Wenn es um Kampfsport und Training geht, ist die Wahl des richtigen Boxsacks von entscheidender Bedeutung. Boxsäcke sind hervorragend für das Boxtraining geeignet, doch sie bieten auch diverse andere Einsatzmöglichkeiten. Man kann alle möglichen Tritt- und Schlagtechniken an einem hochwertigen Boxsack trainieren, seine Ausdauer, Schnelligkeit und Kraft verbessern und dabei den Alltagsstress und Sorgen für einen Moment vergessen. Auch für eine gesunde Fitness sind Boxsäcke ideal. Denn beim Kampfsport trainiert man gleichzeitig das kardiovaskuläre System, also das Herz und die Lunge, wie auch Muskeln. Die Boxsäcke und Zubehör sind deine persönlichen Begleiter für jegliche Kampfsportarten wie Muay Thai, Boxen, Kung Fu, Karate, Taekwondo, Kickboxen oder MMA.
Verschiedene Arten von Boxsäcken
Grundsätzlich unterscheidet man bei Boxsäcken zwischen dem klassischen Boxsack zum Aufhängen, der Maisbirne zum Aufhängen, einer Boxbirne, einem Standboxsack und dem Wandboxsack oder auch Schlagpolster genannt.
Hängende Boxsäcke
Unsere hängenden Boxsäcke sind die perfekte Wahl, wenn du deine Schlag- und Trittechniken verbessern möchtest. Sie sind aus hochwertigen Materialien gefertigt und bieten eine ausgezeichnete Haltbarkeit. Der klassische Boxsack zum Aufhängen ist die Variante, die die meisten Trainings-Kategorien abdeckt. An ihm kannst du intensiv deine Fitness, sowie deine Schlagkraft und Ausdauer trainieren. Ebenso kannst du an ihm, je nach Länge, auch diverse Tritte üben und so deine Beine stärken.
Im Gegensatz zum klassischen Boxsack, bei dem nur Jabs, Straights, Right- oder Left-Hooks geschlagen werden können, kann man bei der Maisbirne auch Upper-Cuts perfekt schlagen. Somit kann jede beliebige Schlagreihenfolge trainiert werden. Durch das leichte Gewicht und das Schwingen an der Halterung, bleibt man ständig in Bewegung, muss sich dem Ziel immer neu anpassen und hat ein realistisches Trainingserlebnis.
Standboxsäcke
Unsere stehenden Boxsäcke sind ideal für diejenigen, die nach Flexibilität in ihrem Training suchen. Diese Modelle ermöglichen es dir, überall zu trainieren, ohne eine Deckenbefestigung zu benötigen. Der Standboxsack wird bestellt und einfach an einen beliebigen Ort platziert. Man braucht keine Halterung und muss keine Löcher bohren, denn der Boxsack hat einen Stand Fuß und ist unten beschwert, was ihn nicht umfallen lässt. Am Standboxsack lassen sich, genau wie beim klassischen Sandsack, alle Schlagkombinationen und alle Trittkombinationen trainieren, mit Ausnahme vom „low kick“. Der Low Kick kann aufgrund des Stand Fußes nicht geworfen werden.
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Boxbirne (Speedball)
Die Boxbirne, oder besser bekannt als Speedball, ist 18 bis 30cm lang und ist perfekte Trainingsgerät für Schlaggeschwindigkeit, Koordination und Schulterstabilität. In jedem guten Box-Film sieht man mindestens einmal die Boxbirne. Sie hängt meist an einer Holzhalterung und wird rhythmisch in einem hohen Tempo geschlagen. Die Boxbirne verbessert vor allem die Muskelausdauer der Schultern sowie die Koordination.
