Amerikanische Schauspieler und ihre Kampfsportarten: Mehr als nur Hollywood

Als Prominenter lebt man bisweilen gefährlich, zumal man regelmäßig von Fremden auf der Straße angesprochen wird und nicht alle eine gute Meinung von einem haben. Einige Promis gehen daher nur noch mit Bodyguards vor die Tür, andere haben sich dazu entschlossen, sich im Zweifelsfall selbst zur Wehr setzen zu können. Wie? Na, indem sie eine (oder gleich mehrere) Kampfsportarten gelernt haben.

Prominente Kampfsportler: Eine unerwartete Kombination

Es gibt natürlich immer auch Promis, die für die eine oder andere Figur in die Rolle eines Kampfsportlers oder einer Kampfsportlerin schlüpfen und dafür trainieren müssen. Aber diese Prominenten hier haben ihre Kampfsportart häufig über viele Jahre trainiert und nicht wenige von ihnen sind Träger*in eines schwarzen Gürtels. Dass wir die Jackie Chans und Jet Lis dieser Welt hier nicht auch noch mit aufgeführt haben, versteht sich wohl von selbst.

Tom Hardy: Brazilian Jiu-Jitsu

Dass Schauspieler Tom Hardy ein Kämpfer ist, davon konnten wir uns bereits mehrere Male eindrucksvoll auf der Leinwand überzeugen - nicht zuletzt im Film Warrior. Doch auch im echten Leben weiß Tom Hardy Kämpfe zu bestehen, insbesondere im Brazilian Jiu-Jitsu. In dieser Bodenkampfsportart hat Hardy zwar erst den lila Gürtel, kämpft aber bereits seit elf Jahren. Er ist halt ein vielbeschäftigter Mann, hat im letzten Jahr aber tatsächlich an ein paar Wettkämpfen teilgenommen - und gewonnen.

Forest Whitaker: Kempō-Karate

Auch Schauspielikone Forest Whitaker ist ein begeisterter Kampfsportler - und zwar schon seit er 12 Jahre alt ist. Viele Jahre lang hat er drei- bis viermal pro Woche trainiert und erst in zunehmendem Alter das Pensum etwas runtergeschraubt. Immerhin trägt er bereits den schwarzen Gürtel in Kempō-Karate.

Ashton Kutcher: Brazilian Jiu-Jitsu

Ebenfalls BJJ-Kämpfer ist Schauspieler Ashton Kutcher - und scheinbar sogar etwas besser als Tom Hardy. Zumindest trägt Kutcher bereits seit 2019 den braunen Gürtel und kann ebenfalls auf eine Dekade in dieser Sportart zurückblicken. Damit ist der Ehemann von Demi Moore nur noch einen Schritt vom schwarzen Gürtel und damit der Meisterklasse entfernt.

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Kutcher kam 2012 in Kontakt mit BJJ, als er in Rio de Janeiro die Akademie von Ricardo De La Riva besuchte, um seine körperliche Fitness zu verbessern. Nach ca. zwei Jahren, Anfang 2014, erhielt er den blauen Gürtel und trainierte weiter, mit vielen Privatstunden, die ihm am Ende des selben Jahres den lila Gurt von seinem Trainier verliehen haben. Ashton hat regelmäßig weiter trainiert und erhielt 2019 seinen braunen Gurt, überreicht von seinem Trainer Rigan Machado. Dieser kommentierte Kutcher´s rasche Entwicklung aufgrund seiner Basis des vorher ausgeübten Wrestlings.

Ed O’Neill: Brazilian Jiu-Jitsu

Der nächste BJJ-Kämpfer in dieser Liste, und wohl auch der unerwartetste, ist Al-Bundy-Darsteller und Modern Family-Oberhaupt Ed O’Neill. Und: Er ist offenbar der beste BJJ-Kämpfer in dieser Liste, zumindest ist O’Neill Schwarzgurtträger - und kann bereits auf 20-jährige Erfahrung zurückblicken. Provozieren oder dumme Al-Bundy-Witze sollte man sich auf jeden Fall verkneifen - das könnte schlecht für einen ausgehen.

Seine Annäherung zum BJJ erfolgte durch Rorion Gracie, Mitbegründer der UFC (Ultimate Fighting Championship) und Sohn von Hélio Gracie, der einer der großen Booster des BJJ war. Der Schauspieler begann die weiche Kunst mit ca. 42 Jahren, im Jahre 1987, als ein Freund ihn überzeugte eine Probestunde der mythischen Akademie Gracie Academy in Torrance, Kalifornien. Im Jahr 2007, nach 20 Jahren hartem Trainings, verlieh Rorion ihm den schwarzen Gurt, und zeigte damit, daß man auch mit über 40 mit dem BJJ beginnen kann und mittels konstantem Training, trotz des höheren Alters, einen schwarzen Gürtel erreichen kann.

