1 Karat Diamant Preisentwicklung: Ein umfassender Überblick

Diamanten sind seit jeher ein Symbol für Luxus und Beständigkeit, besonders beliebt als Geschenk zur Hochzeit. In den letzten Monaten hat sich jedoch eine interessante Entwicklung auf dem Diamantenmarkt abgezeichnet: Die Preise für natürliche Diamanten sind gesunken. Einige Marktbeobachter sprechen sogar von einem regelrechten Preisverfall.

Ursachen für den Preisrückgang

Mehrere Faktoren tragen zu dieser Entwicklung bei:

  • Korrektur nach einem Boom: Nach einem starken Anstieg der Nachfrage während der Pandemie, als Luxusreisen eingeschränkt waren, normalisiert sich der Markt nun wieder.
  • Sinkende Nachfrage nach Rohdiamanten: Die reduzierten Preise deuten darauf hin, dass auch eine sinkende Nachfrage nach Rohdiamanten eine Rolle spielt.
  • Konkurrenz durch Labordiamanten: Seit einigen Jahren erfreuen sich im Labor gezüchtete Diamanten wachsender Beliebtheit, was den Preisdruck auf natürliche Diamanten erhöht.

Labordiamanten als Konkurrenz

Labordiamanten, auch synthetische Diamanten genannt, sind chemisch identisch mit natürlichen Diamanten. Sie werden unter simulierten Bedingungen hergestellt, die die natürliche Entstehung im Erdinneren nachahmen. Obwohl die Herstellung energieintensiv ist, sind Labordiamanten deutlich günstiger als natürliche Diamanten.

Im August 2023 kostete ein normaler Ein-Karat-Diamant aus natürlicher Quelle 5185 US-Dollar, während ein synthetisch hergestellter Diamant nur 1425 US-Dollar kostete, wie das Nachrichtenportal Quartz berichtet. Die Umsätze der Laborstein-Hersteller haben sich in den vergangenen Jahren vervielfacht, von 700 Millionen Dollar im Jahr 2016 auf 14,6 Milliarden Dollar im bisherigen Jahresverlauf 2023.

Ein weiterer Vorteil von synthetischen Diamanten ist, dass sie nie eine Mine von innen gesehen haben, was sie für viele aus sozialer Sicht attraktiv macht.

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Der Marktanteil von Labordiamanten

Der synthetische Stein drängt mittlerweile weltweit auf den Markt, der Marktanteil lag 2022 bereits bei 12,1 Prozent. Für Deutschland gibt es keine validen Zahlen, sagt Joachim Dünkelmann, Geschäftsführer des Bundesverbands der Juweliere, Schmuck und Uhrenfachgeschäfte. "Synthetische Diamanten spielen in Deutschland noch eine untergeordnete Rolle, ihr Anteil auf dem deutschen Markt ist noch nicht zuverlässig messbar." Aber die weltweiten Entwicklungen zeigen: Labordiamanten boomen.

Diamanten als Wertanlage

Die Tatsache, dass nur endlich viele natürliche Diamanten im Handel sind, treibt ihren Wert in die Höhe. Kohlenstoff per se ist hingegen keine Rarität, somit sind es auch die synthetischen Diamanten nicht. Solange die Herstellung immer günstiger wird, lohnen sich synthetische Steine nicht als Anlage.

Analyst Paul Ziminsky zufolge ist es unwahrscheinlich, dass sich die Märkte für natürliche und synthetische Diamanten ausgleichen. Stattdessen würden synthetische Diamanten eher für Modezwecke verwendet, während der Wert von natürlichen Diamanten über die Zeit wieder steigen werde. Generell gelten Diamanten aber eher als komplizierte Wertanlage.

Bei Diamanten bestimmt die Qualität den Wert - und dabei machen kleine Nuancen große Unterschiede im Preis. Wichtig gleich vorneweg: Auskünfte über die Vergangenheit können wir geben. Vorhersagen über zukünftige Entwicklungen sind Spekulation.

Diamantpreise im Vergleich

Diamanten unterschiedlicher Form lassen sich am besten über den Karatpreis vergleichen. Dabei fällt auf, dass Brillanten am begehrtesten und teuersten sind. Die meisten Diamanten werden rund - im Brillantschliff - geschliffen (ca. 7 von 10 Diamanten). Entsprechend wird jeder Rohdiamant, wenn möglich rund geschliffen.

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Die Verfügbarkeit von Diamanten in Schmuckqualität nach Karatgröße macht es deutlich: Die meisten Diamanten sind kleiner als 1 Karat (ca. 83%), während das Angebot bei steigender Größe knapper und knapper wird. Diamanten zwischen 1 und 2 Karat sind im Gesamtvergleich nur fast ein Zehntel der verfügbaren Steine.

Einflussfaktoren auf die Diamantenpreise

Die durchschnittliche Wertsteigerung von Rohdiamanten beträgt ca. 2% jährlich. Dabei sind die beiden größten Preistreiber gesamtwirtschaftliche Entwicklungen sowie interne Veränderungen der Diamantbranche. Erfahrungsgemäß erholen sich die Diamantpreise von Rohdiamanten nach einer Krise recht schnell.

