Corre Ahnsehl: Ein Karate-Talent im Fokus

Corre Ahnsehl war ein talentierter Karateka, der im Kumite aktiv war. Er startete im Jugendteam Kumite für die Deutsche Nationalmannschaft. Im Bronzefinale der Deutschen Meisterschaft traf Nils Fiedler auf Corre Ahnsehl aus Reinbek.

Sportliche Erfolge und Auszeichnungen

Auch Corre Ahnsehl überzeugte mit seinem 2. Platz im Kumite bei der Deutschen Meisterschaft der Leistungsklasse in Ludwigsburg. Bei der Deutschen Meisterschaft in der Gewichtsklasse -60 Kilogramm lieferten sich Muhammed Özdemir (TSG Wiesloch) und Corre Ahnsehl (TSV Reinbek) ein packendes Duell (2:1) mit besserem Ausgang für Özdemir.

Deutsche Meisterschaft der Leistungsklasse 2023 in Ludwigsburg

Am 25.02.2023 fand die diesjährige Deutsche Meisterschaft der Leistungsklasse in Ludwigsburg statt. Nach dem frühen Ausscheiden im letzten Jahr, sollte der Eindruck in diesem Jahr korrigiert werden. Die Vorrunde gestaltete sich kontrolliert, aber knapp.

Erfolge des KVSH-Teams

So konnte gleich zu Anfang der Veranstaltung das Kata Team des KVSH den dritten Platz feiern. Danach ging es Schlag auf Schlag. Mit Maja Hansen (Platz 2), Cara Lynn Krumpmann (Platz 3) und Diana Vib (Platz 3) folgten die nächsten Titel im Kumite. Mit dem dritten Platz des Kumite Team der Damen konnte das Team des KVSH den ersten Tag erfolgreich abschließen.

Kritische Stimmen

„Der Vorsprung, den wir uns bei den Schülern und Jugendlichen international erarbeitet haben und bei den Junioren halten konnten, schwindet seit dem Übergang zu den u21ern, obwohl die Voraussetzungen, ihn weiter auszubauen, gegeben wären“ kommentiert Volker Harren kritisch.

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Deutsche Meisterschaft der Jugend, Junioren und U21 in Erfurt 2024

Das waren aufregende Tage bei der Deutschen Meisterschaft der Jugend, Junioren und U21 am 08./09. Juni 2024 in Erfurt. Mit 1x Silber und 2x Bronze im Gepäck, kehrten unsere Bushidos Fabienne Baberske, Nils Fiedler und Soey Müller megastolz und mit viel Anerkennung am späten Sonntagabend nach Stollberg zurück. Eine besondere Auszeichnung für Nils und Fabienne, aber auch der Preis für die monatelangen Entbehrungen gepaart mit viel Schweiß in den Wettkampf-/ Trainingshallen.

Vorbereitung und Training

Ein Event, was nur die besten Sportler/innen aus ganz Deutschland stellt und national das wichtigste Highlight im Jahr ist, gilt es gut vorzubereiten und in vielen Trainingseinheiten wie auch Vorbereitungswettkämpfen strukturiert aufzubauen. Das ist für die Gymnasiastin Fabienne und den Jungfacharbeiter Nils gar nicht so einfach, denn bei den Beiden spielt auch der Zeitfaktor eine große Rolle. Neben dem eigenen Training in Stollberg nutzen sie jede Gelegenheit die zusätzlichen Einheiten am Stützpunkt in Rochlitz wahrzunehmen. Fabienne trainiert dort 2x die Woche beim Ihrem Stützpunkttrainer Ralf Ziezio und ist dort mit Nils ein fester Bestandteil des Teams geworden. Um perfekt auf die deutschen Meisterschaften eingestellt zu sein, trainierte der Stützpunkt eine Woche vor der Deutschen Meisterschaft fast jeden Tag. An manchen Tagen sogar 2x täglich. Das sollte sich für den Stützpunkt sehr gut auszahlen.

