Interesse der Bürger:innen sowie der städtischen Verwaltung an einer intelligenten, vernetzten Datenplattform untersucht. Diese Plattform soll dazu beitragen, Wedel zu einer modernen und technologisch fortschrittlichen Smart City zu transformieren.
Eine Smart City nutzt digitale Technologien, um den Alltag der Bewohner zu erleichtern. Im Verkehr können Echtzeitdaten zu öffentlichen Verkehrsmitteln und Parkplätzen bereitgestellt werden, um Verkehrsflüsse zu optimieren und Staus zu reduzieren. Die Plattform bietet auch Vorteile in der Energieversorgung, indem Bürger:innen Informationen über ihren Energieverbrauch in Echtzeit abrufen können. Die Studierenden haben umfangreiche Befragungen und Analysen durchgeführt, um die spezifischen Bedürfnisse der Stadtbewohner zu identifizieren. Über ein Scoringmodell konnte eine erste Liste der wichtigsten Kategorien gewonnen werden.
So fließen Aspekte wie Mobilität, Abfallwirtschaft, öffentliche Sicherheit, Gastronomie und Bildung mit ein und bieten vielfältige Vorteile für die Bevölkerung. Die Informationen zu Freizeit und Sport sowie Lebensmittel stehen weit oben im Scoring und sollen werbefrei und ohne Cookies bereitgestellt werden, da es sich um eine Open-Source-Technologie handelt. Neben den Vorteilen für den Umweltschutz spielt die Plattform eine wichtige Rolle in der Gesundheitsversorgung. Die Stadtverwaltung profitiert ebenfalls von der neuen Technologie.
Bürger:innen können Probleme wie Straßenschäden oder Müllabholung direkt über die Plattform melden. Insgesamt erhöht eine Smart City die Lebensqualität ihrer Einwohner durch nachhaltigere Ressourcennutzung, verbesserte Bürger:innendienste und effizientere städtische Prozesse. Die Open-Source-Datenplattform von Wedel trägt dazu bei, diese Vision schrittweise zu realisieren. Die Stadt Wedel und ihre Bürger:innen können sich auf eine vernetzte und digitalisierte Zukunft freuen, in der Technologie, Nachhaltigkeit und Transparenz Hand in Hand gehen.
Ein Projekt mit Otto konzentrierte sich auf die Entwicklung eines digitalen Produktpasses für Versandtüten. Mittels eines QR-Codes auf den Tüten werden transparente Informationen zur Herkunft und zum ökologischen Fußabdruck des verwendeten Plastiks bereitgestellt. Der Pass soll die Kund*innen zusätzlich über die Möglichkeiten zur Nutzung von recyceltem Plastik informieren.
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Karla Jabben von Otto äußerte sich begeistert über das Projekt: „Wir sind sehr beeindruckt von dem guten Projektmanagement und der Vorbereitung der Gruppe. Auch unsere Austauschtermine waren sehr gut vorbereitet. Das Ergebnis zeigt, dass die Gruppe sehr tief in das Thema Produktpass für unsere Wildplastic-Verpackungen eingestiegen ist und sehr hilfreiche Lösungsansätze entwickelt hat. Ein weiteres Projekt mit Wildplastic hatte das Ziel, Maßnahmen zur Erhöhung der Transparenz in der Lieferkette und der Kommunikation im Rahmen zukünftiger Regulierungen zu entwickeln. Hierbei wurden bestehende Tools und gesetzliche Vorgaben analysiert.
Zu den zentralen Ergebnissen gehörten eine SWOT-Analyse zur strategischen Positionierung, die Identifizierung der Auswirkungen gesetzlicher Vorschriften und Best Practices zur Darstellung einer transparenten Lieferkette. Mit RSM Ebner Stolz wurde ein Projekt zur Erstellung von Templates für die Durchführung von Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalysen umgesetzt. Dabei wurden systematische Vorgehensweisen und Templates entwickelt, die speziell für die Bedürfnisse von Unternehmen wie Wacker Neuson angepasst wurden. Ein weiteres praxisnahes Projekt in Zusammenarbeit mit BDO zielte darauf ab, Präventionsmaßnahmen für Risikofelder zu entwickeln, die im Rahmen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) identifiziert wurden.