Katheryn Winnick: Taekwondo und Karate

Auch Vikings-Schauspielerin Katheryn Winnick hat nicht nur in der Wikingerserie gezeigt, dass sie kämpfen hat. Winnick hat bereits im Alter von 7 Jahren mit dem Kämpfen angefangen und konnte bereits als 13-Jährige ihren ersten schwarzen Gürtel in Taekwondo in Händen halten. Mit 21 hat sie sogar drei Taekwondo-Schulen betrieben und einigen Schauspieler*innen selbst Unterricht gegeben, bevor sie selbst mit der Schauspielerei angefangen hat. Mittlerweile hat sie den schwarzen Gürtel 3. Grades in Taekwondo und den schwarzen Gürtel 2. Grades in Karate.

Wesley Snipes: Kickboxen, BJJ, Hapkido, Shōtōkan-Karate und mehr

Ist in Sachen Martial Arts ein Tausendsassa: Wesley Snipes begann schon früh mit Kampfsport, nämlich im Alter von 12 Jahren. Er kann Kickboxen, BJJ, Hapkido und hat den 5. Dan (Godan) in Shōtōkan-Karate. Aber er kann wohl auch Kung Fu, Eskrima und Capoeira, scheint also (zumindest in jüngeren Jahren) in Sachen Martial Arts ein wahrer Alleskönner zu sein. Mit Wesley sollte man es sich also besser nicht verscherzen.

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Mark Zuckerberg: Jiu-Jitsu

Meta-CEO Mark Zuckerberg ist an sich weniger durch seine Physis, als durch seine geistige Stärke bekannt geworden. Doch seit Corona scheint auch ihm die ganze Vor-der-Rechner-Sitzerei zu viel geworden zu sein, sodass er sich seither ebenfalls in Jiu-Jitsu übt. Im Mai hat er seine ersten Wettkämpfe in einer Schule im Silicon Valley bestritten und dabei Silber- und Goldmedaillen gewonnen.

Zuckerberg schätzt den Kampfsport, weil er ihn körperlich und geistig fordert und seine volle Aufmerksamkeit verlangt. Bei seinem ersten Jiu-Jitsu-Turnier gewann er gleich zwei Medaillen für das Guerrilla-Jiu-Jitsu-Team.

Wiz Khalifa: MMA

Abgesehen von seinen Rap-Skills ist Wiz Khalifa bisher vor allem in einem „Wettbewerb“ aufgefallen: nämlich mehr zu kiffen als Snoop Dogg. Aber um diesem eher ungesunden Lebensstil entgegenzuwirken, hat der Rapper mit MMA angefangen und in einem Interview mit Joe Rogan auch mal ausführlich erzählt, wie es dazu gekommen ist.

Keanu Reeves: Brazilian Jiu-Jitsu, Aikido, Judo, Karate und Krav Marga

Auf der Leinwand hat Keanu Reeves schon eine ganze Menge Kämpfe ausgetragen, musste für Matrix unter anderem Karate und Kung Fu lernen - und damit auch nach Ende der Dreharbeiten weitergemacht. Mittlerweile beherrscht Keanu Reeves diverse Kampfsportarten, zumindest die Grundlagen, darunter Brazilian Jiu-Jitsu, Aikido, Judo, Karate und Krav Marga. Beeindruckend.

Weitere Prominente und ihre Jiu-Jitsu-Erfahrungen

  • Chuck Norris
  • Guy Ritchie
  • Joe Rogan
  • Scott Caan
  • Nicolas Cage
  • Demi Lovato
  • Jonah Hill
  • Russell Brand
  • Henry Cavill
  • Mario Lopez
  • Jason Statham
  • Maynard James Keenan
  • Wagner Moura
  • Jim Carrey
  • Millie Bobby Brown

Jiu Jitsu: Mehr als nur ein Kampfsport

Jiu Jitsu ist nicht nur eine Kampfsportart, sondern auch eine Lebensphilosophie. Es ist eine Disziplin, die Körper und Geist gleichermaßen fordert und schult. Viele Prominente, darunter erfolgreiche Unternehmer und Schauspieler, haben sich dieser Kunst verschrieben und nutzen sie, um ihre Fähigkeiten zu schärfen und ihre Lebensqualität zu verbessern. Jiu Jitsu ist eine Kampfkunst, die auf dem Prinzip der „sanften Kunst“ basiert. Es geht darum, die Kraft und Bewegung des Gegners gegen sich selbst zu nutzen. Im Gegensatz zu anderen Kampfsportarten, die auf Schläge und Tritte setzen, konzentriert sich Jiu Jitsu auf Würfe, Hebel und Würgegriffe.

