Ehemalige deutsche Wrestler: Eine Liste von Talenten in den USA

Viele halten Wrestling für albern, andere sehen darin einen eigenständigen Sport mit herausragenden Athleten und hohem Unterhaltungswert. Aber egal, was man über die Show-Kämpfe denkt, einige Wrestling-Legenden kennt wirklich jeder.

Dieser Artikel widmet sich den deutschen (oder deutschsprachigen) Wrestlern, die es in die USA geschafft haben, und beleuchtet ihre Erfolge und Karrieren.

Deutsche Pioniere im US-Wrestling

Alex Wright

Alex Wright war ein toller Techniker mit europäischem Stil und Wrestler der 2. Generation. Er war ehemaliger TV und Cruiserweight Champion in der WCW. Wright wurde gut in der Midcard bei WCW eingesetzt, aber ohne Kontakt nach weiter oben.

Er wurde mit Disco Inferno (Glenn Gilbertti) mehrfach in ein Team gesteckt, was viele unterhaltsam fanden. Viele gute Talente der deutschen Wrestlingszene stammen aus seiner Schule, wie Hektor Invictus, Juvenile X, Fast Time Moodo, Maverick Cross usw.

Alexander Wolfe (Axel Tischer)

Axel Tischer, der frühere Alexander Wolfe, hat bei WWE Geschichte geschrieben. Nun stärkt er mit einer neuen Unternehmung die deutsche Szene.

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Tischer war zwischen 2015 und 2021 bei WWE unter Vertrag und dort als Alexander Wolfe bekannt. Als Teil der Gruppierung SAnitY war ihm der historische Gewinn der Tag-Team-Titel des NXT-Kaders vergönnt.

Auch bei den Hauptshows RAW und SmackDown war Wolfe zu sehen, er war früher auch Teil der Gruppierung Imperium mit Österreich-Star Gunther, Ludwig Kaiser und Giovanni Vinci - bevor diese im vergangenen Jahr fest befördert und ihren großen Durchbruch feierte.

Der 36 Jahre alte Tischer ist seit 2021 kein Teil von WWE mehr, im Zuge größerer Sparmaßnahmen während der Corona-Pandemie ließ WWE 2021 seinen Vertrag auslaufen, Familienvater Tischer verlagerte seinen Lebensmittelpunkt danach wieder nach Deutschland.

Der „Axeman“ ist durch nun wieder in der heimischen Szene aktiv, aus der er einst hervorgegangen war - und hat sich nun vorgenommen, sie mit seinem neuen Projekt weiter zu stärken.

Tischer wird zum Head Coach des neu eröffneten Trainingszentrums „Sport Center Dresden“, das er zusammen mit seinen Geschäftspartnern Franz Engel - ebenfalls Wrestler und Trainer - und Mario Neumann aufzieht.

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Generell ist Wrestling in Ostdeutschland populärer als im Bundesdurchschnitt, die neue Profischule stellt die regionale Szene nun auf eine neue Basis: Tischer gibt dort das Handwerk weiter, das er in den USA unter der Anleitung von renommierten Coaches und legendären Stars verfeinert hat, allen voran der WWE-Ikone „Heartbreak Kid“ Shawn Michaels.

Weitere deutsche Wrestler in den USA

  • Ulf Herman: Als Mitglied der F.B.I.
  • Victor Krüger: War auch mal in der WCW und ist deutschsprachig.
  • Brakus (Achim Albrecht): War ein ehemaliger Bodybuilder, der ziemlich limitiert im Ring war.
  • Marcel Barthel (Axel Dieter Jr.): Technisch einwandfrei und mit WWE-tauglichem Charisma ausgestattet.

Österreichische Wrestler in den großen Ligen

  • WALTER
  • Viktor Krueger

Die deutsche Independent Wrestlingszene

Es gibt auch die deutsche Independent Wrestlingszene, wo es auch immer wieder gute Talente zu bestaunen gibt. Dort ist übrigens auch wieder das Ex-NXT Talent Aleksandar Jaksic gelandet nach seiner Entlassung 2020.

Die FCW Deutschland arbeitet eng mit holländischen Superstars zusammen und kann hin und wieder einige Stars wie z.B. Shanon Moore, Rene Dupre und Hate (für unwissende: Der deutsche Sandman) für Shows verpflichten.

