Taekwondo Gelbgurt: Einschrittkampf (Ilbo-Taeryon)

Im Taekwondo gibt es verschiedene Gürtelfarben zur Trainingsbekleidung (in Korea: Tobok), die den jeweiligen Schülergrad anzeigen. Der Anfänger im Taekwondo beginnt als Weißgurt und steigt dann nach jeder erfolgreich absolvierten Gürtelprüfung im Gürtelgrad und in seiner Bedeutung auf.

Die farbigen Gürtel dienen dem Lehrer bei größeren Gruppen auch zu einem leichteren Überblick über die Fähigkeiten und Bedeutung des einzelnen Schülers. Unerwähnt bleiben soll in diesem Zusammenhang aber nicht, dass die Erkennung des Ranges nicht der Hauptgrund ist, dass beim Taekwondo Gürtel (Ty) mit einer best.

Geprüft wird im Taekwondo jeweils auf einen Kup. Ein Kup ist ein halber Gürtel, von weiß ausgehend. Vom 10. Kup ausgehend, ist der nächste Gürtel (Ty) der weiße mit drei gelben Ringen (9. Kup). Doppelprüfungen sind vom 10. auf den 8. Kup erlaubt. Nur bei besonderer Leistung kann ein Kup-Grad übersprungen werden. 10. Kup bis 5. Kup sind die Anfängergrade, 4. Kup bis 1. Kup sind die Fortgeschrittengrade.

Ilbo-Taeryon ist der Ein-Schritt-Kampf des Taekwon-Do und ist die Vorbereitung auf den freien Kampf. Hier sollen das Gefühl für den Partner (Gegner), der richtige Abstand, die erforderliche Schnelligkeit, der nötige Krafteinsatz und die präzise Ausführung der Techniken erlernt werden. Besonders die Abwehr- und Kontertechniken sollen aus der Grundstellung heraus solange geübt werden, bis sie reflexartig ohne nachdenken ausgeführt werden können.

Das Zeremoniell des Einschrittkampfes

Der Ein-Schritt-Kampf unterliegt einem strengen Zeremoniell. Dadurch werden Verletzungen vermieden und es gibt dem Verteidiger Zeit, sich eine Abwehr- und Kontertechnik zu überlegen.

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Zwei Partner stellen sich ungefähr auf Armlänge Abstand mit dem Gesicht zueinander in Moa-sogi auf. Der niedriger Graduierte greift zuerst an und geht mit dem rechten Bein zurück in chongul-sogi und führt gleichzeitig mit dem linken Arm einen Block unten (haddan-makki) mit Kampfschrei (kihap) aus. Mit dem Kampfschrei deutet der Angreifer an - ich bin zum Angriff bereit.

Auf das Kommando Chunbi geht der linke Fuß des Verteidigers zur Seite in narani-chunbi-sogi, so daß die Füße etwa schulter-breit auseinander stehen. Nach dem Kampfschrei des Angreifers gibt der Verteidiger ebenfalls mittels Kampfschrei das Signal zum Angriff, wenn er zur Abwehr bereit ist. Der Angreifer greift sofort, wie oben beschrieben, an. Gleichzeitg führt der Verteidiger seine Abwehr- und Kontertechniken durch.

Wenn der Verteidiger mit einem Kampfschrei das Signal gibt, greift der Angreifer mit einem Fauststoß des rechten Armes zum Gesicht (Nase, Filtrum) des Verteidigers sofort an. Gleichzeitig macht er einen Schritt mit dem rechten Bein nach vorne in die Vorwärtsstellung (chongul-sogi).

Wenn der Verteidiger fertig ist, signalisiert er dem Angreifer das Ende der Aktion wieder mit einem Kampfschrei. Anschließend stellen sich die Partner wieder in narani-chunbi-sogi gegenüber auf und der Vorgang wiederholt sich mit vertauschten Rollen. Der Angreifer wird zum Verteidiger und umgekehrt.

Wichtige Aspekte beim Einschrittkampf

  • den richtigen Abstand zum Partner wählen (ca.
  • Block- oder Kontertechnik z.B.
  • den eigenen Körper immer im Gleichgewicht halten (z.B.
  • nicht vorne über beugen, wenn die falsche Distanz gewählt wurde, sondern den Abstand z.B.
  • Keine eigenen Abwehr- und Kontertechniken erfinden (erst ab 1.

Beispiele für Einschrittkampf-Techniken

Hier sind einige Beispiele für Techniken, die im Einschrittkampf verwendet werden können:

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  1. Mit linkem Bein gesprunger Frontkick (tymien-ap-chagi) zum Kinn.

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