Die gefährlichste Kampfsportart der Welt: Eine statistische Betrachtung

Die Frage nach der gefährlichsten Kampfsportart der Welt ist komplex und vielschichtig. Um eine fundierte Antwort zu geben, ist es notwendig, verschiedene Faktoren zu berücksichtigen, darunter die Art der ausgeübten Sportart, die Häufigkeit von Verletzungen und die potenziellen Risiken für die Gesundheit.

Statistiken zu Sportunfällen in der Schweiz

Ein Blick auf die Statistiken zu Sportunfällen in der Schweiz zeigt, dass sportliche Betätigung nicht immer risikofrei ist. Von 2000 bis 2022 kamen in der Schweiz 4245 Menschen beim Sport ums Leben. Dies entspricht einem jährlichen Durchschnitt von 185 Todesfällen, darunter 55 ausländische Gäste.

Die Anzahl der Todesopfer variiert von Jahr zu Jahr, was hauptsächlich auf die unterschiedlichen Expositionszeiten (Anzahl der Stunden der Sportausübung) zurückzuführen ist. Bei Outdoor-Sportarten spielt das Wetter eine grosse Rolle: Je besser das Wetter, desto mehr Menschen treiben Sport im Freien - und desto mehr Unfälle passieren.

Es ist wichtig zu beachten, dass diese Zahlen nicht spezifisch für Kampfsportarten sind, sondern alle Sportarten umfassen. Dennoch verdeutlichen sie das allgemeine Risiko, das mit sportlicher Aktivität verbunden sein kann.

Faktoren, die die Gefährlichkeit einer Kampfsportart beeinflussen

Die Gefährlichkeit einer Kampfsportart hängt von einer Reihe von Faktoren ab:

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  • Art der Techniken: Kampfsportarten, die Schläge gegen den Kopf, Würfe oder Hebeltechniken beinhalten, sind tendenziell risikoreicher als solche, die hauptsächlich auf Ausdauer und Konditionierung abzielen.
  • Regeln und Schutzmassnahmen: Klare Regeln und angemessene Schutzmassnahmen können das Verletzungsrisiko erheblich reduzieren.
  • Trainingsbedingungen: Eine gute Ausbildung durch qualifizierte Trainer und die Einhaltung sicherer Trainingspraktiken sind entscheidend, um Verletzungen vorzubeugen.
  • Individuelle Risikofaktoren: Alter, körperliche Verfassung und Vorerkrankungen können das Risiko von Verletzungen beeinflussen.

Die Rolle der Wahrnehmung und Realitätsumdeutung

In unserer modernen Gesellschaft leben wir angeblich in einem «postfaktischen Zeitalter», in dem die Lüge systematisch zur Wahrheit umgedeutet wird. Es geht vielmehr um das rein subjektive - oder, wie der Sozial­philosoph Theodor W. Adorno es einmal genannt hat, das blosse oder «pathische» - Meinen und damit um Kampf, Sieg und die Erringung von Vorherrschaft durch systematische Realitäts­umdeutung. Wie die Psycho­analyse uns lehrt, hat das eher mit Wahn als mit Wirklichkeit zu tun.

Oder aber mit dem Blick von Berufs­optimistinnen oder Gesund­betern unter dem Motto zu beschwichtigen: «Eigentlich ist die Welt doch gar nicht so schlecht.» Und - wenn wir diesem affirmativen Motto weiter folgen - unsere wunderbaren zivilisatorischen, technischen, gesellschaftlichen und politischen Errungenschaften gegen die Dauer­empörten zu verteidigen und alle verblendeten, an einem rigorosen Schwarz-Weiss-Moralismus erkrankten Rechts-, Links- und religiösen Ideologien sowie andere Gefährdungen des ach so humanen Zusammen­halts unserer funktionierenden Demokratien in die Schranken zu weisen. In verschiedenen Varianten ist diese unkritische eine durchaus verbreitete, aber ziemlich naive Sicht auf die Welt.

Die kollektive Überforderung angesichts der durch das Netz erkennbaren Komplexität von allem und der Wunsch nach einfachen Antworten.

Geschlechterrollen und Gewalt

Die grosse Verbreitung von sexueller und nicht sexueller Gewalt in der Partnerschaft zeigt, dass der Nahbereich nach wie vor der gefährlichste Ort für Frauen ist. Frauen können sich daher im Grunde nicht wirklich sicher sein. Die Überzeugung, der eigene Partner sei anders und könne niemals gewalt­tätig werden, ist vor diesem Hinter­grund verständlich, aber sicherlich etwas gewagt.

Andererseits wäre ohne eine solche Überzeugung überhaupt keine hetero­sexuelle Beziehungs­aufnahme gerechtfertigt, wenn freiwillige Askese oder ein Wechsel der Geschlechter­präferenzen nicht infrage kommen. Trotz des statistischen Ausmasses offener Gewalt, trotz der immens hohen Dunkel­ziffer sowie der allgemeinen Verbreitung anderer, weniger manifester Ausdrucks­formen einer bis zum Hass reichenden Frauen­feindschaft müssen wir ausserdem bedenken, dass selbst­verständlich nicht alle Männer potenzielle Gewalt­täter sind.

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Also: Alle frauen­feindlichen Gewalt­taten werden (bis auf wenige Ausnahmen) von Männern begangen, aber nicht alle Männer sind tatsächliche oder potenzielle Gewalttäter.

Kampfsportarten und Männlichkeit

Auch in der Gegenwart finden wir immer wieder Bestätigungen des genuin männlichen Charakters der militärischen und kriegs­bezogenen Logik. Für ihn sind Kriege weiterhin ein kulturell und entwicklungs­psychologisch notwendiger Männlichkeits­beweis. Notwendig, weil es im Unterschied zur Entwicklung der weiblichen Gebär­fähigkeit keine biologischen Übergänge des Jungen zum Mann gebe und der Junge folglich durch kulturelle Riten erst männlich gemacht werden müsse.

Diese Erzeugung von Männlichkeit könne nur durch Männer selbst erfolgen, da es vor allem darum gehe, endgültig die Bindung an die Mutter aufzulösen und die damit verbundene «weibliche Substanz» aus den Körpern und den Seelen der jungen Heranwachsenden auszutreiben. Mangels traditioneller Initiations­riten habe diese Funktion nun das Militär übernommen, und in letzter Konsequenz, so lautet die trübe, männlichkeits­verherrlichende und gleichzeitig antifeministische Quintessenz, sei kein Tätigkeits­feld so geeignet, die Männlichkeit zu bestätigen, wie der Krieg. Erst der Krieg biete den Männern die Gelegenheit, sich und ihre Persönlichkeit voll zu entfalten.

Wie sehr das damit verbundene Archaisch-Kriegerische neben dem High-Tech-Soldatischen auch in modernen Armeen immer wieder eine Renaissance erfährt, zeigt sich spätestens dann, wenn es Ernst wird, also wenn es zum Kriegs­einsatz kommt.

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