Wandboxsäcke und Schlagpolster
Wandboxsäcke und Schlagpolster sind fest an einer Wand montiert und es gibt sie in unterschiedlichen Größen und Ausführungen. Bei einem Schlagpolster spielt das Gewicht keine Rolle, da die Wand dahinter als Widerstand dient. Ausschließlich die Größe macht hier Unterschiede. Wandboxsäcke sind für alle Arten von Sportler*innen geeignet. Egal ob Kinder, Amateure, Fortgeschrittene oder Profis. Wandboxsäcke kann man sowohl für Schläge als auch Tritte verwenden und sie sind ideal, um kraftvoll und schnell zu trainieren. Da die Schlagpolster starr sind, ist ein dynamisches Training mit viel Bewegung um das Zielobjekt herum nicht möglich. Jedoch kann man in Ruhe und ohne Aufregung sehr präzise seine Technik verfeinern, sowie seine Schlag- bzw.
Die richtige Größe und das Gewicht des Boxsacks
Die Größe eines Boxsacks spielt eine entscheidende Rolle bei der richtigen Wahl. Liegt der Fokus vermehrt auf Kicks, wie beim Muay Thai, MMA oder Kickboxen, dann eignet sich ein längerer Boxsack. Je nach Kick-Variante sollte der Boxsack zwischen 120 und 190cm lang sein.
- Für die so genannten „side kicks“ oder „body kicks“ eignet sich ein Boxsack zwischen 120 und 150 cm Länge. Das sind Tritte, die auf die Mitte des Körpers abzielen, beispielsweise auf die Leber oder den Bauch. Vor allem für Kickboxer ist das eine perfekte Länge.
- Sollen Tritte weiter unten, gegen die Oberschenkel, trainiert werden, dann eignet sich ein Boxsack zwischen 150cm und 190 cm. Bei dieser Länge kann man die im Muay Thai beliebten „low kicks“ besonders gut werfen.
- Will man ausschließlich seine Schlagtechnik und Schlagkraft verbessern, oder Kopftritte üben, dann reicht ein Boxsack zwischen 60 und 100 cm. Diese Größe macht vor allem für das klassische Boxen Sinn. So ein kleiner Boxsack nimmt auch deutlich weniger Platz in Anspruch und ist leichter aufzuhängen.
- Auch für Kinder ist 60-100cm langer Sandsack sinnvoll. Denn ein kleinerer Boxsack wiegt weniger, was also vor allem für jüngere, nicht so kräftige Kampfsportler*innen von Vorteil ist. Mit einem Boxsack zwischen 60 und 100cm lernt die nächste Generation von Kampfsportler*innen die Grundlagen des Boxens, was bei jedem Kampfsport im Stand benötigt wird.
Denn das Schlagen, also Boxen, ist die Grundlage all dieser Künste. Möchtest du erfolgreich am Sandsack trainieren, so sollte dein Boxsack auf alle Fälle das richtige Gewicht haben. Ist er zu schwer, hat man kein dynamisches Training und im schlimmsten Fall kann man sich verletzen. Ist er jedoch zu leicht, hat man zu wenig Gegengewicht, der Boxsack schwingt zu stark und man hat keine Möglichkeit seine Schlag- oder Trittkombinationen gewissenhaft auszuführen.
Wichtig ist: Je schwerer der Sandsack, desto mehr Schlagkraft braucht man. Ein massiver und kräftiger Kampfsportler benötigt daher einen schweren Boxsack. Ein kleiner und leichter Kampfsportler benötigt hingegen eher ein leichteres Modell. Hier gilt die Devise: Sei ehrlich zu dir selbst und kenne deine Ziele. Grundsätzlich sollte dein Boxsack ca.
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Hier eine Tabelle zur Orientierung:
| Körpergewicht | Empfohlenes Boxsack-Gewicht |
|---|---|
| Kinder | 15-25kg |
| Ab 50kg | 25-35kg |
| 60-80kg | 40-60kg |
Füllmaterialien für Boxsäcke
Obwohl man häufig vom „Sandsack“ spricht, sollte man den Boxsack niemals mit Sand befüllen! Aufgrund der Menge, die man zum Befüllen bräuchte, würde der Sack viel zu schwer werden. Durch das hohe Gewicht und die äußeren Einwirkungen, könnte die Wand oder die Decke den schweren Boxsack nicht lange tragen und die Verankerung würde ausreißen. Außerdem wirkt der Sandsack aufgrund der hohen Dichte wie Beton, was die Gelenke deutlich überbeanspruchen würde.