Der Wettkampf

Gemeinsam mit den Rochlitzern bezogen die Stollberger am Freitagabend vor der Meisterschaft ihr Quartier in der Nähe von Erfurt und bereiteten sich in einem Abschlusstraining sowie einem nachfolgenden individuellen Taktikgespräch mit ihrem Trainer Ralf Ziezio auch mental sehr gut vor. Fabienne startete am Samstagnachmittag kräftig durch. Die 15-jährige kämpfte sich in ihrer neuen Altersklasse U18 in der Gewichtsklasse -53 kg Runde für Runde bis ins Finale, was am späten Abend das Highlight für alle Sportler/innen darbot. Auf dem Weg dahin warteten allerdings schwere Gegnerinnen auf sie, welche auch Teil des Bundeskaders sind und bis dato international sehr erfolgreich waren. Unter anderem die deutsche Vizemeisterin des Vorjahres Hannah Henze, welche sich in einem hart umkämpften Halbfinale einer taktisch gut eingestellten Fabienne aber am Ende geschlagen geben musste. Für Fabienne war es das erste Mal, dass sie bei einer deutschen Meisterschaft im Finale stand und damit der größte nationale Erfolg.

Das Finale stand allerdings unter keinem guten Stern, dort ging es gegen Alexandra Wolf, die schon zahlreiche Titel und Erfolge, u.a. mehrfache deutsche Meisterin, Youth League-Siegerin sowie Medaillen bei Europa- und Weltmeisterschaften verbuchen konnte. Fabienne ging davon unbeeindruckt in den Kampf, lieferte eine tollen Schlagabtausch, musste sich am Ende aber leider der erfahrenen und ein Jahr älteren Kämpferin aus Bayern geschlagen geben.

Nichts desto trotz, Fabienne kann sich ab sofort Deutsche Karate Vize-Meisterin nennen. Ein paar Stunden vor diesem Erfolg zuvor durfte sich unsere Newcomerin Soey Müller (geb. Korb) in der Klasse Kumite Jugend -47 kg beweisen. Für sie waren es die ersten deutschen Meisterschaften und dementsprechend aufgeregt ging sie auf die Tatami. Ihr gegenüber stand eine Gegnerin, für die es nicht das erste hochklassige Turnier dieser Art war. Der Kampf gestaltete sich anfangs ausgeglichen und Soey wurde immer mutiger. Am Ende entschied aber die Gegnerin den Kampf und da sie aber nicht bis ins Finale kam, blieb Soey der Gang in die Trostrunde leider verwehrt.

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Am letzten Wettkampftag durfte Nils Fiedler in den Kategorien Kumite U21 -67 kg und im Kumite Team eingreifen. Hochmotiviert begann der Jungfacharbeiter und konnte durch schnelle Techniken sowohl das 16tel-Final (3:2) wie auch das Achtelfinale (0:0 durch Schiedsrichterentscheid) für sich verbuchen. Im Viertelfinale stand ihm der erfolgreiche Oleksandr Smokvin gegenüber. Nils geriet dabei zwar zu Anfang in Rückstand, kämpfte sich aber zurück, glich im Match aus und es begann ein echter Schlagabtausch. Beide schenkten sich nichts und am Ende stand es 5:5. Da aber Smokvin den ersten Punkt (Sencho) erzielte, durfte er als Sieger von der Matte gehen. Oleksandr zog anschließend in das Finale ein und Nils konnte in die Trostrunde und damit im Kampf um Bronze noch einmal eingreifen.

Im Bronzefinale traf er auf Corre Ahnsehl aus Reinbek. Nils dominierte den Kampf und beim Endstand von 0:0 entschied das Kampfgericht zu recht zu seinen Gunsten. Er streckte die Siegerfaust in die Höhe und durfte über die Bronzemedaille jubeln. Hochmotiviert und davon angetrieben verstärkte er das Team von Seiwakai aus Meißen und konnte die Männermannschaft der U21 zusammen mit Dustin Striesche aus Rochlitz in vielen spannenden und umkämpften Matches zur Bronzemedaille führen.