Nach einem umfassenden Benchmarking wurden Maßnahmen erarbeitet und eine Methodik zur Messung der Wirksamkeit dieser Maßnahmen etabliert. Ein Studierender des Projekts, Marvin Rieken, erklärte: „Die Zusammenarbeit mit BDO hat nicht nur großen Spaß gemacht, sondern auch einen Blick auf die unternehmerischen Herausforderungen bei der Umsetzung des LkSGs gewährt. In Online-Meetings und einem persönlichen Treffen fand ein guter Austausch mit der verantwortlichen Managerin und einer HR-Mitarbeiterin von BDO statt. Am Ende haben wir mögliche Maßnahmen zu den Risikofeldern Arbeitszeit, Gleichbehandlung am Arbeitsplatz und Vereinigungsfreiheit bei Zulieferern im Unternehmen vorgestellt und konstruktives Feedback erhalten. An dem Feedback hat sich verdeutlicht, dass die Maßnahmen tatsächlich einen Mehrwert für die unternehmerische Umsetzung darstellen.
Ein Projekt mit Baker Tilly konzentrierte sich auf die Entwicklung eines EU-Taxonomie-Tools. Dieses Projekt umfasste eine Analyse der aktuellen Regulatorik sowie eine Untersuchung der Berichterstattung in der Automobilindustrie. Schließlich beschäftigte sich das Team mit dem Partner KPMG mit der Analyse des BMW-Geschäftsberichts im Hinblick auf Lücken in der Nachhaltigkeitsberichterstattung gemäß den ESRS (European Sustainability Reporting Standards).
„Die Zusammenarbeit mit unseren Masterstudierenden zeigt eindrucksvoll, wie praxisorientierte Forschung innovative Lösungen für aktuelle Herausforderungen in Nachhaltigkeit und Digitalisierung liefern kann. Durch den direkten Austausch mit Partnerunternehmen entstehen nicht nur wertvolle Impulse für die Praxis, sondern auch fundierte Ansätze, die in der Unternehmenswelt einen echten Mehrwert bieten", betonen die betreuenden Professoren Prof. Dr. Stefan Weber und Prof. Dr. An den Projekten nahmen die Masterstudierenden Sina Alpers, Lea Cordes, Agnes Kownatzki, Aileen Binici, Marvin Hilgendorf, Ülkü Schaller, Hauke Reents, Silvia Wucherpfennig, Anna Jelting, Jana Leimer, Noelle Philipp, Nick Ringelmann, Julian Frommann, Raphael Peters und Fynn Raabe teil.
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Sie arbeiteten eng mit den Unternehmensvertretern zusammen: Justus Lehmann und Nils Borcherding von BakerTilly, Karla Jabben und Benjamin Köhler von Otto, Annekatrin Mohr und Viola Möller von BDO, Dr. Dr. Proppe bringt über 16 Jahre Erfahrung als Gründer, Geschäftsführer und CTO eines erfolgreichen Softwareunternehmens mit, das 2023 an eine internationale Unternehmensgruppe verkauft wurde. Seine Expertise umfasst den Aufbau und die Leitung von Teams aus Entwicklern und Data Scientists sowie die Umsetzung komplexer Softwareprojekte.
Am 11. Juli konnten innovative Startups vor einem breiten Publikum ihre Ideen präsentierten und wertvolles Feedback erhalten. Versandapp SpeedyPack hilft Reisenden und Sendern, schnelle, sichere und umweltfreundliche Versandmöglichkeiten zu finden und dabei Geld zu verdienen. Das Gründer-Grillen bot den Teilnehmenden zahlreiche Vorteile, darunter das Kennenlernen neuer Unternehmensansätze, die Vernetzung in die Startup-Szene, Einblicke in die Gründeratmosphäre sowie die Möglichkeit, viele Partner der FH Wedel kennenzulernen.
Die das Treffen organisierende Startup Bridge der FH Wedel freute sich über die umfangreiche positive Resonanz und konnte ein ein breites Publikum bestehend aus Studierenden, Dozent:innen, Gründer:innen und Partnern aus Schleswig-Holstein und der Metropolregion Hamburg an die Hochschule locken . Besonders erfreulich war der Besuch hochkarätiger Gäste wie Harry Kreitl vom AI.Startup.Hub, Stefan Stengel, Leiter des Accelerators Gateway49, und Broder Fischbach von der WTSH, verantwortlich für das Gründungstipendium.
Seinen gelungenen Abschluss fand das Event ab 17:30 Uhr mit einem gemeinsamen Grillen, bei dem die Teilnehmenden in entspannter Atmosphäre weiter netzwerken und ihre Ideen vertiefen konnten. Ein besonderer Dank gilt hierfür dem Sponser, dem Wedeler Hochschulbund e.V., Förderverein der Fachhochschule Wedel.
