Michael Smolik: Vom Kampfsport-Profi zum TV-Star

Michael Smolik ist ein bekannter Name in der Welt des Kampfsports. Er ist vierfacher Weltmeister im Kickboxen und kämpft auf renommierten Sendern wie Sat1, Kabel1 und Sport1. Der 27-Jährige wohnt in Satteldorf.

Frühe Karriere und Entscheidung für den Kampfsport

Smolik betreibt Kampfsport seit 19 Jahren. Davon trainierte er 15 Jahre Taekwondo, bevor er vor vier Jahren zum Kickboxen wechselte. Innerhalb dieser kurzen Zeit wurde er vierfacher Weltmeister und gewann zahlreiche deutsche und internationale Titel. Ursprünglich war Smolik als Polizist tätig, entschied sich jedoch, diesen Beruf aufzugeben, um sich voll und ganz dem Kampfsport zu widmen.

Für den Kampfsport schlägt sein Herz, und er hat schon ein Leben lang darauf hingearbeitet. Um nun hier zu stehen, wo er stehe, das werde er für nichts aufgeben. Kampfsport gehört zu seinem Leben und ist ein Teil seiner Persönlichkeit. Er arbeitet sehr viel und hart, um seine Ziele zu erreichen. Bislang hat er sechs Profi-Kämpfe bestritten und alle gewonnen.

Training und Persönlichkeitsentwicklung

Smolik trainiert in Ellwangen und in München bei Mladen Steko, dem Ex-Trainer der Profi-Weltmeisterin Dr. Christine Theiss. Neben dem körperlichen Training bietet er auch Kurse und Workshops an, die sich auf die mentale und innere Einstellung konzentrieren. Dabei versucht er, den Menschen in einem Persönlichkeits-Coaching ihre Stärken, verborgenen Talente und ihr Selbstvertrauen hervorzurufen. Dies ist für Menschen jeglicher Art möglich, nicht nur für Kampfsportler.

Im Ring ist Michael Smolik der harte Kerl, Gegner fürchten seine Drehkicks, die für sie meist nach kurzer Zeit den K.o. bedeuten. Michael Smolik war einer der Jungs, die ihre Energie nicht so recht unter Kontrolle hatten. Er prügelte sich auf dem Schulhof, auch weil er, wie er sagt, immer wieder gemobbt wurde: polnische Eltern, der fremd klingende Name, über den sich Mitschüler im schwäbischen Crailsheim lustig machten. Durchgehalten hat er. Sich nie von anderen was sagen lassen.

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Wurde groß, sehr groß und ging seinen Weg: Der sportliche 1,91-Meter-Mann wurde Polizist. Nach acht Jahren gab er den Job auf, um sich ganz seiner Karriere als Profi-Sportler zu widmen. Mittelmaß war nie sein Ding. Heute ist der 27-Jährige Profiweltmeister im Kickboxen und macht allen, die Ähnliches durchmachen müssen, Hoffnung.

Energiegeladenen Jungs mit Gewalt-Problem reicht er mittlerweile an seinem Leistungszentrum in Crailsheim die Hand und vermittelt, was ihn der Kampfsport gelehrt hat: „Selbstbeherrschung und eine disziplinierte Grundeinstellung zum Leben - es geht eben nicht darum, jemand anderem die Fresse einzuhauen.“ Schläger will Smolik selbstverständlich nicht ausbilden.

Wer Kampfsport macht und was draufhat, betritt einen Raum mit geradem Rücken, sagt Smolik. „Man strahlt Selbstbewusstsein aus, was häufig als Arroganz interpretiert wird.“ Man wisse, sich zur Wehr zu setzen: „Wenn mich jemand angreift, habe ich die Gewissheit, einfach stehenbleiben zu können, ohne dass mir etwas passiert.“

„Dass ich im Training Fortschritte gemacht habe, hat mir geholfen, auch in anderen Lebensbereichen Ziele zu erreichen“, sagt Smolik. Das liege auch an der erforderlichen Einstellung beim Kampfsport, niemals aufzugeben, sich selbst beherrschen zu können und sein Gegenüber stets zu respektieren. Für Smolik wird der letzte Punkt häufig unterschätzt. Dabei sei das aber extrem wichtig, wenn nicht sogar die wichtigste Eigenschaft eines Kampfsportlers. Anderen die Hand reichen, anderen helfen, Mehrwerte schaffen und diese vermitteln: Dies lernt man laut Smolik beim Kampfsport. Ganz besonders auch er selbst hat diese Erfahrung gemacht: „Früher war ich sehr arrogant.

