Grundbegriffe und ihre Bedeutung
Hier sind einige Begriffe und ihre Bedeutung im Wrestling:* Face und Heel: Ein Face (auch Babyface genannt) ist ein guter und fairer Superstar, der von den Fans bejubelt wird. Ein Heel ist das Gegenteil, ein unfairer Superstar, der von den Fans ausgepfiffen wird.* Storyline, Booker & Gimmick: Eine Storyline ist eine meist erfundene Geschichte, die eingesetzt wird, um eine Fehde interessanter zu machen. Booker schreiben die Matches und Fehden der Wrestler. Als Gimmick wird der Charakter bezeichnet, den ein Wrestler spielt, um Fehden und Storylines interessanter zu gestalten.* Most Heat & Most Pop: Most Heat bedeutet, dass ein Wrestler in der gesamten Show am meisten ausgebuht wird, da er am unbeliebtesten ist. Der Wrestler, der den Most Pop bekommt, ist am beliebtesten und erhält am meisten Applaus und Jubelrufe.* Houseshow: Eine Houseshow ist eine Show, die nicht im TV aufgezeichnet wird und auch nicht auf DVDs zu finden ist. Sie findet meistens im Ausland statt.Wrestling: Mehr als nur Show
Was vor über 100 Jahren als Jahrmarktsattraktion begann, ist heute zu einem überaus erfolgreichen Medienphänomen geworden. Tatsächlich unterscheidet sich Wrestling in einem zentralen Punkt grundsätzlich von konventionellem Sport: Während zu Beginn eines 100-m-Laufs oder eines Fußballspiels vollkommen offen ist, wer gewinnen wird, steht der Sieger beim Wrestling vorher fest.Trotzdem handelt es sich bei den Wrestling-Akteuren wie bei jeder konventionellen professionell betriebenen Sportart um Athleten, die viele Jahre trainiert haben, um das tun zu können, womit sie ihren Lebensunterhalt verdienen.Die Schläge und die Moves
Die Behauptung vieler Kritiker, dass sich Wrestler nicht wirklich KO schlagen wollen, stimmt in den meisten Fällen einwandfrei, doch trotzdem treffen selbst einfachste Schläge den Gegenüber hart genug, dass ein unzureichend trainierter Mensch dabei zu Boden gehen würde. Das Ziel ist es, den Kampf trotz seiner Vorbestimmtheit als „echt“ darzustellen, was nahezu unmöglich wäre, wenn Aktionen den Kontrahenten nicht treffen würden bzw. dieser nicht auf diese reagieren.So sind viele Wrestling-Aktionen im Prinzip schmerzhaft, doch haben sie nicht die brutale Wirkungskraft, weil Wrestler diese Aktionen zumeist erwarten und sich entsprechend darauf vorbereiten. Da in den Kämpfen keine Pausen genommen werden, müssen die Athleten topfit sein, um sich und auch ihre Kontrahenten nicht durch schlampige Ausführungen von Aktionen oder zu langsame Reaktionszeit in Gefahr zu bringen, eine Verletzung zu erleiden, welche selbst bei optimalen Bedingungen niemals ausgeschlossen werden können.Wie in jeder „richtigen“ Sportart nagt jeder einzelne Wrestler im Laufe seiner Karriere an den verschiedensten Verletzungen, welche nicht unbedingt auf unzureichende Konzentration zurückzuführen sind. Es ist ein Beruf für gesunde und auf Hochleistung trainierte Menschen!Grundregeln des Wrestlings
Es gibt im Wrestling je nach Kampfansetzung verschiedene Wege zu gewinnen. Die Matcharten und Bedingungen können beliebig kombiniert werden und müssen nicht für alle Teilnehmer gelten, wodurch viele Variationen dieser Grundarten entstehen können.Siegmöglichkeiten
