Dark Elements: Steinerne Schwingen – Eine Erklärung

Jennifer L. Armentrout verfasste ihre ersten Geschichten im Mathematik Unterricht. Heute ist sie New York Times-Bestsellerautorin und bekennender Zombie-Fan. Sie schreibt unter anderem Fantasy- und Liebesromane, was sie in Dark Elements sehr gut kombiniert.

Inhaltsangabe

Nichts wünscht Layla sich sehnlicher, als ein ganz normaler Teenager zu sein. Aber während ihre Freundinnen sich Gedanken um Jungs und erste Küsse machen, hat sie ganz andere Sorgen: Layla gehört zu den Wächtern, die sich nachts in Gargoyles verwandeln und Dämonen jagen. Doch in ihr fließt auch dämonisches Blut - und mit einem Kuss kann sie einem Menschen die Seele rauben. Deshalb sind Dates für sie streng tabu, erst recht mit ihrem heimlichen Schwarm Zayne, dem Sohn ihrer Wächter-Ersatzfamilie.

Die siebzehnjährige Layla möchte einfach nur normal sein, aber ihr Leben wird bestimmt durch die Jagd auf Dämonen. Leider ist Layla aber nur zur Hälfte eine Wächterin, denn der andere Teil von ihr ist dämonisch. Täglich muss sie dagegen ankämpfen, denn die Seelen der Menschen und Wächter scheinen nur darauf zu warten, von ihr geraubt zu werden. An einen Kuss ihres heimlichen Schwarms Zayne, den Sohn ihres Ersatzvaters und Anführer des örtlichen Wächterclans, ist deswegen schon gar nicht zu denken.

Um ihren Teil zur Jagd beizutragen und sich wenigstens ansatzweise zugehörig zu fühlen, markiert Layla mit ihrer besonderen Gabe für die Wächter die Dämonen, damit diese sie einfacher finden können. Doch plötzlich scheinen diese es auf Layla abgesehen zu haben und es ist nur dem plötzlichen Eingreifen von Roth zu verdanken, dass sie aus einer gefährlichen Situation mit dem Leben davonkommt. Doch Roth ist kein Wächter, sondern ein Dämon und das, was er ihr zu sagen hat, stellt Laylas Leben total auf den Kopf.

Die Welt der Wächter und Dämonen

Die Grundidee der Handlung: Seit ihrem siebten Lebensjahr wohnt Layla Shaw nun schon in der dreigeschossigen Privatvilla, umgeben von einem gigantischen Anwesen, in der Dunmore Lane. Was für Außenstehende wie der Himmel auf Erden wirken muss, betrachtet der Teenager mit gemischten Gefühlen. Tatsächlich ist das Gemäuer die Kommandozentrale des Wächterclans von Washington D. C. und Abbot ist deren Oberhaupt. Wächter halten seit Generationen die Dämonenbevölkerung in Schach. Gut gegen Böse - ein ewiger Kampf, ohne dass die Menschheit davon Kenntnis erlangt. Layla befindet sich tagein-tagaus inmitten von Gargoyles, ohne wirklich dazuzugehören. In ihrer Brust schlagen zwei Herzen, sie ist das Kind eines Wächters und einer Dämonin. Hat sie bisher ein relativ sorgloses Dasein geführt, ändert sich dies mit Vollendung ihres siebzehnten Lebensjahrs. Plötzlich ist die Dämonendichte in ihrem Umfeld ungeheuer groß. Sie muss erkennen, dass nicht jeder Dämon Unheil anrichtet und nicht jeder Wächter eine reine Weste trägt.

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Layla lebt seit sie denken kann bei den Wächtern, den Gargoyles. Sie selbst ist nur zur Hälfte ein Gargoyle, die andere Hälfte von ihr ist dämonisch, deshalb kann sie sich auch nicht verwandeln. Und ausgerechnet Dämonen sind die größten Feinde der Gargoyles und Layla wird nur schwer im Clan akzeptiert.

Laylas besondere Fähigkeiten

Layla verfügt über besondere Fähigkeiten, sie kann Dämonen markieren und erkennen, ob jemand eine Seele hat oder nicht. Diese Fähigkeit macht sie zu etwas Besonderem, so besonders, dass plötzlich ganz viele andere Dämonen hinter ihr her sind. Sie bekommt unerwartet Hilf von dem Dämonen Roth.