Wrestling-Schule in Dresden

Axel Tischer, der erste Deutsche, der beim Showfight-Marktführer je einen Titel gewann, eröffnet am Montag in seiner sächsischen Heimat eine Wrestling-Schule und will damit die blühende deutsche Szene weiter stärken.

Der über Pfingsten begonnene Trainingsbetrieb soll auch mit Hilfe von Spenden finanziert werden. Zum Konzept der Schule zählen auch regelmäßige Veranstaltungen mit internationalen Kämpfern (beginnend am 15.

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Bekannte Wrestler und ihre Schauspielkarrieren

Die Karrieren von einigen berühmten Wrestlern lassen sich durchaus sehen, denn sie beschränken sich nicht nur auf die spektakulären Kämpfe im Ring. Das beweist zuletzt John Cena, den Du seit dem 5. Oktober in der Action-Komödie „Freelance“ sehen kannst. Er ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass Wrestler als Schauspieler im Hollywood-Business Fuß fassen können.

Dwayne "The Rock" Johnson

Dwayne Douglas Johnson, eher bekannt unser seinem Wrestler-Name The Rock, gewann in seiner aktiven Wrestling-Phase zwischen 1996 und 2004 zehnmal den World-Championship-Titel der WWE. Als Luke Hobbs, ein Agent des Diplomatic Security Service, war The Rock in den Teilen fünf bis acht der Auto-Action-Reihe „Fast & Furious“ (2001-2011) zu sehen.

Dave Bautista

Dave Bautista ist sechsmahliger WWE-Weltmeister in verschiedenen Ligen. Der heute 54-jährige Wrestler trat als Schauspieler erstmals 2010 in Erscheinung: Im Action-Kracher „Wrong Side of Town“ schlüpfte er in die Rolle des ehemaligen Navy-Seals Big Ronnie. Dort spielt er Drax, den Zerstörer, der sich nach dem Verlust seiner Familie an seinem Widersacher rächen will.

Steve Austin

Im Ring trat Steve Austin unter dem Namen „Stone Cold“ auf. Er ist der Einzige, der dreimal den Royal Rumble der WWE eingeheimst hat - bei der Wrestling-Großveranstaltung treffen bis zu 30 Wrestling-Stars aufeinander.

Hulk Hogan

Sein charakteristischer Schnurrbart und seine auffälligen Kopftücher machen ihn unverwechselbar: Hulk Hogan, eine Wrestling-Größe der 80er. Aus dem Wrestler wurde schnell ein Schauspieler: Hogan mischte schon 1982 im Film-Business mit, als er in „Rocky III - Das Auge des Tigers“ passenderweise den Wrestling-Champion Thunderlips mimt.

Jesse Ventura

Wrestler, Schauspieler, Politiker - das Leben von Jesse Ventura lässt sich durchaus als facettenreich bezeichnen. Nach dem er seine erfolgreiche Karriere aus gesundheitlichen Gründen beendet hatte, tat er aus dem Ring hinter das Kommentatoren-Pult. Von 1999 bis 2003 war Ventura Gouverneur des US-Bundesstaates Minnesota.

Geschichte des Wrestlings in Deutschland

Auch in Deutschland hat das Pro Wrestling oder wie es hierzulande hieß der Freistilringkampf oder das Catchen eine lange Tradition. Einen ersten richtig großen Wrestlingboom gab es in Deutschland Ende der 1930er-Jahre.

Der erste große Veranstalter in Deutschland war der ehemalige Ringer Gustl Kaiser. Im Jahr 1938 veranstaltete er in Magdeburg ein erstes längeres Turnier. Auch für Gustl Kaiser gab es einen Neubeginn. Er begann eine Neuorganisation in Hamburg, die sich dann allerdings bundesweit auswirken sollte.

Der “Internationale-Berufsringkämpfer-Verband (IBV)” entstand 1947 in Hamburg. Kaiser und seine Mitinitiatoren bestanden eindringlich auf dieser Nachfolge und auf einem eigenen Regelwerk, das sich von der Konkurrenz abgrenzen sollte.