Stattdessen verwendet man entweder 3-4cm lange Textilschnipsel oder ein spezielles Kunststoff- oder Korkgranulat. Mit Kunststoffgranulat befüllte Sandsäcke sind die schwersten und härtesten Säcke. Diese Füllung eignet sich vor allem für kräftige und große Kampfsportler*innen. Die beliebteste Füllung sind klein geschnittene Textilreste. Das Gewicht bleibt angemessen und die Materialdichte gestattet ein angenehmes Boxtraining. Da die Stoffreste beim Schlagen etwas nachgeben, werden die Handgelenke beim Boxen nicht so stark belastet, was das Verletzungsrisiko mindert. Zudem sind Textilreste eine deutlich günstigere Alternative zu anderen Füllmaterialien, da sie aus Altkleidern selbst hergestellt werden können. Auch Lederreste können als preiswerte Füllung für den Boxsack dienen.
Textilreste können auch mit Schaumstoffresten zu einer Boxsackfüllung kombinieren werden. Dabei sollten ein oder zwei Schichten aus Schaumstoff von innen an die Hülle gelegt und anschließend der Boxsack mittig mit Textilresten befüllt werden. Wenn du nach einer außergewöhnlichen Boxsack-Füllung suchst, dann könnte Korkgranulat das richtige für dich sein. Das geringe Gewicht, die minimale Dichte und das große Volumen macht Korkgranulat zu einem hochelastischem Füllmaterial, welches jeden Schlag effektiv abfedert und somit sehr gelenkschonend wirkt. Jedoch sollten aufgrund des geringen Gewichts auch hiermit nur größere Boxsäcke befüllt werden.
Außenmaterialien
Neben Modell, Gewicht und Füllmaterial solltest du dir auch über das Außenmaterial im Klaren sein, bevor du eine Kaufentscheidung fällst. Bei uns im Shop findest du Boxsäcke aus Kunstleder oder synthetischen Fasern wie Nylon oder Cordura. Grundsätzlich sind all diese Materialien sehr langlebig und extrem strapazierfähig. Leder benötigt im Gegensatz zu Kunstfasern etwas Pflege, wobei diese Pflege nicht häufig erfolgen muss und auch nicht sonderlich aufwendig ist.
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Da ein Boxsack oder eine Boxbirne immer mit entsprechenden Boxbandagen sowie Boxhandschuhen verwendet werden sollten, besteht keine Gefahr von Hautabrieben oder Blutflecken an dem Material. Solltest du doch mal ohne Zubehör mit bloßen Fäusten auf den Boxsack einschlagen, dann musst du dir keine Sorge wegen einer Verfärbung machen. Denn unsere Sandsäcke gibt es ausschließlich in den Farben Rot, Blau und Schwarz. Da das sehr dunkle Farben sind, fallen kleinere Blutflecken nicht auf. Außerdem kann man einen Lederboxsack ohne Probleme abwischen. Somit musst du dir nur klar werden, welche Farbe dir am liebsten ist.
Montage von Boxsäcken
Hast du dich für ein hängendes Modell entschieden, so musst du nun überlegen, wo dieser langfristig montiert werden soll. Bei dieser Entscheidung sollte man sich auf alle Fälle Zeit lassen, da ein Umhängen mit extremem Aufwand verbunden ist. Außerdem solltest du die Beschaffenheit deines Raumes, in dem der Boxsack später hängen soll, kennen. Denn um einen Boxsack zu befestigen, benötigt man ein oder mehrere Löcher in Decke oder Wand. Dazu sollte das tragende Element möglichst aus Beton oder Stein bestehen und am besten keine Hohlräume aufweisen. Denn der Sandsack wiegt unter Umständen sehr viel und schwingt zudem hin und her, was eine hohe Belastung auf die Aufhängung ausübt. Daher ist von einer Befestigung an Trockenbauelementen (Gipskarton) abzusehen, da diese das Gewicht nicht tragen können.
