Ob als Profi oder als Anfänger - mit einem Boxsack schaffen Sie sich ein Sportgerät für Zuhause an, das Sie fit hält und den ganzen Körper trainiert. Der Boxsport hat sein Image verändert.
Es gibt viele sportliche Aktivitäten, die sich in den letzten Jahren zu wahren Trendsportarten entwickelt haben. Beispiele sind etwa das Skateboarden und das Fahren mit Inline-Skates. Aber auch der Boxsport hat die dunklen Trainingshallen längst verlassen und sich als beliebte Sportart für Menschen aller Altersklassen etabliert.
Doch Boxsack ist nicht gleich Boxsack - es gibt einige Unterschiede und Eigenschaften, die Sie vor einem eigenen Test beachten sollten. Mit unserer Vergleichstabelle erhalten Sie einen Überblick über die Eigenschaften verschiedener Boxsack-Typen und können so Ihren persönlichen Testsieger finden.
Tatsächlich kann man einen Boxsack auch in der eigenen Wohnung aufhängen, wenn die Gegebenheiten es zulassen. Einen Boxsack können Sie günstig online kaufen - Einen Boxsack billig zu kaufen, sollte aber nicht das einzige Kriterium sein.
Auch wenn das Boxen grundsätzlich für jeden geeignet ist, um Kraft und Kondition zu trainieren, gibt es doch deutliche Unterschiede in Preis, Material und Gewicht verschiedener Boxsäcke. Wollen Sie einen Boxsack kaufen, mit dem Sie jederzeit zu Hause trainieren können, sollten Sie bei Ihrem persönlichen Boxsack-Vergleich diese Faktoren beachten.
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In der folgenden Kaufberatung erfahren Sie, worauf es bei den einzelnen Kategorien ankommt.
1. Stehend oder hängend - Welcher Boxsack ist der Richtige?
Welcher Boxsack sich auch für das eigene Zuhause eignet, ist eine wichtige Frage. Ein sogenannter Punching Bag ist eine Variante des stehenden Boxsacks. Grundsätzlich sollten Sie sich vor der Anschaffung überlegen, ob die Gegebenheiten in Ihrer Wohnung die Anbringung eines hängenden Boxsackes erlauben.
Hält die Decke das doch recht hohe Gewicht nicht aus, sollten Sie einen Boxsack, der stehend ist, kaufen. Achten Sie bei so einem Modell im Fachgeschäft darauf, dass genügend Stabilität durch den Standfuß gegeben ist, wenn Sie einen Boxsack einem persönlichen Test unterziehen. Stimmen die Voraussetzungen, können Sie sich zu Hause einen Boxsack mit Halterung aufhängen.
Auch hier sollte Wert auf das sichere Anbringen gelegt werden.
1.1. Stehender Boxsack
Der Standfuß ist bei einem stehenden Boxsack zunächst meist ungefüllt. Kaufen Sie ein solches Modell, müssen Sie ihn zu Hause selbst mit Wasser, Sand oder einem anderen Material befüllen. Unter Umständen werden Sie den Standfuß in Ihrem persönlichen Boxsack-Test als störend empfinden - hierüber lässt sich jedoch keine pauschale Aussage treffen.
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Wägen Sie mit der folgenden Gegenüberstellung die Vor- und Nachteile eines Boxsacks mit Ständer ab:
- Vorteile:
- Transport möglich, ortsunabhängig einsetzbar
- Outdoor-Training möglich
- platzsparend
- keine Bohrlöcher notwendig
- Aufbau ist weniger aufwändig
- Nachteile:
- Standfuß kann Störfaktor sein
- muss meist selbstständig befüllt werden
- teurer als hängender Boxsack
- weniger Dynamik beim Training
Ein hängender Boxsack ermöglicht je nach Höhe ein dynamisches Fitness-Training mitsamt Schlägen über dem Kopf.
1.2. Boxsack zum Aufhängen
Ein hängender ist meist etwas günstiger als ein stehender Boxsack. Kaufen Sie ein Modell, das an der Decke montiert wird, entfällt zudem das Risiko der mangelhaften Standsicherheit. Allerdings kann es sich bei Platzmangel als weniger günstig erweisen, einen Boxsack zu kaufen, der frei hängt.