* Pinfall (Cover): Beim Pinfall wird der Gegner so festgehalten, dass er mit beiden Schultern den Ringboden berührt, während der Ringrichter dreimal im Abstand von jeweils einer Sekunde mit der Hand auf den Boden schlägt.* Aufgabe (Submission): Hierbei gesteht der geschwächte Gegner seine Niederlage ein, beispielsweise wenn er sich aus einem Aufgabegriff nicht befreien kann. Dazu klopft er mehrfach auf den Ringboden und signalisiert damit die Aufgabe.* Disqualifikation: Ein Kämpfer kann aufgrund einer unerlaubten Handlung disqualifiziert werden. Der Ringrichter muss diese nicht immer mit eigenen Augen sehen. Typische Beispiele dafür sind: * Ein Wrestler schlägt seinen Gegner in den Seilen mehr als 4 Sekunden. * Ein Wrestler greift den Ringrichter an. * Ein Wrestler zeigt einen Tiefschlag (Low Blow). * Ein Wrestler setzt unerlaubte Waffen ein.* No Contest: Der Kampf endet ohne Wertung, wenn beide Teilnehmer durch eine Einmischung von außen angegriffen werden, so dass kein Disqualifikations-Sieg für eine Partei ausgerufen werden kann, oder wenn beide Parteien kampfunfähig sind, oder wenn der Kampf durch äußere Umstände abgebrochen werden muss.Matchansetzungen im Detail
Hier nun etwas zu den Matchansetzungen:* Singles Match: Bei einem Einzelkampf treten zwei Wrestler gegeneinander an. Der Kampf kann durch Pin, Aufgabe, Disqualifikation oder Count-Out entschieden werden. Es handelt sich hierbei um die traditionelle Form des Wrestling Kampfes.* Hardcore Match: Die verschiedenen Ansetzungen des Hardcore-Wrestlings zeichnen sich durch den Verzicht auf Count-Outs und Disqualifikationsregeln aus. Es gibt keine örtliche Beschränkung des Matches, sodass sich der Kampf sogar nach außerhalb der Halle verlagern kann. Der Einsatz von Waffen ist für diese Kampfart praktisch obligatorisch.* Falls Count Anywhere: Hierbei handelt es sich um eine Zusatzregel, die besagt, dass man den Gegner überall in und außerhalb der Halle pinnen kann.* Death Match: Während die Regeln eines solchen Matches sich nur selten von denen eines Hardcore-Matches unterscheiden, ist der Grad der Brutalität meistens deutlich höher. Es werden unübliche, teils völlig obskure Waffen eingesetzt.* First-Blood Match: Ziel dieser Sonderform des Hardcore-Matches ist es, dem Gegner eine Platz- oder Schnittwunde zuzufügen. Derjenige, der zuerst sichtbar blutet, hat das Match verloren.* Barbed-Wire Match: Häufig auch als No-Ropes-Barbed-Wire-Match bezeichnet. Die Ringseile werden durch Stacheldraht ersetzt, ansonsten entspricht es einem Hardcore-Match.* Clockwork-Orange-House-of-Fun Match: Hier hängen an Stahlketten befestigte Gegenstände über dem Ring und können als Waffen benutzt werden. Ansonsten entspricht die Matchart einem normalen Hardcore-Match mit Falls-Count-Anywhere Regel.* Fans-bring-the-Weapons Match: Eine weitere Art des Hardcore-Matches besteht darin, dass die Fans Utensilien zum Ring mitbringen.* Crucifixion Match: Bei diesem Match muss man seinen Gegner an ein Kreuz nageln, um zu gewinnen. Dieses Match wird sehr selten bis gar nicht verwendet.* Multi-Way Match (Triple Threat und Fatal Four Way): An Kämpfen dieser Art nehmen normalerweise drei bis sechs Wrestler teil, wobei es keine vorgesehenen Allianzen gibt und somit jeder gegen jeden antritt. Am bekanntesten sind die Varianten Triple-Threat-Match (mit drei Teilnehmern) und Fatal-Four-Way-Match (mit vier Teilnehmern).Wrestling in der Medienkultur
Dass Wrestling in der heutigen Medienkultur ein so wichtiges Marktangebot geworden ist, lässt sich nicht zuletzt damit begründen, dass es sich um ein ganz besonderes Hybrid handelt. Dem ersten Anschein nach geht es offensichtlich um Sport, also um echtes und authentisches Leben, tatsächlich aber um Fiktion, also gespieltes Leben.Wrestling spielt mit der Unterscheidung von Realität und Fiktion mithilfe einer einzigartigen Variante von Theater. Alle Matches sind Teil einer großen Erzählung, die von den Kämpfern und zusätzlichem Personal auf der Bühne des Kampfrings und um ihn herum inszeniert wird.Es ist ein intensives, athletisches Körpertheater, das da aufgeführt wird - und ebenso sehr auf die Mitarbeit seines Publikums angewiesen wie das Kaspertheater für Kinder. Welche Storylines für Athleten geschrieben werden und ob sie sich überhaupt beim Wrestling halten können, hängt entscheidend davon ab, wie viel Emotion sie mit ihren Auftritten erzeugen können - egal, ob in Form von Begeisterung oder Buhrufen.Eine eigene Welt, eine eigene Sprache