Deckenmontage
Entscheidest du dich für eine Deckenmontage, so musst du mit einer entsprechenden Bohrmaschine 1-2 Löcher in die Decke bohren. Darin befestigst du entsprechende Dübel. Welcher Dübel der richtige für dein Projekt ist, solltest du im Baumarkt erfragen. Anschließend schraubst du eine unserer Deckenhalterungen hinein. Daran kannst du optional dann noch eine Boxsack Feder hängen. Diese dämpft die Schläge und Tritte ab und reduziert die Belastung auf die Deckenhalterung. Natürlich kannst du deine Boxsackhalterung auch in einem massiven Holzbalken verankern.
Wichtig ist, dass du um die Stelle, wo später der Sandsack hängen soll, genug Platz zum Bewegen hast. Der Vorteil einer Deckenmontage besteht darin, dass der Boxsack im Idealfall frei in jede Richtung schwingen und man sich beliebig um das Trainingsgerät herumbewegen kann.
Wandmontage
Solltest du keine Massive Decke oder einen massiven Holzbalken haben, jedoch aber eine sehr stabile Wand, dann ist die Wandmontage die Richtige Lösung für dich. Hierfür gibt es besondere Wandboxsackhalterungen. Um sie zu montieren, bohrst du ebenfalls mit einem dafür geeigneten Bohrer Löcher in die Wand und schiebst entsprechende Dübel hinein. Anschließend wird die Halterung an die Wand geschraubt und der Sandsack kann daran aufgehängt werden. Auch hier kannst du zusätzlich noch eine Boxsackfeder anhängen, um die Halterung zu entlasten.
Auch die Maisbirne und der Boxing Bar/Kick Bar werden mit einer entsprechenden Halterung an die Wand geschraubt. Trotz des leichten Gewichts der Maisbirne oder des Boxing Bars, sollte eine stabile Wand als Aufhänghort gewählt werden, um ein mögliches Herausbrechen vorzubeugen. Zudem ist bei der Wandaufhängung die Aufhänghöhe zu berücksichtigen. So kann die Höhe immer angepasst werden. Vor allem bei einer Anschaffung für Kinder ist das ein wichtiger Aspekt. Denn meist wird die Halterung so angebracht, dass sie für die momentane Größe des Nachwuchses passt. Wächst der Sprössling aber, kann schon bald die alte Höhe nicht mehr passend sein. Dann muss man die Halterung demontieren und neue Löcher weiter oben bohren.
Zusätzliche Tipps
- Für das Training am Boxsack selbst sind vor allem Boxhandschuhe und Boxbandagen wichtig, um die Handgelenke und Knöchel vor Verletzungen zu schützen.
- Auch spezielle Schuhe, die einen stabilen Halt gewährleisten und das Fußgelenk stützen, sowie eine passende Bekleidung, sind empfehlenswert.
- Reicht dir das Training in deinem Gym oder Dojo nicht? Möchtest du Zuhause noch intensiver Schlag- und Trittkombinationen üben? Selbst wenn du mit Sport sonst nicht viel anfangen kannst, legen wir dir ans Herz, Besitzer eines Boxsackes zu werden. Warum? Denn er eignet sich ideal, um Frust abzubauen und Stress entgegenzuwirken.
- Die Arbeit oder die Familie machen Druck, alle Aufgaben wachsen dir über den Kopf und du hast das Gefühl, dass großes Chaos in deinem Kopf herrscht? Dann solltest du unbedingt den Kopf lüften, um danach wieder gelassen und gut gelaunt Verantwortung zu übernehmen. Und was eignet sich da besser, als alle Sorgen weg zu boxen? Du musst weder Fitness noch Kampfsport erfahren sein. Schnapp dir ein paar Boxhandschuhe und power dich aus.
- Wie du siehst, wird ein Sandsack eine super Investition sein, die du sicherlich nicht bereuen wirst. Dieses ideale Sportgerät kannst du dir zu fairen Preisen nach Hause holen.