Schauspielkarriere und TV-Auftritte

Neben dem Kampfsport hat Smolik ein weiteres Talent und Hobby: die Schauspielerei. In der Sat.1-Serie „Die Ruhrpottwache“ spielte er einen Beamten, der Verbrecher jagt, natürlich in Smolik-Manier mit vollem Körpereinsatz. Darüber hinaus sei jede Kampfsportart - ob Judo, Fechten, Taekwondo oder Kickboxen - neben einem Training für die geistige Fitness ein effektives Ganzkörpertraining. Beine, Po, Bauch, Waden, Schultern - das sind beispielsweise die Körperpartien, die beim Kickboxen besonders gefordert werden.

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Erfolge und Kampfstil

Smolik blieb in allen 29 Duellen seiner Profi-Karriere ungeschlagen. Fans feiern seine präzisen Kicks, gefürchtet ist besonders sein Drehkick. Der 27-Jährige ist bekannt dafür, seine Gegner in kurzer Zeit auszuknocken. Wie macht er das? Hat er ein besonderes Geheimnis? „Meditation!“ Konkret laufe es so ab, dass er sich nach dem zweiten Training des Tages für eine Viertelstunde in den Schneidersitz begibt und auf das dritte Auge konzentriert (der Bereich zwischen den Augenbrauen steht in der Meditationspraxis für Klarheit und Intuition).

Eine zweite Art der Meditation wendet Smolik vor Kämpfen an: „In den Tagen und Wochen davor stelle ich mir mit geschlossenen Augen vor, wie ich trainiere und gegen meinen Gegner kämpfe.“ Im Zustand der Meditation könne sein Körper nicht unterscheiden, ob es sich um Traum oder Realität handele. „Das bringt viel“, schwört er. Lasse er seine tägliche Viertelstunde nur einmal schleifen, weil die Zeit fehlt, zeige sich das im anschließenden Training durch mangelnde Konzentration.

Positiver Nebeneffekt für Smolik: „Seitdem ich meditiere, gehe ich gelassener mit einfach Allem um. An dieser Stelle können wir es kurzhalten: „Es gibt keine. Es gibt auch kein Alter“, sagt Smolik. Das Einzige: Man sollte nicht komplett grobmotorisch sein und einfache Arm-Bein-Sprung-Koordination hinbekommen. Smolik: „Wenn jemand Hampelmänner nicht ausführen kann, ist das eine schlechte Voraussetzung.“ Allerdings verbessere sich die Koordinationsfähigkeit durch Kickboxen auch enorm. Insofern gebe es kein K.o.-Kriterium, um sich beim Kickboxen mal auszuprobieren. Inzwischen bieten auch viele Fitnessstudios Kurse an.

Comeback nach der Diagnose

Michael Smolik (32) steckte mitten in der Vorbereitung auf den Kampf gegen Edmond „Ringlife“ Avagyan (35). Doch dann war plötzlich nichts mehr wie zuvor. Die Schock-Diagnose: Gehirn-Tumor! Der Fighter hatte völlig unerwartet einen noch größeren Gegner bekommen. Smolik überstand die gefährliche OP - und besiegte auch Nebenwirkungen wie epileptische Anfälle. Jetzt ist der Ex-Polizist wieder da! Und kehrt am 21. September in Bonn in den Ring zurück. Mit einem Knall: Der von vielen Kampfsport-Fans sehnlichst erwarteten Revanche gegen Mo Abdallah (30).

2019 standen sich die YouTube-Stars nach monatelangem Zoff schon einmal im Kickboxen im Ring gegenüber. Smolik gewann das Hass-Duell nach Punkten. Aber zufrieden war danach niemand ... Seitdem hat sich viel geändert. Aus Hass wurde Freundschaft! Abdallah rettete Smolik vergangenen Oktober praktisch das Leben. Denn er war es, der Smolik nach dem gemeinsamen Training auf Zypern drängte, den Kopf untersuchen zu lassen, nachdem Smolik immer wieder Ausfälle hatte. „Es ist verrückt“, sagt Abdallah. „Unser erster Kampf war am 12. Oktober 2019. Und Michis OP letztes Jahr war dann auch am 12. Oktober.“

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Nachdem Smoliks Ärzte grünes Licht für den Kampf gegeben hatten, sagte Abdallah zu. „Diesmal geht es zwischen uns nur um eine sportliche Rivalität“, sagt er. „Ich bin gespannt, wie der Kampf ablaufen wird, wenn wir uns darauf konzentrieren können, die sportliche Leistung abzurufen.“

Auch Abdallah hatte gesundheitliche Problemen, quälte sich nach einem Bandscheibenvorfall durch die Reha. Diesmal steigt das Duell im klassischen Boxen. Abdallah: „Mir ist vor allem wichtig, einen guten Kampf abzuliefern. Ich schäme mich für meine Leistung aus dem ersten Duell und verstehe, dass damals viele Menschen enttäuscht waren. Ich will zeigen, dass ich es besser kann.