Charaktere

Im Mittelpunkt des Geschehens steht die siebzehnjährige Layla. Mit sieben Jahren ihrer Pflegefamilie entrissen, ist sie mit dem vier Jahre älteren Zayne im Schutz der Wächter aufgewachsen. Dennoch fließt auch Dämonenblut durch ihre Adern, was ihr zu schaffen macht. Erst als der attraktive Dämon Roth in ihr Leben tritt, beginnt sie sich aktiv mit ihrer Herkunft und ihrer dämonischen Seite auseinanderzusetzen. Das eingangs graue Mäuschen entwickelt nicht nur Persönlichkeit, sondern noch dazu Kampfgeist. Junge Schwärmerei für Zayne verblasst schnell gegen aufflammende Leidenschaft für Roth. Mit seinem typischen Bad-Boy-Charme, seinen äußerst lebendigen Tätowierungen - Schlange Bambi, Drache Klopfer und die Kätzchen Fury, Nitro, Thor - und seiner Freude am Gärtnern, hält er so manche Überraschung für Layla und Leserschaft parat.

Layla

Layla ist eine tolle Protagonistin, die mir schnell sympathisch war. Sie ist liebenswert, bescheiden und unschuldig und auf der anderen Seite doch auch wieder unheimlich stark, mutig und entschlossfreudig. Layla ist zwar unsicher, aber ihre Handlungen und Gefühle sind vor ihrem Hintergrund mehr als nachvollziehbar. Die Geschichte wird aus ihrer Perspektive erzählt, daher ist sie dem Leser auch am nächsten. Ihre Fähigkeiten machen sie zu etwas besonderem, was sie aber nicht sieht, weil ihre Familie sie auch nicht so behandelt.

Roth

Roth ist tättowiert, gepierct und absolut heiß. Er scheint alle ihre Geheimnisse zu kennen und stellt Laylas Weltbild total auf den Kopf. Eigentlich müsste sie sich von ihm fernhalten, aber er hat etwas an sich, dass es ihr unmöglich macht. Zudem hat er als Dämon keine Seele und ist damit der erste heiße Mann, bei dem Layla keine Angst haben muss, dass sie ihm diese aussaugt. Von ihm erfährt sie, was das Schicksal noch für sie bereithalten könnte und welche Auswirkungen das auf die gesamt Menschheit hätte. Roth dagegen…er ist und bleibt eben Roth. Er ist nicht so ganz der typische Bad Boy, spätestens bei seinem Fimmel für Disney-Filme wird einem das klar. Roth ist für mich der heimliche Star der Reihe.

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Zayne

Zayne gegenüber hat man auch eher zwiespältige Gefühle. Einerseits ist er Layla ein guter Freund, empfindet viel für sie und würde sie jederzeit beschützen, wofür man ihn mögen muss. Zu Beginn ist Layla in Zayne verliebt, aber ihre Beziehung hat keine Zukunft, da sie ihm nicht zu nahe kommen kann ohne in die nahezu unwiderstehliche Versuchung zu geraten von seiner Seele zu kosten.

Stil und Sprache

Jennifer L. Armentrout ist bekannt für lebendige Geschichten mit ganz eigener Note. „Steinerne Schwingen“ ist der Auftaktband der „Dark Elements“. Der Leser findet sich in einer Fantasywelt wieder, die der Menschheit nur bedingt bekannt ist. Dieser Umstand verspricht Geheimnisse und Nervenkitzel. Darüber hinaus bewegt sich Hauptfigur Layla auf dünnem Eis. Halb Wächter, halb Dämon, ordnen sich ihre Handlungen zwangsweise in diffusen Schattierungen zwischen Schwarz und Weiß ein. Umso unterhaltsamer für die Leserschaft, die in sechsundzwanzig Kapiteln, erzählt in erster Person Singular, Laylas Gedanken und Taten folgt. Zwischen Highschool und Kampfszenen präsentiert die Autorin interessante wie überraschende Ideen. Das Geschehen nimmt recht fix an Tempo auf.

Die wundervollen, sarkastischen Dialoge, die zwischen den beiden hin- und herschnellen, haben mich ganz besonders begeistert. Die Welt, die die Autorin hier geschaffen hat, macht einfach süchtig und meinetwegen hätte ich endlos weiterlesen können.

Themen und Motive

In "Dark Elements - Steinerne Schwingen" werden verschiedene Themen behandelt, darunter:

  • Identität: Layla kämpft mit ihrer Identität als Halb-Wächterin und Halb-Dämonin.
  • Liebe und Beziehungen: Die Geschichte erkundet die Komplexität von Liebe in einer Welt voller Konflikte und Geheimnisse.
  • Vorurteile und Akzeptanz: Layla erfährt Vorurteile aufgrund ihrer Herkunft und lernt, sich selbst zu akzeptieren.

Fazit

Jennifer L. Armentrout startet mit „Dark Elements - Steinerne Schwingen“ eine weitere Fantasygeschichte mit interessanten Charakteren, verworrenen Hintergründen und rasanter Action. Im gewohnt flüssigen Schreibstil lüftet sie Geheimnisse und rettet die Welt vorläufig vor dem Untergang.

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