Was bedeutet MMA? Eine umfassende Einführung in Mixed Martial Arts

Mixed Martial Arts, oft unter der Abkürzung MMA bekannt, ist eine Vollkontaktsportart, die diverse Techniken unterschiedlicher Kampfsportarten miteinander verbindet. Das Ziel ist es, unter realistischen Bedingungen herauszufinden, wer der beste Kämpfer ist.

Was bedeutet MMA?

Übersetzt bedeutet MMA - Mixed Martial Arts ganz einfach gemischte Kampfkünste. Mixed Martial Arts steht dafür, dass möglichst viele Kampfstile in einer Vollkontaktsportart vereint werden und dabei wenig Beschränkungen in Bezug auf Regeln gelten. Dazu zählen das Schlagen, Treten, Werfen, Clinchen, sogar Kopfstöße und der Bodenkampf.

Ursprünge und Entwicklung von MMA

Obwohl MMA erst in den letzten 20 Jahren durch den Veranstalter UFC (Ultimate Fighting Championship) beliebt geworden ist, gibt es die Sportart schon viel länger. Die Ursprünge des Mixed Martial Arts reichen weit zurück und können bis zu den Olympischen Spielen im Jahr 648 v. Chr. zurückverfolgt werden. Damals wurde Pankration, das Kampftraining der griechischen Armeen, als Kampfsport des antiken Griechenlands angesehen. Der Ire Conor McGregor ist die wohl schillerndste Figur der MMA-Szene - er trägt die Rolex am Handgelenk, besitzt eine 4-Millionen-Dollar Jacht und trat unter anderem in einem Showkampf gegen Ex-Boxweltmeister Floyd Mayweather an.

Die Entwicklung der MMA ist eng mit einer Serie von Vale-Tudo-Kampfsportveranstaltungen in Brasilien und den USA Ende des 20. Jahrhunderts verbunden. Bei diesen klassischen Vale-Tudo-Veranstaltungen wurde ohne Schutzausrüstung und Handschuhe gekämpft. Die moderne Ära von MMA begann in den 1990er Jahren, mit der Gründung von Organisationen wie der UFC.

Historische Vorläufer

  • Pankration: Ein brutaler Wettkampf im antiken Griechenland, der Elemente des Ringens, Boxens und Straßenkampfes vereinte.
  • Leitai: Eine Form des Kampfsports im alten China, die traditionelle chinesische Kampfkünste mit Boxen und Ringen mischte.
  • French Savate: Im 19. Jahrhundert testeten professionelle französische Savate-Kämpfer ihre Fähigkeiten gegen englische Profiboxer.
  • Vale Tudo: In den frühen 1920er Jahren in Brasilien auf dem Vormarsch, bei dem Kämpfer verschiedener Stilrichtungen gegeneinander antraten.
  • Shooto und Pancrase: In den 1980er und 1990er Jahren in Japan entwickelt, gelten als frühe Formen des professionellen MMA.

Regeln und Gewichtsklassen im MMA

Die Kämpfer werden bei der UFC in zehn verschiedene Gewichtsklassen eingeteilt. Die Frauen kämpfen vom Strohgewicht bis zum Federgewicht, während die Männer vom Fliegengewicht bis zum Schwergewicht aktiv sind. Ein Kampf besteht aus drei Runden, die jeweils fünf Minuten dauern. Zwischen jeder Runde gibt es zudem eine Pause von einer Minute. Titelkämpfe werden in fünf Runden ausgetragen.

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Ziel ist es, seinen Gegner zum Aufgeben zu zwingen, ihn k.o. zu schlagen oder so in die Mangel zu nehmen, dass sich der Schiedsrichter gezwungen sieht, den Kampf abzubrechen. Ein Sieg nach Punkten ist ebenso möglich wie ein Unentschieden. Dass bei einem MMA-Kampf alles erlaubt sei, ist ein Vorurteil. So ist es beispielsweise verboten, den Gegner im Genitalbereich zu attackieren, zu beißen, an Nase und Ohr zu reißen oder in die Augen zu stechen. Insgesamt gibt es 31 Fouls, die zur Strafe oder dem Punktabzug bis hin zur Disqualifikation führen können.