Wie bei jedem populärkulturellen Phänomen, das lange Zeit Kult für eine Minderheit war, bevor es zum Massenerfolg wurde, haben sich auch beim Wrestling früh eine eigene Terminologie und spezifische Codes entwickelt, deren Kenntnis Expertentum bewies. Der große Medienerfolg von Wrestling seit den 1980er-Jahren und vor allem das Internet haben diese spezifische Variante von kulturellem Kapital nicht nur entwertet, sondern das Wrestling selbst zu Reaktionen gezwungen.Der wichtigste Schlüsselbegriff zum Verständnis von Wrestling ist Kayfabe. Die Herkunft des Begriffs ist unklar, in erster Annäherung lässt er sich als wrestlingspezifische Adaption eines schauspielerischen Verständnisses von Fiktionalität interpretieren.Kayfabe meint nicht nur, dass Wrestler und alle anderen sichtbaren Akteure trotz Rollenfestlegung und Storylines so tun, als sei das Geschehen im Ring „echt“, dieses So-tun-als-ob bezieht sich auf alle medialen Gestaltungsmittel (wie z.B. Interviews in Wrestlingshows oder anderem Fernsehen) und schließt sogar im Prinzip das Publikum ein.Medienstrategien und kulturelle Kontexte
Der Aufstieg des Wrestlings zu einer Medienattraktion fand in den 1980er-Jahren statt, zentraler Akteur war dabei der Wrestling-Manager Vince McMahon, der 1983 die World Wrestling Federation (WWF) von seinem Vater kaufte. Er modernisierte das Geschäft nicht nur durch die Einbeziehung aktueller Popprominenz und zeitgemäßer Inszenierungsformen, er erkannte auch das Potenzial des damals neuen Kabelfernsehens und der neuen Angebotsform Pay-per-View.Dank eines geschickten Zusammenspiels von Regelsendungen, die das Interesse an der WWF dauerhaft hochhielten, und besonderen (Pay-per-View-) Events machte McMahon die WWF, die nach einer Klage des World Wide Fund For Nature (WWF) heute World Wrestling Entertainment (WWE) heißt, bald zum Marktführer und nach dem Aufkauf des wichtigsten Konkurrenten im Jahr 2001 faktisch zum Monopolisten.Eine wichtige Rolle spielten dabei neue Charaktere, deren schrille Kostümierung und übertriebenes Auftreten schon andeuteten, dass es hier nicht um Sport im traditionellen Sinn ging. Ein früher Erfolg war dabei die Figur Hulk Hogan, ein Wrestler im Superhelden-Outfit, der fleischgewordene Incredible Hulk.Ringen: Eine verwandte, aber unterschiedliche Sportart
Ringen ist der optimale Kampfsport und eine sportliche Herausforderung, die sowohl Körper als auch Geist fordert. Die Sportart hat eine lange Geschichte und gehört zu den ältesten Kontaktsportarten der Welt. Im Ringen kämpfen zwei Athleten gegeneinander, indem sie versuchen, den Gegner auf die Matte zu werfen oder ihm einen Schulterpin zu verpassen.Die Techniken im Ringen erfordern Kraft, Ausdauer, Koordination und taktisches Geschick. Ringen bietet zahlreiche Vorteile für die körperliche und mentale Gesundheit, von denen sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene profitieren können.Geschichte des Ringens
Ringen ist eine der ältesten Sportarten der Welt, die bis in die Antike zurückreicht. Es hat seine Wurzeln in verschiedenen Kulturen, einschließlich den antiken griechischen und römischen Spielen, den mongolischen und türkischen Raufereien sowie den europäischen Ritterturnieren.Die Geschichte des Ringens geht bis zu den antiken Olympischen Spielen zurück, die im 8. Jahrhundert v. Chr. in Griechenland stattfanden. Damals war Ringen eine der bekanntesten Sportarten und wurde oft in der Nacktheit ausgeführt.Regeln im Ringen