Frühe Einflüsse und Training

Sein Vater Jan Smolik war in Polen einer der besten Taekwondo-Kämpfer. Michael Smolik wurde bereits im Alter von drei Jahren zusammen mit seinem Bruder von seinem Vater trainiert. Ab dem fünften Lebensjahr begann er mit dem Training im Taekwondo. Nach dem Wechsel zum Kickboxen errang er 2012 in Orlando seinen ersten WM-Titel als Amateur bei der World Kickboxing and Karate Union. Nach weiteren WM-Siegen als Amateur im Leichtkontakt, Vollkontakt und K-1 Rules gewann er im September 2014 seinen ersten Profikampf nach nur wenigen Sekunden durch Knockout.

Professionelle Karriere

Seit Anfang 2015 wurde Smolik von Pavlica und Mladen Steko in München trainiert. Da sein Dienstherr das Kickboxen wegen der Verletzungsgefahr nicht als Nebentätigkeit genehmigte, gab Smolik zum 1. März 2016 seinen Beruf als Polizist auf. In der Nacht vom 10. auf den 11. September 2016 gewann er durch Knockout gegen Luca Panto in der ersten Runde seinen ersten WM-Titel im Superschwergewicht bei den Profis. Wegen seiner K.-o.-Siege meist nach wenigen Sekunden und seines offensiven Kampfstils trägt Smolik den Kampfnamen Flying Badboy und Die K.-o.-Maschine. Er hält den Weltrekord für das schnellste Knockout nach Sekunden.

Bei seinem Kampf am 1. Juli 2017 in der Münchner Zenith-Halle brauchte er 3 Sekunden für seinen K.-o.-Sieg nach Beginn des Kampfes. Neben seiner Tätigkeit als Kämpfer trainiert Smolik Nachwuchstalente und engagiert sich für soziale Projekte. Zudem wirkte er bei der Fernsehserie "Die Ruhrpottwache" mit.

Michael Smolik: Eine Zusammenfassung

Michael Smolik ist nicht nur ein erfolgreicher Kampfsportler, sondern auch eine inspirierende Persönlichkeit. Er hat gezeigt, dass man durch harte Arbeit, Disziplin und die richtige Einstellung seine Ziele erreichen kann. Ob im Ring, im Fernsehen oder in seinen Seminaren, Smolik inspiriert Menschen, ihr volles Potenzial zu entfalten.

Dieser Mann hat es - wortwörtlich - faustdick hinter den Ohren. Der 27-jährige Michael Smolik ist der amtierende Super Heavy Weight World Champion im Kickboxen und Rekordhalter für den schnellsten Knockout - nach nur 3 Sekunden. Welche spannende Geschichte sich hinter unserem neuen Myprotein Ambassador verbirgt, erfahrt ihr hier aus erster Hand! “Der Kampfsport hat mich und meine Persönlichkeit geprägt. Ich mache schon mein Leben lang Kampfsport. Bereits als kleines Kind war es mein Traum, der beste Kämpfer der Welt zu werden.

Mein Vater hat mich mit 3 Jahren langsam mit diesem Sport vertraut gemacht und mit 5 war ich das erste Mal im Verein. Mein Vater hat einen extremen Einfluss auf mich gehabt - genau wie mein Bruder. Wir haben viel zusammen trainiert und er war in der Anfangszeit immer der Bessere. Ich hab dann als Kind heimlich Kampffilme geschaut (weil ich es natürlich nicht durfte), damit ich sehe, wie man richtig trainiert und habe es im Anschluss versucht in meinem Kinderzimmer nachzuahmen. Wenn mein Bruder zum Spielen rausgegangen ist, waren in meinem Kopf immer folgende Gedanken: “Okay, er ist am spielen, d.h. er kann nicht trainieren. Wenn ich jetzt trainiere, werde ich besser als er.”

Richtig krass - und dann bin ich auch irgendwann tatsächlich besser geworden - vorallem aber, weil ich diese Ambition in mir hatte: Mein Weg ist der Weg des Kriegers, ich muss und will der beste Kämpfer der Welt werden. Mit 16 Jahren bin ich zur Polizei gegangen, nebenbei habe ich aber mit dem Kampfsport weitergemacht. Ich wollte zur Polizei, weil ich anderen Menschen helfen wollte. Das kam u.a. daher, weil ich in der Schule am Anfang ein “Mobbing-Opfer” war und von Anderen echt fertig gemacht worden bin.