Hier sehen Sie die Vor- und Nachteile eines Boxsacks zum Aufhängen:
- Vorteile:
- härtere Schläge möglich
- günstiger in der Anschaffung
- echter Gegner wird simuliert
- dynamischeres Training
- Schläge über Kopf möglich
- Nachteile:
- nimmt mehr Platz ein
- muss aufwändig installiert werden
- Bohrlöcher in der Decke nötig
- Sicherheitsrisiko bei unsachgemäßer Montage
1.3. Halterung des Boxsacks
Bei einem stehenden Boxsack brauchen Sie sich über die Halterung keine Gedanken zu machen, denn diese ist bei dieser Art des Boxsacks inbegriffen. Allerdings sollten Sie beim Aufbau darauf achten, dass der Boxsack stabil auf einem ebenen Untergrund steht und nicht droht umzukippen.
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Bei hängenden Boxsäcken haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Wenn die Voraussetzungen in Ihrer Wohnung stimmen, können Sie Ihren Boxsack mit einer Halterung an der Raumdecke anbringen, sodass der Boxsack im Raum frei schwingen kann. Weiterhin gibt es solche Halterungen auch für die Wände, wobei der Boxsack hier einen Abstand von mindestens 40cm zu der Wand haben sollte.
Achtung: Hersteller geben immer eine maximale Belastung des Boxsacks mit an. Diese sollten Sie unbedingt einhalten, damit Sie sicher mit Ihrem Boxsack boxen können.
Eine Boxstation verbindet den hängenden Boxsack mit einer mobilen Standhalterung. Falls die Gegebenheiten Ihrer Wohnung eine solche Montage nicht zulassen, können Sie auch auf hängende Boxsäcke mit Ständer zurückgreifen.
Dieser Typ der Halterung wird auch Boxstation genannt und ermöglicht eine Aufhängung des Boxsacks ohne Bohren. Der Boxsack-Ständer ist allerdings deutlich teurer als eine übliche Decken- oder Wandhalterung für einen Boxsack, je nach Modell sollten Sie mit Ausgaben zwischen 100 und 150 € allein für die Halterung rechnen.
2. Welches Material ist am besten für einen Boxsack?
Bezüglich der Außenhaut ist es sicherlich eine gute Entscheidung, einen Boxsack aus Leder zu kaufen. Leder zeichnet sich durch Widerstandsfähigkeit aus und reißt an den Nähten nicht ein.
Um einen Boxsack im Test zu erproben, ist sicherlich nicht das strapazierfähigste Material nötig - Wollen Sie ihn aber langfristig nutzen und trainieren regelmäßig damit, ist es empfehlenswert, einen Leder-Boxsack zu kaufen. Daneben werden unter anderem auch folgende Materialien angeboten:
| Material des Boxsacks | Eigenschaften |
|---|---|
| Echtleder | widerstandsfähig, langlebig, relativ preisintensiv, beliebte Optik und Haptik |
| Kunstleder | preiswerter als Echtleder, weniger langlebig, pflegeleichtes Material |
| Canvas/Segeltuch | Naturgewebe, begrenzte Haltbarkeit, nicht so belastbar wie Leder |
| Nylon/Polyester | nicht sehr widerstandsfähig, nur für leichtes Cardio-Training geeignet, vergleichsweise preiswert |
Tipp: Vinyl ist eine robuste Kunstledervariante und deutlich günstiger als ein Boxsack aus Echtleder.
Das Design des Boxsacks ist natürlich relativ zweitrangig, schließlich steht die Qualität im Vordergrund. Bei einem Modell für das Eigenheim sollte der Boxsack aber kein Dorn im Auge sein, daher sollte auch diese Kategorie nicht vollständig vernachlässigt werden.
Möchten Sie einen Boxsack in einer bestimmten Farbe, sollten Sie auf ein Modell aus einem Kunststoff zurückgreifen. Boxsäcke in Rot oder Blau können sehr ansprechend sein, aber auch der Typ Boxsack in klassischer Lederoptik ist unter Boxsportlern sehr beliebt. Die meisten Boxsäcke haben eine Aufschrift mit der jeweiligen Marke, was je nach Design optisch ebenso etwas hermachen kann. Die Farbe Ihres Boxsacks können Sie je nach Belieben auswählen.