Um einen fairen Wettkampf zu garantieren, sind die Regeln im Ringen von großer Bedeutung. Bei Turnierkämpfen werden drei Runden gekämpft, während Mannschaftskämpfe zwei mal drei Minuten dauern.Der Sieger eines Kampfes ist entweder derjenige, der am Ende der Zeit die meisten Punkte gesammelt hat, oder derjenige, der seinen Konkurrenten auf beide Schultern gebracht hat („geschultert“ oder „gepinnt“). Eine Runde kann vorzeitig gewonnen werden, wenn einer der Kämpfer entweder zwei Drei-Punkte-Wertungen oder eine Fünf-Punkte-Wertung erzielt, unabhängig vom Gesamtpunktestand, oder wenn ein Unterschied von sechs Punkten vorliegt.Verbotene Techniken
Neben den erlaubten Techniken gibt es auch eine Reihe von Techniken, die beim Ringen verboten sind. Dazu gehören beispielsweise Schlag- und Trettechniken, Würgegriffe und unsportliches Verhalten. Wer gegen diese Regeln verstößt, muss mit Strafen rechnen. Die Strafen können je nach Schwere des Vergehens unterschiedlich ausfallen.Gewichtsklassen im Ringen
Um einen fairen Wettkampf zu garantieren, werden die Teilnehmer in verschiedene Gewichtsklassen eingeteilt. Gewichtsklassen sind Klassen, in die die Teilnehmer eines Ringwettkampfs aufgrund ihres Gewichts eingeteilt werden.Es gibt im Ringen eine Vielzahl unterschiedlicher Gewichtsklassen, die je nach Veranstaltung und Regelwerk variieren können. Die Gewichtsklassen im Ringen werden von den jeweiligen nationalen und internationalen Ringverbänden festgelegt. Die Einteilung erfolgt in der Regel in Schritten von 1-5 kg.Frauenringen
Frauenringen hat in den letzten Jahren einen starken Anstieg an Popularität erfahren. Besonders im olympischen Bereich hat sich Frauenringen als eine fesselnde und faszinierende Sportart etabliert. Seit dem Jahr 2004 ist Frauenringen eine olympische Sportart und hat seitdem bei jedem olympischen Spiel eine immer größere Anzahl an Teilnehmerinnen angezogen.Internationale Organisationen
Der Weltverband im Ringen, auch bekannt als United World Wrestling (UWW), ist die führende internationale Organisation im Ringen. Die UWW ist verantwortlich für die Regulierung, Überwachung und Förderung des Ringens als Sport weltweit. Die Organisation wurde 1912 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Lausanne, Schweiz.Der Deutsche Ringerbund (DRB) ist der Dachverband für Ringer- und Ringersportarten in Deutschland. Gegründet wurde er im Jahr 1902 und ist seitdem für die Regelung, Förderung und Verbreitung des Ringens in Deutschland verantwortlich. Der DRB ist ein Mitglied des Internationalen Ringerbundes (FILA) und hat seinen Sitz in Frankfurt am Main.Zusammenfassung: Wrestling vs. Ringen
Ringen und Wrestling sind beide Kampfsportarten, die Athletik, Kraft und Taktik erfordern. Ringen ist eine der ältesten Sportarten der Welt und hat seinen Ursprung in den antiken Olympischen Spielen. Es ist eine rein athletische Sportart, bei der es darum geht, den Gegner auf die Schultern oder den Rücken zu werfen.Wrestling hingegen ist eine komplexere Sportart, die sowohl athletische Fähigkeiten als auch theatralische Elemente umfasst. Es ist ein Show-Sport, bei dem es oft darum geht, eine Geschichte für das Publikum zu erzählen und spektakuläre Aktionen zu zeigen.| Merkmal | Ringen | Wrestling |
|---|---|---|
| Ursprung | Antike Olympische Spiele | Jahrmarktsattraktion, USA |
| Natur | Rein athletisch | Athletisch und theatralisch |
| Ziel | Gegner auf die Schultern werfen | Geschichte erzählen, Publikum unterhalten |
| Regeln | Festgelegte Regeln und Disqualifikationen | Gescriptet, aber mit Grundregeln |
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