Das Abschneiden unserer Sportler/innen mit 1x Silber und 2x Bronze bei der diesjährigen deutschen Meisterschaft ist das beste Ergebnis, was wir als Verein in den letzten Jahren einfahren konnten. Für den Stützpunkt Rochlitz, wo bekanntlich auch unser Team trainiert, war es ebenfalls ein großartiges Ergebnis. Insgesamt konnten Ralf Ziezio und seine Schützlinge 1x Silber und 5x Bronze mit nach Hause nehmen, darunter 11 Top-Ten-Platzierungen. Mit den Austrian Junior Open steht das nächste Großereignis vor der Sommerpause an, bei dem unsere Sportler/innen noch einmal international in die Medaillenränge vorstoßen wollen.

Trauer um Corre A.

Corre A. war Mitglied der deutschen Karate-Nationalmannschaft. Trainer trauert um seinen Schützling: „Das ist für uns unbegreifbar. Ich habe ihn lange trainiert. Er war eines der größten Karate-Talente, die wir hatten. Mit acht Jahren fing er an. Corre sei tödlich verunglückt. Der Vater bat mich, alle zu informieren.“

Der 20-Jährige lebte bei seinen Eltern in Hamburg. Dort ging er mit einem Freund an Silvester auf ein Feld und zündete das Feuerwerk. „Er hat es im Internet bestellt. Es kam aus Holland. Das war nach derzeitigem Ermittlungsstand eine Fehlzündung“, erklärt Stieger-Fleischer.

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Der junge Sportler hätte sich vorher über Kugelbomben informiert: Man schieße sie aus einem Rohr ab, und in 100 bis 300 Meter in der Luft explodierten sie dann. Doch die Kugelbombe, die Corre A. entzündete, „scheint direkt detoniert zu sein“, sagt Stieger-Fleischer. „Die Jungs dachten, wenn sie sich an den Plan halten, dann kann man das kontrollieren. Sie haben nicht damit gerechnet, dass es fehlerhaftes Material gibt.“ Die Polizei spricht von „nicht zugelassener Pyrotechnik“.

Der Freund versuchte noch, Corre wiederzubeleben. Doch als Feuerwehr und Notärztin wenig später eintrafen, konnten sie nichts mehr für den jungen Mann tun. Familie, Freunde und sein Sportverein planen jetzt eine große Trauerfeier für das Karate-Talent. „Damit alle sich von ihm verabschieden können“, so Stieger-Fleischer.

SBJ Sportland als Sponsor und Ausstatter

SBJ Sportland ist stolz darauf, Sponsor und Ausstatter des Deutschen Karate Verbandes zu sein. Wir dürfen Corre Ahnsehl recht herzlich in unserem #teamsbj willkommen heißen. Corre startet im Jugendteam Kumite für die Deutsche Nationalmannschaft. Seit über einem Jahrzehnt hat sich SBJ-Sportland.de als zuverlässiger Partner für adidas im deutschen Karatemarkt bewährt. Mit stolzer Geschichte in der Produktentwicklung und Vertriebsunterstützung für adidas hat sich das Unternehmen als Branchenführer etabliert.

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Am 9. Juli 2025 trafen sich 184 junge Karate-Sportler aus 44 bayrischen Schulen in der Turnhalle der Grundschule Schwindegg, um beim Schulsportwettbewerb 2025 ihr Können zu zeigen. Am 5. Juli 2025 wurde Ahorn bei Coburg zum Zentrum des bayerischen Karatesports. Am 24. Mai 2025 wurde Roding erneut zur Hochburg des bayerischen Karatesports: Die Bezirksmeisterschaft Oberpfalz lockte über 90 Athletinnen und Athleten sowie 13 Vereine aus der gesamten Region in die Dreifachhalle des Turnerbundes. Am 18. Mai 2025 fand in Halle (Saale) die Rückrunde der Karate Bundesliga statt.

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