Gewichtsklassen in der UFC

Die UFC erkennt derzeit neun Gewichtsklassen für Männer an, darunter das Strohgewicht, Fliegengewicht, Bantamgewicht, Federgewicht, Leichtgewicht, Weltergewicht, Mittelgewicht, Halbschwergewicht und Schwergewicht. Für Frauen gibt es in der UFC derzeit zwei Gewichtsklassen, das Strohgewicht und das Bantamgewicht.

Die Kämpfe im MMA folgen den Unified Rules of Mixed Martial Arts. Sie bestehen in der Regel aus drei fünfminütigen Runden mit einer einminütigen Pause zwischen den Runden. Meisterschaftskämpfe werden über fünf Runden ausgetragen.

Techniken und Trainingsaspekte

Mit dem Mixed Martial Arts Training kann man ein sehr hohes Maß an körperlicher Fitness aufbauen. Durch die unterschiedlichen Techniken werden alle Muskelgruppen und auch Ausdauer und Koordination trainiert. Durch die stark variablen Bewegungsabläufe wird der Körper immer wieder ganz neu gefordert.

MMA ist nicht nur ein physischer Wettkampf; es beinhaltet auch geistige und ethische Aspekte. Die Verschmelzung von Techniken, Philosophie, Geschichte und Kultur macht MMA zu einer einzigartigen Disziplin, die in der modernen Kampfsportwelt weiterhin an Bedeutung gewinnt.

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Kampfdistanzen im MMA

Es gibt mehrere Kampfdistanzen. Einige davon finden im Stand statt. Diese sind Kick-, Faust-, Knie- und Ellenbogen und die Körperkontakt Distanz (Grappling), in der wir weiter unter (Antibodenkampf) detaillierter darauf eingehen werden.

  • Standkampf: Kick-, Faust-, Knie- und Ellenbogentechniken
  • Antibodenkampf/Grappling: Vermeidung des Bodenkampfes durch Würfe
  • Bodenkampf: Strategische Positionierung am Boden

MMA-Training für Kinder (MMA Kids)

Im MMA KIDS Training liegt der Fokus im sportlichen Aspekt, kombiniert mit dem Selbstverteidigungsbaustein von Wing Tsun - Kung Fu. Hier wird die körperliche Fitness, das sportliche Wettkampftraining, die Disziplin und Ausdauer vertieft und gestärkt. Das Kindertraining beinhaltet 20% Gewaltprävention, 40% Wing Tsun - Kung Fu und 40% MMAsport.

Bedeutende Persönlichkeiten im MMA

Im Laufe der Geschichte des MMA gab es viele bemerkenswerte Kämpfer, die den Sport geprägt haben. Einer dieser Kämpfer ist Royce Gracie aus Brasilien. Er gewann die erste UFC-Veranstaltung im Jahr 1993 und trug maßgeblich dazu bei, MMA in den 1990er Jahren bekannt zu machen. Jon „Bones“ Jones wird in der bekanntesten MMA Liga, der UFC, derzeit auf dem ersten Platz im Schwergewicht MMA gelistet.

MMA als Selbstverteidigung

Das MMA Training ist eine ausgezeichnete Vorbereitung für Gefahrensituationen. Das Problem der meisten Selbstverteidigungskurse ist die fehlende Wiederholung. Bist du regelmäßig im MMA Training, kann dir auch auf der Straße nicht mehr so viel passieren und du wirst dich im Ernstfall gegen Angreifer verteidigen können.

Vorurteile gegenüber MMA

Wenn das Thema MMA angesprochen wird, fallen oft Wörter wie brutal, unmenschlich oder gewaltverherrlichend. Wegen all dieser Kritik gibt es daher zahlreiche Vorurteile gegenüber MMA. In der Historie der UFC finden sich reichlich Athleten mit höherer Bildung.

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Laut einer Studie der John Hopkins University School of Medicine ist die Wahrscheinlichkeit eines Knockouts beim MMA geringer, während die Belastung für den Kopf beim Boxkampf höher ist. Zudem ist auch die richtige Taktik entscheidend. Brutalität allein reicht nicht, den Gegner zu besiegen.