Die Struktur des Marktes ist für Diamantpreise von Bedeutung, da kleinere Marktteilnehmer ihre Inventare eher gering halten. Braucht ein einzelner Händler Liquidität, wird er bereit sein, einen Diamanten aus seinem Bestand günstig zu verkaufen.

Synthetische Diamanten und ihr Einfluss

Viele Schmuckliebhaber wollen einfach einen „roten, blauen oder grünen Stein“ in einem Schmuckstück, das ihnen gefällt - unabhängig von Preis und Seltenheit. Die Preise von synthetischen Diamanten werden sich ähnlich wie bei synthetischen Farbedelsteinen voraussichtlich langfristig stabilisieren.

Die IDEX Diamantenpreisliste

Eine sehr gute Möglichkeit, sich über den aktuellen Marktpreis von Diamanten zu informieren, bieten wir Ihnen exklusiv hier mit der Diamantenpreisliste der IDEX (International Diamond Exchange) an. Sie soll Ihnen als erste grobe Orientierung für den angemessenen Preis von Diamanten dienen.

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Als Beispiel soll nun ein 1 Karat Diamant Preis ermittelt werden. Dieser Einkaräter-Diamant liegt in der Range 1,00ct. bis 1,24ct. (siehe rechte Diamantenpreisliste oben). Einkarat Diamanten dieser Größe/dieses Gewichts kosten in der höchsten Qualität der Farbe D und der Reinheit IF 27.130 USD pro Karat (siehe rote Markierung).

Nicht berücksichtigt sind hier die Mwst. Der Diamantenpreis unterliegt keiner zentralen Preisfestsetzung, er ist somit ein echter „Marktpreis“, welcher sich aus Angebot und Nachfrage ergibt.

Langfristige Preisentwicklung

Langfristig ist der Diamantenpreis immer gestiegen. Das liegt daran, dass die weltweite Diamantenproduktion, die Nachfrage nach Diamanten, welche zu Schmuck- und Anlagezwecken geeignet sind, meist nicht decken kann. Bis auf wenige kurzfristige Ausnahmen, ist die Nachfrage immer größer gewesen, als die Produktion von hochwertigen Diamanten.

Der Diamantenpreis für einen Einkaräter-Diamant in der besten Qualität lag 1960 bei ca. 2.700 $ und kostete 2010 bereits ca. 25.000 $! Die Diamantenvorräte bzw. Diamantenvorkommen sind endlich (begrenzt).

Qualitätsmerkmale und ihr Einfluss auf den Preis

Neben der Größe/dem Gewicht ist das mit Abstand wichtigste Kriterium für den Preis eines Diamanten dessen Qualität. Desto besser die Qualität eines Diamanten ist, desto seltener ist er.

Jeder kennt im Zusammenhang mit einem Diamanten oder Brillanten den Begriff „Lupenrein“. Einigen wird auch der Begriff der „4C“ im Zusammenhang mit Diamanten geläufig sein. Hier erfahren Sie wissenswertes bezgl. „4C“ ist die Abkürzung für die vier englischen Begriffe Carat (Gewicht), Color (Farbe), Clarity (Reinheit) und Cut (Schliff).

  • Carat (Gewicht): Das Gewicht eines Diamanten wird international in Carat (englisch) oder Karat (deutsch) angegeben. Die übliche Abkürzung lautet „ct.“. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm.
  • Color (Farbe): Ein Diamant ist umso teurer je farbloser/weißer und damit seltener er ist. Die höchste und seltenste Farbstufe ist die absolute Farblosigkeit (Farbstufe D, früher River).
  • Clarity (Reinheit): Der wahrscheinlich jedem bekannte Begriff „lupenrein“ bedeutet, dass unter einer 10-fachen Speziallupe durch eine fachlich versierte Person keinerlei Einschlüsse zu erkennen sind.
  • Cut (Schliff): Die Schliffqualität (nicht die Schliff-Form wie z.B. der Brillantschliff) ist auschlaggebend für die Brillanz und das Feuer eines Diamanten und machen aus ihm erst einen funkelnden und wertvollen, schönen Edelstein.

Zusätzlich gibt es noch einige weitere Qualitätsmerkmale. Diese sind z.B. Politur und Symmetrie, Zertifikat (von welchem Institut stammt das Diamantzertifikat/die Diamantexpertise) und Fluoreszenz (bei vorhandener Fluoreszenz kann der Diamant unter UV-Licht leicht schimmern/leuchten).

Aktuelle Marktentwicklung

In den Jahren 2021 und 2022 erlebte der Diamanten-Markt einen Aufschwung. Dieser Trend setzte sich jedoch nicht fort. Im Gegenteil: Der Markt crasht derzeit massiv. Laut der Researchfirma „Tenoris“ aus New York sank der Preis in den USA für einen 1-Karat-Diamanten von 6819 US-Dollar (ca. 6313 Euro) im Mai 2022 auf 4997 US-Dollar (ca. 4626 Euro) im Dezember 2024. Das entspricht einem Rückgang um fast 27 Prozent.