Mit der wachsenden Weltbevölkerung und dem steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln stehen wir vor großen Herausforderungen. Eine vielversprechende Lösung ist Urban Gardening - die Lebensmittelproduktion in städtischen Gebieten. Durch Automatisierung und IT wird dieser Ansatz revolutioniert, was einen effizienten und nachhaltigen Anbau ermöglicht, der kein Fachwissen oder besondere Erfahrungen voraussetzt. An der FH Wedel wurde die Vision von Urban Gardening als Motor für Bildung, Forschung und Innovation in einer Projektreihe entwickelt.
Zu den Schwerpunkten dieser Projekte gehören automatisierte Lösungen wie die Growbox für Microgreens, das hydroponische System "Have A Salad", der automatische Hochbeet-Roboter Farmbot und das Aquaponik-Demonstrationssystem "Shrimp and Salad". Diese Initiativen zielen darauf ab, durch Technologie und interdisziplinäre Zusammenarbeit eine nachhaltige Lebensmittelproduktion in der Stadt zu ermöglichen. Vorgestellt hat Prof. Dr.-Ing. Carsten Burmeister diese gemeinsam mit Christian Kurg initiierte Projektreihe auf der Tech-Konferenz ICTS in Hamburg.
Die Growbox bietet frische Microgreens auf Knopfdruck. Microgreens sind Keimlinge von Gemüse, Kräutern oder Getreide, die reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien sind. Die Growbox ist ein kompaktes, automatisiertes System, das Beleuchtung, Bewässerung und Belüftung je nach Wachstumsphasen steuert. Nach dem Aussäen muss man lediglich 10 Tage warten, bis die frischen Microgreens geerntet werden können.
Hydroponik bezeichnet den Anbau von Pflanzen ohne Erde in einer Nährlösung. "Have A Salad" ist ein modulares Hydroponik-System, das durch automatische Bewässerung und Nährstoffversorgung sowie LED-Beleuchtung optimales Pflanzenwachstum ermöglicht. Aquaponik kombiniert Aquakultur (Fischzucht) mit Hydroponik zu einem nachhaltigen Kreislaufsystem. "Shrimp and Salad" ist eine Demonstrationsanlage, die Garnelen und Salat in einem geschlossenen System aufzieht. Fischausscheidungen dienen als Dünger für die Pflanzen, die wiederum das Wasser reinigen. Nutzer können Einblicke in die Funktionsweise und Fortschritte der Projekte gewinnen, das Pflanzenwachstum in Echtzeit über Live-Kameras beobachten und sich über Urban Gardening, Technologie und Nachhaltigkeit informieren.
Der zehnte Hamburger Hochschulwettbewerb „Hamburg! Handelt! Fair!“ fand erneut im Kaisersaal des Rathauses statt. Dieses Jahr lag der Fokus auf der Metropolregion Hamburg. Das Team der Leuphana Universität Lüneburg sicherte sich den ersten Platz mit ihrem Marketingkonzept für den Weltladen Lübeck. Den zweiten Platz teilten sich die Hochschule Fresenius Hamburg und die Universität Hamburg. Der dritte Platz ging an die Fachhochschule Wedel, die eine Potenzialanalyse für die Schokoladenmanufaktur Schokovida durchführte. Das Team setzte sich intensiv mit fairen Siegeln für einzelne Produkte und deren Preisgestaltung auseinander, um die Manufaktur bei der Entscheidung zu unterstützen, welche bio- und fair gehandelte Rohstoffe sie in die Produktion der schokoladigen Süßwaren aufnehmen kann.
Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft für innovative Ansätze und nachhaltige Lösungen. Prof. Dr. Kerstin Brockelmann von der Leuphana Universität lobte die praxisnahe Erfahrung für die Studierenden. Christine Prießner von der Fair Trade Stadt Hamburg und Katharina Keienburg von der Innovations Kontakt Stelle Hamburg freuten sich über eine erfolgreiche Dekade des Wettbewerbs. Ziel des Wettbewerbs ist es, den Fairen Handel sichtbarer zu machen und die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft zu fördern. Bewertet wurden die Arbeiten von einer achtköpfigen Jury. Ausrichter des Wettbewerbs sind die Fair Trade Stadt Hamburg und die Innovations Kontakt Stelle Hamburg. Begleitet wurden die Studierenden hierbei von ihren Studiengangsleitern: „Wir si...