3. Wie groß sollte der Boxsack sein?
Sehen Sie sich für Ihren persönlichen Boxsack-Test einmal in Fitnessstudios oder Fachgeschäften um, werden Sie schnell bemerken, dass Boxsäcke in unterschiedlichen Größen auftreten. Daher sollten Sie auf keinen Fall nur darauf achten, ob der im Test erprobte Boxsack günstig ist, denn kaufen Sie ein Modell in der falschen Größe, kann das Ihr Training negativ beeinflussen.
Die Höhe des Boxsacks sollte etwa Ihrer Körpergröße entsprechen. Abhängig von der Variante des Boxsacks wird diese entweder durch die Kette reguliert, an der er hängt, oder durch die Höhe des Sockels. Auch die Größe der Schlagfläche ist nicht unwichtig. Mindestens sollte sie 80 cm betragen, wenn Sie den Boxsack nur kaufen, um reines Schlagtraining zu betreiben. Ab 90 cm sind auch Kicks möglich.
Der Durchmesser des Boxsacks sollte ca. 35 cm bei einem Boxsack für Erwachsene betragen und ca. 20 cm bei einem Boxsack für Kinder. Für sie reicht generell ein kleinerer Boxsack - kaufen Sie ein Modell, das etwa der Körpergröße Ihres Kindes entspricht. Ein Boxsack für Kinder sollte bezüglich Größe und Gewicht angepasst sein.
4. Wie schwer sollte der Boxsack sein?
Das Gewicht des Boxsacks ist maßgeblich für ein gutes und anspruchsvolles Training. Wie schwer der Boxsack tatsächlich ist, hängt von der jeweiligen Füllung ab. Viele Boxsäcke werden Sie bereits gefüllt kaufen können, es gibt aber auch solche, zu denen zusätzlich Füllmaterial noch erworben werden muss.
4.1. Gewicht des Boxsacks
Der beste Boxsack zum Aufhängen sollte etwa 40 bis 50 Prozent Ihres Körpergewichts wiegen, um einen optimalen Widerstand zu bieten. Wiegt der Boxsack in Ihrem Test weniger, schwingt er zu stark.
Insbesondere das Training Ihrer Schlagkraft wird darunter leiden, aber auch Ihre Ausdauer können Sie mit zu wenig Gewicht im Sandsack nicht optimal trainieren. Allerdings sollten Sie das Gewicht auch immer nach dem Training und der Sportart auswählen, die Sie am Boxsack ausführen wollen.
Im Hobbygebrauch bewegen sich die meisten Boxsäcke zwischen 25 und 50 kg, während Boxsäcke für Kampfsportarten, bei denen auch Kicks vorkommen, bis zu 80 kg wiegen können. Für Kinder eignen sich, je nach Alter, Boxsäcke zwischen 5 und 10 kg, für Jugendliche darf es auch schon ein Boxsack mit 20 kg oder mehr sein.
Für ein effizientes Training sollte der Boxsack nicht zu leicht sein. Ein hohes Gewicht dient bei einem Standboxsack zur Erhöhung der Stabilität. Wenn Sie einen stehenden Boxsack kaufen, sind 80 kg beispielsweise auch keine ungewöhnliche Gewichtsangabe.
Generell sollte er ein Mindestgewicht von 60 kg haben, damit der Boxsack stabil steht und nicht umkippt. Anders als bei einem hängenden Boxsack wird der Widerstand bei einem Standboxsack durch eine Feder im Sockel bestimmt, nicht durch sein Gewicht.
Sand als Füllmaterial: Ein Boxsack wird häufig auch als Sandsack bezeichnet. Dies ist aber irreführend, denn moderne und hochwertige Boxsäcke zum Aufhängen sind heutzutage in den seltensten Fällen mit Sand gefüllt. Das liegt daran, dass aufgrund der hohen Dichte des Sandes der Boxsack viel zu hart werden würde und das Training mit einem solchen Sandsack eine hohe Verletzungsgefahr mit sich bringen würde. Auch wäre der Sandsack so viel zu schwer und von keiner Halterung an Wand oder Decke tragbar. Die Nähte des Boxsacks würden außerdem bei solch einer hohen Belastung reißen. Daher ist Sand als Füllmaterial für den Boxsack kaum geeignet.