Auch Rohdiamanten und synthetische Steine sind laut des Berichts von dem Preisfall betroffen. Kostete ein künstlicher Diamant laut „Tenoris“ im Januar 2020 in den USA noch 3410 US-Dollar (ca. 3158 Euro), mussten Käuferinnen und Käufer im Dezember 2024 nur noch 892 US-Dollar (ca. 826 Euro) dafür hinblättern.

Nicht zuletzt habe die Branche mit der Innovation künstlich hergestellter Diamanten zu kämpfen, da sie viel günstiger angeboten werden als natürliche Diamanten.

Diamanten als Wertanlage bei DIAMONDAS

DIAMONDAS hat einen eigenen Index auf der Basis seiner Verkaufspreise in Euro entwickelt. Dieser DIAMOND-IX bildet die angebotenen Größen und Qualitäten der von uns angebotenen Diamanten in einer bestimmten Gewichtung ab, die der Häufigkeit des Verkaufs und dem Anteil am Gesamtvolumen entspricht.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass sich die Preise am Diamantmarkt unabhängig von anderen Märkten entwickeln und vor allem keine Korrelation zu Wertpapieren, aber auch anderen Rohstoffen aufweisen.

Bei Sachwerten hat es sich immer bewährt, auf Spitzenqualitäten zu setzen. Ein Diamant zur Wertanlage sollte lupenrein sein, von höchster weißer Farbe und in perfekter Ausführung als Brillant geschliffen sein. Seine qualitativen und technischen Eigenschaften müssen in einem international anerkannten Zertifikat (GIA) dokumentiert sein.

DIAMONDAS bietet Diamanten zur Wertanlage ausschliesslich in diesen exklusiven Qualitäts-Kategorien an:

  • lupenreine Diamanten
  • in den höchsten Farben
  • in exzellentem Schliff
  • mit GIA-Zertifikat und Expertisen von HRD und PREMIUM VALUE
  • nur in den gesuchten Größen

Anlagediamanten wie der 1 Karat Diamant sollten als Brillanten geschliffen sein, dem runden Klassiker mit 56 Facetten. Mit einem Anteil von über 96 % an allen geschliffenen Diamanten ist er am weitesten verbreitet.

Preisbestimmende Kriterien

Es hat sich international durchgesetzt, dass sich der Wert eines Diamanten unabhängig seines Gewichts im Wesentlichen an den 4C bemisst: CLARITY - die Reinheit, COLOUR - die Farbe, CUT - die Schliffqualität, CARAT - Das Gewicht. Entscheidend dabei ist, wer dieses Zertifikat ausstellt.

Für den Wert des Diamanten ist es heute neben den 4Cs ein wichtiges Kriterium, wie hoch die internationale Reputation des prüfenden Diamantlabors bewertet wird. Man spricht daher heute schon bei der Wertfeststellung eines Diamanten vom 5. C = Certificate.

Das ist zu beachten bei einem späteren Verkauf von Einkarätern

Diamanten werden als Sachwerte gekauft, um als mobiler Wertspeicher einem breit aufgestellten Vermögens-Portfolio beigemischt zu werden, oft sogar als Familienschatz für Generationen. Wir haben Sie ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Diamanten als Sachwert nur dann geeignet sind, wenn sie langfristig in Ihrem Vermögen gehalten werden.

DIAMONDAS steht seinen Kunden bei einem Verkauf ihrer Diamanten zur Seite und berät und unterstützt sie bei den unterschiedlichen Möglichkeiten der Verwertung.

Schliffqualität

Die folgende Aufstellung zeigt den Einfluss von Farbe und Reinheit auf den Preis von Diamanten und soll Ihnen als grober Leitfaden dienen.

Maßstab bzw. Ausgangspunkt ist hier der Diamant mit den bestmöglichen Werten in Farbe (D) und Reinheit (IF) oben links mit 100%. Gemessen an seinem Wert/Preis werden für die anderen Diamant-Qualitäten entsprechende Abschläge vorgenommen. Ein Diamant in Farbe G und Reinheit VS2 sollte somit einen Preis von nur noch 30% haben (minus 70%). Bei einem angenommenen Preis für einen Einkaräter Brillant in Farbe D und Reinheit IF von 22.000,00 Euro ergibt sich somit ein rein rechnerischer Preis von 6.600,00 Euro für unseren Beispieldiamanten in Farbe G und Reinheit VS2.

Zusammenfassung

Die Diamantenpreisentwicklung ist von verschiedenen Faktoren abhängig, darunter die Konjunktur, die Nachfrage, das Angebot und die Konkurrenz durch synthetische Diamanten. Obwohl die Preise für natürliche Diamanten in letzter Zeit gesunken sind, bleiben sie langfristig eine interessante Wertanlage. Wichtig ist, auf die Qualität des Diamanten und das Zertifikat zu achten.

Hinweis: Werte aus der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Preisentwicklungen. Änderungen und Irrtum vorbehalten.