Das habe ich dann durch meine Kraft, meine Fähigkeiten und Gewalt versucht zu kompensieren, um zu sagen: “Hey, guckt mal, ich bin auch Jemand, ich kann auch etwas.” Dadurch bin ich dann allerdings zu einem der “Bad Boys” geworden und habe damals wirklich sehr viel Streit gesucht; war derjenige, der sehr viele Probleme gemacht und teilweise auch Straftaten begangen hat. Ich war noch unter 14 Jahren, d.h. noch nicht strafmündig, aber ich habe vieles gesehen und letztendlich habe ich Andere verletzt - bis ich angefangen habe, darüber nachzudenken und gecheckt habe, dass es stattdessen besser ist, Anderen zu helfen.

Ich glaube, dass deine jetzige Persönlichkeit von deiner Vergangenheit und Kindheit geprägt wird. Ich habe beide Seiten erlebt, aber letztendlich habe ich mich für den guten Weg entschieden. Wenn man anderen Menschen etwas gibt, bekommt man auch meistens etwas zurück. Ich bin ein Mensch, der glaubt, dass alles im Universum miteinander verbunden ist und ich handle nach dem “Gesetz der Anziehung”. Alles was du gibst, kriegst du wieder zurück. Das heißt allerdings nicht, dass ich Anderen helfe, weil ich etwas zurück haben möchte - das wäre der falsche Ansatz.

Wenn man vom Herzen etwas gerne macht, dann bekommt man automatisch etwas zurück. Manche sagen Karma dazu, ich nenne es Gesetz der Anziehung. Nachdem ich 15 Jahre lang Taekwondo gemacht habe, bin ich zu Kickboxen gewechselt. Zu dieser Zeit habe ich so gut wie jeden Kampf im Amateurbereich gewonnen und anschliessend Weltmeisterschaften mitgenommen: In Amerika, in London, in Spanien. Ich habe so ziemlich überall auf der Welt gekämpft - bis ich Profi geworden bin.

Als ich Profi geworden bin, musste ich dann eine wichtige Entscheidung treffen: Die (von der Polizei) haben mich vor die Wahl gestellt:“Möchtest du entweder Profi-Kampfsportler oder Polizist sein? Beides zusammen geht nicht.” Daraufhin bin ich halt gegangen und habe gekündigt - für meinen Traum, Profisportler zu werden. Als ich 25 Jahre alt war, habe ich meinen Traum verwirklicht und bin Profi-Weltmeister geworden. Seit 2016 bin ich jetzt Vollzeitprofi, mach’ nur noch das - das ist mein Leben, das gehört einfach dazu. Aber ich habe auch seit ein paar Jahren zusätzlich angefangen, Schauspielunterricht zu nehmen und in Serien mitzuspielen.

Heute treibt mich der Wille an, dass ich international groß werden will. Ich will in die Filmbranche rein, ich will - und das klingt jetzt riesengroß - eine Legende sein. Dabei sorgt der Kampfsport aber immer dafür, dass ich trotzdem auf dem Boden bleibe. Wenn ich z.B extrem wütend bin oder irgend etwas nicht gut gelaufen ist, oder ich traurig bin, gehe ich immer ins Gym und trainiere - und dabei kann ich wirklich alle Emotionen rauslassen.

Das ist das Schöne am Sport - nicht nur am Kampfsport, sondern allgemein am Sport. Man kann die Emotionen beim Training rauslassen und diese Wut oder die Trauer - oder was auch immer man gerade in sich verspürt - in Kraft und Motivation umwandeln. Zudem habe ich angefangen, zu meditieren und Mentaltraining zu machen. Meine persönliche Meinung ist, dass den Geist und Verstand zu trainieren mit eines der wichtigsten Punkte überhaupt ist. Ich finde das fast noch wichtiger, als den Körper zu trainieren. Natürlich gehört beides dazu, aber wenn der Kopf nicht stimmt, kann dein Körper noch so gut trainiert sein, du kannst eine Maschine sein - aber es wird dir nichts bringen.

Wenn du beides miteinander verbindest - Mind und Body - dann bist du wirklich ein Super Hero. Denn es gibt schwere Zeiten und ich weiß, dass man oft denkt: “Alter, ich versuche so viel und es funktioniert einfach nicht, es wird nicht klappen.” - aber letztendlich muss man sich einfach immer wieder sagen: Egal was passiert, egal wer was zu dir sagt, wie scheiße du bist, wie schlecht du bist, dass du etwas nicht kannst, mache einfach weiter! Egal was passiert, halte an deinem Traum fest. Das ist das aller, aller, Allerwichtigste.