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Tipps für den Einstieg in Jiu Jitsu

  1. Findet eine gute Schule: Der erste Schritt besteht darin, eine gute Jiu-Jitsu-Schule oder ein gutes Dojo zu finden. Achtet darauf, dass die Schule von einem qualifizierten und erfahrenen Lehrer geleitet wird.
  2. Nehmt regelmäßig am Unterricht teil: Jiu Jitsu erfordert regelmäßiges Training, um die Techniken zu erlernen und zu verinnerlichen.
  3. Übt die Grundlagen: Wie bei allen Kampfsportarten sind auch beim Jiu Jitsu die Grundlagen entscheidend.
  4. Seid geduldig und ausdauernd: Jiu Jitsu ist eine Kampfkunst, die Zeit und Geduld erfordert.
  5. Nutzt Sparring und Rollenspiele: Sparring (oder „Rolling“, wie es im BJJ genannt wird) ist ein wichtiger Bestandteil des Jiu-Jitsu-Trainings.
  6. Haltet euch fit: Jiu Jitsu ist körperlich anstrengend, deshalb ist es wichtig, dass ihr euch fit haltet.
  7. Lernt ständig dazu: Jiu Jitsu ist eine Kunst, die sich ständig weiterentwickelt. Es gibt immer neue Techniken und Strategien zu lernen.
  8. Respektiert eure Trainingspartner: Jiu Jitsu ist ein Gemeinschaftssport. Respektiert eure Trainingspartner und behandelt sie so, wie ihr behandelt werden wollt.
  9. Habt Spaß: Und last but not least: Habt Spaß! Jiu Jitsu kann eine Herausforderung sein, aber es sollte auch Spaß machen.

Bekannte Karateka aus Film und Fernsehen

Die meisten, die nicht aktiv Karate ausüben, kennen bekannte Karateka aus Film und Fernsehen.

  • Chuck Norris, berühmt für seinen Roundhouse-Kick, lernte hauptsächlich Taekwondo und Tang-Soo-Do, war aber auch in der Welt des Karate aktiv.
  • Steven Seagal lebte 15 Jahre lang in Japan und lernte in dieser Zeit unter anderem Karate.
  • Die Karriere von Jean-Claude Van Damme konnte zwar auf der Leinwand länger keine großen Erfolge mehr feiern, dafür stellt er aber eine Größe im Kampfsport dar.
  • Der legendäre Bruce Lee, welcher im Alter von 32 Jahren starb, wird in Filmen (Karate Tiger) oft fälschlicherweise dem Karate zugesprochen, praktiziert aber in Wahrheit einen eigenen Kampfstil, welcher sich Jeet Kune Do nennt.

Bruce Lee: Ikone der Kampfkünste

Bruce Lee war ein sinoamerikanischer Schauspieler und Kampfkünstler, der für seine Fähigkeiten in der Kampfkunst und seine Leistungen in der Filmindustrie bekannt war. Als Schauspieler trat Bruce Lee in zahlreichen Filmen auf, darunter „The Big Boss“, „Fist of Fury“, „Way of the Dragon“ und „Enter the Dragon“. Seine Filme waren bekannt für ihre spektakulären Kampfszenen und haben einen nachhaltigen Einfluss auf die Popkultur ausgeübt. Obwohl Bruce Lee 1973 im Alter von nur 32 Jahren verstarb, bleibt sein Erbe in der Welt der Kampfkunst und des Kinos bis heute präsent. Seine innovativen Techniken und seine Philosophie haben viele Menschen inspiriert und beeinflusst.

Jeet Kune Do ist das von Bruce Lee entwickelte System der Kampfkunst. Es ist eine Mischung aus verschiedenen Kampfkünsten, einschließlich Wing Chun, Karate, Boxen und Tae Kwon Do. Jeet Kune Do betont die Effektivität und Praktikabilität in realen Kampfsituationen. Bruce Lee glaubte, dass Kampfkunst nicht nur eine physische Disziplin ist, sondern auch eine mentale.

Sein größtes Ziel war es, Kung-Fu für jedermann zugänglich und verständlich zu machen - auch außerhalb Asiens. Für das China der 1960er Jahre ein unkonventioneller Weg: „In der chinesischen Tradition war das Erlernen einer Kampfkunst nur denen vergönnt, die in einer Familie von Kampfkunst-Meistern aufwuchsen oder, in seltenen Fällen, von einem Meister auserwählt wurden“, sagt Irmgard Enzinger.

Die offizielle Todesursache war ein Hirnödem, das durch eine allergische Reaktion auf ein Schmerzmittel namens Equagesic ausgelöst wurde. Bruce Lee hat einen bleibenden Eindruck in der Welt der Kampfkunst hinterlassen. Sein Vermächtnis lebt weiterhin in Form von Filmen und Kampfkunstschulen. Trotzdem gibt es immer noch Spekulationen über seinen Tod. Einige glauben immer noch, dass er ermordet wurde, während andere glauben, dass er durch Drogenmissbrauch gestorben ist.

Chuck Norris: Vom Kampfkünstler zum Schauspieler

Chuck Norris ist ein US-amerikanischer Schauspieler und Kampfkünstler, der für seine ikonischen Rollen in Actionfilmen bekannt ist. Norris ist bekannt für seine Fähigkeiten in verschiedenen Kampfkünsten, darunter Tang Soo Do, Brazilian Jiu-Jitsu, Judo und Chun Kuk Do. Er gewann mehrere Weltmeisterschaften im Karate und gründete später seine eigene Kampfkunstschule.

Chuck Norris hat in seiner Karriere als Kampfkünstler viele Meisterschaften gewonnen. Im Jahr 1968 wurde er zum Karate-Mittelgewicht-Weltmeister ernannt. Er hat auch den schwarzen Gürtel im Taekwondo erhalten und ist der erste Mann außerhalb von Fernost, der dies geschafft hat.