4.2. Füllung des Boxsacks
Gefüllt ist ein Boxsack meistens mit Stoffresten oder Holzpellets. Eine Füllung mit Sand ist zwar ebenfalls möglich, stellt heute aber tendenziell eine Ausnahme dar. Haben Sie sich für einen Boxsack aus Ihrem Test entschieden, ist es allerdings möglich, dass dieser ungefüllt verkauft wird.
In diesem Fall können Sie das Füllmaterial frei wählen, welches Sie bei verschiedenen Anbietern im Internet oder in einem Sportfachgeschäft erhalten. Bei Supermärkten wie Aldi oder Lidl werden Sie auf der Suche nach Füllmaterial wahrscheinlich eher nicht fündig.
Verschiedene Boxsack-Tests haben ergeben, dass kleingeschnittene Stoffreste sich am besten als Füllung für den Boxsack eignen. Komprimiert gefüllt im Boxsack bieten sie den perfekten Härtegrad und sind gleichzeitig nicht zu schwer, sodass der Boxsack nicht zu stark belastet wird. Außerdem geben sie beim Boxen auf den Boxsack etwas nach, sodass insbesondere die Handgelenke und Arme der trainierenden Person nicht verletzt werden.
Kleingeschnittene oder komprimierte Stoffreste eignen sich optimal als Füllung für einen Boxsack.
5. Was muss man bei der Nutzung beachten?
Nachdem Sie die Entscheidung gefällt haben, welcher Boxsack Ihr persönlicher Testsieger ist, sollten Sie noch einige Punkte bei der Nutzung Ihres Boxsacks beachten:
- Achten Sie stets auf genügend Abstand zu Wänden, denn ein Boxsack aus Leder oder Kunstleder kann abfärben
- Reinigen Sie den Boxsack regelmäßig
- Vermeiden Sie es, den Boxsack dem Regen auszusetzen, wenn Sie ihn im Freien verwenden wollen - andernfalls kann das Füllmaterial schimmeln
- Ein Standboxsack verursacht bei fehlender Unterlage unter Umständen Lärm, wenn er auf dem Fußboden kratzt
- Besonders schwere hängende Boxsäcke sollten zusätzlich mit einer Wandhalterung befestigt werden
Einen Boxsack können Sie günstig gebraucht kaufen, allerdings ist dann der Zustand des Materials oft nicht klar. Wollen Sie lange Zeit Freude an Ihrem Kauf haben, ist ein neuer Boxsack zu empfehlen. Für einen Anfänger ist ein teures Profi-Modell eines namhaften Herstellers wie Adidas oder Hammer nicht zwingend nötig - auch ein günstigerer Boxsack kann gut sein und für Ihre Zwecke ausreichen.
6. Welches Zubehör ist für das Training mit Boxsack notwendig?
Ob kleiner oder großer Boxsack - bestimmtes Zubehör gehört zur Grundausstattung, wenn man sich einen Boxsack zulegt. Auf Boxhandschuhe und eine solide Halterung oder einen Ständer für den Boxsack kann nicht verzichtet werden. Bandagen und Boxhandschuhe verringern die Verletzungsgefahr beim Boxen.
6.1. Boxhandschuhe und Bandagen
Die richtigen Boxhandschuhe sollte Ihr Boxsack-Vergleich ebenso einschließen. Boxsack und -handschuhe sind nicht getrennt voneinander zu betrachten. Boxsäcke mit Handschuhen werden häufig in einem Set angeboten, was insbesondere für Anfänger in diesem Sport praktisch erscheinen kann.
Grundsätzlich sollten Sie beim Training - insbesondere als Anfänger - immer Boxhandschuhe tragen und sich mit den Grundzügen von Schlagtechniken vertraut machen, damit Sie sich nicht verletzen. Ein Set aus Boxsack mit Handschuhen bietet also die Grundlagen, die Sie für Ihr erstes Boxsack Training benötigen.
6.2. Halterung des Boxsacks
Je nach Art des Boxsacks benötigen Sie eine jeweilige Halterung, um den Boxsack aufzuhängen oder aufzustellen. Dieses Zubehör ist nicht immer enthalten, wenn Sie e...
